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Baukultur für Kids

Nicht nur «Leuchttürme», sondern auch ganz gewöhnliche Bauten haben es in sich – wenn man genau hinschaut. Dazu lädt das Sommer Camp Architektur in St.Gallen und Frauenfeld Kinder und Jugendliche ein.
Von  Peter Surber

Warum steht ein Gebäude, und wo? Wie haben sich Orte im Verlauf der Zeit verändert? Bunt oder grau? Streng oder verspielt? Massiv oder leicht? Das sind Fragen, die sich stellen, wenn man mit offenen Augen durch Städte und die Landschaft geht und sich die Häuser anschaut. Das Sommer Camp Architektur lädt ein, sich mit solchen Fragen und dem genauen Blick zu beschäftigen.

Während vier Tagen trifft man sich mit Fachleuten und vor Ort und hat Gelegenheit, selber mit Farben, Formen und Konstruktionen zu experimentieren.

Angesprochen sind Kinder und Jugendliche von 11 bis 15 Jahren. Im Rahmen des Camps begeben sich die Teilnehmenden mit Ueli Vogt, Alex Schillig und Rebekka Ray auf Erkundungstour durch die Stadt, zudem stellen sie im «Atelier» in den Räumen des Architektur Forums Ostschweiz selber Versuche zu Themen wie «Licht», «Farbe» oder «Konstruktion» an.

«Ob sie nun markanten oder doch eher unauffälligen Bauwerken begegnen – nach diesen vier abwechslungsreichen Tagen werden die jungen Bewohner und Bewohnerinnen ihre Stadt sicherlich mit anderen Augen wahrnehmen», heisst es in der Ausschreibung.

13. bis 16. Juli, 9 bis 15 Uhr, öffentlicher Abschluss und Präsentation am 16. Juli um 12 Uhr.

Anmeldung bis 25. Juni unter info@zeughausteufen.ch

Das Sommercamp, ursprünglich entwickelt vom Architektur Forum Ostschweiz, findet in St.Gallen und Frauenfeld statt – diesmal, im «Jubiläumsjahr» des Schweizer Frauenstimmrechts, unter dem Titel «Frauen bauen!» und durchgeführt vom neugegründeten Büro für Baukultur (BfB).

Mit dem Projekt «Frauen bauen!» hat das BfB eine einjährige Pilotphase begonnen. Die Initiator:innen Rebekka Ray, Nina Keel und Ueli Vogt schaffen und erproben verschiedene neue Formate der Baukultur-Vermittlung und nehmen bestehende Angebote wie das Sommercamp Architektur für Jugendliche wieder auf.

«Der öffentliche gebaute Raum ist ein gestalteter Raum und damit immer Resultat verschiedener Überlegungen und Auseinandersetzungen. Involviert sind viele: Bauherr:innen und Architekt:innen, die Gesetzgebung, die Raumplanung, die Denkmalpflege, die Stimmbürger:innen und Nutzer:innen. Dabei prallen unterschiedlichste Interessen und Sichtweisen aufeinander – viele reden mit und haben eine Meinung. Das Büro für Baukultur will diesen Diskurs fördern und vor allem differenzieren»: So umschreibt das Büro seine Absichten.

(Bilder: pd)

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