, 31. März 2017
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Achtung: Populisten! Vorsicht: Literatur!

Das St.Galler Literaturfestival Wortlaut ist gestartet. Von Freitag bis Sonntag sind die Säle voll mit Literatur inklusive Comic und Kabarett. Und auch auf die Gasse wird gehauen.

Der Gassenhauer in der Schmiedgasse von Saiten und Theater am Tisch, das Drama im schönsten Erker der Stadt, seit 2011 Jahr für Jahr hart am Wind des lokalen und globalen Zeitgeschehens, geht in eine neue Runde.

Günther und Emmi, Sie erinnern sich, waren vor drei Jahren mit einem ungeplanten Gutsch Wasser von oben schon einmal beinah vom Pelikanerker vertrieben worden. Ein Jahr später – anno 2015 – waren die beiden turbokapitalistisch unter die Räder gekommen, letztes Jahr hatten sie sich mit vollem Elan an die Neugründung des unfähig gewordenen Kantons St.Gallen gemacht. Günther und die Einbürgerungsprüfung…

… Schnee von gestern, denn jetzt schlägt die Stunde der Populisten, auch in St.Gallen. Günther sieht rabenschwarz, Emmi hält unbeirrbar dagegen, aber vor den grossen Aufräumern und selbsternannten Verhinderern ist auch der Pelikanerker nicht mehr sicher. Wer ihn noch einmal als Schauplatz der nächtlichen Gassenhauerei erleben will, kommt am Samstag, 1. April um 23 Uhr an die Schmiedgasse 15 in St.Gallens Altstadt. Mit Diana Dengler und Marcus Schäfer.

Nora Gomringer (Bild: Judith Kinitz)

Wortlaut bietet im übrigen auch dieses Jahr ein langes Wochenende Literatur mit den Reihen Kabarett, Literatur, Comic und Spoken Word – von Laut zu Luise zu Lechts zu Rinks. So hadert, wie die Veranstalter schreiben, der Basler Slammer Dominik Muheim in seinem aktuellen Bühnenprogramm mit den Erwartungen ans Erwachsensein, Jonas Lüscher präsentiert seinen soeben erschienen Roman Kraft, Nora Gomringer liest und der Comiczeichner Nicolas Mahler bringt es mit gekonnten Strichen auf den Punkt.

Weitere Höhepunkte dürften der Auftritt von Manuel Stahlberger, die Lesung des tschechischen Autors Jaroslav Rudis aus Nationalstrasse und der Auftakt heute abend mit Max Küng und einer Rede von Hildegard Elisabeth Keller sein.

Den nächtlichen Abschluss am Samstag macht die Late Night-­Party Dance & Draw!. Und zum Finale am Sonntag gibt es den traditionellen literarischen Stadtrundgang mit Richard Butz und Nathalie Hubler sowie eine Präsentation der Appenzeller Anthologie Ich wäre überall und nirgends mit Urs Richle als Gastleser und mit Diskussionen um Literatur im 21. Jahrhundert zwischen Buch und Netz. Mehr Informationen zum Programm hier und auf wortlaut.ch.

Literaturbeiz ist die Focacceria, Schauplätze sind der Raum für Literatur in der Hauptpost, der Festsaal im Stadthaus, Palace, Grabenhalle, Pelikanerker und das Splügeneck, wo Christoph Keller, Katrin Andrist, Peter Eggenberger und Ivo Ledergerber am Samstagnachmittag die Ostschweizer Bühne mit Kurzlesungen bespielen.

Das ganze Programm: wortlaut.ch

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