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FairArtFair: Ein Sonntag für die Kunst

Das Kollektiv Streunender Hund, unterwegs im Appenzellerland, lädt diesen Sonntag nach Gais AR zur fairArtFair ein. von Hanspeter Spörri
Von  Gastbeitrag , 
Das Kollektiv Streunender Hund will Ausstellungen an Orten realisieren, die normalerweise nicht dür die Öffentlichkeit zugänglich sind. (Bilder: pd)

Die Folgen der Coronakrise treffen die Kunstszene – wie hart, wird man sehen. Absehbar ist schon jetzt, dass Einnahmen sinken und Nebenerwerbsmöglichkeiten von Kunstschaffenden knapper werden.

Das Kollektiv Streunender Hund, unterwegs im Appenzellerland, lässt sich davon nicht entmutigen, lädt am kommenden Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr nach Gais AR zur fairArtFair ein. Sie findet im Gewerbezentrum Strahlholz bei der gleichnamigen Haltestelle der Appenzeller Bahn statt.

«Offspaces» aus der ganzen Schweiz erhalten eine Bühne, um sich vorzustellen. Laut Mitinitiantin Harlis Schweizer geht es dem Künstlerkollektiv Streunender Hund bei seinen Aktivitäten unter anderem darum, Kunstschaffende und Kunstinteressierte aufs Land zu locken, wo es spannender sei, als manche ahnten.

FairArtFair: 23. August, 11 bis 17 Uhr, auf dem Parkplatz der Haltestelle Strahlholz, Gais

Mitwirkende: Bermuda Boutique, Chamber of fine arts, Espace libre, Kein Museum, Kollektiv streunender Hund, kunsthallekleinbasel, Museümli, PANCH, Spieglerey, Sprechstunde nts, Voltage, Window of FAME

Bei der selbstorganisierten fairen Kunstmesse vom nächsten Sonntag gehe es selbstverständlich auch um Geld, sagt Harlis Schweizer: «Kunst ist Leidenschaft. Sie lebt vom Austausch und der Auseinandersetzung. Aber man muss damit und davon leben können. Faire Bedingungen sind wichtig. Wir bemühen uns um Fairness im Kunstbetrieb – im Wissen um den Beitrag der Kunst zum gesellschaftlichen Miteinander.»

Allen Teilnehmenden wird am Sonntag ein Tisch zur Verfügung stehen: Beispielsweise wird man der Künstlerin, Kuratorin, Mentorin, Beraterin und Dozentin Naomi Tereza Salmon und ihrer «Ein-Personen-Online-Kunstakademie» begegnen, die Chamber of Fine Arts wird unter einem Messetisch ein Ministerium für Fragen und Anliegen zur Kunst einrichten, «PANCH» wird allenfalls FAIRart-Labels vergeben.

Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

Der Kan­ton St.Gal­len hat Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de zur jähr­li­chen Kul­tur­kon­fe­renz nach Wil ein­ge­la­den. Spie­le­risch wur­de ver­sucht, die Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung zu klä­ren und Mög­lich­kei­ten der neu­en Kul­tur­stra­te­gie zu dis­ku­tie­ren. Doch die zen­tra­le Fra­ge blieb of­fen: Wie stark kann die Kul­tur­sze­ne den In­halt der Stra­te­gie tat­säch­lich mit­be­stim­men?

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Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

Saiten 2610 Cover

Sound­track für den Herbst

Hu­man Hu­man spie­len me­lan­cho­li­schen und fra­gi­len In­die-Pop, der trotz­dem warm und licht­durch­flu­tet ist. Das St.Gal­ler Duo hat jetzt sei­ne ers­te EP ver­öf­fent­licht und tritt am Wo­chen­en­de gleich zwei­mal im Bahn­hof Brug­gen auf – erst­mals mit ei­ner Band.

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Kommentar zur Beratung der Inklusionsinitiative im Nationalrat

Men­schen­wür­de, nicht Bud­get­pos­ten

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1976 lässt sich Gerd Zi­keli in der evan­ge­li­schen Kirch­ge­mein­de St.Gal­len-Strau­ben­zell zum Pfar­rer wäh­len. Drei Jah­re spä­ter wird er als gut ver­netz­ter Ho­lo­caust-Leug­ner und Vor­stands­mit­glie­der der ers­ten Neo­na­zi­grup­pe der Schweiz ent­tarnt. Heu­te be­ob­ach­tet er Lauf­enten.

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