Kategorie
Autor:innen
Jahr

«Der Erhalt des Güterbahnhofgebäudes ist zentral»

Aus der Testplanung für die Entwicklung des Güterbahnhofareals ging das Team von Andy Senn als Sieger hervor. Im Interview spricht der St.Galler Architekt über Chancen und Fallstricke, bauliche Sünden aus der Vergangenheit und den Respekt vor historischen Bauwerken.
Von  David Gadze

Um herauszufinden, wie sich ein Autobahnanschluss auf die Entwicklung des Areals Güterbahnhof auswirken würde, hat der Kanton St.Gallen eine Testplanung mit vier eigeladenen Teams durchgeführt, eng begleitet vom Stadtplanungsamt. Gewonnen hat das Team von Andy Senn. Sein Projekt bildet die Basis für die Synthese und die Weiterbearbeitung. Zentral sind dabei die Integration des Güterbahnhofgebäudes in die künftige Überbauung und die Verlegung des Autobahnanschlusses vom östlichen Ende des Areals an den Knoten St.Leonhard. Damit hat Senn die Voraussetzungen geschaffen, das Areal vom Anschluss zu entkoppeln – baulich und verkehrlich.

Saiten: Das Güterbahnhofareal ist die grösste innerstädtische Entwicklungsreserve. Wie beurteilen Sie als Architekt dieses Gebiet? Welche Qualitäten bringt es mit?

Andy Senn: Die grösste Qualität ist, dass es so zentral ist und mit dem Güterbahnhofgebäude über hochwertigen Baubestand verfügt. Dieses ist überdies ein Zeitzeuge aus einer Epoche, in der die Stadt St.Gallen in einem absoluten Aufbruch war. Ungefähr zwischen 1880 und 1910 ist die Bevölkerung um über 30‘000 Personen gewachsen – sie hat sich in jenen rund 30 Jahren verdoppelt. Wenn man dem die bauliche Entwicklung in jener Zeit gegenüberstellt und sich vor Augen führt, was man damals alles gestemmt hat – nicht nur an Gebäuden, sondern auch an Verkehrsinfrastruktur –, ist es wirklich erstaunlich, in welcher Qualität das gelungen ist. Die grossen Bauwerke aus jener Zeit gilt es zu erhalten, sie gehören zur Identität unserer Stadt. Es braucht Respekt und Demut vor jener Epoche, die man ja so glorifiziert. Bis heute trauert man jener Epoche nach, obwohl sie niemand mehr selbst miterlebt hat.

Was bedeutete das für Sie bezüglich der Planung des Güterbahnhofareals?

Wir waren selber überrascht, wie viel in diesem Areal möglich ist. Zentral war für uns die Frage nach der Nutzung in diesem letzten grossen zusammenhängenden Teil der Innenstadt, der noch entwickelt werden kann. Es gibt in St.Gallen genügend Beispiele für planerisches Versagen bei der Entwicklung von Arealen. Das darf hier nicht passieren.

Welche Beispiele?

Etwa das Gebiet Bahnhof Nord. Dort ist zwar immer noch einiges möglich, aber unter dem Strich ist es eine verpasste Chance. Die Verknüpfung zwischen der Nutzung und dem Aussenraum will dort nicht gelingen. Trotz des Fachhochschulzentrums mit hunderten von Student:innen oder der Lokremise ist das Gebiet leblos. Und baulich wirkt alles sehr zufällig, von der schrägen Fläche mit den armseligen Bäumen vor der Fachhochschule bis zum «St.Leopard»-Gebäude. Oder schauen Sie das Bleicheli an: Städtebaulich hat man dort einen riesigen Fehler gemacht. Man hat die ursprüngliche Planung, die gar nicht so schlecht war, einfach gekippt für diesen riesigen Hauptsitz der Raiffeisenbank. Man hat die Wohnungen und die alten Beizen zugunsten einer völlig überdimensionierten Büronutzung rausgestrichen und eine Monokultur errichtet, in der keine Stimmung aufkommt. Und die sich jetzt auch nicht mehr einfach so rückgängig machen lässt. Diese Fehlplanung versuchte man dann mit dem Roten Platz etwas zu kaschieren. Dieser mag für die Tourist:innen vielleicht spannend sein, für mich als St.Galler ist er es aber nicht, obwohl ich direkt dort mein Büro habe.

