Als Andy noch in der Highschool war, spielte er in einer lauten Indie-Rock- und Punk-Band; diesen Stoff liebt er noch immer. Allerdings haben irgendwann auf seinem Weg die akustischen Gitarrensaiten sein Herz gewonnen. Auf Tour ist er mit «ehrlichem und introspektivem Songwriting», «jugendlichem Überschwang» und einem Hauch augenzwinkerdem, frechem Geist.
Viel zu verdanken habe er dem Singer/Songwriter Ben Arnold aus Philadelphia. Von ebendiesem kriegte er auch seine einzige Gitarrenstunde, die er je bekommen sollte. Zwölf Jahre alt war Andy, als ihm Ben etwas Technik erklärte und meinte: «Hier sind ein paar Akkorde, nun geh und schreib Songs». Genau dies tat der junge Andy und hörte nie mehr damit auf.
Er begann die Einfachheit zu schätzen: minimalistische, aufs Grundgerüst reduzierte Songs. Auf diese Weise könne er die Lieder atmen lassen. Er schreibt über schwierige Situationen und versucht darin erhellende Momente zu finden. So beispielsweise auf seinem aktuellen Album «Snow’s Cut Park»: Es gehe darum, Wege zu finden, wie man harte Zeiten meistern, sie überwinden kann.
Etwa fünfzehn Mal tourte er schon durch Europa, das fünfte oder sechte Mal kommt er bereits in die Schweiz. Hier habe er Freunde fürs Leben gemacht, darum liebt er es herzukommen. An kleinen Locations schätzt er das persönliche Moment; es sei einfacher, eine Verbindung zum Publikum herzustellen. Meistens begegne er offenen, aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörern, so auch in der Stickerei im vergangenen Herbst.
Meistens reist und spielt Andy allein – und dabei habe er abgefahren verrückte und schlicht wunderbare Erfahrungen gemacht. Er spricht aus Erfahrung, wenn er sagt: Man sieht die Welt anders, wenn man alleine ist. Von daher kommt vermutlich die Ehrlichkeit seiner Lieder: ihre leichtherzige Mischung aus Innenschau, Existenzkampf und Optimismus.
Bilinski in der Stickerei-Bar St.Gallen: Dienstag 15.April, 20 Uhr Infos: andybilinski.com
Jubiläum
Durch bunte Galaxien bis in ein Meer aus Katzenstreu. Die Ausstellung «Hinter’m Mond» vom Künstler:innenkollektiv U5 und Monika Stalder im Stellwerk in Heerbrugg lädt zu einer intergalaktischen Reise ein.
Die Ostschweizer Band Drill bringt mit Catharsis eine neue EP raus. Die sechs Songs sind ein wilder Ritt auf schweren Gitarrenriffs, bei dem Metalcore auch mal auf Hyperpop trifft.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 7: Rathausoper Konstanz, Charles Uzors The Great Wall. A Labyrinth, Clanx-Festival und Rundgänge zu Wiboradas Schwestern.
Gegen dieses Luzern müsste der FC St.Gallen eigentlich drei Punkte einfahren. Zum Schluss muss er aber froh sein, dass es immerhin einer wird. Der Ausgleich gelingt erst weit in der Nachspielzeit per Penalty. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Herbert Rauch (1929–2012) war Briefträger und Künstler. In den Schwarz-Weiss-Fotografien des Rankweilers erscheinen Objekte wie Steine und Federn als abstrakte, grafische Gebilde. Nun ist ein Fotoband zu seinem Spätwerk erschienen, und im Schauraum René Dalpra in Altach sind seine Arbeiten ausgestellt.
Eine Bundesrätin, mehrere Nationalrät:innen und die Politrapper der Stunde: Alle kommen sie aus der Kleinstadt Wil. Eine Erkundung vor den Lokalwahlen.
Eines der vielen Gebäude des Sitterwerks, die vor genau 100 Jahren erbaute Schwarzfärberei, beherbergt heute die Kunstbibliothek und die Materialmusterschränke. Eine Aufstockung soll künftig mehr Platz schaffen.
Noch bis in den Herbst hinein und auch in den zwei folgenden Sommern bleibt die Voliere im Stadtpark eine Buvette. Ab 2029 wird sie zur «Maison des œufs», zum didaktischen Hühnerhof. Die eingereichten Ideen sahen noch ganz andere Nutzungen vor.
Der Streit ums St.Galler Verbot von Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen geht in die nächste Runde: Das Referendumskomitee hat die notwendigen Unterschriften gegen eine Änderung des kantonalen Strassenverkehrsgesetzes eingereicht. Damit wird das Stimmvolk über die Frage entscheiden.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 6: «Wegwarte 002», Sur le Lac, Winterthurer Musikfestwochen und Schlossfestspiele Werdenberg.
Der FCSG kriegt beim Auswärtsspiel in Lissabon die Grenzen deutlich aufgezeigt. Sie verlieren das Spiel 0:5. Damit geht's für den FCSG jetzt gegen Sheriff Tiraspol in der Conference League weiter. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Notizen zu Christopher Nolans The Odyssey
Anja Braun lebte bereits 18 Jahre in der Schweiz, als sie sich gemeinsam mit ihrer Familie entschied, sich einzubürgern. Es war ein logischer Schritt. Das Verfahren war es nicht immer.
Neues Buch
Bereits 1971 eröffnete Ursula Krinzinger ihre erste Galerie in Bregenz. Bis heute prägt sie die Kunstszene weit über die Bodenseeregion hinaus. Nun befasst sich die Bregenzer Sommerausstellung im Palais Thurn und Taxis mit der Galeristin.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 5: Emil Brunner – «Berg Kind Welt», Rapid Openair und Kulturufer.
Der Spagat zwischen europäischen Nächten und biederem Superleague Alltag ist oft schwer. So auch heute. Eine Leistungssteigerung und die richtigen Wechsel in der zweiten Halbzeit reichen aber für die ersten drei Punkte der Saison.
In leichten Pastelltönen und dunklen Ölfarben setzt sich der deutsche Künstler Marcel Hüppauff mit dem Profiradsport auseinander. Dabei treten in seiner Schau im Chambre Directe-Schubiger in St.Gallen nicht nur Menschen, sondern auch Katzen in die Pedale.