, 29. April 2016
keine Kommentare

Im Mai: Saiten.–

Ein Heft zum Grundeinkommen, über Vollgeld und Bargeld und die Zukunft der Arbeit. Ausserdem im Mai: Expo27 rockt. Dialekt auch. Und Kramer sagt adieu.

Die Bilder zum Mai-Titelthema haben Nicolas Polli und Simon Mager gemacht.

Eine irre Zeit, in der wir leben: Frauen schaffen es endlich, die Männer kollektiv zu verunsichern, Pensionierte laufen Marathons, Computer übernehmen vielleicht bald die Weltherrschaft, das Kapital flüchtet ins Ausland und die Menschen dorthin, wo man sie noch lässt. Und als Bonus steht auch noch die vierte Industrielle Revolution vor der Tür.

Am Ende geht es meistens um dasselbe: um Geld. Stutz. Cholä. Chlütter. Haben alle mehr, wenn Frauen und Männer gleich viel verdienen? Wie bestreiten wir den Lebensunterhalt, wenn unsere Arbeit von Maschinen erledigt wird.
Wo nehmen wir das Geld für die Altersvorsorge her, wenn wir immer länger leben? Was haben Kriege mit Geld zu tun, und wieso verurteilen es gewisse Kreise, dass Menschen ihre Heimat wegen
des Geldes verlassen, während sie ihrerseits ihr Land mitsamt ihrem Vermögen hinter sich lassen?

All diese Fragen sind global. Sie betreffen nicht nur eine Region oder ein Land, sondern uns alle, die wir auf
 und mit dieser Welt leben. Eigentlich wissen wir es schon lange: Es ist an der Zeit, umzudenken. Radikal.

Kreative Ansätze gibt es einige, auch in der Schweiz. Demnächst werden wir über zwei buchstäblich welt- und geldbewegende Vorlagen abstimmen: über das Vollgeld und zuerst, am 5. Juni, über die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Angenommen werden die Initiativen voraussichtlich nicht, aber das ist nicht weiter schlimm – solange sie 
uns zwingen, grundsätzliche Fragen zu stellen: Woher kommt das Geld und was ist es wert? Was heisst Arbeit? Was würden wir mit dem Leben anfangen, wenn für unser Auskommen gesorgt wäre? Und wie «Katerdemos», das utopische Politikmagazin, aktuell wissen will: «Wie sollen wir die Welt retten, wenn wir uns nicht
mal davor retten können, das Falsche zu arbeiten?»

In diesem Heft geht es nicht ums Geld allein, sondern um Werte, auch um grosse wie Freiheit oder Gerechtigkeit.
 So denkt Rolf Bossart über Sinn und Unsinn des Bargelds nach, Reinhold Harringer erklärt das Vollgeld, und Ina Praetorius spricht über die Folgen der Roboterisierung, das Grundeinkommen und die Gründe, wieso die sogenannte Care Arbeit in dieser Debatte auf keinen Fall fehlen darf. «Care»-Probleme futuristischer Art behandelt Laurie Penny in ihrer bösen Geschichte Babys machen.
 Vier Zeitgenossen sagen, was ein Grundeinkommen für sie ändern (oder nicht ändern) würde. Die Bilder zum Titelthema haben Nicolas Polli und Simon Mager gemacht. Und eine Seite im Heft ist fast leer. Aber nicht nichts wert.

Ausserdem: Plädoyers für Expo und Klanghaus, zweimal Mundartrock, eine St.Galler Familien-Saga und ein Brief an 8085 Ammerschwil, wo Saiten im
 April Halt gemacht hat.

Corinne Riedener

 

Der Inhalt:

 

Reaktionen/Positionen
Blickwinkel 
von Tamara Janes
Redeplatz mit Roy Fankhauser
Einspruch von Smash little WEF
Stadtpunkt von Dani Fels
Positionen I–III: Schluss!

 

Reden über Geld.–

«Dass ohne Anreiz alle faul werden, ist ein Gerücht»
Die Autorin und Theologin Ina Praetorius im Gespräch über das bedingungslose Grundeinkommen.
von Corinne Riedener

Was wäre wenn?
Stimmen zum Grundeinkommen

Plädoyer für das Bargeld
Die Abschaffung des Bargelds wäre kein Problem. Aber soll man es auch tun?
von Rolf Bossart

Grundfragen stellen
Das Sozial- und Umweltforum findet zum 12. Mal statt.
von Christof Schilling

Echtes Geld für alle
Eine Einführung in die Vollgeld-Initiative.
von Reinhold Harringer

Goethe und das Neue Testament gegen Wachstum
Hans Christoph Binswangers unerwartete Essays.
von Richard Butz

Leer – aber nicht nichts wert

Babys machen
Eine Kurzgeschichte der Londoner Autorin und Feministin Laurie Penny

Die Bilder zum Titelthema stammen von Nicolas Polli und Simon Mager.
 Beide studieren an der ECAL in Lausanne.

 

Perspektiven
Flaschenpost
 von Marco Kamber aus Amsterdam
Winterthur
Toggenburg
Rapperswil
Rheintal
Stimmrecht von Yonas Gebrehiwet

 

#Saitenfährtein: Amriswil

Teil vier unserer Besuche in der Agglo rund um Gross-St.Gallen.
von Philipp Bürkler und Corinne Riedener

 

Kultur

Warum die Ostschweiz ein Ja zur Expo 2027 braucht.
von Paul Rechsteiner

Das Klanghaus und Peter Roths Klang-Vision
von Peter Surber

Punkrock auf St.Gallerdeutsch macht Spass.
von Urs-Peter Zwingli

Die neue EP von Dachs pendelt zwischen Kitsch und Kloster.
von David Nägeli

Ein Theaterstück und zwei neue Bücher über die Fahrenden.
von Richard Butz

Theodor Ittens zorniges Buch über den Grössenwahn.
von Peter Surber

Reale und virtuelle Welten an der Kulturlandsgemeinde.
von Kristin Schmidt

Über 30 Kurzfilme in einer Nacht.
von Urs-Peter Zwingli

Eine Saga über die St.Galler Musikerfamilie Fuchs.
von Peter Surber

Weiss auf schwarz

 

Abgesang
Kellers Geschichten
Charles Pfahlbauer jr.
Boulevard

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Impressum

Herausgeber:

 

Verein Saiten
Frongartenstrasse 9
Postfach 556
9004 St. Gallen

 

Telefon: +41 71 222 30 66

 

Redaktion

Corinne Riedener, Peter Surber, Julia Kubik

redaktion@saiten.ch

 

Verlag/Anzeigen

Marc Jenny, Philip Stuber

verlag@saiten.ch

 

Anzeigentarife

siehe Mediadaten

 

Sekretariat

Irene Brodbeck

sekretariat@saiten.ch

 

Kalender

Michael Felix Grieder

kalender@saiten.ch

 

Gestaltung

Samuel Bänziger, Larissa Kasper, Rosario Florio
grafik@saiten.ch

Saiten unterstützen

 

Saiten steht seit über 20 Jahren für kritischen und unabhängigen Journalismus – unterstütze uns dabei.

 

Spenden auf das Postkonto IBAN:

CH87 0900 0000 9016 8856 1

 

Herzlichen Dank!