, 9. Mai 2021
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FCSG vs. Sion 0:3 – Tief drin im Abstiegskampf

Durch eine offensiv harmlose und defensiv in der zweiten Halbzeit phasenweise desolate Leistung verliert der FC St.Gallen das so wichtige Spiel gegen den FC Sion. Die Espen stecken tief im Abstiegskampf.

Bild: SENF

FCSG – FC Sion 0:3

17.52 Uhr – 0:3 geht der FCSG gegen Hoarau unter. Fazliji verabschiedet sich vorzeitig mit Rot unter die Dusche. Den heutigen Tag hätte man sich auch schenken können. Nun dürfte der eine oder andere dann doch langsam nervös werden. Vaduz ist den unsrigen dicht auf den Fersen. Gegen Zürich steht am Mittwoch das nächste 6-Punkte-Spiel an, dann hoffentlich aber mit einer gewaltigen Leistungssteigerung. Wir werden wie immer live tickern, wenn das nächste Kapitel im Abstiegskampf aufgeschlagen wird. Merci fürs Mitlesen und bis bald.

17.52 Uhr – Schlusspfiff

Minute 90+ – C.C. nervt. Es steht 0:3 und er tigert noch immer nervös umher. Die Maske hat er unterdessen ganz ausgezogen. Aber im Wallis scheint die Pandemie eh vorbei zu sein. Wir zählen zwei korrekt angezogene Masken.

Minute 90 – Sogar der Schiri hat Erbarmen und lässt nur zwei Minuten nachspielen.

Minute 89 – Ca. fünf Minuten sind mit Nachspielzeit noch zu spielen. Was könnte man damit anstellen? Erholen fürs Zürich Spiel? Mal nachsehen, wo denn das gegnerische Tor steht und wie das überhaupt ausschaut? Oder doch in einen Konter laufen um Hoarau den lupenreinen Hattrick zu ermöglichen? Die Espen entscheiden sich für Möglichkeit Hattrick und machen den Abstiegskampf nochmals extrem spannen.

Minute 85 – Traoré tankt sich durch den Strafraum, sein Schuss einigermassen platziert, aber wie auch diejenigen seiner Kollegen zu wenig scharf und flach. Wie wärs mal mit einem Ball ins Lattenkreuz?

Minute 83 – Was würde der EB echt nun anstimmen, hätten wir die Pandemie nicht? Klosterbräu? Ausser Zelli könnt ihr alle gehn? Scheiss Millionäre? Sion, Sion „trallala“? Zumindest lernen mag aktuell sicher niemand.

Minute 80 – Zeidlers letzter Strohhalm heisst Boubalinger. Er ersetzt Muhal.

Minute 79 – Sie sehen, wir tun uns schwer mit sinnvollen Beiträgen. Einen misslungenen letzten Pass bringen wir hier nicht, das würde den Rahmen sprengen.

Minute 73 – Ein St.Galler wird gefoult, der Schiri pfeift. Eigentlich alles in Ordnung, nicht aber für irgendeinen Walliser mit Kinnschutz. Sein „ça c’est pas vrai“ ist im ganzen Stadion zu hören, seine Krokodilstränen von weitem zu sehen. Der ärmste wird heute Nacht nicht schlafen können.

Minute 70 (oder so, die Anzeigetafeln wollen sich das nicht mehr antun) – Babic kommt zum Abschluss, bleibt aber ungefährlich. Man hat nicht das Gefühl, dass St.Gallen hier noch was reissen kann.

Minute 68 – Den heutigen Täg hätte man auch in den Weieren verbringen können, am See, im Eiscafé, auf dem Sofa vor dem Fernseher oder im Garten bei einer Flasche Weisswein. Kein Wunder hält sich die Motivation auf Abstiegskampf in Grenzen. Sion wird sich denken „alles ist besser als Unterwallis“ und ist ensprechend motiviert.

Minute 67 – Zigi und Muheim wollen beide nicht zum Ball, ein Sittener profitiert, kann den Ball aber glücklicherweise nicht kontrollieren.

Minute 64 – St.Gallen muss nun, Sion kann. Mit einem Mann weniger und mehr Platz für den Gegner wird das wohl ein 0:4 geben. Sorry für die Offenheit.

Minute 62 – Das ging nun sehr einfach. 0:2, erneut trifft Hoarau.

Minute 61 – Nun hört man sogar Marco Walker ab und zu. Als Spieler wäre ich spätestens jetzt verwirrt. Auf wen soll ich nun hören? C.C.? Walker? Vanins? Kollege Mimimi?

