Der Quartierverein Nordost-Heiligkreuz und das St.Galler Architekturbüro GSI entwickelten ein Projekt für eine Zwischennutzung, die der Verein Areal Bach nun umsetzen will. Auf dem fast 500 Meter langen und knapp 50 Meter breiten Areal sind drei Baumgruppen geplant – deklariert als Baumschulen, damit sie später nicht per Gesetz zum Wald werden und dann nicht mehr gefällt werden dürften. Vorgesehen sind ein Generationenspielplatz, aber auch Feuerstellen oder einen Pumptrack. Diese Plätze und Gärten sollen zum Quartiertreffpunkt werden. Der Plan zeigt auch einen künstlich angelegten Bach, denn eine eigentliche Bachfreilegung wäre zu aufwendig und würde eine spätere Nutzung behindern – schliesslich handelt es sich hier um eine Zwischennutzung.
Der künftige Park als Skizze – unten die Geleise, oben das Bach-Quartier.
Das Areal kann dann flexibel genutzt werden. Die Bevölkerung ist deshalb eingeladen, aktiv Ideen, Wünsche und Anregungen einzubringen. Das ist sowohl auf der Website von areal-bach.ch als auch im Briefkasten auf dem Areal möglich. So soll «eine Spielwiese auf Zeit entstehen, eine grüne Oase, ein bunter Tummelplatz für Gross und Klein, ein vielfältiger Ort der von den Menschen lebt, die ihn besuchen», verspricht das Konzept. Die heutigen Parkplätze entlang der Bachstrasse werden verlegt und an einem Ort konzentriert. Deren Zahl bleibt aber gleich wie heute und auch die Abstellflächen für den Zirkus Knie und für die Olma können weiter genutzt werden.
Rendering des geplanten Parks, im Hintergrund die Passerelle.
Man dürfe sich also keinen «geschleckten» Park vorstellen, sagt Vereinspräsidentin Melanie Diem. Vielmehr werde es ein mit Pflanzen durchwachsenes Areal geben, dessen Oberfläche mit Pflastersteinen, Schotter und geschreddertem Asphalt durchsetzt ist. Landschaftsarchitekt Martin Klauser, von dem eines der Projekte der Testplanung stammte, berät auch den Verein Areal Bach. Hergestellt wird diese Oberfläche vor Ort mit neuen Verfahren, so dass es nur wenige Lastwagenfahrten brauche. Und das Vorgehen erlaube eine sehr kurze Bauzeit von nur rund einem Monat. Bodenuntersuchungen haben gezeigt, dass trotz jahrzehntelanger Nutzung als Rangierareal eine Zwischennutzung ohne Altlastensanierung möglich ist. Wenn alles klappt, gehts schon im kommenden März los.
Der Verein Areal Bach hat breite Unterstützung aus dem Quartier. Auch die Migros ist mit im Boot, ebenso verschiedene Stiftungen, WWF, die Regio St.Gallen-Appenzell, Pro Senectute und nicht zuletzt die Stadt. Das Stadtparlament wird im Januar über einen Beitrag abstimmen. Dies reicht für das auf rund eine Million Franken geschätzte Projekt aber noch nicht. Der Verein sucht deshalb Patinnen und Paten, die die Pflanzung der Bäume finanzieren.
Die Bäume selbst – und viele sind schon grosse Exemplare – spendet die Baumschule Roth aus Kesswil. Mit Beiträgen zwischen 95 und 450 Franken ist man dabei – und die Patenschaften können als Abzüge in der Steuererklärung aufgeführt werden – auch darum hat sich der Verein Bach gekümmert. Bezahlt werden kann direkt über die Internetseite www.areal-bach.ch. In den ersten Tagen sind bereits drei Dutzend Patenschaften gezeichnet worden, die Mehrheit von Quartierbewohnern oder Firmen, die hier ihren Sitz haben. Und es sollen noch viel mehr werden, rund 100’000 Franken sollten so zusammenkommen.
areal-bach.ch
Drei Kulturmagazine tun sich zusammen, vergleichen ihre Städte und die Herausforderungen, denen die Kultur gegenübersteht. Saiten hat die Kolleg:innen vom «Coucou» in Winterthur besucht und das «Null41» war in St.Gallen zu Besuch. Ausserdem im Septemberheft: lauter Jubiläen – von Anita Zimmermann über das Figurentheater bis zur Museumsnacht –, ein Pfarrer auf braunen Abwegen, eine Flaschenpost aus Afghanistan und ein Interview zum Hitzesommer und dem Klimawandel.
