«Wir sind Bertha*. Ein queerfeministisches Kollektiv voller Ideen und Tatendrang. Wir wollen, dass Feminismus nicht nur ein flüchtiges Modewort ist, sondern seine nachhaltige politische Substanz erhält. Wir fordern Konfrontation und Reflexion sowie die Befreiung von patriarchalen und sexistischen Strukturen, die uns einengen und blockieren. Wir stellen uns gegen alle Formen sexistischer Diskriminierung, Unterdrückung und Gewalt. Wir kämpfen für eine Gesellschaft, in der sich jede Person frei entfalten kann. Wir beginnen da, wo die Komfortzone aufhört. Wir sprechen das aus, wofür die Worte fehlen. Nein, wir sind nicht stille – wird sind Bertha*.»
Aus dem Manifest von Bertha* – im Februar im Heft und am Saiten-Schalter im Konsulat
Ich finde es beachtlich, dass sexualisierte Gewalt und Übergriffe nun schon so lange Thema in den Mainstreammedien sind. Und sich dadurch auch eine grundlegende Sexismus-Debatte entwickelt hat, in der es darum geht, zu benennen, dass Frauen in unserer Gesellschaft prinzipiell immer noch als zweitrangig gelten. Meine These: MeToo hat den Feminismus wieder salonfähig gemacht.
Franziska Schutzbach im Märzheft «Im Wald»
Nur weil wir Bundeskanzlerinnen haben oder Frauen in Chefpositionen, bedeutet das noch lange nicht, dass Macht, Einfluss und Ressourcen von einigen Frauen sich automatisch von oben nach unten verteilen. «Trickle down» ist ein neoliberaler Mythos. Wenn ein paar Frauen obenauf schwimmen, bedeutet das für einen grossen Teil der Frauen noch lange keine Veränderung.
Das feministische Umfeld hatte schon ordentlich Power damals in Achtzigerjahren und hat auch viele Männer der linken Szene durchaus verunsichert.
Pius Frey im Maiheft «68 + 50»
«Sex mit Gemüse? Darüber habe ich mir bis anhin noch keine Gedanken gemacht. Hört sich interessant an, vielleicht probiere ich es demnächst aus. Jedoch nur, wenn das Gemüse nicht frisch aus dem Kühlschrank kommt.»
Antwort auf eine Bertha*-Frage im Märzheft «Im Wald»
Wenn wir ehrlich sind, stehen wir immer noch am Anfang in Sachen Gleichstellung. Wir sind immer noch bei der Lohnfrage.
Judith Eisenring im Maiheft «68 + 50»
Lohngleichheit jetzt!
Aus den «Hopp 2018»-Parolen, gezeichnet von Miriam Schöb im Maiheft «68 + 50»
Befolgen wir die Tipps aus dem Bullshit-Handbuch: tief durchatmen, kritische Fragen stellen, den Humor nicht verlieren.
Veronika Fischer über das Buch No More Bullshit: Das Handbuch gegen sexistische Stammtischweisheiten, im Dezemberheft «Kultur fördern»
Die Bildung eines Mannes ist die Bildung einer Familie. Die Bildung einer Frau ist die Bildung einer ganzen Generation.
Aida Zenuni in der Stimmrechts-Kolumne, im Juli-August-Heft «Saiten schiesst ins Kraut»
Ich wünsche mir, dass bei vielen Besucherinnen und Besuchern, ob jung oder alt, ob Mann oder Frau, nach unserer Ausstellung ein paar Frauennamen mehr präsent sind. Und dass junge Frauen ein bisschen anders auf die Geschichte sehen als jetzt.
Marina Widmer über ihr Projekt zur Frauen- und Geschlechtergeschichte im Kanton St.Gallen, im Juli-August-Heft «Saiten schiesst ins Kraut»
Erstmal müssen wir die Bühnen mit Frauen besetzen. Und damit meine ich nicht eine 50:50-Quote oder so, sondern vielmehr Anlässe, die ganz von Frauen getragen werden.
Alice Weniger, im Maiheft «68 + 50»
Der Kapitalismus ist leider unheimlich gut darin, Widerstandsbewegungen zu vereinnahmen, nicht nur den Feminismus.
