Parne Gadje:
PARNE GADJE:
PARNE GADJE:
Parne Gadje
Freitag, 17. Februar 2012, 22:00 Uhr
Grabenhalle, St. Gallen

präsentiert von BRUCHTEIL


Parné Gadje sind ohne Frage eine der innovativsten und am einzigartigsten klingenden World Musikbands in den Benelux-Ländern.

Mark Constandse kann auf eine recht verwegene Vergangenheit als Strassenmusikant, Zirkusmusiker (manchmal auch Artist), Schausteller und Industrial-Punk-Musiker zurückblicken. Als Mitglied einer Zirkusgruppe erhielt er von einem Kollegen eine Kassette mit rumänischer Zigeunermusik - dies sollte seine musikalischen Vorstellungen grundlegend ändern.

„When I heard that tape I thought - this is it! This sound has everything in it: joy, sorrow, suffering - it’s all there! I knew then exactly which way I had to go with my music, it was so bleedin’ obvious!.“

Neben der Zigeunermusik entdeckte er den Rebetiko (griechische Underground-Musik aus den 30ern) für sich und studierte auch intensiv die anderen Musikstile des Balkan. In den frühen 90ern hatte Constandse ein Repertoire von über 100 Songs und verdiente bald seinen Lebensunterhalt mit Balkan-Musik auf Strassen, Hochzeiten oder Partys.

1999 gründete er mit dem australischen Bassisten und Songschreiber Dan Tuffy, dem Gitarristen Michiel Hollanders und Gerwil Kusters die Musikgruppe Parne Gadje.

Parne Gadje sind immer ihren eigenen Weg gegangen. Ihr Sound mag starke Balkan-Einflüsse haben, doch sind sie in diesem Genre nicht beheimatet. Auf kreative Weise mischen sie die Musik der Roma, griechischen Rebetiko und zunehmend Elemente kontinentaler und orientalischer Stile, um ihre eigene Tradition zu erschaffen.

Ihr vorletztes Album „Mangupi“ wurde während eines Konzerts im Rahmen einer Deutschland-Tour Ende 2006 aufgenommen und ist somit nicht nur ein beeindruckendes Zeugnis der musikalischen Entwicklung der Band, sondern auch ein Beweis für ihre phänomenalen Live-Performances. Das Album zeigt ausserdem, dass die Band die kontrollierte Umgebung eines Aufnahmestudios nicht braucht, um zu zeigen, was sie kann. „What you hear is what you get” - und es ist überwältigend.

Die Band bewegt sich mühelos zwischen lautstarken Roma-Freudentänzen, sparsamen griechischen Balladen und improvisierten, derwisch-artigen Grooves. Der akustische, orchestrale Sound - das Markenzeichen der Gruppe - wird wie immer von den Texturen ungewöhnlicher, selbstgebauter Instrumente ergänzt (Velofoon, Fietsbandbas; ein einzigartiges Instrument, das seine tiefen Basstöne mit Gummisaiten erzeugt, die aus dem Inneren von Fahrradreifen hergestellt sind), um damit Musik zu erschaffen, die klingt, als käme sie aus einem bisher unbekannten Land.

Parne Gadje sind ohne Zweifel dabei, sich als eine der wichtigsten und innovativsten Folk-Gruppen Europas zu etablieren. Durch ihre ersten beiden Alben „Isi li vilo Akate“ (2003) und „O Manus“ (2004) platzierte sich die Gruppe in einer ihr eigenen, einzigartigen Kategorie. Das Album „Bizoagor“ (2006), eine Zusammenarbeit mit dem Roma-Poeten und Aktivisten Gjunler Abdula, ist das Ergebnis eines Ausfluges der Gruppe in Richtung experimentelle spoken word-Landschaften, zusätzlich etablierte es Bandleader und Bandoneon-Spieler Marc Constandse als einen ausserordentlichen Komponisten. Die Performances auf „Mangupi“ zementieren ihre Reputation als musikalisch „Abtrünnige“ und zeigen den schier unendlichen Ideenreichtum der Band.

Auf ihrer fünften und neuesten CD „Kefi Kefi“ (2011) verwandeln sie folkloristische Einflüsse aus Ungarn, Mazedonien, Griechenland, Anatolien und Afghanistan in eine halbe erträumte Welt, in der sich Sufis in Trance wirbeln und gestrandete Migranten Trost in der Musik, Freundschaft und der Haschpfeife suchen.

Während man den Grooves des Fietsbandbasses lauscht, den eindringlichen Melodien von Djura-Gada und Velofoon sowie den trance-artigen Beats von Fässern und Darbuka, wird eines offensichtlich: Wir wurden geboren, um das Leben in all seiner Schönheit und Quälerei zu umarmen. Parne Gadje haben sich diese Weisheit in einer höheren Ebene erschlossen, ihre Musik spricht für sich. Man kann mit Sicherheit und ohne auf Widerspruch zu stossen behaupten, dass es keine zweite Band gibt, die wie Parne Gadje klingt.

Mark Constandse  (voc, band)
Michiel Hollanders  (git)
Gerwiel Kusters  (cl, sax, bagpipe)
Dan Tuffy  (b)

www.parnegadje.com 
www.myspace.com/parnegadje 
 




Infos:

Türöffnung: 21:00 Uhr
Beginn: 22:00 Uhr
Schluss: 02:00 Uhr
Preis AK: CHF 20.--

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Art / Stil:

Musik
    - Rock
    - Worldmusic



Veranstaltungsort:

Grabenhalle
Unterer Graben 17
9000 St. Gallen

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Tel: +41 71 222 82 11
Web: http://www.grabenhalle.ch

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