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Ein Generator für junge Kreative

Am Poolbar Generator können Studierende verschiedener Fachrichtungen die jeweils kommende Ausgabe des Festivals mitgestalten. So fördern die Festivalmacher:innen sowohl die Künstler:innen, die am Festival auftreten, als auch andere junge Kreative. Wer mitmachen will, kann sich noch bis 26. Februar bewerben.
Von  David Gadze
Im Löwensaal in Hohenems entwerfen junge Talente während einer Woche das Erscheinungsbild des Poolbar Festivals. (Bild: Poolbar Festival, Matthias Rhomberg)

Das Poolbar Festival in Feldkirch, das dieses Jahr von 6. Juli bis 14. August über die Bühne geht, ist für sein fein abgeschmecktes Programm bekannt. Darin finden sich etablierte Acts genauso wie junge Künstler:innen und Bands.

Während das Programm jeweils schon Monate im Voraus erste Konturen annimmt, wird die Saat für den visuellen Auftritt des Festivals im Frühjahr ausgetragen: am Poolbar Generator, einer Art Kreativwerkstatt für junge Talente. Dieser findet dieses Jahr vom 31. März bis 8. April in Hohenems statt.

In insgesamt sieben Labors – Architektur, Digitale Projekte, Grafik, Produkt- und Raumgestaltung, Kunst und Public Art, Literatur sowie Street Art – entwickeln Studierende der jeweiligen Fachrichtungen während einer Woche gemeinsam das Erscheinungsbild des Festivals, vom grafischen Auftritt über eine App bis zur architektonischen Ausgestaltung des Festivalgeländes, das jedes Jahr anders daherkommt.

Rückblick und Rückbesinnung

Denn jede Austragung steht unter einem bestimmten Motto. In diesem Jahr ist es «Dimension». Das Poolbar Festival feiert diesen Sommer sein 30-Jahr-Jubiläum, in diesem Sinn sei es als Rückblick gedacht, sagt Lilian Furrer, Verantwortliche für den Generator. «Alles wird grösser, auch in der Musikbranche.» Das gelte auch für das Poolbar Festival. «Das Motto ist deshalb auch eine Art Rückbesinnung: wohin wollen wir, was wollen wir sein?» Und letztlich spiele die Dimensionierung auch bei Gestaltung des Festivals eine wichtige Rolle.

Das Motto sei aber keine Themenvorgabe, sondern «ein Gedanke, den wir als roten Faden in den Poolbar Generator mitnehmen», sagt Furrer. So entstehen im Labor «Kunst» temporäre Kunstprojekte, die im öffentlichen Raum und auf dem Festivalgelände auf das Poolbar Festival aufmerksam machen. Die künstlerischen Projekte und Interventionen sind gleichermassen für Festivalbesucher:innen wie auch die breite Öffentlichkeit zugänglich und setzen sich intensiv mit dem Stadtraum sowie dem Festival auseinander.

Nachhaltigkeit ein wichtiger Aspekt

Dabei geht es auch um Nachhaltigkeit – ohnehin ein wichtiges und wiederkehrendes Thema beim Poolbar Festival. Der thematische Schwerpunkt liegt diesmal auf dem Werkstoff Metall und seinen Verbindungstechniken. «Durch die Verwendung von Reststücken und/oder Altbeständen wird das Thema des Upcyclings aufgegriffen und zugleich ein Fokus auf Skulptur und Plastik im öffentlichen Raum gelegt», schreiben die Veranstalter:innen.

Im Labor «Produkt- und Raumgestaltung» geht es darum, den Innenbereich des sogenannten Wohnzimmers des Poolbar Festivals – ein Aufenthaltsort mit Barbereich – sowie die Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum zu gestalten. Auch hier möglichst nachhaltig: Der Schwerpunkt beim Wohnzimmer liegt auf der Wiederverwertung und Umnutzung von gebrauchten Architekturmaterialien und Produkten. Die Sitzgelegenheiten wiederum sollen, nachdem sie auf dem Festivalgelände zum Einsatz gekommen sind, von Vorarlberger Gemeinden genutzt werden.

Ein Teil des Festivalprogramms

Anderes aus dem Poolbar Generator fliesst ins Programm ein: Im Literatur-Labor erarbeiten die Teilnehmer:innen Kurztexte zum Festivalmotto. Diese können im Rahmen des Poolbar Festivals in eine Veranstaltung oder eine literarische Intervention im öffentlichen Raum münden. Die Form der Präsentation der Texte entwickeln die Labor-Teilnehmer:innen ebenfalls im Poolbar Generator.

Der Poolbar Generator sei für die Festivalmacher:innen einerseits darum wichtig, weil sich das Festival so immer wieder neu erfinde und jung bleibe, sagt Lilian Furrer. Andererseits sei er für viele der jungen Talente die erste Gelegenheit, interdisziplinär zu arbeiten. Durch den Wechsel auf die Osterwoche sei er nun auch viel internationaler ausgerichtet, weil dann viele Student:innen frei hätten.

Interessierte Kunst-, Design-, Architektur-, Sprach- und IT-Talente können sich ab sofort bewerben, um das Erscheinungsbild des kommenden Poolbar Festivals mitzuentwickeln. Bewerbungssschluss ist am 26. Februar.

Die Abschlusspräsentationen der Projekte aus dem Poolbar Generator finden am 7. April ab 19 Uhr im Löwensaal Hohenems statt. Ausserdem gibt es am 4. und 6. April jeweils ab 19 Uhr öffentliche Vorträge zu verschiedenen Themen der Fachrichtungen.

Alle Infos gibt es hier.

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