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IG Klanghaus macht «förschi»

Eine «Reprise und Standortbestimmung» soll es werden: Heute abend informiert die IG Klanghaus in Wattwil, wie es nach der Ablehnung des Projekts durch den Kantonsrat weitergehen soll.
Von  Peter Surber
Ein «da capo» für das Klanghaus (Bild: klangwelt.ch)

«Es geht weiter.» So lapidar fängt die Einladung zum heutigen Abend in den Thurpark Wattwil ein. Worum es bei der als «Reprise» angekündigten Veranstaltung geht, ist klar: um das Klanghaus-Projekt im Toggenburg.

«Es geht weiter»: Das war noch vor kurzem keineswegs selbstverständlich. Man erinnert sich: Am ominösen 1. März hatte das St.Galler Kantonsparlament den 19-Millionen-Kredit für das Klanghaus am Schwendisee oberhalb Unterwasser-Wildhaus versenkt – die Abstimmung fiel zwar knapp zugunsten des Kredits auf, das notwendige Quorum wurde aber verfehlt, das Projekt war damit fürs erste «gestorben». Und dies, obwohl bereits eine Volksabstimmung für den Herbst angesetzt war.

Schlecht für die Expo?

Die ersten Kommentare fielen entsprechend heftig aus, zwischen Enttäuschung und Verbitterung. In der NZZ brachte Ostschweiz-Korrespondent Jörg Krummenacher das fatale Nein damals auf den Punkt: «Ging es einst bei Kulturkämpfen um den Zwist zwischen Staat und Kirche, ist er nun Ausdruck regionaler und parteipolitischer Be- und Empfindlichkeiten.»

Krummenacher sah darin über die Klanghaus-Vorlage hinaus ein schlechtes Omen für das Expo-Projekt: «Das verheisst nichts Gutes. Denn in gut drei Jahren könnte die Ausgangslage identisch sein. Im kommenden Juni wird das Stimmvolk in den Kantonen St. Gallen und Thurgau darüber entscheiden, ob das Projekt einer Landesausstellung 2027 in der Ostschweiz weiterverfolgt werden soll. Sagt es Ja, wird dieser sankt-gallische Kantonsrat 2019 darüber befinden müssen, ob St. Gallen Zentrum der Expo sein will und bereit ist, seinen Anteil zu leisten. Werden auch dann Neid, Frust, Nachlässigkeit, gegenseitige Zerfleischung massgebend sein? Schöne Aussichten für St. Gallen – und das Land.»

Am Wochenende stimmen die Kantone St.Gallen und Thurgau über eben diesen Projektierungskredit für die Expo27 ab.

Gut für das Toggenburg

Noch vorher aber geht es mit dem Klanghaus weiter: Die IG Klangwelt kündigt per Flyer in musikalischer Sprache («da capo») und im Dialekt («förschi») an: «Wir lassen nicht locker.» Und weiter: «Der Klangraum Schwendisee ist so unglaublich einzigartig und akustisch perfekt gelegen, das darf nicht einfach so versanden.» Zu diesen Klang-Qualitäten ist Klanghaus-Initiant Peter Roth im Maiheft von Saiten ausführlich zu Wort gekommen.

Der Flyer kündigt «Korrekturen in tempi und staccato» an. Was das genau heisst, darüber wird heute abend informiert. Die musikalische Umrahmung kommt von der Geschäftsführerin der Klangwelt Toggenburg, Nadja Räss.

Di 31. Mai 18.30 Uhr Kongresshaus Thurpark Wattwil

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