Kategorie
Autor:innen
Jahr

Gesuche sind das täglich Brot

Leben an der Armutsgrenze: Das ist für viele Kulturschaffende Realität. Die Kulturkonferenz des Kantons St.Gallen diskutierte das Thema am Samstag im Hof zu Wil. Veränderungsvorschläge blieben vage; Gastrednerin Dorothea Strauss setzte auf mehr unternehmerisches Denken.
Von  Peter Surber
Künstlerische Freiheit - um welchen Preis? Das Podium mit Josef Felix Müller, Nelly Bütikofer, Gertrud und Frauke Jacob, Sandro Heule und Moderatorin Corinne Riedener. (Bilder: Tine Edel)

400 Franken für ein zweistündiges Konzert? Das tönt erstmal nach einer anständigen Gage. Aber, erzählt Sandro Heule, Jazzmusiker und Konzertorganisator: Diese «zwei Stunden» fangen am Vormittag an mit Einspielen, Packen, Autoladen, gehen weiter mit der Fahrt zum Konzertort, mit Aufbau, Technik, Soundcheck und Gesprächen – und nach dem Konzert das ganze Prozedere von vorne beziehungsweise zurückgespult, bis man vielleicht morgens um drei todmüde ins Bett fällt. Noch nicht einberechnet seien dabei die Proben, der Aufbau einer Band, die Werbung, die Konzertsuche – geschweige denn eine Altersvorsorge.

«Honorar: immer schwierig», sagt der Zeichner Beni Bischof, der die diesjährige St.Galler Kulturkonferenz mit einem witzigen Laser-Magazin zum ernsten Thema bei Laune gehalten hat.

Künstlerhonorare als Manövriermasse

Zum Erfahrungsbericht von Kontrabassist Heule kommen vier weitere, die das schwierige Bild spartenübergreifend bestätigten. Ilona Ruegg, Künstlerin mit internationaler Vernetzung, stellt klar, dass Künstlerhonorare meist in die Produktion der Werke einfliessen – statt in einen Lohn. Stephan Zbinden, Co-Leiter des Figurentheaters, versucht den Profi-Spielern die branchenüblichen Honoraransätze zu bezahlen – aber das Budget des Figurentheaters reicht nicht ganz dafür. Ursula Badrutt, Leiterin der Kulturförderung des Kantons, erklärt an Beispielen, wie selbst erfolgreiche und gut unterstützte freie Theaterproduktionen unterfinanziert bleiben – und am Schluss bleibt das künstlerische Personal die «Manövriermasse»: Gratisarbeit wird als Eigenleistung verbucht, das Budget «stimmt», aber um den Preis selbstausbeuterischer Arbeitsbedingungen.

Nelly Bütikofer, Tänzerin und Choreographin, sagt: Gesuche sind das täglich Brot.

Nelly Bütikofer schliesslich erläutert aus jahrzehntelanger Erfahrung den Alltag im freien Tanztheater zwischen künstlerischer Arbeit und finanzieller Verantwortung – «Gesuche sind das täglich Brot», Veranstalter seien wenig experimentierfreudig und oft selber knapp bei Kasse, die Förderpraxis sei auf die Erarbeitung von Produktionen ausgerichtet, aber reiche nicht für die Aufführungen selber. Ein Stück Selbstausbeutung gehöre zwar zum Beruf. Ihr Wunsch wäre dennoch: «bezahlt zu werden dafür, dass wir spielen, und nicht zahlen zu müssen,  damit wir spielen können».

Die Berichte bestätigen, was Studien (zum Beispiel von Suisseculture) erhärtet haben: Nur rund ein Fünftel der Kunstschaffenden können von ihrer Kunst leben, der Medianlohn liegt je nach Sparte zwischen 10’000 und 30’000 Franken pro Jahr, viele leben unter der Armutsgrenze. Das Jahrbuch 2019 der Visarte, des Berufsverbands visuelle Kunst Schweiz, informiert unter dem Titel «Survival» umfassend über das Thema – an der Kulturkonferenz kamen Zahlen kaum zur Sprache, dafür persönliche Lösungen.

