Einfluss über Generationen
Die aktuelle Ausstellung im Zeughaus Teufen beschäftigt sich mit dem Erbe dreier Familien und dessen Einfluss auf das Ortsbild.
Im Zeughaus Teufen kommen drei Geschichten zusammen. (Bild: pd/Michael Meier und Christoph Franz)
Kunst behauptet gerne, dass sie Dinge erforscht, aber klassische Forschungsarbeit sagt selten von sich, dass sie auch einen künstlerischen Anspruch hat. Gut, wenn es Menschen gibt, die beides zusammenbringen. Die aktuelle Ausstellung im Zeughaus will genau das. Den Anstoss dazu gaben baukulturelle wie auch gesellschaftspolitische Fragen: Was bleibt, wenn wir Besitz übernehmen? Bauen wir weiter, bewahren wir oder zerstören wir? Im Zentrum stehen drei einflussreiche Teufener Fabrikant:innenfamilien. Michael Meier und Christoph Franz, zwei Künstler mit Flair für forschungsbasierte Projekte vor Ort, gehen dem komplexen Geflecht aus Grundbesitz, Erbschaften und familiären Verflechtungen nach. Anhand der Gemeinde Teufen wollen sie exemplarisch zeigen, wie diese Themen Baukultur und Ortsbild beeinflussen. Für ihre immersive Ausstellung nehmen sich Meier & Franz den Raum im Zeughaus, sie begeben sich aber auch nach draussen: ans Wasser. Die Teufener Flüsse waren nämlich essenziell für die aufstrebende Textilindustrie und somit auch die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Meier & Franz wollen diese «Wechselwirkungen zwischen Natur, Gesellschaft und Architektur erfahrbar machen und zum Nachdenken über die Dynamiken von Besitz und Transformation anregen». Ergänzt wird die Ausstellung mit einer Publikation. Diese liefert Geschichtliches und Recherchen zu den drei Familiengeschichten, der Baukultur und der Entwicklung Teufens. Die Texte stammen von den Historiker:innen Iris Blum, Thomas Fuchs, Heidi Eisenhut und Peter Müller. Sie haben die wechselvollen Geschichten der drei Familien aus den Archiven ans Licht gebracht. Erschienen ist das Buch beim Spector Books Verlag, gestaltet wurde es von Samuel Bänziger, Rosario Florio und Larissa Kasper.
«Drei Familien»: bis 25. Mai, Zeughaus Teufen
zeughaus.ch
Gehört Erbe abgeschafft?: 10. April, 19 Uhr. Offene Gesprächsrunde mit dem Philosophen Stefan Gosepath und dem Erbrechtsspezialisten Peter Breitschmid.
Live-Performance: 17. April, 18.30 Uhr. Komponist Tobias Preisig interpretiert die Filmmusik zur Ausstellung neu.
Erzählte Orte – Baukultur und Familiengeschichten erwandern: 18. Mai, 10.30 Uhr. Geführter Rundgang durch Teufen.
Fam S, Fam K, Fam R – Drei Geschichten: 25. Mai, 11 Uhr. Gesprächsrunde mit den Autor:innen der Publikation.
Gutes Bauen Ostschweiz
Das Werkhaus Freisitz in Tägerschen pflegt das Historische und sucht auf dieser Basis nach Lösungen für die Zukunft – interdisziplinär und überregional.
Die St.Galler Autorin Brigitte Schmid-Gugler legt mit Scratches eine Sammlung von Gedichten, Fotografien und Zeichnungen vor. Es sind Botschaften vom Leben und den Schrammen, die es hinterlässt.
Der Künstler Hans Schweizer
Das Museum für Lebensgeschichten im Speicher zeigt ab dem 16. März eine Retrospektive sowie neue Werke von Hans Schweizer und gewährt einen Einblick in das Leben und Schaffen des Künstlers.
Nach 22 Jahren gibt Matthias Peter die Leitung der St.Galler Kellerbühne ab. Vom Raum ist er nach wie vor begeistert. Aber dem Kabarett ging es auch schon besser, erzählt er im Gespräch.
Die Thurgauer Künstlerin Micha Stuhlmann befasst sich in ihrem neuen Projekt mit dem Dasein im Moment. Am 7. Juni findet dazu ein Workshop in St.Gallen statt und am 26. Juni zeigt sie mit ihrem Ensemble die finale Performance in Kreuzlingen.
Die Tonhalle Wil wurde 1876 eröffnet. Seither bereichert sie praktisch ununterbrochen das kulturelle Leben der Äbtestadt. An den kommenden zwei Wochenenden wird gefeiert.
