Der nordmazedonische Film DJ Ahmet erzählt von einer kleinen Familie, die versucht, über die Runden zu kommen, und gegen Trauer kämpft. Und von zwei Jugendlichen, die rebellieren und mit Traditionen brechen.
Im Vorfeld der Frühjahrssession und der erneuten Debatte um die Lotteriefondsgelder haben Kultur und Politik erstmals zusammengearbeitet. Das zeigt, wie es um kulturpolitische Strategien steht.
In der Lokremise St.Gallen ist die erste Schweizer Einzelausstellung von Delcy Morelos zu sehen. In «Las formas de la sombra» baut die Künstlerin eine Brücke aus ihrer kolumbianischen Heimat in die Ostschweiz – und greift im gleichnamigen Kunstwerk die Vergänglichkeit des Lebens auf.
Die Winterthurer Musikerin Ginny Loon hat ihr Debütalbum Yellow and Blue veröffentlicht: verspielter Indie-Pop mit viel Tiefgang und ein überraschend roher Track. Am vergangenen Sonntag fand die Plattentaufe in Winterthur statt.
Annina Arter hat die Kunsthalle Arbon in einen imaginären Garten verwandelt und in eine Bibliothek. Ein Kinderbuch aus dem Jahr 1991 dient der Textildesignerin als Ausgangspunkt einer Gedankenreise mit üppigen Bildern und umweltethischen Fragen.
Der Freiburger Musiker Stephan Brülhart macht mit seinem Soloprojekt Lonesome Station seit 15 Jahren berührenden Lo-Fi-Pop. Jetzt hat er seine neue EP My Life Is Here veröffentlicht. Es ist sein bisher persönlichstes Werk. Am Mittwoch gastiert er in der Grabenhalle.
Interaktiv, erlebnisreich, barrierefrei: Die neue Ausstellung «Leben und Lassen» des Historischen Museums Thurgau macht sehr vieles richtig. Nur eine Perspektive bleibt zurück.
Als Tätowierer und Grafikdesigner überträgt Daryl Schiltknecht seine visuelle Sprache auf verschiedene Medien. Seine Motive entstehen im Austausch und bleiben stets individuell.
Die Kultur bekommt künftig maximal 55 Prozent aus dem kantonalen Lotteriefonds, während der Anteil für den Sport steigt. Das hat der Kantonsrat beschlossen. An der heutigen Höhe der Kulturgelder soll sich zwar nichts ändern. Und doch schadet dieser Entscheid der Kultur.
Mauri war Jahre lang Capo in der FCSG-Fankurve. Im druckfrischen April-Saiten berichtet er aus seinem bewegten Leben. Ausserdem im Heft: Peter Stahlbergers historische Recherche zum Umgang der Ostschweizer Behörden mit NSDAP-Mitgliedern nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Und Einordnungen zur St.Galler Lotteriefondsdebatte.
Nach zehn Jahren ist Schluss: Das Spoken-Pop-Duo Cruise Ship Misery hat seinen Abschied angekündigt. Unter anderem deshalb, weil es vom heutigen Musikbusiness desillusioniert ist. Vor dem Ende gibt es noch zwei Konzerte – eines davon diesen Freitag im Palace.
Debatte
In der Jahresrechnung 2025 der Stadt St.Gallen resultiert statt eines Lochs von 27 Millionen Franken ein Überschuss von 1,9 Millionen. Rechnet man die neu gebildeten Reserven dazu, resultieren schwarze Zahlen von 13,6 oder ein Besserabschluss gegenüber dem Budget um 40,6 Millionen.
Der neue Roman von Laura Vogt
Ein Land, in dem man ausländische Kinder wie Lucia verstecken muss: Das ist das «Finsterland» Schweiz im Stück Versteckt im Studio des Theaters St.Gallen. Es erzählt eine Geschichte, die lange verdrängt wurde – und die quälend aktuell bleibt.
Am Freitag war die schweizerisch-ghanaische Soziologin und Autorin Anja Nunyola Glover zu Gast im Square an der HSG. Sie las aus ihrem Buch Was ich dir nicht sage, sprach über mangelndes Rassismusbewusstsein im Bildungssystem und räumte mit verbreiteten Irrglauben auf.
Die Toggenburger Autorin Beatrice Häfliger legt ihr neues Buch vor. In Der zerspringende Blick geht es um Lebensverwicklungen, Abgrenzung und Liebe. Ein Roman wie ein rauschender Fluss mit unverkennbaren autobiografischen Bezügen.
Die Galerie Art d'Osera in Balgach zeigt Skulpturen und Werke des Rheintaler Künstlers Peter Federer. Saiten war an der Vernissage.
Kunst in Herisau
Neues Buch von Anna Stern