, 22. Februar 2015
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«Fresh Sound from Switzerland»

Der zweite Teil des multimedialen Tagebuchs der dreiwöchigen Konzerttour mit Basislager in Kathmandu von Sven Bösiger und Patrick Kessler.

6. Januar

«Jazz Upstairs» heisst es heute, ein super Club hoch oben im mindestens sechsten Stock im Thamel-Quartier. Das hauseigene Soundsystem ist etwas schwierig, heraus kommt nur Mono, wahrscheinlich eine Folge der Power-Breaks und darauffolgenden Generatorenstarts, bei gleichbleibender Volume-Öffnung. Ein schwieriger Start. Ein lauthals telefonierender Nepali unmittelbar vor der Bühne treibt mich ziemlich auf die Palme. Unsere Reaktion darauf ist ein Punch-in in «Fresh Sound from Switzerland». Den ersten Stromunterbruch umspielen wir elegant. Die folgenden, zum Teil nur Sekundenbruchteile dauernden Blackouts strapazieren meine Maschinen allerdings aufs äusserste.

Das Nomadton-Soundgewitter aus Kathmandu:

 

 7. Januar

Einladung des Business-Freundeskreises, eine reine Männergesellschaft, auf den roten Teppich. «Red Carpet», so heisst die Location am Durbar Marg. Zuerst wird eine Website-Projektion präsentiert, danach geben wir unsere dreissig Minuten «Fresh Sound From Switzerland», vor wunderbarem Hintergrund, Direktblick durch eine Panoramascheibe live in die dampfende, geschäftige Restaurantküche. Alle Gäste haben auf Flüssiges zu warten bis zum Ende des Konzerts. Der Run auf die Drinks danach ist dementsprechend heftig, ihren Abgang machen die Teilnehmer mehr als angeheitert. Unser Taxi erleidet bei der nächtlichen Heimfahrt einen Plattfuss. Es heisst, mindestens die Hälfte des Gepäcks auszuladen, um zum Reserverad vorzudringen. Beim erneutem Losfahren erwischen wir gleich noch ein Schlagloch, jedoch ohne unmittelbare Folgen.

 8. Januar

Das Mandala Theater ist ein überaus umtriebiger Ort, geführt von einer bunt gemischten Community von Theater-Enthusiasten. Viel gemischtes interessiertes Publikum, darunter auch ein lokaler Sitar-Star, Dr. Dhrubesh Chandra Regmi, und nicht zu vergessen unsere treue Fan-Entourage. Den Schluss macht wieder eine Kathas- und Blumenübergabe mit Fotoshooting. Von diesem Anlass erscheint noch am Tag unserer Abreise ein Bericht in der Himalaya Times.

Der Gig im Mandala Theater:

9.  Januar

Der heutige Auftritt ist nochmals ein kurzzeitig abgemachter. Auf geht es zum «Art Club Newar». Ein extrem dichter Verkehr, eine Taxifahrt quer durch die Freitagabend-Stadt, ein ewiges stop and go lässt uns ziemlich verspätet ankommen. Die Zuhörer warten bereits. Blitzaufbau und Beginn, von Null auf Hundert. Die Reaktionen des Publikums schwanken zwischen Begeisterung und Konsternation. Es folgen Fragen über Fragen. Was sind das für Instrumente? Was ist der Hintergrund unserer Musik? Warum machen wir das so? Was ist die Botschaft, wenn es denn eine gibt? Dann müssen Fotos gemacht werden, Gruppenfotos. Ein Berg von iPhones und Fotoapparaten muss vom Fotografen abgearbeitet werden.

10. Januar

Der letzte Tag. Nochmals ein Auftritt im «Base Camp», dem Lokal mit dem Everest im Hintergrund. Kein Fazit an dieser Stelle. Entlang der überwältigenden Himalaya-Kette fliegen wir nach Hause.

Heimflug mit Aussicht auf unglaubliche Berge:

 

Konzertdaten und mehr auf dem Nomdaton-Blog.

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