, 11. März 2020
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Drei schönste Bücher aus St.Gallen

Neuerliche Ehre für die St.Galler Buchgestalter Bänziger und Kasper-Florio: Die Saiten-Grafiker holen im Wettbewerb der schönsten Schweizer Bücher gleich zwei Preise. Als weiteres Ostschweizer Buch wird Alex Hanimanns «Alles fehlt» ausgezeichnet.

Die Auszeichnungen haben schon Tradition. Beim Buch-Jahrgang 2018 waren zwei Künstler-Bücher mit Ostschweiz-Bezug, beide gestaltet von Samuel Bänziger, Rosario Florio und Larissa Kasper (PIN), preisgekrönt worden: Verde von Katalin Deér und For a Fish Tank or a Parking Lot von Daniel V. Keller. Unter den 18 schönsten Schweizer Büchern 2017 figurierten gleich drei Titel, bei denen die Saiten-Grafiker die Hand im Spiel hatten. Und ein Jahr zuvor hatte es das gleichfalls von ihnen gestaltete Buch Raum. Zeit. Kultur, herausgegeben vom Architektur Forum Ostschweiz im Triest Verlag, unter die damals 24 Schönsten der Schweiz geschafft, neben einem Werk aus dem hiesigen Vexer-Verlag.

Ausgezeichnete Fotobücher

Jetzt sind es erneut zwei Arbeiten des Gestalter-Trios, welche die vom Grafiker Gilles Gavillet präsidierte Jury überzeugt haben. Das eine zeigt Arbeiten des norwegischen Künstlers Fredrik Vaerslev unter dem Titel Fenstermalerei, ein Ausstellungskatalog der Städtischen Galerie im deutschen Delmenhorst.

Das andere ist im eigenen St.Galler Verlag, Jungle Books erschienen: From … To… dokumentiert das Schaffen des in St.Gallen lebenden Fotografen Jiri Makovec in 1525 Bildern; ausführlich vorgestellt ist das letzten Herbst erschienene Buch hier.

Ein drittes prämiertes Buch mit Ostschweizer Bezug ist Etwas fehlt von Alex Hanimann. Der St.Galler Künstler gibt darin Einblick in sein fotografisches Werk, gestaltet wurde der reichhaltige Band von Vinzenz Meyner, erschienen ist er bei der Edition Patrick Frey. Das Buch hat ausserdem das Ehrendiplom der weltweit schönsten Bücher errungen und wäre damit an der (allerdings abgesagten) Leipziger Buchmesse zu Ehren gekommen.

Alex Hanimann: Etwas fehlt.

Obenauf in der nationalen wie in der internationalen Rangliste schwingt der Almanach Ecart. Das Buch hat sowohl die Goldene Letter als Schönstes Buch der Welt als auch die Schweizer Jurierung gewonnen. Der Almanach arbeitet die Sammlung des Genfer Kollektivs Ecart künstlerisch und wissenschaftlich auf und präsentiert sie unter dem Titel «Une archive collective, 1969-2019».

Am 3. September ist Vernissage der Ausstellung «Die schönsten Schweizer Bücher 2020» im Helmhaus Zürich; im November kommt die Ausstellung in die Bibliothek Hauptpost in St.Gallen.

Ecart nannte sich die vom Fluxus-Prinzip inspirierte Künstlergruppe, die John Armleder, Patrick Lucchini und Claude Rychner 1969 ins Leben gerufen hatten und die in ihrer wechselhaften Geschichte als Kollektiv, Festival, Galerie, Buchhandlung, Verlag, Druckatelier und Tee-Salon die Kunstszene stark beeinflusst hat.

Tschichold-Preis für Maximage

Mit dem Jan-Tschichold-Preis zeichnet das BAK seit 1997 eine Persönlichkeit, eine Gruppe oder eine Institution für hervorragende Leistungen in der Buchgestaltung aus. In diesem Jahr geht der mit 25’000 Franken dotierte Preis an Maximage, ein Schweizer Designstudio, das 2009 von David Keshavjee (1985) und Julien Tavelli (1984) gegründet wurde und Niederlassungen in Genf, Zürich und Paris hat.

 

 

 

 

 

 

 

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