Gastro-Kolonialist Tomasini
30.10.2009, 16:51 Uhr
Der St. Galler Gastrognom Mario Tomasini macht jetzt das Herrenmenschentum zu seinem Betriebskonzept. Laut St. Galler Tagblatt vom 30.10.09 führt er seinen eben  eröffneten Seeger-Club als «Lounge im Kolonialstil». Über die kolonialen Affinitäten des früheren Boutiquen-Betreibers schrieb die gleiche Gazette schon am 5. September: «Ein Traum, der dem Seeger-Chef seit langem vorschwebt.»
Tipp für Jobsuchende: Bei so einem Boss sollte man sich besser nicht anstellen lassen. Tomasini fordert auf seiner Website von den Mitarbeitenden: «Du legst grossen Wert auf ein gepflegtes Erscheinen und dein Lifestyle entspricht dem unserer Gastro-Betriebe». Unter «Lifestyle» kann hier wohl nur das Selbstbekenntnis zum malochenden Sklaven zu verstehen sein. Weil den Kolonialherren gibts ja schon - in der Person des Don Mario.
  Stadtraum      Harry Rosenbaum
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01 henry, Freitag, 30. Oktober 2009, 18:53

was ist denn daran kolonial, ist doch möbelpfister!
02 Seeger Gast, Mittwoch, 10. Februar 2010, 00:51

Im Vergleich zu Mario Tomasinis Lokalitäten ist diese Zeitung (oder eher Magazin?) ja ziemlich unbekannt - Ich und viele Bekannte besuchen das Seeger sehr gerne - Zum Glück gibt es gibt nicht nur Sozis in diesem Land!
03 Roger Burges, Sonntag, 2. Januar 2011, 12:55

Der Kolonialstil des Seeger lässt keinen Schluss zu auf die Gesinnung des Inhabers und seine Personalpolitik geht grundsätzlich nur diejenigen etwas an, die sich bei ihm beschäftigen lassen. Sachliche Kritik ist indes zulässig und Tatsache ist, dass sich Medienmeldungen häufen, die alle etwa denselben Grundton beinhalten: Die Geschäftspolitik von Herrn Tomasini erscheint als zu expansiv, als sich dies mit der Ausgangskultur Stadt St. Gallen vertragen würde. Welche Reaktionen und Konsequenzen dies auslöst, wird sich früher oder später von selbst zeigen ...


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