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Von Advent bis Lichtmess

(Bild: David Beale / unsplash)

(Bild: David Beale / unsplash)

Der Tab­la­ter Kon­zert­chor singt für sein Kon­zert «Da pa­cem Do­mi­ne» Vor- und Nach­weih­nächt­li­ches un­ter der Lei­tung des neu­en Di­ri­gen­ten Chris­ti­an Döh­ring. «Mu­si­ka­li­sche Trou­vail­len aus fünf Jahr­hun­der­ten»: So kün­digt der Tab­la­ter Kon­zert­chor St.Gal­len sein ers­tes Pro­gramm un­ter dem neu­en Di­ri­gen­ten Chris­ti­an Döh­ring an. Auf­ge­führt wer­den am 17. und 18. Ja­nu­ar in St.Gal­len und Bi­schofs­zell a cap­pel­la Wer­ke und sol­che mit Or­gel­be­glei­tung. In­halt­lich schlägt das Pro­gramm den Bo­gen von Ad­vent und Weih­nach­ten über Neu­jahr bis Licht­mess.

Mit­te Ja­nu­ar: ein un­ge­wöhn­li­cher Kon­zert­ter­min. Wie kommt es da­zu? In den Ta­gen und Wo­chen vor Weih­nach­ten sei­en die Kon­zert­ter­mi­ne land­auf land­ab ge­drängt, und das Re­per­toire do­mi­nie­ren Klas­si­ker, al­len vor­an Bachs Weih­nachts­ora­to­ri­um. An­de­re, nicht we­ni­ger span­nen­de Kom­po­si­tio­nen kä­men da­ge­gen zu kurz, stellt Chris­ti­an Döh­ring fest. Im Pro­gramm der «Tab­la­ter» sind das un­ter an­de­rem Mo­tet­ten von Fran­cis Pou­lenc oder die Chor­va­ria­tio­nen über «Es ist ein Ros ent­sprun­gen» von Hu­go Distler von 1933, die zu den Kost­bar­kei­ten der deut­schen Vo­kal­mu­sik des 20. Jahr­hun­derts ge­hö­ren.

Zu­dem ge­he ver­ges­sen, dass die Weih­nachts­zeit lit­ur­gisch wei­ter ge­spannt sei, über Neu­jahr und Drei­kö­nig hin­aus bis En­de Ja­nu­ar, dem Licht­mess­fest. Der (nicht nur mu­si­ka­li­sche) Ad­vents- und Weih­nachts­tru­bel be­gin­ne Jahr für Jahr frü­her – «und am 25. De­zem­ber bricht al­les zu­sam­men». Das sei scha­de, weil ge­ra­de in den Ta­gen nach dem Fest­tau­mel und im stil­len Ja­nu­ar mehr Raum für Ru­he und Re­fle­xi­on sei.

Der Jah­res­über­gang im Wech­sel von Dun­kel und Licht ha­be Kom­po­nist:in­nen al­ler Jahr­hun­der­te in­spi­riert, schreibt der Tab­la­ter Kon­zert­chor. Zum Bei­spiel Raf­fa­el­la Aleot­ti: Ei­ne der we­ni­gen Kom­po­nis­tin­nen des 16. Jahr­hun­derts, hat sich die Or­dens­frau und Mu­si­ke­rin ei­nen zu Leb­zei­ten klang­vol­len Na­men ge­macht. Ei­nen ge­wich­ti­gen Pro­gramm­teil bil­det da­ne­ben Chor­mu­sik der Ge­gen­wart. Der Eng­län­der Bob Chil­cott hat eben­so wie der est­ni­sche Kom­po­nist Ar­vo Pärt die be­rühm­ten «O-An­ti­pho­nen» ver­tont, die je­weils in der letz­ten Ad­vents­wo­che in den Kir­chen er­klin­gen. Zeit­ge­nös­sisch und zu­gleich po­pu­lär sind die eng­li­schen Ca­rols von Alan Bull­ard und Mal­colm Ar­cher.