Jonas Ulrich taucht mit seinem ersten Spielfilm in die Black-Metal-Welt ab. Wolves ist eine bildstarke Geschichte über Einsamkeit und das Dazugehören, voller Gegensätze und mit etwas holprigen Dialogen.
St.Gallen bewahrt nicht mehr nur 1000-jährige Handschriften. Mit dem Internet Archive Switzerland entsteht hier ein Archiv für Webseiten, künstliche Intelligenz und das digitale Gedächtnis der Zukunft.
Mit Internet Archive Switzerland entsteht in St.Gallen ein Ableger des grössten Archivs für Websiten und Künstliche Intelligenz weltweit. Ausserdem im Juniheft: Männer unter Generalverdacht, das grosse St.Galler 80er-Buch, das Abschiedsinterview mit dem langjährigen Kellerbühnenchef und die Flaschenpost aus Venedig.
Der WWF St.Gallen wird 50 Jahre alt. Sein Geschäftsleiter Lukas Indermaur zieht bei der Beurteilung der aktuellen Situation von Natur und Umwelt eine durchzogene Bilanz.
«Urs Frei. A – Z» im Kunstmuseum St. Gallen ist die erste Retrospektive zum ausserordentlichen Schaffen von Urs Frei (1958 – 2023). Rund 140 Arbeiten geben Einblick in ein Werk, das kaum zu fassen ist. Das gehört zu seiner Qualität.
Wie wollen wir künftig leben und unsere Nahrungsmittel produzieren? Die Ausstellung «How goes Tomorrow» der Ostschweizer Künstlerin Claude Bühler in der Shedhalle in Frauenfeld sensibilisiert für nachhaltige Handlungsstrategien.
«Das Kind zurücklassen? Wie kann man so dumm und herzlos sein», schreibt der Schweizer Autor Lukas Bärfuss über seine Mutter, die keine Mutter für ihn sein konnte. In seinem neuen Buch schaut er in die Vergangenheit und hat Verständnis, nicht für die Mutter, aber doch für diese Frau, die nie Glück und immer zu wenig Geld hatte.
Gaal, Görtler und Witzig schiessen St. Gallen zum langersehnten Cupsieg!
Die Medikamentenversuche von Münsterlingen als Teil eines Vampir-Musicals? Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Die Bühne Mammern wagt den Versuch. Ab 29. Mai im Zirkuszelt.
Die diesjährige Kulturlandsgemeinde findet entlang der Bahnlinie zwischen Gossau und Wasserauen statt. Es ist ein interdisziplinäres Experimentzwischen Kunst, Gesellschaft und Aktivismus. Ausserdem stellt die Kulturlandsgemeinde künstlerisch und organisatorisch die Weichen für die Zukunft.
Am Samstag findet in St.Gallen erstmals das Punkfestival El Cartel statt. Es soll dazu beitragen, die Szene zu stärken. Dabei fehlt es gerade in St.Gallen an Nachwuchs.
Seit 40 Jahren macht die Bibliothek Wyborada in St.Gallen sichtbar, was lange fehlte: Literatur von und über Frauen. Heute sind Autorinnen und feministische Themen zwar stärker präsent in der Öffentlichkeit, doch die Relevanz der Bibliothek ist nach wie vor gross.
Mit einer Interpellation greifen SVP und EDU im St.Galler Kantonsrat den ausserschulischen Aufklärungsunterricht an. Und mit Unterstützung des «Lehrernetzwerks Schweiz» wollen Eltern aus Bütschwil eine Mitarbeiterin der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen vor Gericht bringen. Dahinter steckt eine orchestrierte Aktion.
«Dieci», die italienische Zahl für zehn, ist das Motto des diesjährigen Heiden-Festivals. Es verweist dabei nicht nur auf das Jubiläum, sondern auch auf eine kulturpolitische Haltung.
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Das St.Galler Theater Trouvaille entdeckt den Musiker und Juristen Mani Matter neu. «’S isch einisch eine gsy»– 90 Jahre Mani Matter verbindet zahlreiche Lieder und literarische Texte des Berners zu einem abendfüllenden Programm. Saiten hat mit dem Theaterleiter Matthias Flückiger gesprochen.
Vier Jahre nach ihrem Debüt kehren Lev Tigrovich mit einer neuen EP zurück. Diese handelt von Kontrollverlust, Illusionen und grossen Gefühlen – und enthält erstmals einen Song, der nicht auf Russisch gesungen ist.