Die Kunstschaffenden reagieren individuell: Nelly Bütikofer diversifiziert ihre Arbeit, bietet Coachings und Workshops an, hat Regieaufträge, leitete früher ein Theater, bezieht jetzt AHV und deckt damit ihre Fixkosten. Sandro Heule ergänzt die Konzerttätigkeit mit Unterricht, Tontechnik und Mechanikerjobs, Josef Felix Müller ist neben der Kunst auch Verleger und Visarte-Präsident. Ilona Ruegg lobt Mandate wie zum Beispiel Jurierungen, die fair bezahlt seien – «das entspannt».

Die Streichaktion des St.Galler Kantonsrats

Die Bestandesaufnahme macht deutlich, dass das Thema brennt. Und es ist unterdessen auch in der Politik angekommen: Die Kulturbotschaft des Bundes 2021-24, aktuell in der Vernehmlassung, setzt sich ausdrücklich zum Ziel, «die Einkommenssituation von Kulturschaffenden zu verbessern» und Institutionen dazu zu verpflichten, die Honorarrichtlinien der Branchenverbände einzuhalten. Ein ähnliches Postulat stand auch im Entwurf für das neue Kulturfördergesetz des Kantons, wie Kulturamtsleiterin Katrin Meier in Erinnerung ruft. «Professionelles Kulturschaffen wird fair entschädigt», sollte der Satz dort heissen; der Kantonsrat strich ihn jedoch aus dem Gesetz.

Den gesellschaftlichen Horizont spannt im einleitenden Referat Dorothea Strauss auf, in den 1990er Jahren Leiterin der St.Galler Kunsthalle, heute für Corporate Social Responsibility der Mobiliar Versicherung zuständig. Künstlerberufe seien gefragt und «en vogue»; trotz schlechter Löhne herrsche interessanterweise alles andere als Nachwuchsmangel. Zu dieser Attraktivität trage unter anderem die «mediale Mythenbildung» bei, welche die materielle Not banalisiere im Blick auf späteren Ruhm und Erfolg.

Den Ball nimmt das anschliessende Podium auf: Josef Felix Müller kritisiert den Starkult um Millionenverdiener wie Gerhard Richter oder Damian Hirst, welcher mit der Lebensrealität von Künstlerinnen und Künstlern nichts zu tun habe. Sandro Heule sieht dasselbe in der Musik: Bands mit Renommee sahnten an den Festivals ab, den «kleinen» regionalen Bands bleibe im besten Fall die Nebenbühne.

Mehr Geld? Neue Förderformen? Weniger Kultur?

Was tun? Eindeutige Antworten gibt es nicht auf dem Podium unter Leitung von Saiten-Redaktorin Corinne Riedener. Müller kritisiert das Übergewicht von Konzert und Theater St.Gallen, den Abbau von Fördermitteln für freie Projekte, die Blockade der St.Galler Lokremise für die Freien (ein Vorwurf, den Kulturminister Klöti empört zurückweist) und das mangelnde Interesse von Kunstmuseum und Kunsthalle St.Gallen am regionalen Kunstschaffen. Nelly Bütikofer sagt, Veranstalter und Kulturämter hinkten hintennach, was neue Formen betreffe: Heute werde spartenübergreifend und interdisziplinär gearbeitet, der Werkbegriff löse sich auf – das rufe nach einem erweiterten Kulturbegriff auch bei den Geldgebern.

Gossmaulpuppe Gertrud (Mitte), sonst nie um Antworten verlegen, weiss auf dem Podium zur Kulturkonferenz auch keine Lösung.

Programme reduzieren? Das geschehe teils bereits, aber dürfe, mahnt Heule, nicht auf Kosten experimenteller Projekte gehen. Höhere Eintrittspreise? Die Frage bleibt auf dem Podium ohne Antwort. Mehr Kulturfördergeld? Das fordert in der abschliessenden Publikumsdiskussion Kantonsrat Martin Sailer: Die heute geltende Kulturplafonierung blockiere alle Entwicklungen, es brauche den politischen Kampf gegen diese Blockade.

Oder generell höhere Wertschätzung? Dass Kultur in vielen Köpfen noch lange nicht selbstverständlich ihren Preis habe, darin ist man sich einig. Die Unverzichtbarkeit von Kultur hat einleitend schon Regierungsrat Martin Klöti beschworen: Sie sei überlebenswichtig in einer Gesellschaft, die von allen Seiten verunsichert werde.

