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Das Rümp ist wieder da

Lange war es still um das Rümpeltum, das zwischenzeitlich am Magniberg untergekommen war. Jetzt hat es nach Renovationsarbeiten und Coronadurststrecke im hinteren Teil des Bach-Areals in St.Fiden wieder den Betrieb aufgenommen.
Von  Roman Hertler
Endlich wieder da: Das Rümpeltum. (Bild: hrt)

Das Areal Bach in St.Fiden ist wieder belebt. Es hat einen grünlich liberalen Anstrich bekommen und strotzt geradezu vor hipper Urbanität. Plötzlich war das höcklige «Gustav Gleis» eröffnet, und es freute sich beispielsweise das «Tagblatt» über das St.Galler Pendant zum Zürcher Gerolds Garten – G.G. auch hier – oder zu den Basler Rhein-Buvetten.

Aber gleich dahinter verbirgt sich noch ein Kleinod, das aus dem Güllener Kulturleben eigentlich nicht mehr wegzudenken ist. Die Schnelligkeit der Arealentwicklung hat auch den Verein Rümpeltum, der seit Monaten sein letztes Geld für die Renovation des alten SBB-Schuppens im hinteren Teil des Geländes zusammenkratzt, zu Beginn etwas überrumpelt. Aber man pflegt mittlerweile ein gutnachbarschaftliches Verhältnis zum Verein Bach und zum «Gustav Gleis».

«Sankt Durchmischung» hört man es schon standortfördern. Denn mit der Wiedereröffnung des Rümpeltums am neuen Standort wurde dem Areal nebst freisinnigem jetzt auch wahrhaft freiheitliches Leben eingehaucht.

Das Rümp hat endlich wieder eröffnet und das in gemütlicherer Umgebung denn je: Auf dem Vorplatz brennt ein Feuerchen, die Gitarre klimpert zur Maulorgel, und es wird wieder Landi-Bier kredenzt. Vorerst bleibt der Betrieb aber noch reduziert: mittwochs Volksküche und Bar jeweils am Mittwoch, Freitag und Samstag.

Der Umbau (Saiten berichtete) sei insgesasmt reibungslos verlaufen, ebenso die Bauabnahme, sagt Seth, der an diesem Abend ausschenkt. Einiges musste noch nachgerüstet werden am alten Schuppen. Der Rest steht mehr oder weniger. Die konsumpflichtbefreite Holzhütte hinter dem herausgepützelten Gustav bildet jetzt das heimliche Zentrum des Areals.

Konzerte sollen auch bald wieder stattfinden. «Sobald mit der Stadt alles geregelt ist, gibt es ein offizielles Eröffnungsfest», kündigt Seth an. Es sei wichtig, wieder mehr Kultur nach St.Gallen zu bringen. Auch Corona hat solche Planungen allerdings erschwert. Die grosse Soundanlage ist bewilligt. Der Soundcheck, bei dem die Stadt die Lärmbelastung im Quartier misst, erfolgt demnächst. Das Rümp ist endlich wieder da!

Jetzt mitreden: 4 Kommentare
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Halodri,  

"bunt gemischt", ach wirklich? Ich seh da hauptsächlich irgendwelche Schweizer Mittelstandjuppies rumhüpfen und lecker Craftbeer trinken. Würden Sie sagen, die Besucher des Areals bilden beispielsweise einen Querschnitt aus dem Quartier ab, bzgl. Einkommen, Herkunft, etc.? Und ja, ich weiss, dass das HEKS dort einen Garten betreibt. Das macht das Publikum und die Organisation des Ganzen aber noch längst nicht so interkulturell wie es alle gerne lobpreisen.

Marcel Baur,  

Es braucht doch keine politische Einordnung. Wir separieren uns sonst schon genug über poitische Aisrichtungen. Freuen wir uns doch über ein Areal, das bunt gemischt ist. Ein Areal auf dem auch unterschiedliche Ansichten und Lebensphilodophien aufeinandertreffen,ein Areal auf dem man miteinander ins Gespräch kommt! Etwas das uns heute je länger je mehr fehlt

Halodri,  

Wieso tun Sie sich schwer damit, wenn man den Charakter und das Publikum, das das Areal anzieht, benennt? Und vielleicht auch ein wenig problematisiert? Schliesslich will das Projekt ein Raum für alle sein, ist es aber letztlich nicht.

"Grünlich liberal" ist ja noch sehr vorsichtig ausgedrückt.

Marcel Baur,  

Der leicht grünliberale Unterton wäre in dieser Form eigentlich unnötig. Letztlich bringen Rümp, Gärten, Beizen und unterschiedlichste Veranstaltung doch genau das in das Areal, was eine Stadt ausmacht. Alle finden sich irgendwie wieder. Unterschiedliche Einstellungen begegnen sich auf kleinem Raum. Etwas besseres kann uns gar nicht passieren!

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