Katalin Deér
Mittwoch, 1. September 2010, 0:00 Uhr / (bis Sonntag, 21. November 2010)
Schaukasten Herisau, Herisau
Für eine Künstlerin wie Katalin Deér kommt eine Architektur wie die vom Schaukasten Herisau wie gerufen. Eigentlich und oft arbeitet sie als Fotografin, doch nicht die Fotografie an sich ist das Zentrale in ihrem Schaffen, sondern die Wahrnehmung von Raum, die Schaltstellen zwischen den Dimensionen und Medien. Wie verhalten sich zwei Flächen zu einander? Was macht unsere Wahrnehmung damit? Katalin Deér entwickelt aus Fotografien Skulpturen – und umgekehrt, benutzt die Wahrnehmung als Werkstoff für Bildhauerisches. Was als Collage erscheint, erweist sich als gebaute Architektur – und umgekehrt. Die Wechsel zwischen Innen und Aussen, Realem und Surrealem sind in ihrem Schaffen von mitreissender Dynamik. Das vorbeiziehende Bauernhaus an der St. Gallerstrasse steht als gefalzte Karte still auf dem Tisch. Durch Umknicken wird es zurück in die Fläche geholt. Das Spiel mit Trompe l?oeil –Effekten erfreut das Auge und erneuert das Sehen. Für ?Herisau Haus? hat sich Katalin Deér im vielverzweigten Ort umgeschaut, sie hat die Bauten bei ihrem Kommen und Gehen mit jenem analysierenden Blick betrachtet, der um Sehvorgänge weiss. So lassen sich eingespielte Bilder überlisten, Dreidimensionales kippt in die Fläche, Fläche wird Objekt, Tiefen tun sich auf. Wir staunen über das, was wir zu kennen glauben. Katalin Deér hat ihre Recherchen in und um Herisau und mit Augenmerk auf industrielle Bauten als analoge Fotografien auf Barytpapier gebracht, auf dieses hochwertige Fotopapier für klassische Schwarzweissaufnahmen, das die Bilder möglicherweise länger haltbar macht als die darauf zu sehenden Bauten. ?Herisau Haus? findet als Modelllandschaft im Schaukasten vorübergehend ein fast museales Zuhause.


Infos:


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Art / Stil:

Kunst / ausstellungen
    - Galerie



Veranstaltungsort:

Schaukasten Herisau
Poststrasse 10
9100 Herisau

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Tel: +41 79 648 32 24
Web: http://www.schaukastenherisau.ch

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Schaukasten Herisau, Herisau
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