«Keine Naturgewalt»
Die sich immer weiter ausbreitende Armut im Kunst- und Kultursektor ist keine Naturgewalt. Sie ist historisch gewachsen und damit politisch verhandelbar sowie veränderbar.

Yvonne Gimpel in «Survival», dem Jahrbuch 2019 von Visarte

Künstlerin = Unternehmerin

Unter dem Titel «Geld stinkt nicht, doch das ist nicht das einzige Kapital» zeigt Dorothea Strauss Alternativen auf. Künstlerinnen und Künstler müssten sich als Unternehmerinnen und Unternehmer verstehen. Kunst sei – zumindest «auch» – ein Produkt und eine Dienstleistung mit dem Anspruch und dem Anrecht, korrekt entlöhnt zu werden. Voraussetzung dafür sei, dass Kunstschaffende eine «starke Vision» für ihr eigenes Schaffen entwickelten und lern- und reflexionsfähig blieben.

Dorothea Strauss (rechts) und Künstlerin Ilona Ruegg.

Die Gesellschaft ihrerseits brauche Veränderungsbereitschaft und ein erweitertes Kulturverständnis: Kunstschaffende hätten Kompetenzen und Talente, die sie zu wichtigen «Playern» in der Öffentlichkeit und auch in der Wirtschaft machen könnten. Das Bonmot «Kunst ist Kunst, alles andere ist alles andere» sei nicht mehr zeitgemäss. Hier die «böse» Wirtschaft, dort die «gute» Kultur: Damit sei längstens Schluss.

Klötis Demokratiekritik

Im Schlusswort kritisiert Kulturdirektor Martin Klöti seinerseits die  Frontenbildungen (hie die Freien, dort die Institutionen) als überholt und warnt davor, die grossen St.Galler Institutionen an den Pranger zu stellen – sie seien entscheidend dafür, «Exzellenz zu fördern». Mittelmass statt Exzellenz drohe hingegen in unserem demokratischen System. Klötis Verdacht: Demokratie sei nicht die geeignetste Basis für eine erspriessliche Kulturpolitik. Der wahre «Feind» der Kultur sei aber nicht die Politik, sondern Oberflächlichkeit, Mobilität, Digitalisierung und die Medien, welche diese Oberflächlichkeit noch verstärkten. Ein weiteres Problem könnte das Überangebot an Kultur werden.

Damit schloss Klöti seine achte und letzte Kulturkonferenz als Regierungsrat mit zwiespältigen Botschaften an die Kulturschaffenden. Die Diskussion hätte gleich nochmal von vorne beginnen können. Sie ging, bei Chäshörnli und Ghacktem im prächtigen Innenhof des Hofs zu Wil, dann informell weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt mitreden:
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dein Kommentar wird vor dem Publizieren von der Redaktion geprüft.

Bad­hüt­te Ror­schach: Re­kon­struk­ti­on bis zum Tür­schar­nier

Die Bau­plä­ne sind ge­zeich­net, das Bau­ge­such liegt zur Vor­prü­fung bei der Stadt – doch noch ist ei­ni­ges rund um den Wie­der­auf­bau der Ror­scha­cher Bad­hüt­te zu klä­ren. Was pas­siert zum Bei­spiel mit all den an­ge­ros­te­ten und teils ver­bo­ge­nen Schar­nie­ren, Schlös­sern und an­de­ren Ei­sen­tei­len, die die Tau­cher aus dem See her­auf­ge­bracht ha­ben?

Von  René Hornung
Badhuette rorschach

«Sie wis­sen, dass ih­nen Ge­fäng­nis oder der Tod droht, wenn sie an Pro­tes­ten teil­neh­men. Und sie tun es trotz­dem.»

Moh­sen Ma­sou­di ist 2022 aus dem Iran in die Schweiz ge­flo­hen. Heu­te lebt er in Stein AR und ist Teil der Exil-Op­po­si­ti­on. Er er­zählt, war­um es die Schlies­sung der ira­ni­schen Bot­schaft braucht und was sich mit den Pro­tes­ten An­fang Jahr ver­än­dert hat.

