Peter Brook (internationaler Regisseur und Theatertheoretiker) beschreibt mit diesen Worten die Entwicklung zwischen zwei Menschen von einem leere, unverstandenen Schweigen, hin zu einem Schweigen der größten gemeinsamen Kommunikation, wo man keine Wort mehr braucht. Das ist im besten Fall die Entwicklung zwischen Regie und Schauspielern vom Probenbeginn bis zur Premiere.
Wie an unserem Betonblogverhalten des Schauspielensembles momentan zu merken ist, befinden wir uns in einem leeren, unverstandenen Schweigen der Sprachlosigkeit. Wie auf das Minarett-Verbot am besten reagieren? Wie können wir im Rahmen der künstlerischen Freiheit am besten unsere Meinung äußern? Flashmob oder doch Flugblatt? Oder eine Projektion ans Theater? Wie das Theater also wieder als gesellschaftlich politische Basis außerhalb der Normgesellschaft am effektivsten nutzen?
Wir haben viel geredet und sind in einem derzeitigen Schweigen geendet. Dies ist also nur ein kläglicher Versuch, dass Schweigen durch Fragen zu durchbrechen. In Diskussion zu treten und nicht zu verstummen. Damit Theater nicht nur Pantomime ist, sondern auch Forum für Austausch.
Doch um nicht in einem moralischen Appell zu enden, welche Funktion Theater haben sollte, noch einen Satz, welchen ich gestern in Zürich auf dem Weg vom Theater zum Bahnhof aufgesammelt habe: Liebe Muslime, lasst uns nicht mit den ganzen Christen allein!
In Hoffnung auf eine diskussionsreiche und nicht nur stille Weihnachtszeit!