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FCSG vs. Xamax 4:1 – St.Gallen gewinnt hochverdient.

Vor dem Spiel war die grosse Frage, ob der FCSG die gute Form über die Natipause konservieren kann. Das kann nach den 90 Minuten gegen Xamax bejaht werden.
Von  SENF Kollektiv

FCSG – Neuchâtel Xamax 4:1

17 Uhr 51 – Ende Feuer im Espenmoos in der Winkler Arena. Das war jetzt richtig schön. Und nochmals erklingt der Wechselgesang. „Ez hends Freud a dem“, meint R.S. – und denkt wohl auch daran, dass wir grad an allem sehr viel Freude haben. Auch daran, dass ihr heute wieder dabei wart. Es war schön, wunderschön.

Minute 93 – Schlusspfiff.

Minute 92 – R.S. bereitet den Abschluss vor, der Schiedsrichter pfeift ab – es war eine wunderbare Vorstellung des FCSG. Ohne spielerisch übermässig zu brillieren, gewinnt er einfach so mal 4:1.

Minute 90 – Hinten links ist er anzutreffen, der Demirovic. Wir trauen unseren Augen nicht – und zwar nicht, weil wir an seinen Laufkünsten zweifeln, sondern weil diese Szene die aktuelle Verfassung dieser Mannschaft so schön dokumentiert.

Minute 88 – Die Jungs in der Kurve finden, sie hätten alle etwas gemeinsam, weil sie den Fussball leben. „So chomez, Füfais tönt eifach besser als Vierais“, meint R.S. – Luxusprobleme in der Arena in Winkeln. Wir sind dankbar dafür.

Minute 87 – Guillemenot fällt im Strafraum. Mal wieder. Mal wieder ohne gegnerische Einwirkung. Leider. Das hat er nicht nötig.

Minute 85 – „Steht auf, wenn ihr Sanggaller seid“ hallt durch das Stadion. Wir sind froh, dürfen wir sitzen bleiben. Knorpelschäden in beiden Knien und so.

Minute 83 – R.S. merkt, dass er nicht mehr so sicher im Sattel sitzt wie früher. Er stellt deshalb komische Fragen über das Schweizerische Ligaformat, statt sich mit dem Spiel (oder seinem Bier) zu beschäftigen.

Minute 80 – R.Z. nimmt das hier nicht so wirklich ernst – es wird Zeit, dass R.S. wieder mal hier ist. Wärend ich hier arbeite, schaut er sich auf seinem Laptop irgendwelche Bilder an. Fussball ohne Ceneri-Teams ist für ihn halt schon nicht das Gelbe vom Ei. Für 90 Minute halten Sie das aber hoffentlich aus, liebe Leserinnen und Leser.

Minute 78 – So ein schöner Tag ist eben doch nicht, irgendwas ist ja immer: Daprelà hat bei Thun-Lugano ein Tor geschossen. Gönnen wir ihm nicht.

Minute 75 – Zwei schöne Dinge sind hier gerade passiert: Stojanovic pariert stark und R.Z. bringt Bier. Heute ist ein guter Tag.

Minute 73 – Was Babic nicht macht, macht dann halt Demirovic: Er erzielt das vierte Sankt Galler Tor, stellt auf 4:1. Bernhard Russi würde sagen: „Dä Mischt isch garettlet“.

Minute 71 – Der Funke ist doch noch gesprungen. Es ist laut hier und nicht einmal beim Rückpass zum Goalie pfeifen die Zuschauer. Und Babic, die geile Kampfsau aus dem Sarganserland, hätte fast das 4:1 geschossen.

Minute 69 – Mal was neues, der Espenblock im „Hopp Sangallä“ Wechselgesang mit den anderen Sektoren. Sogar die Logen machen mit. Schön laut hier.

Minute 68 – Corbaz kommt für Doudin, Xamax macht seinen dritten Wechsel. Das ist aber nicht der Grund, weshalb alle aufstehen. Sie tun es auf Aufforderung des Espenblocks, weil sie St.Galler sind und wer nicht aufsteht das Recht, das von sich zu behaupten, verwirkt hat.

Minute 66 – Itten hat Feierabend, für ihn kommt Guillemenot, der mit seiner ersten Ballberührung einen Fallrückzieher 2 cm neben das Tor setzt. „Das isch üsen FCSG“ singt der Espenblock, „das isch nöd min FCSG“ denk ich mir.

Minute 65 – Das waren Chancen für drei Spiele. Doch Xamax kann das Gegentor verhindern.

