, 28. April 2019
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FCSG vs. FC Basel 0:3 – Eine verdiente Niederlage

Kurz vor und nach der Pause spielte der FC St.Gallen halbwegs passabel. Das reichte aber nicht, um ein relativ effizientes Basel zu besiegen. Oder auch nur einen Punkt zu holen. Der FC St.Gallen ist im Abstiegskampf angekommen.

FCSG – FC Basel 0:3

17 Uhr 55 – Danke fürs Mitlesen. Wir verabschieden uns. Bis zum nächsten Mal.

17 Uhr 53 – St.Gallen verliert gegen das B-Team des FCB mit 0:3. Während die Basler feiern, suchen wir die Zugverbindungen nach Aarau raus. Wo genau war dieses Brügglifeld schon wieder?

17 Uhr 52 – Schluss, aus, vorbei.

Minute 90+ – Die Basler besingen ihr „Basel a mim Rhy“. Ich schmunzle in der Vorstellung, dass sie in unserem Abwasser baden. Und direkt in den Bodensee brünzeln, macht doppelt Spass.

Minute 90+ – Dem Leben als FCSG-Fan begegnet man am besten mit Zynismus. So wie gerade das halbe Stadion. „Schüüüüüs“ schreien sie und beklatschen den erfolglosen Versuch Bakayokos.

Minute 90 – Ein Sinnbild für den FC St.Gallen: Bakayoko schiesst so schlecht, dass der Schuss wohl etwa 5 Meter links am Tor vorbei gegangen wäre. Ashimeru steht aber im Weg, sodass der Ball etwa 5 Meter rechts neben dem Tor vorbei geht. Ob gewollte oder ungewollte Aktion, schlecht ist beides.

Minute 88 – Die Leere, die mich bei Spielen des FCSG schon seit Jahren begleitet, ist heute noch leerer als sonst. Sie zerfrisst jegliche Hoffnung, dass es in Zukunft besser werden könnte. Und trotzdem kehre ich immer zurück. Zurück an diesen Ort voller schmerzlichen Erinnerungen. Der Optimist in mir setzt sich doch immer wieder durch, das „hanis doch gwüsst“-Gefühl verschwindet nie. Schwierig so ein Leben als St.Gallen-Fan.

Minute 86 – Wussten Sie, dass der Atlantische Zitterrochen nachts bodennah lebende kleinere Fische und Krebstiere jagt, die er mit elektrischen Stößen mit einer Spannung von bis zu 220 Volt betäubt oder tötet? Für Menschen sind diese Stromstösse übrigens selten tödlich. Alles halb so schlimm also.

Minute 85 – Oder für vier Bier. Entscheiden Sie, liebe Leserinnen und Leser. #followerpower

Minute 82 – Nun trifft auch noch Valentin Stocker. Wenn sogar die Schwachstelle des Gegners ein Tor erzielt, hast du fix was falsch gemacht. Zum Beispiel diesen Stocker in der Mitte ganz alleine zu lassen. Aber: Noch sind 7 Minute zu spielen. Das reicht für vier Tore. Locker.

Minute 80 – Ob es wenigstens gegen GC so etwas wie Punkte gibt? Dazu müsste man sich aber steigern können. Doch wie? Und wer?

Minute 78 – Im Gegenzug kommt Basel zu einer Chance. Aus der klaren Überzahl machen die Gäste aber nichts, weil er eine Basler egoistisch alles selber versucht.

Minute 77 – Erneut Sierro auf Wittwer. Dieses Mal flankt Wittwer, Barnetta kann damit aber nichts anfangen.

Minute 75 – Sierro mit einem schönen Steilpass, Wittwer will zurücklegen. Nur ist Kutesa darauf nicht vorbereitet.

Minute 72 – Dritter Eckball für St.Gallen innert 2 Minuten. Mittlerweile führen wir in der Cornerstatistik. Gefährlich wurde es aber nie. Das wurde es 1972 das letzte Mal nach einem Eckball. Die älteren Leserinnen und Leser können sich eventuell noch daran erinnern.

Minute 70 – Sie merken, R.S. ist etwas desillusioniert.

Minute 69 – Punkte heute wären aber sowieso überflüssig. Würde der FCB den Cup gewinnen, berechtigte der dritte Platz diese Saison zur Teilnahme der Europa League Gruppenphase. Wer will das schon? Der Abstand auf Thun und Luzern ist eh uneinholbar. Und gegen hinten ist auch alles klar. Xamax liegt abgeschlagen auf Rang 9. Warum sind wir überhaupt angetreten?