«Da pa­cem Do­mi­ne: Von Ad­vent bis Licht­mess – Chor-mu­sik im Jah­res­über­gang»: Sams­tag, 17. Ja­nu­ar, 18 Uhr, Christ­ka­tho­li­sche Kir­che, St.Gal­len und Sonn­tag 18. Ja­nu­ar, 17 Uhr, Kir­che St.Pe­la­gi­us, Bi­schofs­zell.
tab­la­ter.ch

Nachruf auf Urs Ullmann

«Wir nann­ten ihn ‹Sun­ny› we­gen sei­nes auf­ge­stell­ten Ge­müts»

Von Urs Oskar Keller,
Urs Ullmann Maerz 2023 Altnau Urs Oskar Keller

Bücherherbst: Mondläufer von Daniel Badraun

Vom Le­ben und Schrei­ben

Von Sieglinde Wöhrer,
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Wenn Mu­se­ums­ob­jek­te ei­nen neu­en Sinn be­kom­men

Ei­ne ben­zin­be­trie­be­ne Glüh­bir­ne? Ein ro­bus­tes Schnaps­glas? Oder ein Kat­zen­hals­band, das die Raub­tie­re vom Vö­gel­fan­gen ab­hal­ten soll? Im His­to­ri­schen Mu­se­um Thur­gau schlum­mern ei­ni­ge Ge­gen­stän­de, de­ren Funk­ti­on auf den ers­ten Blick nicht ganz klar ist. Tho­mas Götz, Mar­ti­na Hü­gi und Ste­fan Kel­ler muss­ten die­se am Icon Po­et her­aus­fin­den.

Von Judith Schuck,
Icon Poet Judith Schuck

Lang­sam­keit als Mo­tor

Die St.Gal­ler Rock­band The Black Salt ver­öf­fent­licht ihr zwei­tes Al­bum. Und ver­ab­schie­det sich ein Stück­weit von ih­ren An­fän­gen.

Von David Gadze,
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Fah­nen der Ver­gäng­lich­keit

Die Welt ist in ste­tem Wan­del. Und man­che Ver­än­de­run­gen sind ir­rever­si­bel – Glet­scher schmel­zen, Tier- und Pflan­zen­ar­ten ster­ben aus. Die Aus­stel­lung «Flim­mern» wid­met sich der Be­wusst­wer­dung die­ses Wan­dels – und dem Schmerz, den er aus­löst.

Von Judith Schuck,
Flimmern Blossom 0 2 von Hoa Luo Patrik Muchenberger

Du­bio­se Zah­len zum Au­to­bahn­aus­bau

Die Grund­la­gen, mit de­nen die Be­für­wor­ter:in­nen die drit­te Au­to­b­anhröh­re durch den Ro­sen­berg in St.Gal­len und die Teil­span­ge mit dem An­schluss im Gü­ter­bahn­hof­are­al for­dern, ba­sie­ren auf frag­wür­di­gen Zah­len. Zu die­sem Schluss kommt der Raum- und Ver­kehrs­pla­ner Tho­mas Hug-Di Le­na.

Von René Hornung,
Anschluss gueterbahnhof

Grüs­se aus ei­nem kom­pli­zier­ten Land

Die St.Gal­ler Tanz­kom­pa­nie fei­er­te ver­gan­ge­nen Sams­tag mit From Eng­land wi­th Love Pre­mie­re. Das Stück wagt sich aber­mals aus dem Gleich­schritt – mit un­miss­ver­ständ­li­chen Ges­ten.

Von Andi Giger,
From England with Love

Eman­zi­pa­ti­on in geo­me­tri­scher Form

Das Kunst­haus Bre­genz zeigt in der neu­en Aus­stel­lung Ar­bei­ten der US-ame­ri­ka­ni­schen Künst­le­rin Tork­wa­se Dys­on. Aus­gangs­punkt ih­rer gross­for­ma­ti­gen geo­me­tri­schen Skulp­tu­ren und poe­ti­schen Ma­le­rei­en bil­det das Le­ben und die Be­frei­ung Schwar­zer Men­schen.