Wie konnte es an diesen raumplanerisch so wichtigen Orten zu solchen Fehlern kommen?

Das war Ausdruck eines politisch sehr wirtschaftsfreundlichen Kurses, wohl auch aus einem Minderwertigkeitskomplex heraus. Im Bleicheli hatte man das Gefühl, das sei eine Riesenchance für die Stadt, zumal Raiffeisen damals eine Topadresse war. Und an anderen Orten machte man zwar Testplanungen, liess sie dann aber von einem Generalunternehmer, der in dieser Form bereit war zu investieren, praktisch unverändert umsetzen, ohne vertiefte Diskussionen. Und man darf nicht vergessen: Der Güterbahnhof ist 2007 knapp einer Bebauung entgangen – zum Glück.

Warum zum Glück?

Aus architektonischer Sicht und bezüglich der Nutzungsvielfalt war das damalige Projekt nicht besonders gelungen. Es hätte nicht das Optimum dessen herausgeholt, was an einem solchen Ort wünschenswert und möglich ist.

Womit steht und fällt denn ein gelungenes Projekt an diesem Ort?

Zentral ist, dass das Güterbahnhofgebäude als Ganzes, also inklusive Zollgebäude, erhalten bleibt und weiterhin vielfältig genutzt wird – mit Kultur, mit Gastronomie, mit Läden, mit Handwerkbetrieben. Dann hat man schon sehr viel richtig gemacht. Diese Nutzung wirft vielleicht nicht sehr viel Ertrag ab, ihre Qualität ist aber für das Areal, ja für die Stadt hochwertig. Genau das fehlt beispielsweise im Gebiet Bahnhof Nord oder im Bleicheli. Und der Verkehr muss sich dieser Nutzung unterordnen, nicht umgekehrt. Wenn man die Planung der letzten paar Jahrzehnte in St.Gallen anschaut, hatte man oft den Eindruck, das Motto lautete «Wenn man alles neu macht, wird automatisch alles gut». Dem ist eben nicht so. Es geht nicht darum, tabula rasa zu machen und einen neuen Stadtteil zu bauen, sondern einen bestehenden Stadtteil weiterzubauen. Sonst gibt es ein neues Bleicheli. Wenn der politische Wille da ist, dass dort ein urbaner Stadtteil entstehen soll, der all das abdeckt, was man sich an einem solchen Ort wünscht, hat man eine Riesenchance. Darum darf man diese nicht verspielen. Wie wenig es dazu braucht, hat die Vergangenheit mehrfach gezeigt. Deshalb ist die Stadtplanung gefordert.

Mit dem Erhalt des Güterbahnhofgebäudes ist es aber noch längst nicht getan. Was drumherum entsteht, ist ebenso wichtig.

Nicht nur was entsteht, sondern was drumherum bereits besteht. Das gilt es zu ergänzen, mit Gebäuden, aber auch mit passenden Freiräumen. Sehr wichtig sind auch die Verbindungen zwischen dem Güterbahnhofareal und der Oberstrasse sowie der Innenstadt, aber auch die geplante Passerelle zwischen der Oberstrasse und der Paradiesstrasse, um die beiden durch die Bahnlinie getrennten Quartiere zu verknüpfen.

In der Testplanung kam von Ihrem Team der Vorschlag, den Autobahnanschluss von der Güterbahnhofstrasse an den Knoten St.Leonhard zu verschieben, gleich neben die Gleise.

Andy Senn, 1965, ist in Mörschwil aufgewachsen und lebt dort. Nach einer Lehre als Hochbauzeichner absolvierte er ein Architekturstudium, ehe er 1998 in St.Gallen sein eigenes Architekturbüro eröffnete.

