Auf Nadja Räss folgt Christian Zehnder. Auf den ersten und auch zweiten Blick scheint der neue künstlerische Leiter bei KlangWelt Toggenburg eine Idealbesetzung. Der 57-jährige Zürcher ist Musiker, Obertonsänger und Klangkünstler. In Basel lebend und arbeitend, ist er in der Ostschweiz kein Unbekannter. Mehrere Male ist er auch beim Klangfestival in Alt St.Johann aufgetreten.
Zehnder tritt ab diesem Monat in die Fussstapfen von Nadja Räss, die bei KlangWelt vier Jahre Intendantin war. Die Intendanz als Gesamtleitung bei einer Person gibt es nicht mehr, sagt Matthias Müller, Präsident der Stiftung KlangWelt: «Christian Zehnder wird ab sofort künstlerischer Leiter und ist für die Inhalte der Klangkurse und des Klangfestivals 2020 verantwortlich.»
Im Moment ist Zehnder zu 40 Prozent angestellt mit einer Option für 80 Prozent zu einem späteren Zeitpunkt. Zehnder nimmt auch Einsitz in der sechsköpfigen Geschäftsleitung, die gemeinsam die operative Führung der KlangWelt-Tätigkeiten innehat. Müller: «In gewissem Sinne übernimmt die Geschäftsleitung die Intendanzfunktion.»
Die Geschäftsleitung ist dem Stiftungsrat unterstellt. Die geballte Macht, wie sie Nadja Räss und ihr direkter Nachfolger Peter Holdener noch ausüben konnten, wird neu auf sechs Personen (Matthias Müller, Peter Roth, Max Nadig, Raphael Gygax, Martin Sailer und Christian Zehnder) verteilt. Peter Holdener wurde im Mai dieses Jahres angestellt und im Juni bereits wieder entlassen – wegen unterschiedlicher Auffassungen.
Die Stiftung KlangWelt Toggenburg betreibt im Obertoggenburg Klangweg, Klangschmiede, Klangfestival sowie Klangkurse und hofft 2022 das Klanghaus am Schwendisee betreiben zu können.
Christian Zehnder, neuer künstlerischer Leiter bei KlangWelt Toggenburg. (Bild: Heiner Grieder/zehndermusic.ch)
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 4: Cyprien Gaillard – «When you expect flutes, it whistles», «Komm Glüückck» und Jeremy Reeds Buch Du stirbst nur zweimal – Ein Sylvia Plath-/Victoria Lucas-Roman.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Die Baupläne sind gezeichnet, das Baugesuch liegt zur Vorprüfung bei der Stadt – doch noch ist einiges rund um den Wiederaufbau der Rorschacher Badhütte zu klären. Was passiert zum Beispiel mit all den angerosteten und teils verbogenen Scharnieren, Schlössern und anderen Eisenteilen, die die Taucher aus dem See heraufgebracht haben?
Mohsen Masoudi ist 2022 aus dem Iran in die Schweiz geflohen. Heute lebt er in Stein AR und ist Teil der Exil-Opposition. Er erzählt, warum es die Schliessung der iranischen Botschaft braucht und was sich mit den Protesten Anfang Jahr verändert hat.
Das See-Burgtheater macht aus seiner Piratinnengeschichte Die Legende von Anne Bonny ein akrobatisches Spektakel vom Feinsten. Bei aller Sommertheater-Leichtigkeit hätte man aber doch ein bisschen mehr Emanzipationsgeschichte erwartet.
Zu seinem 20. Geburtstag hat das Kulturfestival am Wochenende Bands aus St.Gallen und der Region zu einem zweitägigen Konzertfest eingeladen. Dieses war so vielfältig wie gelungen – auch wegen der Idee, Covers aus der Gründungszeit des Festivals in die Sets einzubauen.
Bregenzer Festspiele
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 3: «Was der Kaiser noch sah», Olaf Breuning – «Humans» und Oriana Bruseghini – Das verlassene Rettungsboot.
Wie setzt Fotografie Mode in Szene? Und wer fotografiert dabei eigentlich wen? Das Textilmuseum St.Gallen gibt mit «Mise en Scène» Einblicke in 120 Jahre Modegeschichte. Es ist die letzte Schau vor dem Museumsumbau.
Seit elf Tagen befindet sich Velat Aydin vor dem Bundesverwaltungsgericht in St.Gallen im Hungerstreik. Im Gespräch mit Saiten erzählt der Kurde, woher er kommt und weshalb politischer Aktivismus so wichtig ist.
Die St.Galler Festspiele sind vorbei. Oper war indoor, draussen im Stadtpark spielte die Endzeitkomödie Planet B. Nähme man die Botschaft des Stücks ernst, müsste die Festspiel-Oper auch künftig ressourcenschonend drinnen bleiben.
Sindujan* lebt schon sein ganzes Leben in der Schweiz. Die Einbürgerung ist fast abgeschlossen, war aber mit hohen Kosten und einem unangenehmen Gespräch verbunden.
Bevor die Kunst Einzug hielt, war das Sittertal industrialisiert. Hier wurde gestickt, gewirkt, gefärbt, mercerisiert – aber auch gestreikt und geliebt.
Kolumne: Stimmrecht
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 2: Kinok-Open-Air, Solarkino, Christa Näher – «Excess», Living Museum, Poolbar Festival, Die Legende von Anne Bonny und SP-Spaziergänge.
In der Kunstkabine bei der St.Leonhard-Brücke in St.Gallen stellen bis September vier Personen mit Beeinträchtigung ihre Kunst aus. Den Anfang macht Sonja Lippuner mit ihrer «Rollstuhlkunst».
Die Kunstgiesserei St.Gallen und die Stiftung Sitterwerk strahlen weit über die Region hinaus. Felix Lehner, Gründer und Leiter der Kunstgiesserei, Geschäftsleitungsmitglied Till Jäckli sowie Patricia Hartmann, Co-Leiterin der Stiftung Sitterwerk, sprechen im Interview über die letzten 40 Jahre, aktuelle Herausforderungen und Zukunftspläne.
Geschlechterspezifische Gewalt ist auch in Appenzell Realität, und doch wird zu wenig darüber geredet. Mit der Diskussionsveranstaltung «werom – schwätze statt schwiige» luden drei junge Appenzellerinnen zum offenen Austausch über Gewalt, Prävention und Zivilcourage.
Heimat – ein vielschichtiger Begriff. Das Kunstmuseum St.Gallen spürt ihm gemeinsam mit der Werksammlung der Schweizerischen Post nach. Zu sehen ist die entstandene Schau «Heimatflimmern» bis Ende Oktober in St.Gallen.
Die St.Galler Festspiele laden, nach der letztjährigen Pause, wieder zum Tanz in die Kathedrale. Choreograf Antonio Ruz und die Tanzkompanie nehmen den Raum mit Respekt in Beschlag – samt dem Klosterplatz.