Von Sieglinde Wöhrer,
Torkwase Dyson EG Y3 A3594 Foto Markus Tretter

Vom Ges­tern in die Zu­kunft tau­chen

Wie stehts heu­te um die Gleich­stel­lung? Und wie war das frü­her? Die Pop-up-Aus­stel­lung «Frau­en­spu­ren im Hal­len­bad» in Gos­sau ar­bei­tet ein Stück Ge­sell­schafts­ge­schich­te auf. Zeigt, wo es heu­te noch hakt, und dass es nicht blei­ben muss, wie es ist.

Von Vera Zatti,
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Kolumne: 24/7 Traumacore

Ich bin Bra­ve­he­art (Mel Gib­son ty­pe shit)

Von Mia Nägeli,

Theater

Kein Kom­pli­ment

Von Vera Zatti,
Unreif Presse 05

Von Trans­sil­va­ni­en in den Thur­gau

Jo­han­na und Szi­lamer ar­bei­ten seit vier Jah­ren als Ern­te­hel­fer:in­nen in Fru­thwi­len. In ih­rer Hei­mat Ru­mä­ni­en ist die wirt­schaft­li­che La­ge an­ge­spannt und die kör­per­li­che Ar­beit auf dem Feld sind sie ge­wohnt.

Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
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Er­satz­wahl in den Stadt­rat: Vor­ent­scheid fällt an SP-No­mi­na­ti­ons­ver­samm­lung

Am 29. Ok­to­ber ent­schei­det die SP der Stadt St.Gal­len, wen sie in die Er­satz­wahl um den Stadt­rats­sitz von Pe­ter Jans schickt. Was ur­sprüng­lich wie ei­ne For­ma­li­tät aus­sah, hat sich zu ei­nem span­nen­den Ren­nen ent­wi­ckelt. Mit of­fe­nem Aus­gang.

Von Reto Voneschen,
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Jock Kobels zweiter Fall

Die Welt ist im­mer He­ris­au

Von Andrej Millius,
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Musik

Der Hai­fisch beisst wie­der zu

Von David Gadze,
Bildschirmfoto 2026 10 14 um 18 07 57

Heppelers Bestiarium

100 Jah­re Ein­sam­keit

Von Jeremias Heppeler,

FC St. Gal­len vs. Lau­sanne-Sport – Die Es­pen er­kämp­fen sich die 3 Punk­te

Nach ei­ner ganz pas­sa­blen ers­ten Halb­zeit der Es­pen so­wie Füh­rung durch ei­nen Elf­me­ter von Gört­ler vor der Pau­se, spie­len die St. Gal­ler die­ses Re­sul­tat an­schlies­send her­un­ter und ho­len sich die 3 Punk­te.

Von SENF Kollektiv,
Senf

Die Ge­walt hat ei­nen Schlüs­sel

Mehr als vier­ein­halb Stun­den dau­er­te Der Pro­zess Pe­li­cot im Thea­ter St.Gal­len. Mi­lo Rau und Ser­va­ne Dè­cle in­sze­nier­ten ei­nen Abend über se­xua­li­sier­te Ge­walt und che­mi­sche Un­ter­wer­fung – und über ei­ne Ge­sell­schaft, die von Män­nern mehr Ver­ant­wor­tung ver­langt.

Von Philipp Bürkler,
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Men­schen­rech­te sind kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit

Die Men­schen­rech­te ste­hen welt­weit un­ter Druck. Doch wie kon­se­quent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neu­es Buch nimmt die Schwei­zer Men­schen­rechts­po­li­tik kri­tisch un­ter die Lu­pe. An der Buch­vor­stel­lung im Squa­re wur­de über Wi­der­sprü­che, Ver­säum­nis­se und mög­li­che Lö­sun­gen dis­ku­tiert.

Von Marion Loher,
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Die Po­li­zei woll­te nichts se­hen und nichts hö­ren

In ei­ner Ten­nis­hal­le im tog­gen­bur­gi­schen Un­ter­was­ser tra­fen sich vor zehn Jah­ren 5000 Neo­na­zis zum gröss­ten Rechts­rock-Kon­zert, das je im deutsch­spra­chi­gen Raum statt­ge­fun­den hat. Lin­ke Po­li­ti­ker:in­nen re­agier­ten schnell, doch das Er­geb­nis ist er­nüch­ternd.

Von Hans Stutz,
2610 RIO Saalbild