Dieses Areal gilt es zwingend zu erhalten. Uns war es wichtig, es freizuspielen und seine Anbindung an die Geltenwilenstrasse und die Davidstrasse zu sichern. Wenn der Autobahnanschluss am Ende der Güterbahnhofstrasse gebaut werden würde, bräuchte man dahinter gar nicht mehr viel zu entwickeln – das Areal wäre abgeriegelt von der Innenstadt, klinisch tot. Deshalb haben wir den Autobahnanschluss an den Rand geschoben, zur Bahnlinie, die ja auch ein Infrastrukturbau ist. Und natürlich stört der Verkehr immer in einem gewissen Sinn, auch dort. Diese Idee umzusetzen wird ein Hosenlupf, und es braucht Kompromisse von allen Seiten.

Die eine Frage ist, wie man dieses Gebiet entwickelt – die andere, wie schnell. Dank Ihrer Lösung könnte das Güterbahnhofareal unabhängig vom Bau des Autobahnanschlusses bebaut werden, also nicht erst in zehn oder fünfzehn Jahren, oder?

Genau. Wir wollten die Arealentwicklung und den Bau der Autobahn entflechten, um diese Abhängigkeit zu durchbrechen. Es wäre schwierig, wenn zuerst der neue Anschluss entstehen müsste, bevor man beim Güterbahnhof bauen könnte. Ich bin der Meinung, dass man die Arealentwicklung nun vorantreiben kann, grösstenteils unabhängig vom Autobahnanschluss.

Der Autobahnanschluss war eine Bedingung in der Testplanung. Wie stehen denn Sie persönlich dazu?

Ich bin kein Verkehrsplaner, deshalb kann ich auch nicht beurteilen, ob es einen neuen Autobahnanschluss mit mehreren Spuren braucht oder ob es ohne ihn zum Verkehrskollaps kommt. Es war Aufgabe des Verkehrsplaners in unserem Team aufzuzeigen, wie man die verkehrlichen Herausforderungen lösen kann. Aber ich fahre fast jeden Tag da durch, wenn auch nicht immer zu Stosszeiten. Und ich habe nicht das Gefühl, dass wir ein riesiges Verkehrsproblem haben. Vielleicht wird das in zehn oder zwanzig Jahren anders sein. Ich kenne jedenfalls keine andere Stadt in der Schweiz, die so viele Autobahnanschlüsse hat, die direkt ins Zentrum führen. In Zürich oder Bern hört die Autobahn am Stadtrand auf. Die Stadtautobahn ist deshalb wichtig für St.Gallen, weil sie viel Verkehr von den Strassen abführt. Wenn man früher von Mörschwil nach Gossau fuhr, musste man Proviant mitnehmen, weil man durch die ganze Stadt fahren musste. Ob es jetzt den nächsten Schritt braucht, ist schwierig zu sagen.

Selbst mit der Verschiebung des Autobahnanschlusses an den Knoten St.Leonhard wäre das ein massiver Eingriff ins Stadtbild.

Ja, das wäre es. Es kommt aber auf die Perspektive an. Unter der Annahme, dass der Autobahnanschluss im Güterbahnhofareal gebaut wird, wäre es der schonungsvollste Eingriff. Der Verkehr würde am Rand des Gebietes ausgespuckt beziehungsweise verschluckt. Aber im Bereich der St.-Leonhard-Brücke würde dadurch natürlich etwas passieren, städtebaulich und verkehrlich. Der Verkehr hat immer eine trennende Wirkung. Das war schon so beim Bau der St.Leonhard-Brücke vor 120 Jahren – übrigens ebenfalls ein massiver Eingriff ins damalige Stadtbild.

Wohl ein unumgänglicher Eingriff im Zuge der Verkehrsentwicklung auf Strasse und Schiene.

Ja, vermutlich schon. Als es die Brücke noch nicht gab, kreuzte man die Gleise auf dem Niveau der Bahnlinie. Damals hat man begonnen, der Mobilität alles unterzuordnen.

