, 28. August 2022
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FC Lugano vs. FCSG 2:3 – Die Espen gewinnen im Tessin

Dem FCSG gelingt nach einer unterhaltsamen Partie die Cupfinal-Revanche. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.

Bild: SENF

FC Lugano – FCSG 2:3

16.12 Uhr – Der FC St.Gallen gewinnt im Stadio Cornaredo bei sommerlichen Temperaturen. Die Fans finden „Das isch üsen FCSG“. Vollends überzeugt haben mich die Ostschweizer heute aber nicht. Aber Watkowiak Lukas war da, als es darauf ankam. Der FCSG ist damit weiter Tabellenzweiter. Nun gönne ich mir den Schlussgang des Eidgenössischen und ich hoffe auf weitere spannende Erkenntnisse im Extra-Zug. Einen schönen Sonntagabend wünscht euch B.A. Nächste Woche kommts zum Spitzenspiel gegen YB und aller Voraussicht wird dann das Spektakel-Duo für euch tickern: wers verpasst, ist selber Schuld.

Schlusspfiff – Der FC St.Gallen überzeugt in der zweiten Halbzeit nicht wirklich. Dennoch gewinnt er in Lugano. Yes! Die ersten Auswärtspunkte in dieser Saison sind Tatsache.

Minute 90+ – Guindo Daouda sieht das der Torwart der Tessiner zu weit vor dem Tor steht und versucht es aus gut 60 Metern. Der Torhüter schaut dem Ball nur hinterher und hat Glück, dass er nicht im Netz landet.

Minute 90+ – Falls sich Watkowiak je „Could You Be Loved“ auch als Ersatztorhüter gefragt hat, heute findet er es heraus. Yes, you can!

Minute 90+ – Das Grauen, habs auf dem schermo luminoso gesehen: Es sind fünf Minuten.

Minute 90+ – Vor lauter Watkowiak-Hype habe ich die Anzeige der Nachspielzeit verpasst, aber sie läuft.

Minute 90 – Grandissimo Watkowiak Lukas! Wow! Leckomio! Oder wie Ruefer sagen würde: mirakulös. Der St.Galler Goalie wehrt einen Kopfball aus kürzester Nähe ab. Sackstark. Wirklich. Auch ohne St.Galler Brille.

Minute 88 – Gopfetammi, die nächsten künstlichen Katzenfürze erreichen meine Nase. Und der Kerl rechts von mir findet das völlig okay. Aber Zigis rauchen ist nicht. Gut, dass bald abgepfiffen wird.

Minute 87 – „Oh Sanggallä schüss es Gooool“: ja, das finde ich auch, wäre gut.

Minute 85 –Das Gezeigte wiederholt sich. Bereits gegen den FC Rorschach-Goldach baute St.Gallen in der zweiten Halbzeit mächtig ab. Da resultierten nur sechs Tore nach dem Seitenwechsel. Z.P. weiss, wo er ansetzen muss.

Minute 84 – Jetzt ziehen wir aber wieder die St.Galler Brille an. Die Ostschweizer schnuppern hier am ersten Punktgewinn in feindlichem Territorium und würden damit wieder auf Tabellenplatz zwei vorrücken.

Minute 82 – Habe ja auf der letzten Fahrt nach Lugano gelernt, dass es eigentlich „Lugano, Lugano, affang…“ heisst, aber trau dem nicht so wirklich. Ich traue da eher meinem Vater oder den grauhäärigen Herren vor mir auf der Tribüne. Sie fluchen übrigens erstaunlich wenig. Kann ich aber irgendwie verstehen, so mies spielen ihre Lieblinge heute gar nicht.

Minute 80 – Freistoss der Luganesi, wieder pflückt Watkowiak Lukas den Ball mühelos aus der Luft. Er versucht danach Ruhe ins Spiel zu bringen, ich bin aber trotzdem nervös. Ich benötige Hilfe und ich weiss, was mir helfen würde. Aber wie wir seit heute wissen: Rauchverbot in allen Schweizer Stadien. Ma vafaaa…. Ja, das habe ich gerade wirklich geschrieben.

Minute 80 – Abstoss Watkowiak. Warum, weshalb, wieso? Ich weiss es gerade nicht so genau. Aber hey, St.Gallen hat den Ball, gibt ihn aber rasch wieder ab. Läuft gar nicht in der zweiten Halbzeit.

Minute 78 – Che bello è, quando esco di casaaaaa… Oh pardon, falsche Kurve.

