Die Folgen der Coronakrise treffen die Kunstszene – wie hart, wird man sehen. Absehbar ist schon jetzt, dass Einnahmen sinken und Nebenerwerbsmöglichkeiten von Kunstschaffenden knapper werden.
Das Kollektiv Streunender Hund, unterwegs im Appenzellerland, lässt sich davon nicht entmutigen, lädt am kommenden Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr nach Gais AR zur fairArtFair ein. Sie findet im Gewerbezentrum Strahlholz bei der gleichnamigen Haltestelle der Appenzeller Bahn statt.
«Offspaces» aus der ganzen Schweiz erhalten eine Bühne, um sich vorzustellen. Laut Mitinitiantin Harlis Schweizer geht es dem Künstlerkollektiv Streunender Hund bei seinen Aktivitäten unter anderem darum, Kunstschaffende und Kunstinteressierte aufs Land zu locken, wo es spannender sei, als manche ahnten.
FairArtFair: 23. August, 11 bis 17 Uhr, auf dem Parkplatz der Haltestelle Strahlholz, Gais
Mitwirkende: Bermuda Boutique, Chamber of fine arts, Espace libre, Kein Museum, Kollektiv streunender Hund, kunsthallekleinbasel, Museümli, PANCH, Spieglerey, Sprechstunde nts, Voltage, Window of FAME
Bei der selbstorganisierten fairen Kunstmesse vom nächsten Sonntag gehe es selbstverständlich auch um Geld, sagt Harlis Schweizer: «Kunst ist Leidenschaft. Sie lebt vom Austausch und der Auseinandersetzung. Aber man muss damit und davon leben können. Faire Bedingungen sind wichtig. Wir bemühen uns um Fairness im Kunstbetrieb – im Wissen um den Beitrag der Kunst zum gesellschaftlichen Miteinander.»
Allen Teilnehmenden wird am Sonntag ein Tisch zur Verfügung stehen: Beispielsweise wird man der Künstlerin, Kuratorin, Mentorin, Beraterin und Dozentin Naomi Tereza Salmon und ihrer «Ein-Personen-Online-Kunstakademie» begegnen, die Chamber of Fine Arts wird unter einem Messetisch ein Ministerium für Fragen und Anliegen zur Kunst einrichten, «PANCH» wird allenfalls FAIRart-Labels vergeben.
Das musste ja so kommen! Es konnte nicht bei einem bleiben. Zum Glück! Jetzt gibt es das zweite grosse, schwere Psychobuch von Beni Bischof. Darin verwirbelt der Künstler erneut Eigenes, Fremdes, Befremdliches, Bekanntes, Neues, Unkenntliches mit lockerer Hand, Humor und Hintersinn.
Die Sonderausstellung «Baustelle Erinnerung / ‹Hitler entsorgen› – Arbeiten am belasteten Erbe» im Vorarlberg Museum in Bregenz beschäftigt sich damit, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Gegenständen aus der NS-Vergangenheit aussehen kann. Ausserdem berät das Museum Privatpersonen, die solche Gegenstände besitzen.
Forrer Stieger Architekten gelingt mit dem Dreifachkindergarten und der Tagesbetreuung im Heiligkreuzquartier in St.Gallen die Quadratur des Kreises.
Es geht um uns Menschen und unser sonderbares und verheerendes Verhalten. «Humans» heisst die grosse Einzelausstellung des Ostschweizer Künstlers Olaf Breuning. Viele Arbeiten sind speziell für die Schau im Museum Allerheiligen in Schaffhausen entstanden.
In Wil fand am Wochenende das Rock am Weier statt. Seit 25 Jahren gibt es das Festival, und trotz inzwischen grösserer Namen ist es immer noch kostenlos. Ein Verein organisiert es nicht-profitorientiert und fördert regionale Acts. Unsere Autorin ist an den Ort ihrer musikalischen Sozialisation zurückgekehrt. Eine Reportage.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Ausstellung im Museum Rosenegg
Kabarett in Herisau
Debatten um Machismus, Deepfake-Pornos, häusliche Gewalt und Femizide sind beinahe alltäglich. Was können Männer gerade tun, wenn sie unter Generalverdacht geraten? Frauenhausleiterin Katja Hämmerli Keller, Florance Hildebrand vom feministischen Streikkollektiv Thurgau und Manuel Benjamin Lehmann vom Forum Mann diskutieren Lösungsansätze.
Kommentar zur SVP-Chaosinitiative
Das AFO, das Architektur Forum Ostschweiz, diskutiert und vermittelt seit 30 Jahren Baukultur. Am kommenden Freitag wird das Jubiläum gefeiert und die neuste Artikelserie der guten Bauten als Buch präsentiert.
Minasa bekommt also doch Geld aus dem Lotteriefonds: Der Kantonsrat hat dem von Saiten und Thurgaukultur.ch aufgebauten Projekt, das den grössten Veranstaltungskalender der Ostschweiz ermöglicht, die Finanzierung für drei weitere Jahre gesichert.
Inna Shevchenko fragt im Dokumentarfilm Girls and Gods, ob die monotheistischen Weltreligionen mit Feminismus vereinbar sind. Auf der Suche nach Antworten begegnet sie widersprüchlichen Theorien und mutigen Frauen. Und bleibt nicht nur stille Beobachterin.
In eigener Sache
Abstimmungskommentar zur SVP-Chaosinitiative
Theateraufführung
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Ein paar Federn, ein angeknabberter Tannenzapfen, ein Stück Plastik: Tiere und Menschen hinterlassen Spuren. Diesen widmet das Naturmuseum St.Gallen seine aktuelle Sonderausstellung «Spuren – Fährten, Frass und Federn».
In einer neuen Ausstellung wagt sich das Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen an eine Neuvermessung des Verhältnisses von Kunst und Religion.
Hinter dem St.Galler Hauptbahnhof soll ein Konsumraum für Menschen mit schweren Suchterkrankungen entstehen. Diese Woche haben die Stadt und die Stiftung Suchthilfe Anwohner:innen eingeladen, um einen ersten Dialog zu starten.