Minute 62 – Beim Catering wird nicht gezaubert. Bratwürste sind keine verfügbar, stattdessen gibts für R.Z. ein Schnitzelbrot.

Minute 61 – Es wird gezaubert. Mit der Hacke, mit dem Aussenrist, mit Herz und Pferdelungen spielen die St.Galler plötzlich. Das Gegentor hat ihnen gut getan.

Minute 58 – Sankt Gallen hat sich den Rat von Minute 55 zu Herzen genommen: Der Ball tropft vor die Füsse von Babic und der Sarganserländer trifft mit einem trockenen Flachschuss zum 3:1. Voilà, so gefällt’s uns. R.S. meint: „Äs sogenannts Glücksbisi isch da gsi, währeds glaufe isch, isch s Drüais cho!“

Minute 57 – Derweil erfreuen wir uns an Piktogrammen auf taiwanesischen Speisekarten, die R.Z‘. Bruder gesendet hat: Bei der Hot Spicy Soup schwitzen auch die Affen.

Minute 55 – Der FC St.Gallen wäre gut beraten, die Gäste hier nicht ins Spiel kommen zu lassen, denn das ist gefährlich.

Minute 52 – Und plötzlich stehts 2:1. Wir haben natürlich nicht gesehen, wer’s war, der Speaker gibt das Tor André Neitzke. Das wär jetzt nicht nötig gewesen, finden wir. Aber die Xamaxiens im Gästeblock machen den (Xa)Max – zumindest die, die nach dem gestrigen Abend in St.Gallen noch stehen können.

Minute 50 – Stergiou bekommt es heute oft mit Nuzzolo zu tun. Nuzzolo, der mehr als doppelt so alt ist wie Stergio. Ein Generationenduell auf dem Rasen.

Minute 48 – Babic, der Sarganserländer, schiesst aus vielversprechender Position drüber.

Minute 47 – R.Z. würde gerne noch erwähnen, dass Babic ein Sarganserländer ist.

Minute 46 – Das Spiel läuft. Magnin mag nüm zusehen und wechselt doppelt zur Pause.

17 Uhr 00 – Neuenburg steht bereit, St.Gallen auch, der Schiri fehlt. Apropos Schiri: Wir hatten einen Amateurschiri bei uns im Studio. R.Z. hat im ein „i juble, wenn ich es rhintaler Derby zueteilt überchum!“ entlockt. R.Z. ist zufrieden.

16 Uhr 52 – Kisscam… R.Z. reisst alte Wunden auf.

16 Uhr 47 – Verwöhnt sind wir nicht worden bisher, nicht mal mit einer Kisscam. Aber was interessiert uns das, wenn es Zwei zu Null steht? So darf es gern weitergehen. Vor Zeidler war St.Gallen ja nicht für Champagner-Fussball bekannt.

16 Uhr 46 – PAUSE

Minute 45 – Bis kurz vor dem 1:0 durch Letard war das Spiel eher schlecht, zwei Tore später sind wir zufrieden. So einfach ist Fussball. So einfach sind wir zufrieden zu stellen.

Minute 43 – Itten schiesst aus 17 Metern knapp drüber. Im Ringen würde St.Gallen jetzt doch deutlich führen, nimmt man an, dass ein Tor eine Viererwertung gibt. Was wir sagen wollen: Die Führung ist trotz nicht berauschendem Spiel verdient. Und egal wie berauschend das Spiel ist: Berauschen können wir uns ja auch selber.

Minute 39 – Wenns läuft, dann läufts. Der missglückte Schuss von Ruiz wird zu idealen Vorlage für Itten. Der trifft, wie es ein Stürmer halt sollte – eiskalt und ohne mit der Wimper zu zucken.

Minute 39 – Cedric Itten! 2:0, danke, bitte.

Minute 37 – Es entsteht Aufregung. „Könnt me aso mache“, meint R.S., der Bier Nummer zwei auf unserem Tischchen platziert. Sein Konjunktiv lässt richtigerweise vermuten: Nichts wurde es aus Tor Nummer zwei.

Minute 36 – Es herrscht Aufregung, St.Gallen kommt zu einem Freistoss aus guter Position. Mal sehen, was Victor Ruiz Abril daraus macht.

Minute 34 – Trotz des Tors: So richtig springt der Funken bisher nicht. Das Publikum ist ziemlich passiv, lässt diese fussballerische Magerkost über sich ergehen. Die Spieler üben ihren Beruf aus, sind aber auch hauptsächlich physisch präsent. Das blüht uns wohl morgen auch, aber wir kennen es ja.