Minute 76 – Lukas Watkowiak zum zweiten. Ich habs doch schon mal gesagt: sveglia, ufwache, nöd schlofe!

Minute 76 – In Pratteln naht währenddessen die Entscheidung. Die ersten Paarungen im achten und letzten Gang laufen.

Minute 75 – Watkowiak Lukas: Big safe! Der Tessiner – wobei, vermutlich kaum ein Einheimischer – läuft alleine auf ihn zu, der St.Galler Goalie bleibt aber lange stehen und hält.

Minute 74 – Ab und zu schauen wir ja aufs Feld. Wirklich, solls geben. Und da staunt der Laie dann ab und an. Schmidt Isaac – auch Marcelo für Arme genannt – steht da an vorderster Front. Der Mann kann offenbar alles: Aussenverteidiger, Mittelfeldspieler und Stürmer.

Minute 72 – Die Lösung für jedes Problem: ein kühles Blondes.

Minute 70 – „Steht auf, wenn ihr St.Galler seid“: Am Support liegt es definitiv nicht. Aber bisher überzeugt mich der Auftritt in der zweiten Halbzeit der St.Galler nicht. Das habe ich auch gerade dem versierten Sportjournalisten neben mir gesagt. Natürlich nicht jenem, der so wichtig ist. Der ist schliesslich live auf Sendung und so.

Minute 67 – Trinkpause. Da ziehe ich mit.

Minute 66 – Auch wenn ich hier ganz klar eine St.Galler Brille trage  – logo, habe sie ja schliesslich dort gekauft: Der Treffer ist wirklich nicht unverdient.

Minute 65 – Er hat mich nicht gehört: 2:3. Babic Boris ist der Torschütze. Heinemol.

Minute 64 – Für alle, die es nicht mitbekommen haben. Er trägt seit dieser Saison schwarz-weiss.

Minute 63 – Nun kommt Babic Boris. Mach kei Seich, bitte!

Minute 60 – Schneider Randy spielt hier offenbar auch, er ging gerade energisch in den Zweikampf. Gefällt. Dem Schiri weniger, er gibt Foul. Jänu, es können nicht immer alle der gleichen Meinung sein. Schliesslich sind auch nicht immer alle gleich wichtig – nicht einmal auf der Medientribüne.

Minute 59 – Ein Tor der Marke ganz, ganz, ganz, gaaaaaaaaaaanz wichtig. Lugano war hier nach der Pause bisher klar besser.

Minute 58 – Görtler Lukas: kein Problem.

Minute 57 – Der St.Galler Spieler liegt immer noch am Boden, die Luganesi reklamieren. Nützt alles nichts, Schilmot Jeremy hat tatsächlich einen Penalty herausgeholt.

Minute 56 – Eine (leider) tolle Kombination von Lugano im St.Galler Strafraum. Der Abschluss schrammt am Tor vorbei. Hey nei, wached mol uf! Und kaum schreibe ich es: Penalty für den FCSG.

Minute 55 – Nächster Abschluss von Lugano. Ich will mich wirklich nicht wiederholen, aber: sveglia!

Minute 54 – Die St.Galler Führung wackelt hier ein wenig. Die Ostschweizer tun gut daran, wieder mehr fürs Spiel zu tun. Ja, wenns sein muss, dann kann ich auch Sport.

Minute 53 – Die Luganesi jubeln erneut. Dieses Mal aber wirklich ohne Grund. Abseits, kein Tor, Maul halten.

Minute 50 – Eckball für Lugano. Gefährlich wirds nicht.

Minute 48 – Richtig: Äs cha nöd jede us Sanggallä cho.

Minute 47 – Die Herren links von mir haben übrigens beide auf der Tribüne geraucht, als ich ankam. Warum darf ich nicht, wie sonst immer in Lugano, ganz am Ende der Reihe sitzen? Jänu, die drei Bier für die zweite Halbzeit helfen. Zumindest darf mir der ach so wichtige Radiomensch das nicht auch noch verbieten.

Minute 46 – Weiter gehts. Und die Gästefans werden weiterhin geduscht. Für einmal doch nicht das kühlste Plätzchen hier unter dem Dach in Lugano.

15.18 Uhr – Drei Zigis gepafft, drei Bier geholt, dem Präsi die Faust gezeigt und ein Nicken geerntet. Eine Halbzeit nach Mass.

Halbzeit – Zeit für ganz, ganz, ganz viel Rauch in meinen Lungen.

