Die erfreuliche Universität widmet sich im Mai Niklaus Meienberg, dem Journalisten, Schriftsteller, Historiker und Menschen. Verschiedene Schauspieler lesen im Palace aus seinen Texten - nächsten Dienstag geht es um Ernst S.
Niklaus Meienberg glaubt man zu kennen. Aber zwanzig Jahre nach seinem Tod ist trotzdem Erinnerungsarbeit nötig. Die Süddeutsche Zeitung nannte ihn einst treffend: «Störrische Saftwurzel» und einen Charmeur und Störenfried, der nur eins gefürchtet habe: den öffentlichen Konsens. Er nahm kein Blatt vor den Mund, war kritisch bis zum Verrücktwerden und zu allem Unheil immer bestens dokumentiert. Das machte seinen Zeitgenossen natürlich Angst – «Nestbeschmutzer» wurde er genannt, obwohl er im Gegenteil mit beachtlichem Engagement dafür einstand, sein «Nest» zu entschmutzen. Diesen Widerspruch thematisierte er in seiner Rede zum St.Galler Kulturpreis 1990 im Bild des «doppelten Meienberg». Diana Dengler las letzten Dienstag zum Auftakt der Meienberg-Reihe im Palace vor einem älteren Publikum aus dieser Rede, wie auch aus seinem Text «Aufenthalt in St.Gallen, 670. m. ü. M». Darin erzählt er aus seiner Jugend in der Gallenstadt oder über den Umgang mit Onanie an der «Flade» – bei aller Sympathie in vielen Teilen schwerverdaulich. Ironisch-amüsant ist dann der Beschrieb von der Freude der Spaziergänger auf dem Freudenberg: Sie dürfen von gegenüber den Rosenberg betrachten, denn es kann ja auch nicht jeder so eine Villa kriegen, c’est la vie.
Anlass für die Meienberg-Lesereihe der erfreulichen Universität ist die kommende Austellung im Regierungsgebäude, die im August und September zu sehen sein wird, über Meienberg als «Journalist, Schriftsteller, Historiker, Mensch». Die Lesereihe gibt die Möglichkeit die Texte wieder aufzufrischen oder Meienberg überhaupt erst mal kennenzulernen. Für junge Leute eine sehr empfehlenswerte Sache, und für ältere Generationen, die ihn als Zeitgenossen kannten, eine wunderbare Gelegenheit, sich an die «störrische Saftwurzel» zu erinnern.
Nächsten Dienstag liest Marcus Schäfer eine der wichtigsten Meienberg-Recherchen: «Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S.» Weitere Veranstaltungen bis Ende Mai auf Palace.sg.
Ausstellung im Museum Rosenegg
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Debatten um Machismus, Deepfake-Pornos, häusliche Gewalt und Femizide sind beinahe alltäglich. Was können Männer gerade tun, wenn sie unter Generalverdacht geraten? Frauenhausleiterin Katja Hämmerli Keller, Florance Hildebrand vom feministischen Streikkollektiv Thurgau und Manuel Benjamin Lehmann vom Forum Mann diskutieren Lösungsansätze.
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Das AFO, das Architektur Forum Ostschweiz, diskutiert und vermittelt seit 30 Jahren Baukultur. Am kommenden Freitag wird das Jubiläum gefeiert und die neuste Artikelserie der guten Bauten als Buch präsentiert.
Minasa bekommt also doch Geld aus dem Lotteriefonds: Der Kantonsrat hat dem von Saiten und Thurgaukultur.ch aufgebauten Projekt, das den grössten Veranstaltungskalender der Ostschweiz ermöglicht, die Finanzierung für drei weitere Jahre gesichert.
Inna Shevchenko fragt im Dokumentarfilm Girls and Gods, ob die monotheistischen Weltreligionen mit Feminismus vereinbar sind. Auf der Suche nach Antworten begegnet sie widersprüchlichen Theorien und mutigen Frauen. Und bleibt nicht nur stille Beobachterin.
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Ein paar Federn, ein angeknabberter Tannenzapfen, ein Stück Plastik: Tiere und Menschen hinterlassen Spuren. Diesen widmet das Naturmuseum St.Gallen seine aktuelle Sonderausstellung «Spuren – Fährten, Frass und Federn».
In einer neuen Ausstellung wagt sich das Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen an eine Neuvermessung des Verhältnisses von Kunst und Religion.
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Das Thurgauer Pop-Phänomen Noemi Beza veröffentlicht Anfang Juni ihre neue EP. You’ll Find Me There vereint Country-Vibes mit astreinem Pop – was man ein wenig vermisst, sind Ecken und Kanten.
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Ausstellung in Herisau