, 11. Dezember 2021
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FCSG vs. Lugano 1:1 – ein Unentschieden im letzten Heimspiel

Der FC St.Gallen kann gegen den FC Lugano immerhin noch ausgleichen: Dank eines eher glücklichen Treffers von Duah holen die Espen einen Punkt. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.

Bild: SENF

FCSG – Lugano 1:1

22.21 Uhr – OK, wir waren da in Minute 45 zu pessimistisch. Kein 0:2 heute. Es gab sogar einen Punkt. Gefühlt den ersten gegen Lugano seit 1879. Das Spiel war aber für die Füchse. Oder „me chas de Häse geh“. Je nach tierischer Vorliebe. Viele Zuschauer haben das geahnt und sind dem Spiel fern geblieben. Nur R.S. und R.S. – und ca. 9000 andere – kamen heute. Viel geboten wurde uns nicht. Aber uns gehts ja nicht um den Erfolgt, mehr ums Prinzip. Im Fall. Gruss aus dem Stade und bis bald.

SCHLUSSPFIFF

Minute 90+ – „Glaubsch mir chömed no eini über etz?“ R.S. gewohnt pessimistisch.

Minute 90 – Und jetzt gehts plötzlich noch 90 Minute. Gspässig.

Minute 89 – Jetzt läuft sie gar nicht mehr.

Minute 88 – Der Countdown läuft – noch 88 Minuten! Die Uhr läuft hier plötzlich rückwärts. Kein Witz!

Minute 85 – Hihi

Minute 85 – Ein Lugano-Spieler kann alleine auf Zigi losziehen. Allen im Stadion, mutmasslich sogar dem Tessiner, ist klar, dass das Abseits war. Aber weil der Linienrichter halt wie neuerdings üblich abwartet, macht er mal weiter. Und schiesst an den Pfosten.

Minute 83 – Das hätte jetzt durchaus das 2:1 für St.Gallen sein können. Ich hab zwar keine Ahnung, wer da zuletzt am Ball war, aber es war knapp. Das halbe Stadion hat schon gejubelt.

Minute 77 – Bouba klärt. Beste Bouba. Weit vor Bubba Smith von Texas Storage Wars auf Platz zwei.

Minute 74 – Wir werden zum Aufstehen aufgefordert, weil wir St.Galler sind. Während dem Stehen bildet sich auf unserem Sitz wieder eine Eisschicht.

Minute 69 – Duah „trifft“, der Ball kullert ins Tor.

Minute 69 – Ausgleich!

Minute 68 – 9800 Zuschauerinnen und Zuschauer sollen heute hier sein. Selbst das ist mit Sicherheit noch zu hoch. Aber bei über 10’000 Saisonkarten sagt die Zahl auch so schon viel.

Minute 66 – Richard-Fischbacher-Ersatz Morgen-Joe tut sich weiterhin schwer. Mit Spielernamen, aber auch mit Aufrufen an die Fans, doch bitte nichts aufs Feld zu werfen. Zuerst meinte er, man solle bitte nichts auf den Spielplatz werfen – R.S. meinte: „jawoll, s’hät Chind!“ -, danach bedankte er sich für das Kooperieren, geklungen hats aber nach Korpulieren.

Minute 65 – Halbchance FCSG!!!

Minute 60 – Tuttoceneri Experte R.Z. verweilt derweil in Miami am Flughafen. Im TV läuft eine Kochshow mit Chef Ruiz. Unser Chef Ruiz wird soeben eingewechselt. ich muss zugeben, ich merkte noch nicht mal, dass Ruiz nicht spielt bis jetzt.

Minute 57 – Alles wird hier gerade als Foul klassiert, zumindest auf der Tribüne. R.S. macht lautstark mit. Wäre er Schiri, Lugano hätte kaum noch genügend Spieler auf dem Platz.

Minute 55 – Immerhin gibts jetzt hier ein paar Emotionen. Die Luganesi fallen reihenweise um, wer noch steht, reklamiert.

Minute 53 – Es gibt drei Gründe für einen Glücksbisi: Glück, Bisi, geheizter Innenraum.

Minute 52 – R.S. ist beim Glücksbisi und beinahe hätte es funktioniert. Youan kommt vor dem Tor fast an den Ball. Aber eben: Fast.

Minute 51 – Einmal mehr schien Sutter zu spät und ist es dann doch nicht. Was ist das? Eine optische Täuschung?

Minute 50 – Seit der Pause sitzen neue Leute vor uns. Sehr enervierte Leute. Ich glaube, es wurde bisher noch gar keine Aktion nicht kommentiert.

Minute 48 – Wir melden uns wieder, wenn was passiert. Allenfalls erst nächste Woche in Zürich.

Minute 46 – Arbeitsteilung beim SENF: Die erste Halbzeit hat R.S. angepfiffen, die zweite Halbzeit pfeift R.S. an.

21.30 Uhr – Es geht wohl bald weiter. Die St.Galler kommen aufs Feld zurück und bei der Kälte tut man das wohl nicht zu früh.

21.17 Uhr – Wetten, St.Gallen spielt nach der Pause genau gleich weiter wie in Halbzeit eins? Also gar nicht?

PAUSE

Minute 45 – Die erste Halbzeit ist fast vorbei. Ich wollte schon schreiben, es passierte nichts, da trifft Lugano zum 0:1. Das war irgendwie sowas von klar – Déjà-vu Potential. Das Spiel ist somit gelaufen, es gibt ein 0:2. Sie können nach Hause gehen, hier gibt es nichts zu sehen.