Mal angenommen, Sie könnten das Güterbahnhofareal ganz ohne Autobahnanschluss planen: Könnten Sie, aus städtebaulicher Perspektive, mehr herausholen als mit dem vorliegenden Projekt? Der unterirdische Kreisel schränkt ja auch ein, weil man darüber nicht bauen kann.

Ja, diese Einschränkung gibt es. Aber ich bin der Meinung, dass sich die Neubauten grösstenteils gegenüber des Güterbahnhofgebäudes konzentrieren sollten, mit oder ohne Autobahnanschluss. Das westliche Ende des Areals, wo das Malik-Gebäude und der daran anschliessende Wohn- und Geschäftsblock eine Ecke bilden, eignet sich für grössere Bauten für Wohnen und Arbeiten. Daneben, also unterhalb der alten Arbeiterhäuschen an der Schlosserstrasse, sind etwas weniger voluminöse Wohnhäuser sinnvoll. Und zwischen diesen und den bestehenden kleineren Häusern am östlichen Ende des Areals – also dort, wo heute schon eine Grünfläche ist und wo sich dereinst der unterirdische Kreisel befinden soll – macht aus meiner Sicht ein kleiner Park Sinn, auch wenn wegen des Kreisels nur ein Ruderalpark möglich wäre. Man kann also sagen: Der Verkehr schränkt die Nutzung des Areals nicht ein. Und auch bezüglich der Dichte gibt es unabhängig davon eine obere Grenze. Die künftige Überbauung muss sich ins bestehende Quartier mit seinen kleinteiligen Wohnhäusern einpassen.

Ohne Autobahnanschluss würden Sie das Gebiet also gar nicht gross anders planen.

Nein. Das hat insbesondere mit dem Anspruch zu tun, dass die bestehende Bausubstanz respektiert werden muss. Ihr Erhalt ist zwingend, damit das Gebiet einen urbanen Charakter bekommt. Der Verkehr ist fast zweitrangig. Wenn ich ihn weglasse, aber alles abreisse und neu baue, bin ich gleich weit. Dann habe ich eine kleine Europaallee mit einigen hohen Gebäuden und «Bonsaibäumen» – ein Gebiet, das clean ist, das wenig lebendigen Charme versprüht. Mit pseudo-verrosteten Elementen und polierten Fassaden schafft man keinen urbanen Groove. Das ist nicht authentisch. Wir beneiden Winterthur um das Sulzer-Areal und merken dabei gar nicht, was wir hier vor der eigenen Haustüre haben. Mit einem Abriss des Güterbahnhofgebäudes würde man einen Teil der Stadtgeschichte zerstören – genau aus jener Zeit, die man hier so glorifiziert. Deswegen darf auch der Autobahnanschluss das Gebäude nicht tangieren. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es nun weitergehen wird – wir sind ja in die weitere Planung nicht mehr involviert. Und ich wünsche mir, dass man nicht nur über den Autobahnanschluss diskutiert, sondern auch über die Vision für das Areal. Das vermisse ich. Denn auch ohne Autobahnanschluss ist eine gute Arealentwicklung noch nicht gesichert. Man kann immer noch sehr viel kaputt machen.

Jetzt mitreden:
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dein Kommentar wird vor dem Publizieren von der Redaktion geprüft.

Kolumne: Heppelers Bestiarium

Hor­ror un­ter dem Mi­kro­skop

Von  Jeremias Heppeler

Vie­le Spu­ren und ein Tat­ort

Ein paar Fe­dern, ein an­ge­knab­ber­ter Tan­nen­zap­fen, ein Stück Plas­tik: Tie­re und Men­schen hin­ter­las­sen Spu­ren. Die­sen wid­met das Na­tur­mu­se­um St.Gal­len sei­ne ak­tu­el­le Son­der­aus­stel­lung «Spu­ren – Fähr­ten, Frass und Fe­dern».

Von  Vera Zatti
1 Intro Dachs 20260515 NM SPUREN  Urs Bucher

Wor­an soll man noch glau­ben?

