, 26. August 2010
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Alles noch viel schlimmer (Bye bye BAG 2)

Heute wurde bekannt gegeben, dass FC St.Gallen und Arena ein Rettungspaket von 16,2 Mio. Franken benötigen, um wirtschaftlich überleben zu können. Die Baukosten für das Stadion waren während der Planungszeit mmer höher gestiegen – von 25 auf 71 Mio. Franken. Am Schluss lag die Belastung durch Zinsen und Amortisationen so hoch, dass weder der FC […]

Heute wurde bekannt gegeben, dass FC St.Gallen und Arena ein Rettungspaket von 16,2 Mio. Franken benötigen, um wirtschaftlich überleben zu können. Die Baukosten für das Stadion waren während der Planungszeit mmer höher gestiegen – von 25 auf 71 Mio. Franken. Am Schluss lag die Belastung durch Zinsen und Amortisationen so hoch, dass weder der FC St.Gallen noch die Betriebs AG überlebensfähig waren. Das Konstrukt muss man sich wie eine Ente mit Bleifüssen vorstellen. Sieht zwar aus wie eine Ente, schwimmt aber nicht  – oder nicht lange.

Da stellt sich doch die Frage, wer für diese Fehlplanung verantwortlich war. Zum Glück muss man nicht lange suchen. Es genügt ein Blick ins Handelsregister.

In der Zeit, als die fatalen Entscheidungen getroffen wurden – das war zwischen 2006 bis spätestens 2007 – sassen folgende Herren in den Verwaltungsräten:

FCSG:
Dieter Froehlich, Präsident
Bill Mistura, Marketing
Urs Lenz, Finanzchef
Andreas Zeller, FDP-Politiker
Reto Bleichenbacher (bis Mai 2006)

Betriebs AG:
Dieter Froehlich
Rainer Sigrist

Stadion AG
Hans Hurni
Franz Peter Oesch (VR-Präsident Kantonalbank)
Urs Peter Koller (ehemaliger Miteigentümer HRS)

Fasst man das Ganze unter den Aspekten Einfluss, heitige Position und Fachwissen zusammen, dann sind für die Pleite verantwortlich: HRS, Froehlich, Mistura.

1 Kommentar zu Alles noch viel schlimmer (Bye bye BAG 2)

  • lustig ist besser als fröhlich sagt:

    Aufschlussreich so ein Handelsregister-Auszug: Bei der Stadion AG und Hans Hurni vermisse ich lediglich noch seine frühere Position: Direktor der Kantonalbank. Gschpässig ist für mich jedenfalls, dass die SGKB gerade dann Hauptsponsor wurde, als die Gesellschaften bereits kurz vor dem Kollaps standen. Dass Stadt- und Kantonsregierung Transparenz lediglich auf dem vorwärts gerichteten Zeitstrahl verlangen (und eben nicht auch rückwärts), hinterlässt den Eindruck, dass da bewusst vertuscht wird. Womöglich ist das ganze auch viel weniger eine FCSG-Affäre als ein grosser Banken- und HRS-Bauskandal. Den recherchierenden Journalisten dürfte es in den nächsten Wochen auf jeden Fall nicht langweilig werden. Gut Glück!

    Eines steht fest: AFG, also die Alles-Für-Geld-Arena war einmal – jetzt muss das Teil A-Fonds-Perdu-Arena, AFP Arena heissen.

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