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Geld für die Brache

Der Stadtrat hat am Dienstag 150'000 Franken als Beitrag an die Zwischennutzung des Areals Bach beim Bahnhof St.Fiden bewilligt. Eigentlich sollten es 250'000 sein. Man spart also 100'000 Franken – und gibt dafür 368'000 aus für eine Studie am selben Ort, die von Fachleuten als sinnlos bezeichnet wird.
Von  René Hornung
Die ersten Bäume sind schon da, bald fahren die Bagger vor auf dem Areal Bach. (Bilder: pd)

Auf den ehemaligen Güterumschlag- und Rangiergleisen des Bahnhofs St.Fiden, zwischen den Güterschuppen und der Migros, liegt seit Jahren das Areal brach. Die Schienen und Strommasten sind weg, grössere Teile werden heute als Abstellflächen und Parkplätze genutzt. Das könnte hier besser aussehen, meinen der Quartierverein und der im Sommer 2019 neu gegründete Verein Areal Bach.

Dank viel Vernetzungsarbeit ist es nun soweit: Eine abgespeckte Version des ursprünglichen Plans kann realisiert werden. 615’000 Franken hat der Verein über Crowdfunding und Stiftungsbeiträge bereits zusammen.

100’000 Franken weniger fürs Bach Areal

Von der Stadt wollte er ursprünglich 250’000 Franken, jetzt sind es für die abgespeckte Version noch 150’000 Franken. Der Stadtrat reduzierte die Summe nicht nur, um zu sparen, er argumentierte, er müsse auch auf Parkplatzeinnahmen verzichten.

Nun wird die Umgestaltung auf der Hälfte des Areals, von Höhe Migros an stadtauswärts, realisiert. Das sind immer noch rund 10’000 Quadratmeter. Die Bäume aus einer Baumschule im Thurgau stehen bereit, einzelne andere Bäume, die dem Bau der neuen Olma-Halle weichen mussten, stehen in riesigen Töpfen schon dort.

Der Migrosparkplatz wird weiter Richtung Güterschuppen verlegt, dort wo heute die Autos stehen, entsteht ein Schaugarten. Vor den Schuppen am östlichen Ende des Areals wird ein «Pumptrack» gebaut, daneben ein kleines Freiluftrestaurant.

Mit Eschen, Birken, Pappeln, Weiden, Naturwiesen und Ruderalflächen entsteht eine hohe Biodiversität. Kleine Plätze mit Bänken werden zu Treffpunkten. Das Areal wird aber kein «geschleckter» Park, es wird den Charakter einer Brache mit grobem Schotter am Boden behalten.

Die Visualisierung des neuen Areals

An der vom Heimatschutz St.Gallen/Appenzell-Innerhoden organisierten Führung Mitte September sagte Areal-Bach-Präsidentin Melanie Diem auf die Frage, wann es denn losgehe: Sobald der Stadtrat den Kredit bewilligt. Die Bagger, die die Baumgruben ausheben, werden in den nächsten Tagen auffahren.

Dafür 368’000 Franken für eine weitere Machbarkeitsstudie

Derweil hat das Stadtparlament am Dienstagabend nach einer langen Diskussion ganz knapp einer «vertieften» Machbarkeitsstudie für die Überdeckung des Banhofs St.Fiden zugestimmt. Kosten: 885’000 Franken. 368’500 Franken davon steuert die Stadt bei.

Dem Areal Bach gibt man also statt der 250’000 Franken nur 150’000, auch aus Spargründen, aber auf der anderen Seite gibt man noch rasch 368’000 Franken für eine Studie aus, die von Fachleuten als sinnlos bezeichnet wird. So läuft es eben in der Stadtpolitik.

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Peter+Honegger,  

Der Schlusssatz sagt bereits alles! Ein bürgerlich- geldpolitisches Trauerspiel mehr in St.Gallen.

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