Von  Matthias Fässler , Bilder:  Sara Spirig
260708 Redeplatz Mohsen Masoudi

Ein Pi­ra­ten­schiff am Bo­den­see­ufer

Das See-Burg­thea­ter macht aus sei­ner Pi­ra­tin­nen­ge­schich­te Die Le­gen­de von An­ne Bon­ny ein akro­ba­ti­sches Spek­ta­kel vom Feins­ten. Bei al­ler Som­mer­thea­ter-Leich­tig­keit hät­te man aber doch ein biss­chen mehr Eman­zi­pa­ti­ons­ge­schich­te er­war­tet.  

Von  Maria Schorpp
Piratencrew Bildnachweis Ilja Mess

Ei­ne ein­ma­li­ge Ge­burts­tags­par­ty

Zu sei­nem 20. Ge­burts­tag hat das Kul­tur­fes­ti­val am Wo­chen­en­de Bands aus St.Gal­len und der Re­gi­on zu ei­nem zwei­tä­gi­gen Kon­zert­fest ein­ge­la­den. Die­ses war so viel­fäl­tig wie ge­lun­gen – auch we­gen der Idee, Co­vers aus der Grün­dungs­zeit des Fes­ti­vals in die Sets ein­zu­bau­en. 

Von  David Gadze
Kulturfestival 20 Jahre Jubilaeum 2026 Kasimir Hoehener

Bregenzer Festspiele

Mehr als die See­büh­ne: Ent­de­ckun­gen an den Bre­gen­zer Fest­spie­len

Von  Nathalie Grand
Pressetag broucek anjakoehler 260236

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 3

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 3: «Was der Kai­ser noch sah», Olaf Breu­ning – «Hu­mans» und Oria­na Bruseghi­ni  – Das ver­las­se­ne Ret­tungs­boot. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Colazione Sull Erba Pfister Noemi copy

Von Mo­de und Kör­pern

Wie setzt Fo­to­gra­fie Mo­de in Sze­ne? Und wer fo­to­gra­fiert da­bei ei­gent­lich wen? Das Tex­til­mu­se­um St.Gal­len gibt mit «Mi­se en Scè­ne» Ein­bli­cke in 120 Jah­re Mo­de­ge­schich­te. Es ist die letz­te Schau vor dem Mu­se­umsum­bau. 

Von  Vera Zatti
TMF 22 4 1 V

«Ich ma­che das für al­le, die auf ei­nen Ent­scheid war­ten.»

Seit elf Ta­gen be­fin­det sich Ve­lat Ay­din vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in St.Gal­len im Hun­ger­streik. Im Ge­spräch mit Sai­ten er­zählt der Kur­de, wo­her er kommt und wes­halb po­li­ti­scher Ak­ti­vis­mus so wich­tig ist.

Von  Daria Frick
DSC 6579

Lus­ti­ges Mas­sen­ar­ten­ster­ben

Die St.Gal­ler Fest­spie­le sind vor­bei. Oper war in­door, draus­sen im Stadt­park spiel­te die End­zeit­ko­mö­die Pla­net B. Näh­me man die Bot­schaft des Stücks ernst, müss­te die Fest­spiel-Oper auch künf­tig res­sour­cen­scho­nend drin­nen blei­ben.

Von  Peter Surber
Festspiele planet b tanja dorendorf 1095

Zwi­schen Pon­gal und Turn­ver­ein

Sin­du­jan* lebt schon sein gan­zes Le­ben in der Schweiz. Die Ein­bür­ge­rung ist fast ab­ge­schlos­sen, war aber mit ho­hen Kos­ten und ei­nem un­an­ge­neh­men Ge­spräch ver­bun­den.

Von  Andi Giger
260707 Saiten 0807 08

Ei­ne kur­ze In­dus­trie­ge­schichg­te des Sit­ter­tals

Be­vor die Kunst Ein­zug hielt, war das Sit­ter­tal in­dus­tria­li­siert. Hier wur­de ge­stickt, ge­wirkt, ge­färbt, mer­ceri­siert – aber auch ge­streikt und ge­liebt.