Minute 65 – 0:2. Hätte Zeidler einen Plan, würde dieser nun definitiv nicht mehr aufgehen. Campo trifft, nachdem St.Gallen in der Defensive die Übersicht ein bisschen verloren hat. Wir glauben übrigens nun offiziell nicht mehr an einen Punkt heute.

Minute 63 – Es wird von Minute zu Minute kälter. Die Schaumkrone gefriert, die Spieler laufen blau an, der Ball scheint nach Bakayokos Schuss in der Luft stehen zu bleiben. Der absolute Nullpunkt ist bald erreicht.

Minute 61 – Bakayoko entscheidet auf Foul und bleibt liegen. Der Schiri sieht es nicht so. Wir sind uns unsicher.

Minute 59 – Der Journalist (??) neben uns ist sich hingegen sicher. „Sauhund“, wettert er. Ob gegen den Schiri oder den Basler bleibt unklar.

Minute 58 – St.Gallen scheint ein bisschen aufgewacht zu sein, sie kommen vermehrt in die Nähe des Basler Tores. Oder sogar in den Strafraum: Ashimeru wird in eben diesem gelegt, das Stadion wird laut. Kein Foul meint der Schiri. Wir sind uns unsicher.

Minute 56 – Mitten in die bierselige Glückseligkeit kommt Nuhu zu einer Chance. Knapp am Tor vorbei.

Minute 55 – Frei nach Homer Simpson: „Beer me, beer you“.

Minute 54 – Sorry für den 5-minütigen Unterbruch. Im Stadion gab es zwischenzeitlich nur uns und unser Bier.

Minute 49 – Auf dem Weg zum Platz kommt R.S. an zwei Basler Journalisten vorbei. Neidisch schauen sie auf den Inhalt der zwei Becher in seiner Hand. „Die dürfen während der Arbeit trinken. Und dann auch noch gutes Bier“, scheinen seine Augen zu schreien. Sein Mund schafft derweil nur ein „Prost.“

Minute 49 – DOPPELPACK!!! R.S. kommt mit zwei Bier aus den Katakomben.

Minute 47 – Noch brennt es nur im Espenblock. Wir hoffen aber, dass es das bald auch im Basler Strafraum tut. Aber nur metaphorisch, dies ist kein Aufruf zum Fackelwurf.

Minute 46 – Weiter gehts.

17 Uhr 03 – Nun kommen Sie wieder, die gutbezahlten Tschutter. Wir hoffen auf Rechtfertigung des Zapfens in Halbzeit zwei. Quintilla kann das heute aber nicht mehr, er wird durch Nuhu ersetzt.

17 Uhr 01 – Die Spieler lassen auf sich warten. R.S. auch. Scheisstag!

16 Uhr 59 – R.S. holt Bier. Immerhin.

16 Uhr 54 – Keine Kiss-Cam. Scheisstag!

16 Uhr 47 – PAUSE

Minute 45+ – Das Spiel ist eingeschlafen. Basel will vor der Pause nicht mehr, St.Gallen konnte heute noch nie. Sie können sich somit ausmalen, wie spannend dieses Spiel gerade ist. Wir freuen uns auf die Kiss-Cam.

Minute 45 – Hefti muss raus, Wittwer ersetzt ihn. Somit dürfte Lüchinger auf die rechte Seite wechseln. Wir hoffen, bei Hefti ist es nichts Ernstes.

Minute 42 – Die 140-köpfige Statistik-Abteilung des SENF meldet gerade: Vor diesem Spiel stand der FCSG auf Platz 7. Seit Einführung der 10er-Liga war er zu diesem Zeitpunkt der Saison dreimal schlechter, zweimal endete das im Abstieg. Zweimal standen die Espen auf ebendiesem siebten Platz und gaben ihn dann auch bis zum Schluss nicht mehr her.

Minute 40 – Schiri Erlachner ist sich nicht sicher, ob er Foul oder Eckball zeigen soll. Also gibt er Abstoss.

Minute 38 – Freisoss für SG, Rapp und Omlin prallen zusammen. War aber Abseits, das Foul zählt nicht, weh tat es trotzdem – Immerhin.

Minute 36 – Lüche macht, was er am besten kann, er ringt einen Gegenspieler nieder. Erstaunlicherweise gibt es kein Foul, was Ashimeru eine Chance ermöglicht. Daraus wird immerhin ein Eckball.