Minute 42 – Besio schiesst einen Freistoss aufs Tor, der Lugano-Goalie kann abwehren. Das war zwar keine Riesenchance, aber vermutlich die beste St.Galler Möglichkeit bisher.

Minute 40 – Lugano eben mit dem dritten Eckball. Wir hatten zum Glück noch keinen.

Minute 39 – Gurken-Mätsch beschreibt das heute ganz gut. Wussten Sie, dass die Finnen in so einer Situation von Kurkkupeli und Menschen in Georgien von კიტრის თამაში sprechen? Kurkkupeli tönt nach viel Spass, კიტრის თამაში nach wunderschönen, schnörkellosen Ballstafetten. So schön haben wir es hier nicht. Hier gibt es nichts schönzureden.

Minute 35 – Zigi heute nicht ganz auf der Höhe. Erst schiesst er bei einem Auskick Babic ab, danach kann er einen Ball erst nicht halten und ihn dann nicht am Boden greifen. Hoffentlich nur ein, zwei schwache Minuten. Die Erfahrung lehrt uns, dass wir einen guten Goalie irgendwann im Spiel dringend brauchen.

Minute 33 – Wir werden gefragt, ob Babic heute schon einen Zweikampf gewonnen hat. Wir können das verneinen. Da so wenig läuft, haben sogar wir (!) das mitbekommen.

Minute 32 – Jetzt hört er ganz auf. Facchinetti muss raus weil er friert.

Minute 30 – Er hat ja nicht bloss simuliert, er lag erst ausserhalb des Spielfelds, ist aufgestanden, um sich dann innerhalb wieder hinzulegen. Unsäglich.

Minute 29 – Oh, jetzt simuliert ein Tessiner bei der eigenen Eckfahne. Immerhin. Gefährlicher kam heute noch keiner vors Tor.

Minute 28 – Könnte man noch immer. Ist noch nichts passiert seit der 24. Minute. NICHTS!

Minute 24 – Man könnte hier auch abpfeifen. Wäre kein Verlust.

Minute 20 – Höflicher Applaus für Babic, der an der Strafraumgrenze zum Kopfball kommt. Er setzt diesen neben das Tor.

Minute 17 – Die Haupttribüne wird langsam zynisch mit der Aufforderung, die Spieler sollen doch mal schiessen.

Minute 15 – Görtler hat Erbarmen mit R.S. und der Haupttribüne und schüüsst – ungefährlich und daneben. Schüss nüme.

Minute 14 – R.S. mit einem langezogenen „aaaaaaah“. So schlimm stehts um den FCSG momentan.

Minute 11 – Sutter darf heute wieder hinten rechts ran. Und irgendwie hat man bei jedem langen Ball der Luganesi zwar das Gefühl, er komme zu spät. Aber dann steht er trotzdem immer da, wo er stehen muss.

Minute 8 – Das Spiel bis jetzt ein Hit, eine Chance jagt die nächste. Die Leute zu Hause am Fernseher haben das nicht mitbekommen, liegt an der Kameraeinstellung. Hier im Stadion geht aber die Post ab. Wir haben – die Laola Welle kreist erneut: oooooooooooooooeeeeeeeei!!! – Spass!

Minute 5 – Kennen Sie diese Szene aus – ich glaube – Finding Nemo? Wo alle Möwen ganz aufgeregt „Mine, mine, mine“ oder so schreien? So ähnlich klangs grad auf der Haupttribüne mit „Schüss“, „Schüss“, „Schüss“. Die Haupttribüne gewohnt fordernd.

Minute 4 – „Än Wahnsinnsgingg bis ez!“ R.S. analysiert messerscharf.

Minute 2 – Lugano taucht schon zum zweiten Mal vor dem St.Galler Tor auf. Und das zweite Mal wird es sogar gefährlich, Zigi lenkt an den Pfosten. Kein guter Start.

Minute 1 – Ich füge mich dem Diktat von R.S. und pfeife das Spiel an.

20.28 Uhr – Die beiden Mannschaften kommen aufs Feld. Im Espenblock hängen keine Transparente, kein Capo heizt an. Nach den letzten Wochen, in denen Politik, Polizei und Liga mal wieder gezeigt haben, dass sie keinen Wert auf Stimmung legen, ist das nur folgerichtig.

20.25 Uhr – Ansager Morgen-Joe ist offenbar schon nicht mehr leer. Fazliji trägt die zweidreiundzwanzig, als Besio kommen sollte, ruft er Boris statt Alessio, das Publikum ist entsprechend verwirrt. Jänu, die Mannschaft weiss ja auch nicht immer so genau wer wo steht und was machen sollte.

20.22 Uhr – R.S. und R.S. sind auch noch leer. Wir arbeiten aber daran.

20.21 Uhr – Immer noch…

20.13 Uhr – Das Stadion ist noch seeehr leer. Wird wohl ein paar kältebedingte Absenzen haben heute auf den Rängen. Die letzten Auftritte könnten auch noch etwas dazu beitragen.

20.06 Uhr – Ich versuche mit Handschuhen zu schreiben. Nicht ganz so einfach. Bis zur 90. Minute klappts dann aber bestimmt ohne dutzende Korrekturen.

20.00 Uhr – Unser Sitz ist arschkalt. Der Arsch nun auch. Willkommen aus dem Kühlschrank-Park.
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