An seiner ersten Pressekonferenz als Leiter der St.Galler Kellerbühne schildert Hüseyin Cirpici seine Eindrücke der Stadt und verrät, was das Publikum unter seiner Regie erwartet.
Der St.Galler Komponist Charles Uzor hat eine Art politisches Oratorium geschrieben. Am Sonntag wurde es in der Kirche Trogen aufgeführt: The Great Wall. A Labyrinth mit dem grandiosen New Yorker Vokalensemble Ekmeles.
An den Appenzeller Bachtagen erklärte die Medienwissenschaftlerin Mercedes Bunz, weshalb die künstliche Intelligenz kreativ sein kann – und warum sie dennoch grundlegend anders arbeitet als der Mensch.
Kunstausstellung
Gesellschaftskritik, Wirbelsäulen und Gelenke, die keine sind. Im Rahmen einer Zwischennutzung zeigen vier Kunstschaffende noch bis zum 29. August ihre Arbeiten im Kubik-Areal in St. Gallen.
Die Kultur hat keine Lobby? Am Stadtkulturgespräch vom Donnerstagabend im Talhof war sie da: Vertreter:innen von acht Berufsverbänden stellten sich vor. Brennendstes Thema waren einmal mehr die Honorare.
Im Kunst Kontor Rorschach lud der Künstler Felix Stöckle zu einem Dinner, einer Ausstellung, einem Happening – zwischen Fine Dining, Keramik, popkulturellen Referenzen und der alten Idee eines geteilten Tisches.
Nach zehn Jahren in der Schweiz wollte sich Samira Rahim mit ihrer Familie einbürgern lassen. Die zahlreichen bürokratischen Hindernisse und die hohen Kosten brachten die Familie zeitweise fast dazu, aufzugeben.
Berlingen hat eine neue Methode der Interessenabwägung entwickelt: eine Analyse des Ortsbilds als Grundlage, um die wertvolle Baukultur zu erhalten und gleichzeitig die Innenentwicklung voranzubringen. Nun steht die Verankerung in der Ortsplanung an.
SP-Mann Peter Jans tritt Ende Juni 2027 aus der St.Galler Stadtregierung zurück. In seiner Partei startet die Suche nach einer Nachfolge mit einem klaren Favoriten. Bei den Bürgerlichen sind Schmiede für eine grosse Allianz gefragt.
Im Botanischen Garten St.Gallen geht es ab nächsten Samstag wundersam zu und her: Künstler:innen aus verschiedenen Sparten laden zum szenischen Rundgang unter dem Titel In der Dämmerung wächst ein Flüstern. Ein Probenbesuch.
Der Dramatiker Andreas Sauter liest am 27. August im Literaturhaus Thurgau aus seinem unfertigen Manuskript Einbruch der Wildnis. Im Zentrum des Werks steht die Frage, was es für einen gesellschaftlichen Wandel braucht.
Die deutsche Filmemacherin Regina Schilling bringt zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann Jemand, der einmal ich war ins Kino. Der Dokumentarfilm verknüpft grossartige Archivaufnahmen mit fiktionalen Szenen aus dem letzten Lebensjahr der Dichterin zu einem zugänglichen Plot.
Die SVP macht seit Wochen Stimmung gegen die geplante neue Moschee der albanisch-islamischen Gemeinschaft El-Hidaje in St.Gallen. Anlässlich eines öffentlichen Rundgangs der SP stellten die Verantwortlichen das Projekt vor – und räumten mit vielen Vorurteilen auf.
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Alles deutet drauf hin, dass die Uni St.Gallen demnächst in den bisherigen Hauptsitz der Helvetia-Versicherung, geplant vom Basler Architekturbüro Herzog und de Meuron, als zweiten grossen Standort auf dem Rosenberg einziehen kann. Zusätzlich ist ein Holzbau mit Seminarräumen in Planung.
Der FC St.Gallen zeigt sich gegen Sheriff Tiraspol von seiner besten Seite und gewinnt das Spiel nicht nur souverän, sondern auch hoch mit 5:1. Weiter geht's im Playoff gegen den FC Nordsjælland aus Dænemark.
Jubiläum
Durch bunte Galaxien bis in ein Meer aus Katzenstreu. Die Ausstellung «Hinter’m Mond» vom Künstler:innenkollektiv U5 und Monika Stalder im Stellwerk in Heerbrugg lädt zu einer intergalaktischen Reise ein.