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«Für mich sind das chnuschtige Reaktionen»

Aus dem Maiheft: Norbert Möslang über seine Anfang April eingeweihte binäre Uhr «Patterns» an der neuen St.Galler Bahnhofshalle und die teils unwirsche Kritik.
Von  Peter Surber
Norbert Möslang, 1952, gilt als Pionier der elektronischen Musik im
 Duo Voice Crack (bis 2002 mit Andy Guhl). Für die Musik zu Peter Liechtis The Sound of Insects gewann er 2010 den Schweizer Filmpreis. (Bild: Andri Bösch)

Saiten: Es gab einen Schwall kritischer Stimmen gegen Ihre binäre Uhr, unter anderem auch auf der Facebook­-Seite von Saiten –
 das Ganze sei «Humbug», «herausgeworfenes Geld» etc.
 Wie gehen Sie damit um?

Norbert Möslang: Ich finde jetzt im Frühling das Vogelgezwitscher schön. Und es gibt anderes «Gezwitscher», das man zum Glück nicht akustisch hört, sondern nachlesen kann oder auch nicht. Ich nehme die Kritik zur Kenntnis, habe persönlich aber bisher ausschliesslich positive Reaktionen bekommen. Ich weiss nicht, warum sich einige Leute so aufregen.

Sie haben nicht mit kritischen Stimmen gerechnet?


Ich habe damit teils gerechnet. Und es ist ja schön, dass das Werk im Gespräch ist. Zudem bleibt noch viel Zeit, darüber zu reden – wenn man bedenkt, dass die reformierte Stadt und die katholische Fürstabtei über hundert Jahre lang nach unterschiedlichen Kalendern gelebt haben, mit immerhin zehn Tagen Differenz. Wer weiss, ob in hundert Jahren das binäre System nicht längst überholt ist. Aber heute, wo jeder mit elektronischen Geräten hantiert, ist es vielleicht nicht schlecht, es zu verstehen. Wobei die Uhr nur ein Nebeneffekt ist.

Und der Haupteffekt?

In erster Linie ist Patterns ein Kunstwerk, das die Fassade bespielt. Die binäre Uhr kommt als zweites hinzu. Im Wettbewerb wurde über die gestalterische Aufgabe hinaus ein zusätzlicher, quasi brauchbarer Effekt gewünscht. Aber jede und jeder kann es anschauen und sagen: gefällt mir, gefällt mir nicht. Oder: Es könnte jemand auf die Idee kommen, ein App zu entwickeln, das die binäre in analoge Information übersetzt.

Damit man nicht rechnen müsste?

Man muss ja nicht rechnen, man muss zählen. Und das muss man auch bei der analogen Uhr. Bloss sind wir uns dort gewöhnt, auf den ersten Blick zu erkennen, welcher Zeiger wo steht. Aber auch dieses Muster musste man mal lernen. Ich bin überzeugt: Wer das Zehnersystem verstanden hat, versteht auch ein Dreier-­ oder ein Zwölfer-­ oder ein Zweiersystem. Zudem ist das binäre System die Grundlage der Digitalisierung. Alle reden davon, aber viele wissen nicht, was es wirklich heisst.

Die meisten Reaktionen liefen darauf hinaus: «Ich verstehs nicht. Ich bin offenbar zu blöd… » Andere fanden aber auch: «Ein bisschen Mathe kann nicht schaden.»

Man könnte sich die Zeit nehmen, eine Minute lang der Sekunden­-Anzeige zuzuschauen, dann hat man das Prinzip verstanden. Ich insistiere aber nochmal: Es ist in erster Linie ein Kunstwerk, das dieser Fassade einen gewissen Ausdruck gibt. Diskutiert wurde bisher nur der Nebeneffekt. Es hat sich noch niemand die Mühe genommen, die Arbeit von der künstlerischen Seite her zu beurteilen. Vielleicht passt sie einfach perfekt auf die Fassade.

Das Gefühl, als dumm hingestellt zu werden, scheint halt doch die eigentliche Provokation zu sein.

Das hat dann aber nichts mehr mit mir zu tun. Allenfalls mit meinem Alter, dass ich finde: die Hirnzellen zu aktivieren ist nichts Schlechtes. Aber ich schreibe niemandem vor, die Zeit so lesen zu können. Es kann ein Denkanstoss sein, aber muss es nicht. Das Vogelgezwitscher am Morgen ist auch einfach da.

Ist Kunst, so wie Sie sie verstehen, absichtslos?


Nein, das wäre falsch. Aber die Aufgabenstellung bestand darin, ein Kunstwerk für den Bahnhof, inbegriffen das ganze Bahnhofgelände, vorzuschlagen. Die Ankunftshalle war ein Teil davon, und ich fand es sehr interessant, dort etwas zu machen. Die Jury fand das anscheinend auch. An einem solchen herausragenden Ort prallen die verschiedensten Interessen und Zuständigkeiten aufeinander. Das war eine Herausforderung. Man hätte diese Arbeit nicht sonst irgendwo realisieren können.

Also keine Botschaft, sondern primär gestalterische Fragen, die Sie lösen?

Das Gestalterische ist sicher wichtig, und es gab in den vier Jahren seit dem Wettbewerb auch einen intensiven Prozess der Weiterentwicklung. Inhaltlich war die Herausforderung da: Kann man etwas gegen die analoge Uhr machen, die zur Corporate Identity der SBB gehört? Ich hätte sie gern ganz weggehabt. Es hat ja überall Uhren. Aber damit muss man leben. Ebenso mit der Busanzeige, die natürlich nicht zu meinem Werk gehört.

Die andere häufig geäusserte Kritik betrifft die Kosten von gut 300’000 Franken für die Kunst am Bau. In einem Leserbrief stand: «Geld zurück.» Was sagen Sie dazu?