Minute 45+ – Toooooor für den FCSG. Da konzentriere ich mich so aufs Schwingen und dann gehen die Ostschweizer hier in Führung: Witzig Christian!

Minute 45+ – Ich wollte ja eigentlich nicht schon wieder einen König aus Bern, aber den Wicki mag ich so gar nicht.

Minute 45 – Jetzt ist es offiziell: Wicki Joel und Aebischer Matthias stehen in Pratteln im Schlussgang. Und hier gibts drei Minuten Nachspielzeit sagt der Radiomensch neben mir. Würde mich nicht wundern, wenn das falsch wäre.

Minute 44 – Lugano hat hier offenbar langsam begriffen, dass sie tschutte und nöd einfach nur zuschauen müssen, wenn sie heute was gewinnen möchten. Erneut Eckball. Der ist zwar harmlos. Aber irgendwie passen mir die letzten Minuten nicht so wirklich.

Minute 43 – Bald gibts für mich zwei Zigis. Ja, zwei. Wir machen hier keine halben Sachen.

Minute 41 – Der Abschluss von Ziegler Reto wird geblockt beziehungsweise abgefälscht. Es gibt erneut Eckball. Dieser ist aber noch harmloser.

Minute 40 – Es gibt Freistoss für Lugano. So eine Art Eckball. Verdient hat sich der Luganese den Pfiff vor allem durch seinen beherzten Schrei. Der Freistoss führt zum Abschluss, dieser zu einem Eckball. Ein Lebenszeichen des Heimteams.

Minute 37 – Eine weitere Beobachtung aus dem Extrazug: Weisser Wodka wird mittlerweile mit Pfirsicheistee gemischt, pfui daibel!

Minute 36 – Also gemäss SRF – das sind schliesslich die Profis, die nicht rauchen – heisst der Schlussgang Wicki gegen ziemlich sicher Aebischer.

Minute 34 – Schubert Fabian kommt zu einer Chance nach einem Freistoss von Quintilla Jordi. Der Lugano-Goalie hat aber keine Probleme damit.

Minute 33 – Er hat ganz offenbar verloren. Aber dä Giger Sämi steht plötzlich wieder auf Platz drei nach sieben Gängen. Wicki und Aeschbacher aber auf 1 und 2. Ich als Schwing-Laie würde behaupten klarer Fall, was den Schlussgang anbelangt.

Minute 30 – Wer in Pratteln im Schlussgang steht, melde ich dann auch noch, wenn ich es nicht vergesse. Schwingfreunde können also getrost hier bleiben. Ich glaube Aeschbacher Matthias aus Bern ist einer der beiden Teilnehmer. Weiss jetzt gerade nicht was Reichmuth Pirmin im siebten Gang gemacht hat.

Minute 29 – Ausgleich St.Gallen – das kam irgendwie überraschend; trotz Feldüberlegenheit. Torschütze ist Schilmot Jeremy.

Minute 28 – Übrigens: Staudenmann Fabian und Wicki Joel haben gestellt. Wie zuvor Orlik Curdin und Alpiger Nick. Für die, die es interessiert.

Minute 26 – Der Heets-Raucher fand die Aussage betreffend „Rauchverbot in allen Schweizer Stadien“ übrigens auch ziemlich goldig.

Minute 25 – Heute ist alles sehr viel entspannter als vergangene Woche. Und auch die St.Galler Fans erhalten Abkühlung. Vor dem Block stehen zwei Herren mit Wasserschläuchen. Die einzige Gefahr bleibt somit Sonnenbrand.

Minute 22 – Jetzt wird links neben mir ein „Heet“ gepafft. Das riecht jeweils bestialisch nach Katzenfürzen – kein Witz, ich spreche aus Erfahrung. Der Kollege rechts von mir merkt das aber natürlich nicht. Ehrenwort: Ich kann nicht garantieren, dass ich hier heute keinen Streit anzettle.

Minute 20 – Ja, es wird auch getschuttet. Meist ist der Ball in der Hälfte der Luganesi. Dennoch sind die St.Galler kaum gefährlich.

Minute 17 – Zeit für eine weitere Erkenntnis aus dem Extrazug. Jüngere Herren versuchen mittlerweile, das weibliche Geschlecht mit Achselfürzen zu beeindrucken. Der Jüngling neben mir konnte das sogar auf beiden Seiten und nach eigenen Angaben auch mit den Beinen. Die Frauen hat es aber vermutlich weniger beeindruckt als mich.

