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Der Literatursommer

Festivals sind zwar eher Mangelware, aber auch die Literatur macht im Sommer nicht überall Pause. Dieses Wochenende geht es los, autobiografisch in Heiden oder lauschig in Winterthur. Eine Erkundungstour. Von Karsten Redmann
Von  Peter Surber , 
Zum Beispiel Zürich: das Literaturfestival im Alten Botanischen Garten. (Bild: pd)

Lesen hat ganzjährig Saison. Und so greifen auch in den heissen Sommermonaten Juli und August, wenn der Schweiss von der Stirn tropft, Literaturbegeisterte zu einem Buch, schmökern im Strandkorb mit Meerblick im neuesten Krimi oder machen es sich zu Hause im Liegestuhl gemütlich und versinken im Essay-Band eines neu entdeckten Autors oder im experimentellen Werk einer von Freunden empfohlenen Schriftstellerin.

So zahlreich die Bücher, so rar sind in den Sommermonaten literarische Veranstaltungen. Was die Region um den Bodensee angeht, kann man sie beinah an einer Hand abzählen. So liest die deutsche Autorin Ronja von Rönne am 8. Juli in Dornbirn. Die Vorarlbergerin Monika Helfer stellt am 4. Juli in Frauenfeld Passagen aus ihrem neuen Buch Löwenherz vor. Am 2. Juli ist Ruth Weber mit ihrem Roman Das Korsett in der Buchhandlung Wörterspiel in Rorschach zu Gast.

Autorin Simone Lappert und der Musiker Andi Bissig kommen ins Literaturhaus Thurgau – nach nur einem Tag intensiver künstlerischer Auseinandersetzung bringen sie am 8. Juli Texte und Musik zusammen. Langjährig eingespielt hingegen dürften der Mundartdichter Pedro Lenz – er liest aus seinem aktuellen Roman Primitivo – und der Pianist Christian Brantschen sein; am 16. August steigen die beiden auf die Klosterbühne in Stein am Rhein.

Literaturhaus Thurgau – Sommerfest, 20. August, Gottlieben

literaturhausthurgau.ch

Über eine reine Einzelveranstaltung hinaus geht der 20. August im Literaturhaus Thurgau, schliesslich feiert man im idyllischen Gottlieben das diesjährige Sommerfest. Eingeladen ist, neben weiteren Gästen, die Schriftstellerin Silvia Tschui mit ihrem Roman Der Wod. Musikalisch begleitet wird die Zürcher Autorin vom Gitarristen, Sänger und Komponisten Philipp Schaufelberger. Das Fest beginnt um 18 Uhr.

Ähnlich ausgesucht und überschaubar sieht es bei den wenigen Festivals aus.  Aber es gibt sie dann doch, die Veranstalter:innen, die den Sommer samt Ferienzeit zum Anlass nehmen, spannende Autorinnen und Autoren einzuladen. Vier Formate springen dabei besonders ins Auge.

Lauschig

Mit acht Veranstaltungen, über Juli und August verteilt, präsentiert sich die Winterthurer Literaturreihe lauschig mit Lesungen, Spoken-Word-Performances und literarischen Spaziergängen an besonderen Orten. Exklusive Gärten, Parks, Wälder und Wiesen dienen der bereits etablierten Literaturreihe als lauschige Kulisse. Dabei erprobt die Reihe statt klassischer Wasserglas-Lesungen vielfältige Veranstaltungsformen. Sie fördert vor allem jüngere Autor:innen sowie Spoken-Word -Künstler:innen und legt den Fokus auf Literatur aus der Schweiz.

Gemeinsam auftreten werden Federica de Cesco und Rahel Senn (lauschig und kämpferisch, 2. Juli), Annette Hug und Judith Keller (lauschig unterwegs, 3. Juli), Sunil Mann und Anaïs Meier (lauschig und turbulent, 8. Juli) sowie Jonas Lüscher und Michael Fehr (lauschig und kraftvoll, 21. Juli). In Einzelauftritten stellen Mikael Krogerus (11. August), Michael Frei (12. August), Dominik Muheim (16. August) und Sarah Elena Müller (18. August) ihre Werke vor.

