Warum steht ein Gebäude, und wo? Wie haben sich Orte im Verlauf der Zeit verändert? Bunt oder grau? Streng oder verspielt? Massiv oder leicht? Das sind Fragen, die sich stellen, wenn man mit offenen Augen durch Städte und die Landschaft geht und sich die Häuser anschaut. Das Sommer Camp Architektur lädt ein, sich mit solchen Fragen und dem genauen Blick zu beschäftigen.
Während vier Tagen trifft man sich mit Fachleuten und vor Ort und hat Gelegenheit, selber mit Farben, Formen und Konstruktionen zu experimentieren.
Angesprochen sind Kinder und Jugendliche von 11 bis 15 Jahren. Im Rahmen des Camps begeben sich die Teilnehmenden mit Ueli Vogt, Alex Schillig und Rebekka Ray auf Erkundungstour durch die Stadt, zudem stellen sie im «Atelier» in den Räumen des Architektur Forums Ostschweiz selber Versuche zu Themen wie «Licht», «Farbe» oder «Konstruktion» an.
«Ob sie nun markanten oder doch eher unauffälligen Bauwerken begegnen – nach diesen vier abwechslungsreichen Tagen werden die jungen Bewohner und Bewohnerinnen ihre Stadt sicherlich mit anderen Augen wahrnehmen», heisst es in der Ausschreibung.
13. bis 16. Juli, 9 bis 15 Uhr, öffentlicher Abschluss und Präsentation am 16. Juli um 12 Uhr.
Anmeldung bis 25. Juni unter info@zeughausteufen.ch
Das Sommercamp, ursprünglich entwickelt vom Architektur Forum Ostschweiz, findet in St.Gallen und Frauenfeld statt – diesmal, im «Jubiläumsjahr» des Schweizer Frauenstimmrechts, unter dem Titel «Frauen bauen!» und durchgeführt vom neugegründeten Büro für Baukultur (BfB).
Mit dem Projekt «Frauen bauen!» hat das BfB eine einjährige Pilotphase begonnen. Die Initiator:innen Rebekka Ray, Nina Keel und Ueli Vogt schaffen und erproben verschiedene neue Formate der Baukultur-Vermittlung und nehmen bestehende Angebote wie das Sommercamp Architektur für Jugendliche wieder auf.
«Der öffentliche gebaute Raum ist ein gestalteter Raum und damit immer Resultat verschiedener Überlegungen und Auseinandersetzungen. Involviert sind viele: Bauherr:innen und Architekt:innen, die Gesetzgebung, die Raumplanung, die Denkmalpflege, die Stimmbürger:innen und Nutzer:innen. Dabei prallen unterschiedlichste Interessen und Sichtweisen aufeinander – viele reden mit und haben eine Meinung. Das Büro für Baukultur will diesen Diskurs fördern und vor allem differenzieren»: So umschreibt das Büro seine Absichten.
(Bilder: pd)
Strahlend weiss und von monotonen schwarzen Fensterbändern durchzogen – so präsentiert sich der Neubau der Krankenkasse Swica an der Teufenerstrasse 5 in St.Gallen. Ein Beispiel mehr von missratener Stadterneuerung.
Die Tonhalle Wil wurde 1876 eröffnet. Seither bereichert sie praktisch ununterbrochen das kulturelle Leben der Äbtestadt. An den kommenden zwei Wochenenden wird gefeiert.
Jonas Ulrich taucht mit seinem ersten Spielfilm in die Black-Metal-Welt ab. Wolves ist eine bildstarke Geschichte über Einsamkeit und das Dazugehören, voller Gegensätze und mit etwas holprigen Dialogen.
St.Gallen bewahrt nicht mehr nur 1000-jährige Handschriften. Mit dem Internet Archive Switzerland entsteht hier ein Archiv für Webseiten, künstliche Intelligenz und das digitale Gedächtnis der Zukunft.
Mit Internet Archive Switzerland entsteht in St.Gallen ein Ableger des grössten Archivs für Websiten und Künstliche Intelligenz weltweit. Ausserdem im Juniheft: Männer unter Generalverdacht, das grosse St.Galler 80er-Buch, das Abschiedsinterview mit dem langjährigen Kellerbühnenchef und die Flaschenpost aus Venedig.
