Auf der Suche nach meinem persönlichen Glück stosse ich auf ein Interview mit dem Glücksforscher Bruno S. Frey. Dieser rät «sich Zeit zu nehmen für Dinge, die einem wichtig sind und Freude bereiten.» Das soll zufrieden machen, vielleicht sogar glücklich, behauptet Frey. Klingt logisch – und ist allemal einen Versuch wert.
Gesagt, getan: Als Fussballfan fällt es mir dank der Weltmeisterschaft momentan leicht, mir Zeit zu nehmen für Dinge, die mir wichtig sind und Freude bereiten. Sollte Freys Theorie stimmen, werde ich nämlich in den laufenden Wochen nahezu zu meinem Glück gezwungen. Doch wird es mich wirklich glücklich machen, stundenlang in eine viereckige Kiste zu glotzen und schwitzende Männer dabei zu beobachten, wie sie einem Ball nachjagen? Erstaunlicherweise ja! Doch woran das liegt? Ist es wirklich das Verfolgen des Spiels, das mich glücklich macht?
Jan Zuber
Wohl kaum – denn spätestens als ich mir ein Spiel alleine ansehe wird mir klar: Letztlich ist es vielmehr die Gesellschaft guter Freunde und die friedlichen Stunden, die wir zusammen verbringen, welche ein Gefühl von Zufriedenheit oder gar Glück hervorrufen.
Und was sagt uns das über Freys Theorie? Macht es glücklich, sich Zeit zu nehmen für Dinge, welche einem wichtig sind und Freude bereiten? Ja. Die grosse Kunst besteht hingegen darin zu erkennen, was einem wirklich wichtig ist und Freude bereitet. Denn meist sind es die kleinen, unscheinbaren und ganz alltäglichen Dinge. Nur wer in der Lage ist, diese zu erkennen, wird auch den Weg zu seinem persönlichen Glück finden.
Im Werk 2 in Arbon dreht sich derzeit alles um Mythen. «Sehnsucht Mythos. Wie Geschichten unsere Welt gestalten» ist eine ästhetische Ausstellung, die mit ihrem sehr breiten Mythosbegriff arbeitet und vielfältige Geschichten unter einem Dach vereint.
Neue Eigenproduktion
Tunneleröffnung
Das musste ja so kommen! Es konnte nicht bei einem bleiben. Zum Glück! Jetzt gibt es das zweite grosse, schwere Psychobuch von Beni Bischof. Darin verwirbelt der Künstler erneut Eigenes, Fremdes, Befremdliches, Bekanntes, Neues, Unkenntliches mit lockerer Hand, Humor und Hintersinn.
Die Sonderausstellung «Baustelle Erinnerung / ‹Hitler entsorgen› – Arbeiten am belasteten Erbe» im Vorarlberg Museum in Bregenz beschäftigt sich damit, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Gegenständen aus der NS-Vergangenheit aussehen kann. Ausserdem berät das Museum Privatpersonen, die solche Gegenstände besitzen.
Forrer Stieger Architekten gelingt mit dem Dreifachkindergarten und der Tagesbetreuung im Heiligkreuzquartier in St.Gallen die Quadratur des Kreises.
Es geht um uns Menschen und unser sonderbares und verheerendes Verhalten. «Humans» heisst die grosse Einzelausstellung des Ostschweizer Künstlers Olaf Breuning. Viele Arbeiten sind speziell für die Schau im Museum Allerheiligen in Schaffhausen entstanden.
In Wil fand am Wochenende das Rock am Weier statt. Seit 25 Jahren gibt es das Festival, und trotz inzwischen grösserer Namen ist es immer noch kostenlos. Ein Verein organisiert es nicht-profitorientiert und fördert regionale Acts. Unsere Autorin ist an den Ort ihrer musikalischen Sozialisation zurückgekehrt. Eine Reportage.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Ausstellung im Museum Rosenegg
Kabarett in Herisau
Debatten um Machismus, Deepfake-Pornos, häusliche Gewalt und Femizide sind beinahe alltäglich. Was können Männer gerade tun, wenn sie unter Generalverdacht geraten? Frauenhausleiterin Katja Hämmerli Keller, Florance Hildebrand vom feministischen Streikkollektiv Thurgau und Manuel Benjamin Lehmann vom Forum Mann diskutieren Lösungsansätze.
Kommentar zur SVP-Chaosinitiative
Das AFO, das Architektur Forum Ostschweiz, diskutiert und vermittelt seit 30 Jahren Baukultur. Am kommenden Freitag wird das Jubiläum gefeiert und die neuste Artikelserie der guten Bauten als Buch präsentiert.
Minasa bekommt also doch Geld aus dem Lotteriefonds: Der Kantonsrat hat dem von Saiten und Thurgaukultur.ch aufgebauten Projekt, das den grössten Veranstaltungskalender der Ostschweiz ermöglicht, die Finanzierung für drei weitere Jahre gesichert.
Inna Shevchenko fragt im Dokumentarfilm Girls and Gods, ob die monotheistischen Weltreligionen mit Feminismus vereinbar sind. Auf der Suche nach Antworten begegnet sie widersprüchlichen Theorien und mutigen Frauen. Und bleibt nicht nur stille Beobachterin.
In eigener Sache
Abstimmungskommentar zur SVP-Chaosinitiative
Theateraufführung
Kolumne: Heppelers Bestiarium