Lauschig, 2. Juli bis 18. August, diverse Orte in Winterthur

lauschig.ch

Um nur eine Veranstaltung aus dem vielfältigen Programm herauszugreifen: Sunil Mann, mehrfach ausgezeichneter Krimiautor, präsentiert mit Kalmar den dritten Fall seines skurrilen Zürcher Ermittlerduos Marisa Greco und Bashir Berisha. Spannend und grosse Gesellschaftsthemen aufgreifend, wie Frauenhandel, Armut, Immigration, Corona und andere, schafft es Mann gekonnt, seine Texte immer auch mit einer Prise Humor zu versehen.

Bei lauschig trifft er auf die Berner Autorin Anaïs Meier. Sie hat mit ihrem Debütroman Mit einem Fuss draussen Furore gemacht. Aus der Perspektive des schrulligen Protagonisten und selbsternannten Kommissars Gerhard erzählt, ist der zu lösende Kriminalfall ernsthaft und witzig in einem. Meier hat dafür in Deutschland den Förderpreis für Komische Literatur 2022 erhalten. Im idyllischen Rosengarten begleitet die Jazzgeigerin Sophie Lüssi die Veranstaltung mit atmosphärischen Klängen. Den Abend moderiert der Journalist Mikael Krogerus.

Autobiografisch

Nach der Premiere im letzten Jahr findet auch im Juli 2022 in Heiden das dreitägige Autobiografie-Festival statt. Veranstaltungsort ist das Hotel Linde mit seinem wunderschönen Biedermeiersaal. Alfred Messerli ist für das Programm verantwortlich. Vom 1. bis 3. Juli sind elf Autor:innen eingeladen, über ihre autobiografischen Werke vor Publikum zu reden. Rückmeldungen bekommen sie von zwei Fachleuten – zum einen von der Schriftstellerin und Übersetzerin Annette Hug, zum anderen vom Philosophen und Publizisten Georg Kohler –, die sich zeit ihres Lebens mit Menschen und deren Geschichten befasst haben. Die Autobiografien, aus denen vorgelesen und über die diskutiert wird, sind im Zusammenhang mit Schreibkursen an der Senioren-Universität Zürich und der Volkshochschule des Kantons Zürich oder direkt auf «meet-my-life.net» entstanden.

Autobiografie-Festival – Aus dem Leben lesen, 1. bis 3. Juli, Hotel Linde Heiden

autobiografiefestival.ch

Da erzählt eine Fernfahrerin von ihren abenteuerlichen Touren, ein gestandener Mann von seinen Kinder- und Jugendjahren in Heimen für Schwererziehbare; oder es berichtet eine Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin für Kriegs- und Folteropfer, die seit 30 Jahren in eigener Praxis tätig ist, von ihren Erfahrungen und persönlichen Herausforderungen.

Ein weiterer Gast ist Regisseur Fredi M. Murer, dessen letzter Film Liebe und Zufall (2014) auf einem autobiografischen Roman seiner Mutter basiert. Als diese ihn schrieb, war sie 75 Jahre alt. Als Murer ihn verfilmte, war er ebenso alt. 1997 erhielt der Regisseur den Innerschweizer Kulturpreis, 2019 den Pardo alla carriera des Filmfestivals Locarno und in diesem Jahr den Ehrenpreis für das Lebenswerk vom Bundesamt für Kultur.

International

Ein Anlass mit Tradition ist das Literaturfestival Zürich. Seit 2013 findet es alljährlich im Juli statt; es lädt die internationale Literaturszene damit bereits zum 10. Mal an den Zürichsee. Sämtliche Veranstaltungen sind nicht nur vor Ort, sondern auch über Live-Stream erlebbar. Andreas Heusser, Kulturchef des Kaufleuten, verantwortet mit der Leiterin des Literaturhauses Zürich, Gesa Schneider, und Barbara Tribelhorn das international ausgerichtete Programm mit Konzerten, Lesungen und Gesprächen, Spoken Word und Kabarett.

Am 11. Juli startet das Festival mit dem Booker-Preisträger Marlon James, einem der bedeutendsten Literaten seiner Generation und Gallionsfigur der queeren Literatur. Das «Time Magazine» zählt James zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt. Jeder Band seiner Dark Star-Trilogie erzählt dieselbe Geschichte aus dem Blickwinkel eines anderen Protagonisten, angesiedelt in einer bildgewaltigen Fantasywelt mitten in Afrika und gespickt mit exzessiven Sex- und Gewaltszenen.