In ei­ner neu­en Aus­stel­lung wagt sich das Kunst­mu­se­um Thur­gau in der Kar­tau­se It­tin­gen an ei­ne Neu­ver­mes­sung des Ver­hält­nis­ses von Kunst und Re­li­gi­on.

Von  Michael Lünstroth
O0 A5990 02

St.Gal­len plant Kon­sum­raum für Sucht­kran­ke

Hin­ter dem St.Gal­ler Haupt­bahn­hof soll ein Kon­sum­raum für Men­schen mit schwe­ren Sucht­er­kran­kun­gen ent­ste­hen. Die­se Wo­che ha­ben die Stadt und die Stif­tung Sucht­hil­fe An­woh­ner:in­nen ein­ge­la­den, um ei­nen ers­ten Dia­log zu star­ten. 

Von  Philipp Bürkler
Liegeschaft Lagerstrasse 2 4

Auf der Ziel­ge­ra­den

Es ist sei­ne letz­te Ses­si­on nach zehn Jah­ren im St.Gal­ler Kan­tons­rat. SP-Kul­tur­po­li­ti­ker Mar­tin Sai­ler setzt künf­tig ganz auf den Zel­tai­ner. Das Geld für den Neu­bau in Wild­haus ist fast zu­sam­men, 2027 soll es los­ge­hen.

Von  Peter Surber
Foto1 Zeltainer

Im di­gi­ta­len Dschun­gel zu Hau­se

Die An­sied­lung des In­ter­net Ar­chi­ve Switz­er­land in St.Gal­len ist Pie­ro Sti­nel­li zu ver­dan­ken. Er kon­tak­tier­te vor zehn Jah­ren die Ver­ant­wort­li­chen von ar­chi­ve.org aus ei­ge­nem An­trieb. In den 90er-Jah­ren war der Mit­grün­der von Va­di­an.net und Klang und Kleid ein In­ter­net­pio­nier.

Von  David Gadze
2606 Internet Archive pino stinelli andri voehringer

Ohm41 stellen wieder aus

Kunst auf der Kip­pe

Von  Daria Frick
Bildschirmfoto 2026 06 03 um 11 14 39

Sehn­sucht nach Frei­heit

Das Thur­gau­er Pop-Phä­no­men Noe­mi Be­za ver­öf­fent­licht An­fang Ju­ni ih­re neue EP. You’ll Find Me The­re ver­eint Coun­try-Vi­bes mit ast­rei­nem Pop – was man ein we­nig ver­misst, sind Ecken und Kan­ten.

Von  Jeremias Heppeler
1 Pressefoto Noemi Beza Youll Find Me There

Kolumne: Stimmrecht im Juni

Back to the Fu­ture

Von  Liliia Matviiv

Ausstellung in Herisau

70 Jah­re und 70 Pup­pen

Von  Vera Zatti
70 Jahre SG Ausstellung

«Gros­ses Lob für die­sen Kel­ler»

Nach 22 Jah­ren gibt Mat­thi­as Pe­ter die Lei­tung der St.Gal­ler Kel­ler­büh­ne ab. Vom Raum ist er nach wie vor be­geis­tert. Aber dem Ka­ba­rett ging es auch schon bes­ser, er­zählt er im Ge­spräch.

Von  Peter Surber
2606 Redeplatz Matthias Peter

Für ei­nen Mo­ment be­rührt

Die Thur­gau­er Künst­le­rin Mi­cha Stuhl­mann be­fasst sich in ih­rem neu­en Pro­jekt mit dem Da­sein im Mo­ment. Am 7. Ju­ni fin­det da­zu ein Work­shop in St.Gal­len statt und am 26. Ju­ni zeigt sie mit ih­rem En­sem­ble die fi­na­le Per­for­mance in Kreuz­lin­gen. 

Von  Vera Zatti
Martin Schweingruber DA SEIN Vorpremiere 20260509 tgkultur 31 von 49

Mu­si­ka­li­sches Fest zum 150.