Minute 35 – Ein Raunen geht durchs Stadion. Rapp sieht seinen Kopfball höher und höher steigen, um schlussendlich an die Latte zu prallen. Das hat er sich nicht so ausgedacht. Aber immerhin mal wieder ein offensives Lebenszeichen des FCSG.

Minute 33 – Für einmal war der FCSG im Angriff. Barnetta verucht die Vorlage per Hacke. Dass sie misslingt, war zu erwarten. Schön spielen können wir nicht. Erfolgreich selten.

Minute 28 – Wir freuen uns auf den Plan. Der Plan, der uns hier die drei Punkte bringt. Oder zumindest ein Tor. Noch ist er verschollen, in den Tiefen des Stiftsarchivs. Aber wir sind uns sicher er existiert. Er muss existieren.

Minute 27 – Der Journalist (?) neben uns auf der Medientribüne konsultiert den Rückrundenspielplan. Er fragt sich wohl, wie oft er sich das hier noch antun muss.

Minute 25 – Stojanovic versucht das Dribbling. Es bleibt beim Versuch, der Ball geht nur dank eines Pfiffs des Schiedsrichters nicht verloren. Wir mögen ja dieses Spiel mit dem Feuer. Bei der Kälte heute wärmt das ganz schön – Fast wie Schnapps.

Minute 23 – Kuzmanovic fällt und wälzt sich am Boden. Ganze zwei Sekunden lang, dann steht er wieder. Der Boden in den Voralpen ist um diese Jahreszeit noch zu kalt, um länger liegen zu bleiben.

Minute 21 – Es hat sich abgezeichnet. Basel schiesst das erste Tor.

Minute 19 – Mit der Absicht ist es ja so wie mit dem guten Willen. Nicht immer wird daraus was.

Minute 18 – St.Gallen tut sich sehr schwer. Eigentlich nicht verwunderlich. Und doch, haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben und kommen jedes Heimspiel aufs Neue. Mit der Absicht, Sie über grün-weisse Tore informieren zu können.

Minute 15 – Im Gegenzug könnte St.Gallen zu einem Tor kommen. Ashimeru hat den Ball, R.S. ruft „Schüss“, merkt dann, wer im Ballbesitz ist und revidiert „Ah nei, dä cha jo nöd schüsse“. Kommt dann auch so.

Minute 14 – Stojanovic verhindert das 0:1. Irgend ein Basler vergibt. Gut reagiert von unserem Torwart.

Minute 11 – Chance für St.Gallen. Rapp vertändelt. Bakayoko rutscht. R.S. lacht. Szenen eines Sonntags.

Minute 10 – Ein St.Galler Verteidiger bewegt sich nicht so schnell, wie sich das R.S. wünschen würde. „Lauf doch, du Tubel“, sagt R.S. Was denken Sie, liebe Leserinnen und Leser, um wen es sich gehandelt hatte? #followerpower

Minute 9 – „Schüss“ lautet die Ansage von der Haupttribüne. R.S. ist nicht sonderlich optimistisch und lässt ein „Schüss nöd“ folgen. R.S. behält recht. Abstoss FCB.

Minute 8 – Das Spiel haut uns noch nicht vom Hocker. Oder aus den Sitzen. Wir warten auf den Lucky Punch. Oder auf Valentina, die den Ball 10 Meter übers St.Galler Tor haut.

Minute 5 – R.S. heute nicht zu Kompromissen bereit: „Hau än um“ lautet seine unmissverständliche Ansage an Quillo.

Minute 4 – Eckball für den FCB. St.Gallen noch nicht parat. Der Pfostentreffer war kein Weckruf.

Minute 2 – Da wollte ich schon schreiben, dass St.Gallen druckvoller startet. Und dann schiesst ein Basler den Ball an den Pfosten.

Minute 2 – Die Sektion Thomas Bucheli ist sich sicher: Regen ist das nicht mehr. Wir einigen uns auf „Zibölälä“.

Minute 1 – Das Spiel läuft.

15 Uhr 57 – Schnee? Hagel? Regen? Die Sektion Thomas Bucheli diskutiert engagiert.

15 Uhr 53 – Trainer Zeidler wechselt übrigens im Vergleich zum letzten Spiel nur auf einer Position. War er schon mal so konstant?

15 Uhr 45 – Die Basler Fans sind auch motiviert. Bereits jetzt sind sie schon am Singen. Aber sie hatten auch schon über zwei Stunden Zeit, sich im Extrazug die Birne zu füllen.

15 Uhr 43 – Wir sind bereits hier. wie es sich gehört frühzeitig und topmotiviert. Für was auch immer.
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