Minute 12 – Die Fans der Luganesi zeigen ein Spruchband. Sie freuen sich immer noch über den Sieg im Cupfinal. Wir ignorieren das einfach gekonnt.

Minute 10 – „Es herrscht in jedem Stadion in der Schweiz Rauchverbot.“ Der Herr war letzte Woche ganz sicher nicht im Espenmoos und sonst noch in keinem. Leckomio. Als ob Fussball in der Halle gespielt wird.

Minute 9 – Ich bin noch gar nicht zu den Highlight der Zugfahrt gekommen. Die besten Nachrichten vorweg: Coco Jambo ist immer noch voooll im Trend. Dafür sind die Namen Leyla, Olivia und Lea mittlerweile kaum tauglich, wenn man ein Kind bekommt.

Minute 6 – Der Elfer passt, Watkowiak Lukas liegt in der falschen Ecke. Die Tessiner führen.

Minute 5 – Das Tor zählt zwar nicht, dafür gibts einen Penalty. Hoppla, gleich einiges los. Gut dass ich nicht rauche, hätte es sonst sicherlich verpasst.

Minute 4 – Die Graue schwarz-weisse Garde vor mir springt auf. Tor für Lugano. Doch nicht, der Schiri pfeift Abseits. Dafür gab’s vor mir ein perfekt ausgesprochenes Vaffa… Und nun wird doch am Video kontrolliert.

Minute 1 – Ungefährlich.

Minute 1 – Erster langer Ball auf Schubert: Eckball für den FCSG.

Anpfiff – A d’Arbet, die Herren.

14.14 Uhr – Die Teams sind auch da, nur so nebenbei.

14.14 Uhr – Er ist ganz offenbar uuuunfassbar wichtig: Er sei 90 Minuten live auf Sendung, hat er mir erklärt. Als ob ich nicht während dem ganzen Spiel tickere.

14.13 Uhr – Der Mann neben mir war ganz offensichtlich vergangene Woche nicht im Espenmoos! Da ich aber keinen Streit will, lösche ich meine Zigi halt.

14.12 Uhr – Mir wurde gerade erklärt, dass in jedem Stadion Rauchverbot herrscht. Beim Tickern wirds echt nie langweilig: Immer wieder was Neues.

14.11 Uhr – Um das mit der Gugus-Fanszene noch zu unterstreichen: Im Gästeblock stehen mehr Leute als im Heimblock…

14.10 Uhr – Auf der Gegentribüne scheint so manche Person aus St.Gallen zu sitzen. Der Wechselchor mit dem Fanblock funktioniert fast so gut wie im Westen der Stadt St.Gallen.

14.08 Uhr – Ich bin heute mit dem Extra-Zug angereist. Das ist immer wieder spannend. Es gab Höhen und Tiefen. Ich beginne mit den Tiefen und erzähle später von den Highlights. Ich wurde in meinem Wagen doch tatsächlich gesiezt und gefragt, wie es so sei, der älteste zu sein.

14.04 Uhr – Man kann über die Stadt Lugano vieles sagen: Gugus-Fussballstadion, Gugus-Fussballklub, Gugus-Fanszene – aber hübsch ist es hier eben schon noch irgendwie. Und wie sie hier den Nachnamen von Ziiiiiiegläääär Reto sagen; da schlägt mein Herz höher.

14.02 Uhr – Grüsse gehen heute raus an C.C. – er heisst auch am Tag des Eidgenössischen so. Er kümmert sich heute um Titel und Lead.

13.57 Uhr – An alle meine Gspänli, die heute lieber ausnüchtern, in die Ferien fliegen oder Kinder hüten: Hier ist es so richtig schön warm, knapp 30 Grad hat der Wetterbericht vorausgesagt – und es fühlt sich tatsächlich so an. Logischerweise habe ich deshalb den Fanmarsch geschwänzt und habe stattdessen den Bus genommen. Mä isch jo nüm dä jüngscht.

13.55 Uhr – Grüezi wohl und herzlich Willkommen. B.A., ja richtig gelesen, heute nenne ich mich nicht A.B. – es ist schliesslich „Eidgenössisches“ – begrüsst Sie von der tribuna stampa im stadio Cornaredo zu Lugano. Ich habe es mir gemütlich gemacht: Der Biervorrat steht parat, jetzt gönne ich mir aber zuerst un bel panino con la salsiccia.
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