Literaturfestival Zürich, 11. bis 21 Juli, Kaufleuten und Alter Botanischer Garten Zürich

literaturfestivalzuerich.com

Am 12. Juli liest Tsitsi Dangarembga, aktuelle Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels, Teile aus ihrer Roman-Trilogie um die Hauptfigur Tambudzai. Die Autorin gehört zu den wichtigsten literarischen Stimmen Afrikas. Seit vielen Jahren engagiert sie sich als Aktivistin für feministische Anliegen und politische Veränderung. Des Weiteren treten Elvira Sastre, Shooting-Star der spanischen Literatur- und Poetry Slam-Szene, David Grossman, Booker-Preisträger aus Israel, Ece Temelkuran, Romanautorin und politische Kommentatorin aus der Türkei sowie der Österreicher Wolf Haas mit seinem neuesten Brenner-Roman Müll auf.

Der 17. Juli, als letzter Festivaltag, steht im Zeichen von Spoken Word: Reeto von Gunten, Jule Weber, Christoph Simon, Fine Degen und Cachita treten ab 20 Uhr im Alten Botanischen Garten auf, moderiert von Marco Gurtner, TV-Moderator, Podcaster und Musiker.

Klassisch

Das Literaricum Lech am Arlberg, ein drei Tage andauerndes Literaturfest Mitte Juli, das 2022 zum zweiten Mal stattfindet, hat sich zum Ziel gesetzt, Unterhaltung und Bildung zusammenzudenken. Aufgabe der Literatur sei es, so die Veranstalter:innen, die Leser und Leserinnen in fremde Welten zu entführen. Der Tradition des grossen Geschichtenerzählens verpflichtet, lädt das Festival namhafte Persönlichkeiten zum Austausch über Literatur ein.

Literaricum Lech, 14. bis 17. Juli, Lech am Arlberg

lechzuers.com

Initiiert von den Autoren Michael Köhlmeier und Raoul Schrott und kuratiert von Nicola Steiner, Kulturjournalistin bei SRF, steht jeweils ein Klassiker der Weltliteratur im Zentrum, von dem aus die Teilnehmenden unter anderem verschiedene Genres und Romane beleuchten. In diesem Jahr ist es die Erzählung Bartleby, der Schreiber des amerikanischen Autors Herman Melville, dessen Protagonist den einprägsamen Satz «Ich möchte lieber nicht» zu seinem Arbeits- und Lebensmotto macht.

Elke Heidenreich hält am 14. Juli in der Neuen Kirche Lech den Eröffnungsvortrag und geht darin den Fragen nach, was heutzutage diesen Klassiker der Weltliteratur ausmacht, wie der Roman wahrgenommen wurde und wird, und was er uns heute noch zu sagen hat.

Auf die Frage nach den Herausforderungen des literarischen Übersetzens, gerade wenn es sich um einen Roman aus einer vergangenen Zeit handelt, versucht der in Basel lebende Übersetzer Ulrich Blumenbach, bekannt durch seine Übertragungen der Werke von David Foster Wallace, kluge Antworten zu finden. Eine weitere Veranstaltung geht der Frage nach, was die Romane von David Foster Wallace, Frank Witzel und Herman Melville gemeinsam haben. Schliesslich arbeitet sich Raoul Schrott am 16. Juli in seiner Veranstaltung an altägyptischer Liebeslyrik ab – das Motto seines Vortrags lautet: «Die Blüte des nackten Körpers».

In Lech treffen zwischen dem 14. und 17. Juli bekannte Persönlichkeiten aus der Literaturwelt aufeinander: Elke Heidenreich, Nicola Steiner, Michael Köhlmeier, Thomas Sarbacher, Juliane Marie Schreiber, Karl-Heinz Ott, Christoph Bartmann (ehemaliger Direktor des Goethe Instituts in Warschau), Raoul Schrott, Ulrich Blumenbach und Frank Witzel. Am letzten Tag klingt das Festival mit einem Brunch im Burg Hotel Oberlech aus.