Reto Schuler im Maiheft «68 + 50»
Der Streit ums St.Galler Verbot von Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen geht in die nächste Runde: Das Referendumskomitee hat die notwendigen Unterschriften gegen eine Änderung des kantonalen Strassenverkehrsgesetzes eingereicht. Damit wird das Stimmvolk über die Frage entscheiden.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 6: «Wegwarte 002», Sur le Lac, Winterthurer Musikfestwochen und Schlossfestspiele Werdenberg.
Der FCSG kriegt beim Auswärtsspiel in Lissabon die Grenzen deutlich aufgezeigt. Sie verlieren das Spiel 0:5. Damit geht's für den FCSG jetzt gegen Sheriff Tiraspol in der Conference League weiter. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Notizen zu Christopher Nolans The Odyssey
Anja Braun lebte bereits 18 Jahre in der Schweiz, als sie sich gemeinsam mit ihrer Familie entschied, sich einzubürgern. Es war ein logischer Schritt. Das Verfahren war es nicht immer.
Neues Buch
Bereits 1971 eröffnete Ursula Krinzinger ihre erste Galerie in Bregenz. Bis heute prägt sie die Kunstszene weit über die Bodenseeregion hinaus. Nun befasst sich die Bregenzer Sommerausstellung im Palais Thurn und Taxis mit der Galeristin.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 5: Emil Brunner – «Berg Kind Welt», Rapid Openair und Kulturufer.
Der Spagat zwischen europäischen Nächten und biederem Superleague Alltag ist oft schwer. So auch heute. Eine Leistungssteigerung und die richtigen Wechsel in der zweiten Halbzeit reichen aber für die ersten drei Punkte der Saison.
In leichten Pastelltönen und dunklen Ölfarben setzt sich der deutsche Künstler Marcel Hüppauff mit dem Profiradsport auseinander. Dabei treten in seiner Schau im Chambre Directe-Schubiger in St.Gallen nicht nur Menschen, sondern auch Katzen in die Pedale.
Mit Hildegard Fässler (1951–2026) verstarb kurz vor ihrem 75. Geburtstag eine der profiliertesten Ostschweizer Politikerinnen an den Folgen einer schweren Erkrankung. Nachruf einer langjährigen Weggefährtin.
Versteckt im Sittertal produziert die Kunstgiesserei Werke renommierter Künstler:innen. Dabei gilt es oft, Neues auszuprobieren und Lösungen zu finden – mit Zucker, Wachs und natürlich Metall. Saiten erhält einen Einblick in das verrückte Schaffen am Rande St.Gallens.
Der FC St.Gallen gewinnt gegen den haushohen Favoriten aus Lissabon mit 2:1. Die grösste Sensation, die dieses Stadion je gesehen hat. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 4: Cyprien Gaillard – «When you expect flutes, it whistles», «Komm Glüückck» und Jeremy Reeds Buch Du stirbst nur zweimal – Ein Sylvia Plath-/Victoria Lucas-Roman.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Die Baupläne sind gezeichnet, das Baugesuch liegt zur Vorprüfung bei der Stadt – doch noch ist einiges rund um den Wiederaufbau der Rorschacher Badhütte zu klären. Was passiert zum Beispiel mit all den angerosteten und teils verbogenen Scharnieren, Schlössern und anderen Eisenteilen, die die Taucher aus dem See heraufgebracht haben?
Mohsen Masoudi ist 2022 aus dem Iran in die Schweiz geflohen. Heute lebt er in Stein AR und ist Teil der Exil-Opposition. Er erzählt, warum es die Schliessung der iranischen Botschaft braucht und was sich mit den Protesten Anfang Jahr verändert hat.
Das See-Burgtheater macht aus seiner Piratinnengeschichte Die Legende von Anne Bonny ein akrobatisches Spektakel vom Feinsten. Bei aller Sommertheater-Leichtigkeit hätte man aber doch ein bisschen mehr Emanzipationsgeschichte erwartet.
Zu seinem 20. Geburtstag hat das Kulturfestival am Wochenende Bands aus St.Gallen und der Region zu einem zweitägigen Konzertfest eingeladen. Dieses war so vielfältig wie gelungen – auch wegen der Idee, Covers aus der Gründungszeit des Festivals in die Sets einzubauen.