Es sind zwar nicht «Les Halles» von Paris. Aber trotzdem gab es am Donnerstagabend beim 2. Forum Marktplatz im Waaghaussaal vornehmlich Bekenntnisse für die Beibehaltung eines Marktbetriebs. Schliesslich gibt es diese Aktivität schon über 100 Jahre an dem Ort. Eingeladen zur partizipativen Planung waren die sogenannten «Anspruchgruppen»: Anwohnerinnen und Anwohner, Vertreter von Grundeigentum, Gewerbe, Wirtschaft, Verkehrsverbänden, Quartiervereinen, Sozial- und Schutzverbänden sowie politischen Parteien.
Ständig oder nur regelmässig – das ist die Frage
Ob der Marktbetrieb ständig stattfinden soll oder nur regelmässig an bestimmten Wochentagen, bleibt vorerst offen. Auch das Wo ist noch nicht beantwortet. Einige meinen: in der Rondelle, andere wiederum wollen diese abbrechen samt den lotterigen Markthäuschen, und dafür eine Markthalle hinstellen. Als Alternative werden neue kleine, funktionale Markthäuschen für den ständigen Betrieb oder mobile Einrichtungen für einen regelmässigen Marktbetrieb genannt.
Visualisierung des künftigen Markts gemäss der (vom Volk abgelehnten) Vorlage 2015. (Bild: Archiv)
Beim 1. Forum Marktplatz im Januar dieses Jahres gab es Übereinstimmung bei der Zentrumsfunktion des Planungsgebietes. Die drei Teile Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt sollen jeweils mit eigenem Charakter zusammenhängen und begegnungsbildend, belebend und attraktiv auf das städtische Leben wirken. Ebenso Einigkeit herrschte bei der Einrichtung einer grossen, multifunktional nutzbaren Freifläche und der Bereitstellung moderner Infrastruktur für unterschiedliche Anlässe und Bedürfnisse. Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt sollen autofrei werden, den Öffentlichen Verkehr und die Gastronomie privilegieren.
Das zweite Forum befasste sich im weiteren mit den noch offenen Fragen über die Zukunft der Calatravahalle und mit den Haltestellen-Standorten für den ÖV. Bei der Calatravahalle ist die Tendenz für einen Abbruch stärker als für den Erhalt. Bei den ÖV-Haltestellen wird die heutige Lösung am Bohl bevorzugt. Weitere Möglichkeiten sind die Versetzung der Haltestellen direkt an den Marktplatz oder eine Aufteilung zwischen Bohl und Marktplatz. Bei allen drei Varianten gibt es unterschiedliche Stauräume für den ÖV.
Wie geht es weiter?
Das Forum hat die Aufgabe, die Rahmenbedingungen und Ziele für die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt zu erarbeiten. 2011 und 2015 verwarfen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bekanntlich die Vorlagen zur Neugestaltung des Marktplatzes. Mit dem partizipativen Verfahren sollen die Grundlagen für ein neues Projekt geschaffen werden.
Der Stadtrat erhält ein Protokoll über die Ergebnisse des zweiten Forums. Dazu wird er bis Ende Mai einen Bericht abliefern, zu welchem die Teilnehmenden am partizipativen Verfahren Stellung nehmen. Um den Prozess abzuschliessen, ist danach ein drittes Forum vorgesehen. Ergebnis: offen.
Der St.Galler Marktplatz um 1900. (Bild: Archiv)
24/7 Traumacore
Kunst in Oberuzwil
Musik
Patrick Kessler erhält den Ausserrhoder Kulturpreis 2026. Der Kontrabassist, Klangkünstler und Kurator aus Gais reist mit alten Lautsprechern nach Wien und Hanoi, tritt mit Insekten in einen musikalischen Dialog und findet seine wichtigsten Lektionen nicht unbedingt an Hochschulen.
Die Mobilitätsallianz Ostschweiz will Pendler:innen zum Umstieg vom Auto auf Bus, Bahn und Velo bewegen. Bei den zehn beteiligten Grossunternehmen lässt bereits jede fünfte Person das Auto am Morgen stehen. Nun sollen 500 weitere Firmen folgen.
Augustin Rebetez macht keine halben Sachen. Seine Kunst ist ausufernd und dicht zugleich. Er entwickelt anspielungsreiche Bildwelten – aktuell in der Kunsthalle Arbon.
Der Kanton Appenzell Innerrhoden plante am Landsgemeindeplatz in Appenzell ein neues Gebäude für die Gerichte, die Bibliothek und die kantonale Verwaltung. Die eidgenössischen Kommissionen für Natur- und Heimatschutz und jene für Denkmalpflege brachten das Projekt jedoch zu Fall.
Offener Brief an die Bundespolitik
Das Figurentheater St.Gallen wird 70. Was sich verändert hat, warum Puppen Kinder wie Erwachsene faszinieren und wie man auch Jugendliche erreichen kann: ein Gespräch zum Jubiläum.
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Mit dem Ensemble TAK aus New York gastierte am Dienstag ein Neue-Musik-Quintett von Weltrang im St.Galler Kultbau. Organisiert vom Zyklus Contrapunkt, hätte der Abend mehr Publikum verdient. Ein Bubble-Problem?
Das St.Galler Kulturmuseum öffnet in der neuen Ausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin» den Blick auf diese Steinzeitmenschen. Die Schau mit viel Pink verknüpft geschickt Spiel mit Wissenschaft und Vergangenheit mit Gegenwart.
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Auf seinem neuen Soloalbum thematisiert Manuel Stahlberger die Überhitzung. Die klimatische, die gesellschaftliche, die politische. Gemeinsam mit Bit-Tuner hat der St.Galler Musiker dafür einen düsteren, elektronischen Sound gefunden.
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Bis 2050 will die Stadt St.Gallen klimaneutral sein. Karin Hungerbühler und Tobias Fischer-Künzler von der Dienststelle Umwelt und Energie beantworten Fragen zur bevorstehenden Klimawoche und zum Klimaschutz in der Stadt.