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Aus dem Parkplatz wird ein Park

Das als Parkplatz und Abstellfläche genutzte ehemalige Bahnareal zwischen dem Bahnhof St.Fiden und der Migros Bach im Osten St.Gallens wird zu einem Park – wenn alles gut geht schon im nächsten Frühling.
Von  René Hornung
Luftaufnahme des Bahnareals. Auf den Gleisfeldern rechts ist der Park geplant. (Bilder: pd)

Der Quartierverein Nordost-Heiligkreuz und das St.Galler Architekturbüro GSI entwickelten ein Projekt für eine Zwischennutzung, die der Verein Areal Bach nun umsetzen will. Auf dem fast 500 Meter langen und knapp 50 Meter breiten Areal sind drei Baumgruppen geplant – deklariert als Baumschulen, damit sie später nicht per Gesetz zum Wald werden und dann nicht mehr gefällt werden dürften. Vorgesehen sind ein Generationenspielplatz, aber auch Feuerstellen oder einen Pumptrack. Diese Plätze und Gärten sollen zum Quartiertreffpunkt werden. Der Plan zeigt auch einen künstlich angelegten Bach, denn eine eigentliche Bachfreilegung wäre zu aufwendig und würde eine spätere Nutzung behindern – schliesslich handelt es sich hier um eine Zwischennutzung.

Der künftige Park als Skizze – unten die Geleise, oben das Bach-Quartier.

Das Areal kann dann flexibel genutzt werden. Die Bevölkerung ist deshalb eingeladen, aktiv Ideen, Wünsche und Anregungen einzubringen. Das ist sowohl auf der Website von areal-bach.ch als auch im Briefkasten auf dem Areal möglich. So soll «eine Spielwiese auf Zeit entstehen, eine grüne Oase, ein bunter Tummelplatz für Gross und Klein, ein vielfältiger Ort der von den Menschen lebt, die ihn besuchen», verspricht das Konzept. Die heutigen Parkplätze entlang der Bachstrasse werden verlegt und an einem Ort konzentriert. Deren Zahl bleibt aber gleich wie heute und auch die Abstellflächen für den Zirkus Knie und für die Olma können weiter genutzt werden.

Rendering des geplanten Parks, im Hintergrund die Passerelle.

Man dürfe sich also keinen «geschleckten» Park vorstellen, sagt Vereinspräsidentin Melanie Diem. Vielmehr werde es ein mit Pflanzen durchwachsenes Areal geben, dessen Oberfläche mit Pflastersteinen, Schotter und geschreddertem Asphalt durchsetzt ist. Landschaftsarchitekt Martin Klauser, von dem eines der Projekte der Testplanung stammte, berät auch den Verein Areal Bach. Hergestellt wird diese Oberfläche vor Ort mit neuen Verfahren, so dass es nur wenige Lastwagenfahrten brauche. Und das Vorgehen erlaube eine sehr kurze Bauzeit von nur rund einem Monat. Bodenuntersuchungen haben gezeigt, dass trotz jahrzehntelanger Nutzung als Rangierareal eine Zwischennutzung ohne Altlastensanierung möglich ist. Wenn alles klappt, gehts schon im kommenden März los.

Der Verein Areal Bach hat breite Unterstützung aus dem Quartier. Auch die Migros ist mit im Boot, ebenso verschiedene Stiftungen, WWF, die Regio St.Gallen-Appenzell, Pro Senectute und nicht zuletzt die Stadt. Das Stadtparlament wird im Januar über einen Beitrag abstimmen. Dies reicht für das auf rund eine Million Franken geschätzte Projekt aber noch nicht. Der Verein sucht deshalb Patinnen und Paten, die die Pflanzung der Bäume finanzieren.

Die Bäume selbst – und viele sind schon grosse Exemplare – spendet die Baumschule Roth aus Kesswil. Mit Beiträgen zwischen 95 und 450 Franken ist man dabei – und die Patenschaften können als Abzüge in der Steuererklärung aufgeführt werden – auch darum hat sich der Verein Bach gekümmert. Bezahlt werden kann direkt über die Internetseite www.areal-bach.ch. In den ersten Tagen sind bereits drei Dutzend Patenschaften gezeichnet worden, die Mehrheit von Quartierbewohnern oder Firmen, die hier ihren Sitz haben. Und es sollen noch viel mehr werden, rund 100’000 Franken sollten so zusammenkommen.

areal-bach.ch

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Areal Bach,  

Die Zwischennutzung stellt lediglich die Übergangsphase für die künftige Überbauung der Parzelle dar.
Sobald auf der Brache Hochbauten entwickelt werden, müssen diese Bedürfnisse sowieso anderswo erfüllt werden.

Areal Bach bietet aber selbstverständlich die Möglichkeit möglichst viele dieser Bedürfnisse (auf den Zeitraum der Zwischennutzung beschränkt) noch auf dem Areal abdecken zu können.
Unter Anderem stehen dabei die Bedürfnisse des Quartiers im Fokus. Prozesse wurden lanciert, damit breit abgestützte Lösungen erarbeitet werden können. So wird beispielsweise mit den OLMA-Messen intensiv an einem Konzept gearbeitet.

Areal Bach ist ja als Freiraumnutzung konzipiert: Nutzungen finden also hauptsächlich jeweils von Frühling bis Herbst statt.
Ab OLMA (Herbst) bis OFFA & KNIE (Frühling) stehen also weiter Flächen für Parkplätze / Abstellfläche KNIE und die Logistik der OLMA etc… zur Verfügung.
Voraussichtlich nicht mehr im selben Ausmass wie in der heute vorhandenen Tristesse.
Dafür werden weitere Bedürfnisse des Quartiers, beispielsweise ein lebendiger Freiraum, zusätzlich abgedeckt.

P.S. Die aktuell fix vermieteten Parkplätze werden auch künftig wieder angeboten.

Freundliche Grüsse, Verein Areal Bach

Corinne Riedener,  

ja, der Zirkus ist auch mega wichtig. ;)

Marcel Baur,  

Das stimmt so nicht. Es gibt sogar mehr Parkplätze. Wenn du dir die Zeichnung genau anschaust, dann siehst du, dass auf der gesamten Länge Parkplätze eingezeichnet sind (südlich hin zum Bahnhof). Gemäss den Initianten sind es sogar 4 Plätze mehr als heute ;-) Für den Zirkus Knie käme auch das Olmaareal in Frage. Das Gelände ist zu dem Zeitpunkt leer

René,  

bei dieser Planung hat der Zirkus Knie nicht mehr die Möglichkeit alle Arbeiterunterkünfte, Werkstadt/Reperaturfahrzeuge und Ihre Küchen / Duschen / Wäschereiwagen unterzubringen. und auch für die OLMA / OFFA / Tier und Technik Messen hat es keine PP mehr.

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