Der Betrag umfasste ja den ganzen Wettbewerb, das Verfahren inklusive die Durchführung, die Mehrkosten von Seiten der Architekten, die Technik, die Justierungen, die jetzt noch folgen – es gab nur eine sehr kurze Testphase, man wusste zum Beispiel nicht, wie heiss es in dem Kubus drin wird. Der Umbau kostete insgesamt 115 Millionen, und davon sieht man bloss wenig. Das meiste steckt im Boden drin.

Offensichtlich provoziert es die Leute, wenn Kultur etwas kostet.

Auf der Ebene habe ich keine Lust zu diskutieren. Was mich stört: Die Diskussion bleibt im Vordergründigen stecken. Da werde ich von einem Radiomitarbeiter angefragt um ein Interview zu den Debatten um die Uhr – er kommt aber nicht auf die Idee, auch nur eine Minute meiner Musik abzuspielen. Kaum jemand interessiert sich für Hintergründe.

An der Einweihung wurde eine Komposition von Ihnen uraufgeführt, ebenfalls mit dem Titel Patterns – in welchem Zusammenhang steht sie zur Uhr?

Ich habe sie für die Eröffnung geschrieben, auf Wunsch der Stadt. Die sechs Musikerinnen und Musiker hatten als Partitur die Bewegung der Sekunden als Film vor sich, dazu gab ich gewisse Regeln vor und die Dualität Holz­-Blech. Patterns ist ein eigenständiges Werk. Aber ich hoffe, dass das Stück bei anderer Gelegenheit wieder einmal gespielt wird.

Visuelle Kunst und Musik: Beides gehört in Ihrem Werk zusammen. Es gibt über 50 CDs und LPs von Ihnen,
 die Filmmusik zu Peter Liechtis The Sound of Insects, daneben diverse Ausstellungen.

Beides interessiert mich stark, je nach Anfrage oder Aufgabe. Die Patterns an der Bahnhofsfassade sind bloss visuell. Die Arbeit an der Biennale Venedig hatte eine starke visuelle Seite mit der Installation in der Kirche, zugleich ging es um die Übertragung von Klängen. Beide Ebenen kamen auch bei den KlangMoorSchopfen in Gais letzten Sommer zusammen. In Vaduz habe ich Fotos gezeigt, die ihrerseits aus meinen LPs entwickelt waren. header_change müsste man öfter machen: Kopfwechseln.

Daneben haben Sie auch einen Brotberuf als Geigenbauer.


Ich wusste immer, dass ich von meiner Kunst nicht leben kann, das war relativ einfach herauszufinden. Weil das, was mich interessiert, nicht so riesige Resonanz findet; zwar weltweit wahrgenommen wird, aber sich nicht so leicht in Zahlen ummünzen lässt. Bei den ganzen CD­-Produktionen verdient man nichts, da legt man drauf. Auch bei öffentlichen Aufträgen bleibt ein eigenes Risiko. Und die Patterns haben mich insgesamt vier Jahre beschäftigt. Heute deckt, was ich mit der Kunst verdiene, ungefähr die Ausgaben.

Kunst im öffentlichen Raum erregt regelmässig die Gemüter, 
in St.Gallen etwa Signers Fass, der Lämmlerbrunnen oder
 der Trunk von Serra im Stadtpark. Fehlt es der Öffentlichkeit an Verständnis?

Der Rote Platz gehört heute ja wie selbstverständlich zur Stadt, ebenso der Signerbrunnen. Und vielleicht gibt es dereinst Postkarten mit dem Bild der Ankunftshalle. Was das Verständnis betrifft, finde ich schon bemerkenswert, dass eine Shoppingmeile in der Unterführung oder auch auf Flughäfen ohne Kritik oder Reaktion akzeptiert wird. Man nimmt sie hin, während Kunst sicher vielen als Dampfablass­-Ventil dient.

Weil sie zwecklos ist?


Ja – und wenn sie dann einen Zweck hat, ist sie auch wieder nicht in Ordnung. Für mich sind das chnuschtige Reaktionen. Kunst und Chnuscht, das hat ja zumindest akustisch einiges gemeinsam.

Sie haben ein dickes Fell?


Ich finde, die Arbeit ist gelungen, und bin davon überzeugt, dass auch noch einige der Kritikerinnen und Kritiker das am Ende so sehen. Und falls nicht, gibt es ja noch eine zweite Unterführung – oder man kann die Schaufenster der Läden unten anschauen. Was mir als ein zusätzlicher Aspekt auch gefällt: dass das Bild der Patterns seitenverkehrt ist, wenn man vom Bahnhof weggeht. Man könnte die ganze Geschichte ja auch etwas spielerischer anschauen. Wenn es schon mal etwas zu rätseln gibt.

Dieser Beitrag erschien im Maiheft von Saiten.

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Leila Bock,  

Ich finde das Interview nicht schön. Die Binäre Uhr ist ein Kunstwerk. Norbert Möslang hat auf Grund eines Wettbewerbs diese Arbeit gemacht. Ich finde es ein kluges Kunstwerk. Mir gefällt es. Einmal mehr habe ich ein komisches Gefühl in unserer Stadt. Kunst hat in unserer Stadt eine miserable Bedeutung?!! Wir haben eine Menge professioneller Künstler die hier Leben und Arbeiten. Geht respektvoll damit um. So dumme Meinungen über die Uhr hat Norbert Möslang nicht verdient. Und den Schreibern von Saiten wünsche ich, dass sie auch wohlwollender hinschauen. Und der Stadt wünsche ich mehr Selbstvertrauen! Vieles ist so Kleinkariert.

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