Minute 58 – Sion ist auf dem letzten Platz, kann aber flanken. Wo würden wir stehen, wenn wir das auch könnten? Träumen ist erlaubt.

Minute 57 – Fazliji schont sich für den Cupfinal. Guter Mann.

Minute 55 – Jetzt sieht Fazliji doch noch Rot für eine Notbremse. Sah zumindest aus unserer Position zweifelhaft aus, ob es da wirklich eine Berühung gab. Aber der VAR meldet sich nicht. Nun muss St.Gallen zu zehnt einen Rückstand aufholen.

Minute 54 – Mmmmh, Bier…

Minute 53 – Und nun hätte man ausgleichen müssen, schiesst aber wieder perfekt auf Fickentscher. Unplatziert und ungefährlich. Sogar ein Fass Bier hätte diesen Schuss abgewehrt.

Minute 51 – Und nun fällt auch das erste Tor, Hoarau trifft unbedrängt zum 0:1. Da ging unserer Verteidigung für einmal alles zu schnell.

Minute 50 – Nun kommt Ruiz ziemlich unbedrängt zum Abschluss, schiebt den Ball aber eher in Fickentschers Arme, als dass er schiessen würde. Aber: In den fünf Minuten seit der Pause lief irgendwie schon mehr als in den 45 davor.

Minute 47 – Ein gutschweizerischer Kompromiss.

Minute 47 – Erster grosser Aufreger der Partie. Ein Sittener-Spieler startet aus abseitsverdächtiger Position, Fazliji zieht ihn zurück. St.Gallen fordert Abseits, Sitten fordert Rot. Der Schiri gibt Gelb.

Minute 46 – „Chasch du apfiffe, i bi bim Bitrag.“ Check. Spiel läuft. Check. Hoarau hat die beste Chance des Spiels. Check. Zigi pariert seinen Kopfball zum Eckball. Check.

17.02 Uhr – Der Nau-Reporter neben uns hat gerade einem Sittener Ersatzspieler gesagt: „Sandro, gänd Gas!“. Und ich glaube noch nicht mal, dass er Sion-Fan ist, sondern es einfach ziemlich geil findet, wenn er einen Spieler mit Vornamen ansprechen kann. Cringe, würde die Jugend glaubs heute dazu sagen.

16.59 Uhr – Vielleicht gibt’s dort auch einfach Bier? M.M. hatte selbiges glaubs mal vermutet.

16.58 Uhr – Während die Sittener Ersatzspieler auf dem Feld herumalbern, ist kein St.Galler zu sehen. Wir schieben das jetzt mal auf was wichtiges, dass es in der Kabine zu besprechen gibt.

16.51 Uhr – Das harmlos um 16.48 Uhr kann man übrigens wahlweise auch durch ideenlos oder hilflos ersetzen.

16.48 Uhr – Die erste Halbzeit ist vorbei, nur das Publikum zeigt bisher eine gute Leistung. Von St.Gallen muss mehr kommen. Hinten zwar stets sicher, vorne aber wie schon die ganze Saison eher harmlos.

16.47 Uhr – PAUSE

Minute 44 – Besonders unzufrieden ist C.C. offenbar mit Grgic.

Minute 43 – C.C. steht wieder und wird immer lauter. Wild gestikulierend schreit er Anweisungen auf Feld. Die Maske am Kinn, damit ihn die Spieler sicher hören und verstehen. Der Trainer auf dem Matchblatt, Marco Walker, ist derweil erstaunlich ruhig an der Seitenlinie. „Du muss nischt machen, Marco, isch werde alles im Griff aben.“

Minute 39 – Ich lege mich fest: Dieses Spiel ist bisher eher gna. Kein Bier, keine Tore, keine guten Torszenen, keine Ruhe auf der Sittener Bank.

Minute 36 – Der Homo sapiens wallisensis hat im Gegensatz zum homo sapiens sangallensis offenbar gänzlich anders gelagerte Atmungsorgane. Sie liegen rund zehn Zentimeter tiefer, im Bereich des Kinns. Zumindest lässt das die Trageweise der Masken auf dem Sittener Teil der Haupttribüne vermuten.

Minute 35 – Gibts da draussen jemanden, der weiss wie man Flanken und Eckbälle trainiert? Frage für einen befreundeten Fussballclub.

Minute 34 – Wer ist jetzt eigentlich der Trainer der Sittener? Der Herr im Trainer an der Seitenlinie oder der im ganzen Stadion hörbare Typ auf der Tribüne vor uns?

Minute 31 – Gutes Zeichen, C.C. ist schon zum ersten Mal aufgesprungen, sichtlich aufgeregt.