Der WWF St.Gallen wird 50 Jahre alt. Sein Geschäftsleiter Lukas Indermaur zieht bei der Beurteilung der aktuellen Situation von Natur und Umwelt eine durchzogene Bilanz.
«Urs Frei. A – Z» im Kunstmuseum St. Gallen ist die erste Retrospektive zum ausserordentlichen Schaffen von Urs Frei (1958 – 2023). Rund 140 Arbeiten geben Einblick in ein Werk, das kaum zu fassen ist. Das gehört zu seiner Qualität.
Wie wollen wir künftig leben und unsere Nahrungsmittel produzieren? Die Ausstellung «How goes Tomorrow» der Ostschweizer Künstlerin Claude Bühler in der Shedhalle in Frauenfeld sensibilisiert für nachhaltige Handlungsstrategien.
«Das Kind zurücklassen? Wie kann man so dumm und herzlos sein», schreibt der Schweizer Autor Lukas Bärfuss über seine Mutter, die keine Mutter für ihn sein konnte. In seinem neuen Buch schaut er in die Vergangenheit und hat Verständnis, nicht für die Mutter, aber doch für diese Frau, die nie Glück und immer zu wenig Geld hatte.
Gaal, Görtler und Witzig schiessen St. Gallen zum langersehnten Cupsieg!
Die Medikamentenversuche von Münsterlingen als Teil eines Vampir-Musicals? Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Die Bühne Mammern wagt den Versuch. Ab 29. Mai im Zirkuszelt.
Die diesjährige Kulturlandsgemeinde findet entlang der Bahnlinie zwischen Gossau und Wasserauen statt. Es ist ein interdisziplinäres Experimentzwischen Kunst, Gesellschaft und Aktivismus. Ausserdem stellt die Kulturlandsgemeinde künstlerisch und organisatorisch die Weichen für die Zukunft.
Am Samstag findet in St.Gallen erstmals das Punkfestival El Cartel statt. Es soll dazu beitragen, die Szene zu stärken. Dabei fehlt es gerade in St.Gallen an Nachwuchs.
Seit 40 Jahren macht die Bibliothek Wyborada in St.Gallen sichtbar, was lange fehlte: Literatur von und über Frauen. Heute sind Autorinnen und feministische Themen zwar stärker präsent in der Öffentlichkeit, doch die Relevanz der Bibliothek ist nach wie vor gross.
Mit einer Interpellation greifen SVP und EDU im St.Galler Kantonsrat den ausserschulischen Aufklärungsunterricht an. Und mit Unterstützung des «Lehrernetzwerks Schweiz» wollen Eltern aus Bütschwil eine Mitarbeiterin der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen vor Gericht bringen. Dahinter steckt eine orchestrierte Aktion.
«Dieci», die italienische Zahl für zehn, ist das Motto des diesjährigen Heiden-Festivals. Es verweist dabei nicht nur auf das Jubiläum, sondern auch auf eine kulturpolitische Haltung.
Naturmuseum Thurgau
Das St.Galler Theater Trouvaille entdeckt den Musiker und Juristen Mani Matter neu. «’S isch einisch eine gsy»– 90 Jahre Mani Matter verbindet zahlreiche Lieder und literarische Texte des Berners zu einem abendfüllenden Programm. Saiten hat mit dem Theaterleiter Matthias Flückiger gesprochen.
Vier Jahre nach ihrem Debüt kehren Lev Tigrovich mit einer neuen EP zurück. Diese handelt von Kontrollverlust, Illusionen und grossen Gefühlen – und enthält erstmals einen Song, der nicht auf Russisch gesungen ist.
Im letzten Spiel der Saison trifft der FC St.Gallen auf den neuen Schweizer Meister aus Thun - einen Sieger gibt es nicht.
Caline Aoun interessieren die Momente der Veränderung, die Übergänge und Zustände. Ihre Ausstellung in Kunstmuseum und Kunsthalle Appenzell wird zum Ende der sechsmonatigen Laufzeit eine andere sein als zu Beginn.