Von  István Scheibler
260708 Sitterwerk Industriegeschichte Das Sittertal zu Zeiten der Motorenstickerei Rittmeyer Staatsarchiv W 054 51 D 8

Kolumne: Stimmrecht

Wer ist die ukrai­ni­sche Dia­spo­ra?

Von  Liliia Matviiv

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 2

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 2: Ki­nok-Open-Air, So­lar­ki­no, Chris­ta Nä­her – «Ex­cess», Li­ving Mu­se­um, Pool­bar Fes­ti­val, Die Le­gen­de von An­ne Bon­ny und SP-Spa­zier­gän­ge. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps 7 The Long Seat

Wie ein Fisch im Was­ser

In der Kunst­ka­bi­ne bei der St.Le­on­hard-Brü­cke in St.Gal­len stel­len bis Sep­tem­ber vier Per­so­nen mit Be­ein­träch­ti­gung ih­re Kunst aus. Den An­fang macht Son­ja Lip­pu­ner mit ih­rer «Roll­stuhl­kunst».

Von  Roman Hertler
Whats App Image 2026 07 01 at 22 09 10

«Kul­tur ist nicht de­mo­kra­tisch, aber zen­tra­le Grund­la­ge der De­mo­kra­tie»

Die Kunst­gies­se­rei St.Gal­len und die Stif­tung Sit­ter­werk strah­len weit über die Re­gi­on hin­aus. Fe­lix Leh­ner, Grün­der und Lei­ter der Kunst­gies­se­rei, Ge­schäfts­lei­tungs­mit­glied Till Jäck­li so­wie Pa­tri­cia Hart­mann, Co-Lei­te­rin der Stif­tung Sit­ter­werk, spre­chen im In­ter­view über die letz­ten 40 Jah­re, ak­tu­el­le Her­aus­for­de­run­gen und Zu­kunfts­plä­ne.

Von  Daria Frick  und  David Gadze
260708 Sitterwerk Andri Voehringer 01

«Schwei­gen gibt der Ge­walt Raum»

Ge­schlech­ter­spe­zi­fi­sche Ge­walt ist auch in Ap­pen­zell Rea­li­tät, und doch wird zu we­nig dar­über ge­re­det. Mit der Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung «we­r­om – schwät­ze statt schwi­ige» lu­den drei jun­ge Ap­pen­zel­le­rin­nen zum of­fe­nen Aus­tausch über Ge­walt, Prä­ven­ti­on und Zi­vil­cou­ra­ge.

Von  Marion Loher
Werom 4

Wenn Hei­mat flim­mert

Hei­mat – ein viel­schich­ti­ger Be­griff. Das Kunst­mu­se­um St.Gal­len spürt ihm ge­mein­sam mit der Werk­samm­lung der Schwei­ze­ri­schen Post nach. Zu se­hen ist die ent­stan­de­ne Schau «Hei­mat­flim­mern» bis En­de Ok­to­ber in St.Gal­len.

Von  Lisa Steurer
Ausstellungsansicht stian Stadler 1

Jung­brun­nen für den Dom

Die St.Gal­ler Fest­spie­le la­den, nach der letzt­jäh­ri­gen Pau­se, wie­der zum Tanz in die Ka­the­dra­le. Cho­reo­graf An­to­nio Ruz und die Tanz­kom­pa­nie neh­men den Raum mit Re­spekt in Be­schlag – samt dem Klos­ter­platz.

Von  Peter Surber
Bildschirmfoto 2026 06 29 um 11 44 42

Der «Landesverräter» war gern am Fluss

Ernst S. und die Sit­ter

Von  Roman Hertler
2502 Max Butz 05

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 1

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 1: Open­air-Ki­nos, Bla­bla­bor – «Gue­ril­la Ra­dio», Mi­chail Pir­ge­lis – «HYLE», «Hei­mat­flim­mern», Kul­tur­fes­ti­val St.Gal­len, Le­on­ce und Le­na, Kunst­spa­zier­gän­ge und Mu­sik im «Flööz­li» so­wie Rund­gän­ge zum Blu­men­wies und zur Schwamm­stadt. 

Von  Redaktion Saiten
Noemi Pfister Happily Aging Dying