, 9. Dezember 2010
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Das «Tagblatt» …

… nimmt heute eine Passage aus der Saitenlinie auf: « St.Gallen: 09. Dezember 2010, 01:02 Knatsch wegen Essen Tänzer und Schauspieler dürfen kein selbst mitgebrachtes Essen im Hof verspeisen, nicht im Trainer durchs «Lokal» in der Lokremise gehen, und sie bekommen dort – auch wenn sie eine Premiere zu begiessen haben – kein Bier mehr nach null […]

… nimmt heute eine Passage aus der Saitenlinie auf:

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St.Gallen: 09. Dezember 2010, 01:02

Knatsch wegen Essen

Tänzer und Schauspieler dürfen kein selbst mitgebrachtes Essen im Hof verspeisen, nicht im Trainer durchs «Lokal» in der Lokremise gehen, und sie bekommen dort – auch wenn sie eine Premiere zu begiessen haben – kein Bier mehr nach null Uhr. Das war in der letzten Ausgabe des Kulturmagazins «Saiten» zu lesen. Peter Schiltknecht, der mit seiner PSG Gastro AG das «Lokal» führt, wollte gestern weder dazu noch zum allgemeinen Geschäftsgang Stellung nehmen. Laut Medienmitteilung der Stiftung Lokremise läuft das «Lokal» allerdings sehr gut, der Personalbestand musste bereits aufgestockt werden. Lediglich die Preise der Abendkarte würden bemängelt. Bezüglich des Knatsches zwischen Restaurant und Theatermitarbeitern sagte Theaterdirektor Werner Signer gestern, man sei «auf einem guten Weg, das Problem bald zu beheben». (mke)

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… und hier noch der entsprechende Text (wo übrigens nicht drin steht, das Lokal würde nicht gut laufen):

Saitenlinie 12-2010

In den vergangenen Wochen hagelte es Preise und Preisähnliches: Förderpreise, Meret-Oppenheim-Preise, Werkbeiträge, Buchpreise und so weiter und so fort. Franz Hohlers Utopie, dass irgendwann alle auf der Bühne stünden und niemand mehr davor, ist näher denn je …, naja, jedenfalls massiv, diese Preise überall. Aber sie sind verdient! Traditionell zum Jahresende gibs auch welche in der Saitenlinie abzusahnen, also: Ohne Absprache mit Charles Pfahlbauer jr. (neuerdings auch Talkmaster!) gehen die höchsten aller gastronomischen Auszeichnungen, die drei Grögraz-Sterne, an Peter «diese Beiz ist auch für die einfachen Leute, die Steuern bezahlen» Schiltknecht. Die Gründe stehen im letzten Pfahlbauer. Aber es sind neue dazugekommen. Die armen Tänzerinnen und Tänzer und auch Schauspielerinnen und Schauspieler des Theaters können sich das teure Essen im Lokal nicht allabendlich leisten und nehmen halt selber ein Tupperware mit, dessen Inhalt sie draussen im Hof verputzen: verboten! Weil sie, wie gesagt, nicht so viel verdienen und sich darum keinen chicen Zweireiher wie der braungebrannte Hausherr leisten können, laufen sie halt hin und wieder im Trainer rum: in der Beiz verboten! An der Premierenfeier ein bisschen länger machen und noch ein Bier wollen: strengstens verboten! Das geht soweit, dass die Angestellten hinter der Bar den Knieschlotteri bekommen, wenn sie nach null Uhr nach einem Bier gefragt werden. Das gehe nicht, sie würden sonst rausgeworfen. Barmherziger geht es beim «St.Galler Tagblatt» zu und her. Vier heilige Sterne gehen an den ehemaligen Chefredaktor Gottlieb F. Höppli, den Theologen und ehemaligen Chef der Stadtredaktion Josef Osterwalder und den Pfarrer und Redaktor der Stadtredaktion Daniel Klingenberg. Sie predigten gemeinsam in der Kirche St.Mangen: «Zwischen guter Nachricht und bad news – ein Gottesdienst für Bibel- und Zeitungsleser.» Bleiben wir noch schnell bei den Heiligen: Den Stern für die beste Pressekonferenz geht an Gallus. – Auf vier Journalisten kamen Anfang November fünf Personen des Organisationskomitees des Gallusjubiläums: Iwan B. Köppel, Michaela Silvestri, Urs Andermatt, Daniela Colombo und Alex Hanimann. Es gab reichlich Wasser und die Stimmung war gut. Das Scheinwerf…, äh Kerzenlicht auf der Kanzel suchen die Initianten des Solidaritätshauses gar nicht. Für das Projekt in St.Fiden, wo bald die Bauarbeiten losgehen sollen, gibt es grad einen Tschuppel Sterne. Aber: Es werden nach wie vor Vereinsmitglieder gesucht, damit der Betrieb gut gestützt starten kann, alle Infos gibts im Internet! Ein grösseres Problem mit dem Chlütter haben sie ja draussen in St.Gallen Waste, das ist alles hinlänglich bekannt, trotzdem an dieser Stelle ein paar Morgensterne für die tolle Arbeit. Andreas Kneubühlers Laudatio im Saitenblog: «Die Geringschätzung der Politik zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Sanierungspakets für die AFG-Gesellschaften. Das beginnt bei verweigerten Auskünften gegenüber der Geschäftsprüfungskommission, geht über herabsetzende Bemerkungen ü̈ber Politiker von Wirtschaftsanwalt Hüppi in der Sonntagspresse bis zu den brieflich erteilten Anordnung aus der AFG-Burg im Westen der Stadt an die Befehlsempfänger im Waaghaus. Eine reife Leistung.» Allerbeste Wünsche, frohe Weihnachten und ein noch besseres neues Jahr!

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