FC St. Gal­len vs. Lau­sanne-Sport – Die Es­pen er­kämp­fen sich die 3 Punk­te

Nach ei­ner ganz pas­sa­blen ers­ten Halb­zeit der Es­pen so­wie Füh­rung durch ei­nen Elf­me­ter von Gört­ler vor der Pau­se, spie­len die St. Gal­ler die­ses Re­sul­tat an­schlies­send her­un­ter und ho­len sich die 3 Punk­te.

Von SENF Kollektiv,
Senf

Die Ge­walt hat ei­nen Schlüs­sel

Mehr als vier­ein­halb Stun­den dau­er­te Der Pro­zess Pe­li­cot im Thea­ter St.Gal­len. Mi­lo Rau und Ser­va­ne Dè­cle in­sze­nier­ten ei­nen Abend über se­xua­li­sier­te Ge­walt und che­mi­sche Un­ter­wer­fung – und über ei­ne Ge­sell­schaft, die von Män­nern mehr Ver­ant­wor­tung ver­langt.

Von Philipp Bürkler,
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Men­schen­rech­te sind kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit

Die Men­schen­rech­te ste­hen welt­weit un­ter Druck. Doch wie kon­se­quent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neu­es Buch nimmt die Schwei­zer Men­schen­rechts­po­li­tik kri­tisch un­ter die Lu­pe. An der Buch­vor­stel­lung im Squa­re wur­de über Wi­der­sprü­che, Ver­säum­nis­se und mög­li­che Lö­sun­gen dis­ku­tiert.

Von Marion Loher,
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Die Po­li­zei woll­te nichts se­hen und nichts hö­ren

In ei­ner Ten­nis­hal­le im tog­gen­bur­gi­schen Un­ter­was­ser tra­fen sich vor zehn Jah­ren 5000 Neo­na­zis zum gröss­ten Rechts­rock-Kon­zert, das je im deutsch­spra­chi­gen Raum statt­ge­fun­den hat. Lin­ke Po­li­ti­ker:in­nen re­agier­ten schnell, doch das Er­geb­nis ist er­nüch­ternd.

Von Hans Stutz,
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Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater

Ver­schwun­de­ne Na­men im Fa­mi­li­en­stamm­baum

Von Sieglinde Wöhrer,
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Stimmrecht

Im Re­gen tan­zen

Von Liliia Matviiv,

Ern­ten in der Grau­zo­ne

Ern­te­hel­fer:in­nen sind in der Schweiz schlecht ge­schützt. Ih­re Ar­beits­be­din­gun­gen lie­gen oft in Grau­be­rei­chen, Kon­trol­len sind schwie­rig. Ei­ne Ver­än­de­rung wür­de je­doch be­deu­ten, ein gan­zes Sys­tem auf den Kopf zu stel­len.

Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
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Bücherherbst: Die Geschichte der Schweizer Uhrmacherkunst von Gion Mathias Cavelty

Gran­dio­se Gro­tes­ke

Von Florian Vetsch,

Ein En­de mit Aus­ru­fe­zei­chen

Die St.Gal­ler Re­stau­rants Tos­ca­na und The Pinch mach­ten ver­gan­ge­ne Wo­che über Nacht dicht. 15 Per­so­nen stan­den un­vor­be­rei­tet auf der Stras­se. Das ver­ant­wort­li­che In­ves­to­ren-Duo schliesst nicht zum ers­ten Mal ein Re­stau­rant in der Stadt. Das ab­rup­te En­de wirft Fra­gen auf.

Von Andi Giger,
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Volks­bad­sa­nie­rung: Trau­er­spiel seit über 40 Jah­ren

Die Stadt St.Gal­len muss spa­ren und will das his­to­ri­sche Volks­bad nach der Wie­der­eröff­nung des Hal­len­bads Blu­men­wies schlies­sen. Da­bei ver­spricht die Stadt seit über 40 Jah­ren die Sa­nie­rung.

Von René Hornung,
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Der St.Gal­ler Kul­tur gehts an den Kra­gen

Die St.Gal­ler Re­gie­rung spart ge­gen ih­ren Wil­len wei­te­re 60 Mil­lio­nen Fran­ken ein und rech­net für 2027 mit ei­nem Plus von 55 Mil­lio­nen Fran­ken. Kul­tu­rel­le Ar­beit wird da­bei wei­ter pre­ka­ri­siert – mit ei­ner gros­sen Aus­nah­me.