Die Ton­hal­le Wil wur­de 1876 er­öff­net. Seit­her be­rei­chert sie prak­tisch un­un­ter­bro­chen das kul­tu­rel­le Le­ben der Äb­te­stadt. An den kom­men­den zwei Wo­chen­en­den wird ge­fei­ert.

Von  Roman Hertler
DSC2639

Lau­te Ein­sam­keit

Jo­nas Ul­rich taucht mit sei­nem ers­ten Spiel­film in die Black-Me­tal-Welt ab. Wol­ves ist ei­ne bild­star­ke Ge­schich­te über Ein­sam­keit und das Da­zu­ge­hö­ren, vol­ler Ge­gen­sät­ze und mit et­was holp­ri­gen Dia­lo­gen.

Von  Daria Frick
001 wolves

Das Ge­dächt­nis der Zu­kunft

St.Gal­len be­wahrt nicht mehr nur 1000-jäh­ri­ge Hand­schrif­ten. Mit dem In­ter­net Ar­chi­ve Switz­er­land ent­steht hier ein Ar­chiv für Web­sei­ten, künst­li­che In­tel­li­genz und das di­gi­ta­le Ge­dächt­nis der Zu­kunft.

Von  Philipp Bürkler
2606 Internet Archive 01
Heftvorschau 06/26
archive.org, Generalverdacht, 80er-Aufbruch

Mit In­ter­net Ar­chi­ve Switz­er­land ent­steht in St.Gal­len ein Ab­le­ger des gröss­ten Ar­chivs für Web­si­ten und Künst­li­che In­tel­li­genz welt­weit. Aus­ser­dem im Ju­ni­heft: Män­ner un­ter Ge­ne­ral­ver­dacht, das gros­se St.Gal­ler 80er-Buch, das Ab­schieds­in­ter­view mit dem lang­jäh­ri­gen Kel­ler­büh­nen­chef und die Fla­schen­post aus Ve­ne­dig.

Saiten 2606 01 Cover

«Han­deln wi­der bes­se­res Wis­sen ist wie­der po­pu­lär»

Der WWF St.Gal­len wird 50 Jah­re alt. Sein Ge­schäfts­lei­ter Lu­kas In­der­maur zieht bei der Be­ur­tei­lung der ak­tu­el­len Si­tua­ti­on von Na­tur und Um­welt ei­ne durch­zo­ge­ne Bi­lanz.

Von  Reto Voneschen
2605 Redeplatz Lukas Indermaur

Freu­de am Ma­chen

«Urs Frei. A – Z» im Kunst­mu­se­um St. Gal­len ist die ers­te Re­tro­spek­ti­ve zum aus­ser­or­dent­li­chen Schaf­fen von Urs Frei (1958 – 2023). Rund 140 Ar­bei­ten ge­ben Ein­blick in ein Werk, das kaum zu fas­sen ist. Das ge­hört zu sei­ner Qua­li­tät.

Von  Ursula Badrutt
Urs frei online

Ideen für die Zu­kunft

Wie wol­len wir künf­tig le­ben und un­se­re Nah­rungs­mit­tel pro­du­zie­ren? Die Aus­stel­lung «How goes To­mor­row» der Ost­schwei­zer Künst­le­rin Clau­de Büh­ler in der Shed­hal­le in Frau­en­feld sen­si­bi­li­siert für nach­hal­ti­ge Hand­lungs­stra­te­gien. 

Von  Vera Zatti
IMG 9114

Vom Un­glück der Frau, die ihn ge­bo­ren hat

«Das Kind zu­rück­las­sen? Wie kann man so dumm und herz­los sein», schreibt der Schwei­zer Au­tor Lu­kas Bär­fuss über sei­ne Mut­ter, die kei­ne Mut­ter für ihn sein konn­te. In sei­nem neu­en Buch schaut er in die Ver­gan­gen­heit und hat Ver­ständ­nis, nicht für die Mut­ter, aber doch für die­se Frau, die nie Glück und im­mer zu we­nig Geld hat­te.

Von  Sieglinde Wöhrer
Jhqzg1tg 1 1 Stefano de Marchi