Minute 30 – Brachte wieder kein Glück… Wie können wir sonst noch mithelfen? St.Gallen bringt kein Tor zu Stande. „Schüss!“ hilft nicht, Glücksbisi auch nicht und Glücksbier gibts nicht. Das wird ein schwieriges Spiel heute.

Minute 28 – Glücksbisi 2.0 – Edition R.S.

Minute 25 – Weil der Ball dann mindestens am anderen Ende des Platzes ist?

Minute 24 – Wir motivieren Görtler mit einem gepflegten „schüüüsss!“, dieser schiesst zwar, missbraucht aber unser Vetrauen in seine Weitschusskünste mit einem Ball weit übers Tor. Warum rufen wir immer wieder „schüüüss!“, wenn sies doch nicht können? WARUM?

Minute 22 – „Zigi, Zigi, Zigi, Zigi!“ Aber nur verhalten, so eine gewaltige Rettungstat war das jetzt nicht.

Minute 21 – Erste gute Chance: Flanke auf Görtler, doch er vergibt. R.S. ist zurück, Glücksbisi gescheitert.

Minute 21 – Der Schiri (wer pfeift eigentlich? R.S., weisst dus?) gerät ins Sandwich eines Sitteners und eines St.Gallers. Beim Fallen verliert er die rote Karte. Ein Omen?

Minute 20 – R.S. verabschiedet sich zum Glücksbisi. Schaumermal.

Minute 19 – Apropos Fickentscher: Er hat eine bemerkenswerte Sehkraft. Am anderen Ende der Platz fällt ein Sittener, für den Sion-Goalie ist die Sachlage klar, wie er das ganze Stadion wissen lässt.

Minute 17 – Zur Zeit ist St.Gallen näher an diesem einen Tor. Fickentscher musste nun doch schon ein, zwei Mal eingreifen.

Minute 15 – Mich beschleicht jetzt schon das Gefühl, dass hier heute maximal ein Tor fällt.

Minute 14 – Dem Schiri gehts übrigens noch gut. Die 100 Zuschauer sind einigermassen laut und friedlich. Und der Schiri hatte noch nicht viele Gelegenheiten, sich so unbeliebt zu machen, dass ein Rettungseinsatz notwendig sein wird.

Minute 13 – Der Rega-Pilot mit einer unnatürlichen Kurve über dem Stadion. Er wollte wohl ein Blick aufs Spiel erhaschen. Oder mal abchecken, obs dem Schiri noch gut geht.

Minute 10 – Ruiz täusch die Freistossflanke an, zimmert den Ball aber frech direkt an die Latte. Das war eine guuute Aktion.

Minute 9 – Just als wir das schreiben, wird ein St.Galler vor uns über gefoult. Aufregung hüben wie drüben. „Än Karton“, fodert einer der 100 Fans.

Minute 9 – Es war übrigens ein 2:0-Heimsieg gegen Thun.

Minute 8 – Vor dem Spiel kümmert sich die 20-köpfige Archivabteilung des SENF jeweils um die historische Matchvorbereitung. So können wir in Phasen wie jetzt, wo wir eben noch auf Strafraumszenen warten, unsere Leserinnen und Leser unterhalten. Heute: Wussten Sie, dass vor 14 Jahren Daniel Lopar sein Super League-Debut gab. Zwar auch bei einem Heimspiel, aber nicht hier, sondern im Espenmoos. Hach…

Minute 6 – Während wir das schöne Wetter geniessen, warten wir noch auf Strafraumszenen.

Minute 4 – Trainer der Gäste ist Marco Walker. Er scheint eine Transformation  zum Trainer durchgemacht zu haben. Früher, als er noch Assi(stent) war, stand Walker bei Minusgraden mit kurzer Hose an der Seitenlinie. Heute selbst bei diesen Temperaturen mit langer Hose. Man ist ja schliesslich wer.

Minute 2 – Die Temparaturen heute sind „en Dream“ zum Tickern. Endlich mal nicht frieren. Gefällt uns.

Minute 1 – Los gehts.

16.00 Uhr – Wenn Richard Fischbacher Französisch spricht, dann ist Lausanne, Sion oder Servette zu Gast. Bienvenu les welsch.

15.53 Uhr – Der „ich“ ist übrigens R.S. – wir spielen heute in Bestformation.

15.50 Uhr – R.S. meint, ich soll uns anmelden. Weil sonst unsere Leserinnen und Leser zur Konkurrenz abwandern würden. Ich glaub zwar nicht, dass es für das, was wir tun, Konkurrenz gibt, aber in diesem Sinne: Hoi zämä.
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