Von Roman Hertler,
Kanton sparmassnahme

Filminstallation über Vergänglichkeit

Nur Vor­wärts

Von Daria Frick,
Emilija Skarnulyte Time of Arrow 2026 Kunstmuseum St Gallen Lokremise Foto Stefan Altenburger

Win­tis Glücks­fall

Die al­ten Fa­brik­hal­len sind aus Win­ter­thurs Kul­tur­le­ben nicht mehr weg­zu­den­ken. Sie wä­ren aber nichts oh­ne en­ga­gier­te und gut ver­netz­te Men­schen. Sai­ten konn­te auf Ein­la­dung des Kul­tur­ma­ga­zins «Coucou» ei­ni­ge von ih­nen tref­fen. Ein klei­ner Stadt­rund­gang

Von Roman Hertler, Bilder: Daria Frick,
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Sai­son­start mit pu­rem Wahn­sinn

Das Kon­zert und Thea­ter St.Gal­len zeigt ein­dring­lich auf: Fe­mi­zi­de exis­tie­ren in der Schweiz noch im­mer im un­ge­heu­ren Aus­mass. Die In­sze­nie­rung von Co­rin­na von Rad setzt auf das Gro­tes­ke in Ge­org Büch­ners Woy­zeck und fei­er­te am Sams­tag Pre­mie­re im Gros­sen Haus. Ei­ne Pro­duk­ti­on für «je­der-Mann»!

Von Viviane Sonderegger,
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Es kratzt, knallt und schep­pert

Viel En­er­gie und noch viel mehr Punk gibts auf dem neu­en Al­bum Now To Ru­in der Thur­gau­er Band S.G.A.T.V.. Ge­tauft wird am 1. Ok­to­ber im Win­ter­thu­rer Kraft­feld. Sai­ten hat vor­ab rein­ge­hört.

Von Jeremias Heppeler,
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Bak­te­ri­en und ein Fun­ke Hoff­nung 

Wie kön­nen wir un­se­ren Kon­sum nach­hal­ti­ger ge­stal­ten? In «Next Re­la­ti­ons – Zu­kunft ge­stal­ten» zeigt das Ge­wer­be­mu­se­um Win­ter­thur an­hand von Ar­bei­ten von Stu­die­ren­den mög­li­che An­sät­ze. Ei­ne an­spruchs­vol­le Schau, die Hoff­nung macht.

Von Vera Zatti,
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Mas­ku­li­ni­tät als Spek­trum

Die Aus­stel­lung «Bey­ond the Ma­nos­phe­re. Mas­cu­li­n­i­ties to­day» im Kunst­mu­se­um St.Gal­len un­ter­sucht, wie Männ­lich­keit dar­ge­stellt, ge­prägt und ge­lebt wird. Und zeigt da­bei auch ih­re Wi­der­sprüch­lich­keit.

Von Lilli Kim Schreiber,
Ausstellungsansicht en Foto Sebasti

Tra­gi­ko­mö­die über das Le­ben

Ein Schre­ber­gar­ten wird im neu­en Ro­man Ver­tei­di­gung ei­nes Gar­tens von Chris­ti­na Wal­ker zum Zu­fluchts­ort. Dar­in lässt die Vor­arl­ber­ger Au­torin viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re eben­so auf­blü­hen wie Ap­fel­baum und Jo­han­nis­strauch. 

Von Annette Raschner,
Christina walker foto petra rainer 2026 farbe

Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

Der Kan­ton St.Gal­len hat Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de zur jähr­li­chen Kul­tur­kon­fe­renz nach Wil ein­ge­la­den. Spie­le­risch wur­de ver­sucht, die Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung zu klä­ren und Mög­lich­kei­ten der neu­en Kul­tur­stra­te­gie zu dis­ku­tie­ren. Doch die zen­tra­le Fra­ge blieb of­fen: Wie stark kann die Kul­tur­sze­ne den In­halt der Stra­te­gie tat­säch­lich mit­be­stim­men?

Von Philipp Bürkler,
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Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

Saiten 2610 Cover