Minute 33 – Es raunt ein lautes „Naaai!“ durchs Stadion, weil Ruiz einen Fehlpass gespielt hat. Das Raunen wiederholt sich danach, weil Demirovic (glaub) dem Goalie in die Arme geschossen hat. Ein Kullerball, würde es bei fifa heissen.

Minute 28 – Gerade wollte ich ansetzen zu einem Sermon mit dem Inhalt „Ja, liebe Leserin, lieber Leser, gern würden wir euch mit Erzählungen über kapriziöse Tricks und gekonnte Ballstaffetten verwöhnen, aber es passiert nichts“, da passiert doch etwas: Letard, Der Späte, schiesst nach einem Eckball per Kopf das 1:0. Wir freuen uns, der Espenblock erwärmt sich an zwei Freudenfeuerchen.

Minute 24 – R.Z. mit dem passenden Fazit bisher: „De Itten isch au nonig richtig im Spiel. I ha s’Gfühl gär niemert isch richtig im Spiel.“

Minute 20 – Das den Spielern sollte übrigens auch mal jemand in die Schällen klüben. Leicht einschläfernde Kost wird einem hier geboten. Schnitzel mit Pommes zum Zmittag vor einem langen Vortrag so quasi.

Minute 18 – Im Ringen würde es nach Punkten jetzt etwa 2:2 stehen. Das zeigt: Das Spiel ist ausgeglichen. Und: Wir kennen uns im Ringen aus. Schliesslich war ein Teil des heutigen Ticker-Teams gestern dabei, als die „Schäallaklüüber“ vom RC Oberriet-Grabs gestern NLB-Meister wurden. Juhu!

Minute 16 – Muheim und Demirovic wollten das Tor in Bern kopieren. Demirovics Frisur ist heute aber wohl ein bisschen flacher. Knapp verpasst er den Ball und kommt nicht zum Kopfball.

Minute 15 – Ich weiss gar nicht, weshalb wir hier tickern. St.Gallen hat bisher ja immer gewonnen, wenn Betim Fazliji auf dem Feld stand. Heute ist das wegen Quintillàs Sperre so – wir werden vielleicht dran erinnern.

Minute 13 – R.S. kämpft mit seiner Nase, der ganze Scheiss käme wieder heraus nach seiner Erkältung. Auf dem Platz ists weniger das Gelbe vom Ei. Irgendwie schläft alles noch, inklusive dem Publikum. R.S‘. Erklärung: „Es isch Sunntig.“

Minute 10 – Xamax spielt hier ganz gut mit. Das ändert sich hoffentlich noch.

Minute 8 – Es geht ganz munter los hier, den Spielern ist anzumerken, dass sie das Leid der Zuschauer, am Sonntag einen Kater zu haben, nicht teilen. Dann aber ein Fehlpass, R.S. meint nur: „Viiiel z gfühlvoll“.

Minute 6 – Ruiz versucht es auf der Gegenseite, nachdem er von meinem „schüüüssss!“ dazu ermutigt wurde. Dieser Schuss bleib aber eine sichere Beute des Neuenburger Schlussmanns.

Minute 5 – Wir fachsimpeln über die grauen Haare von Janick Kamber während Nuzzolo um wenige Zentimeter das 0:1 verpasst. Da haben ein paar gepennt.

Minute 3 – R.S. wirft ein „Danke, Ghealle!“ in den Raum für das soeben erhaltene Bier. Er will sich beim Rheintaler Tutto-Experten mal wieder anbiedern.

Minute 2 – Der erste Aufreger fand schon statt. Itten wird im Strafraum leicht weggedrückt. Zu leicht für einen Pfiff des Schiedsrichters, zu fest für das Publikum.

Minute 0 – Es ist Minute Null, Karlen macht gleich den Anstoss. Wir freuen uns auf einen lustigen Gingg.

15 Uhr 56 – R.Z. ist wieder zurück. Bier holen läuft in allen Landesteilen und Sprachregionen der also Schweiz gleich ab. Bis jetzt werden die beiden R.S. gut vertreten. Sympathisch.

15 Uhr 50 – Unsere regelmässigen Leser fragen sich zurecht: „R.Z., ist das nicht der Ceneriexperte?“ Ja ist er. Wir dachten uns, ob Tessin, Rheintal oder Westschweiz, hauptsache weit weg von hier.

15 Uhr 49 – R.Z. holt Bier. Unser doppelter R.S. Ersatz macht sich beliebt.
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