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Wandlung
Eine experimentelle Theaterperformance von P. VijayashanthanEine Koproduktion von Experi Theater Zürich und Kulturmarkt Zürich Das EXPERI THEATER um den Regisseur Pakkiyanathan Vijayashanthan bringt im Kulturmarkt das Stück WANDLUNG auf die Bühne. Dabei transportieren die Spieler*innen, die ihre Wurzeln auch in Kinshasa, in Vevey, auf Guadeloupe, in Bogota, Südindien oder Männedorf haben, Figuren aus der Welttheatergeschichte in die Gegenwart. Aus dem antiken Griechenland, aus dem Ramayana, aus dem englischen Barock, der Pekinger Oper oder der postkolonialen Dramatik. Die Figuren kommentieren mal tiefgründig, mal schnoddrig das aktuelle Geschehen. Ohne den Anspruch, sie erklären zu wollen, schickt Experi Theater das Figurenkabinett auf einen wilden Ritt durch die Weltpolitik.
Bühne, Vorstellungen von 20.04. bis 21.04.2018, Lokremise, St. Gallen
Sonderausstellung "Allerlei rund ums Ei"
Vom 20. März bis 22. April 2018 zeigt das Naturmuseum die beliebte Sonderausstellung "Allerlei rund ums Ei". Nebst zahlreichen Präparaten eierlegender Lebewesen und einer Vielzahl von unterschiedlichen Eiern sind auch lebende Kaninchen, Hühner und Grossinsekten zu bestaunen.
Ausstellung vom 20.03. bis 22.04.2018, Naturmuseum, St. Gallen
Cupboard Love. Der Schrank, die Dinge und wir
Das Gewerbemuseum Winterthur widmet sich mit der Ausstellung "Cupboard Love" den facettenreichen Eigenschaften eines verkannten Möbelstücks aus der Perspektive von Design, zeitgenössischer Kunst, Film und Kulturgeschichte. Ohne ihn geht es kaum, und doch wollen wir ihn oftmals loswerden. Ob Repräsentationsobjekt oder unliebsame Notwendigkeit, immer ist der Schrank praktisches Behältermöbel in unterschiedlichsten Formen und Funktionen. Er dient als Ort der Aufbewahrung, der Sicherung und der Ordnung, nicht nur von Dingen, sondern auch von Wissen, Erinnerungen oder Geheimnissen. Die Ausstellung "Cupboard Love" rückt das sperrige Möbel ins Rampenlicht und beleuchtet es aus der Perspektive von Design, zeitgenössischer Kunst, Film und Kulturgeschichte. Dabei wird seine Gestaltung und sein metaphorisches Potenzial erforscht und ein Blick in sein Inneres geworfen, das unendlich viele Geschichten zu erzählen weiss
Ausstellung vom 03.12.2017 bis 22.04.2018, Gewerbemuseum Winterthur, Winterthur
Weltreisender am Welttag des Buches
«Reisen ist Bungee-Jumping für die Seele»: Helge Timmerberg lebte schon als globaler Nomade, lange bevor es diesen Begriff überhaupt gab. Er fand als Siebzehnjähriger in Indien zu seinem Beruf, berichtet von überall auf der Welt, geht immer aufs Ganze, probiert alles aus. Nach seiner Autobiografie «Die rote Olivetti» kehrt er mit seinem neuen Buch «Die Strassen der Lebenden/Storys von unterwegs» zurück zu Reportagen, aus denen ungebremste Neugier und Leidenschaft fürs Unterwegssein spricht.
Literatur, 23.04.2018, 19:30 Uhr, Bibliothek Universität, St. Gallen
Zeichnen mit... Julia Marti
Die St.Galler Künstlerin Lika Nüssli lädt noch bis Juli befreundete ZeichnerInnen und IllustratorInnen ein, den Zeichnungsstift zu übernehmen und das Format «Zeichnen mit…» neu zu beleben. Im April übernimmt die Zeichnerin, Grafikerin und Mitherausgeberin des Comicmagazins STRAPAZIN Julia Marti das Zeichnungsstudio im Kunstmuseum. Die zeichnerischen Themen variieren jeden Abend und finden in einer der aktuellen Ausstellungen statt. Anmeldung unter kunstverein@kunstmuseumsg.ch
Diverses, 24.04.2018, 18 Uhr, Lokremise, St. Gallen
Share Gallen
Brauchen Sie eine Bohrmaschine, ein Auto oder Hilfe beim Umzug? Haben Sie Kleider unbenutzt im Schrank hängen oder suchen ein Outfit für einen einmaligen Anlass? Suchen Sie gar einen Raum für Veranstaltungen oder ein Arbeitsplatz? Teilen ist die Lösung! Über 20 Organisationen aus der Stadt und Region präsentieren ihr Angebot am ersten St.Galler Sharing-Markt. Das gemeinsame Nutzen und Teilen von Gegenständen und Dienstleistungen schont Ressourcen und ist ein wichtiges Ziel des Energiekonzepts 2050.
Diverses, 25.04.2018, 17:30 Uhr, kugl, St. Gallen
Frühlingsslam mit Gertrud
Nach der erfolgreichen Premiere in der letzten Saison versammelt Gertrud wieder Slam-Poeten und Puppenspieler auf ihrer Bühne, die mit animierten Texten zur Höchstform auflaufen. Freuen Sie sich auf neue abwechslungsreiche Darbietungen, und entscheiden Sie als Publikum über die beste Performance. Ein Wettstreit der besonderen Art. Schnell Tickets sichern! Mit von der Partie: Lukas Bollhalder, Frauke Jacobi, Pierre Lippuner, Lillemor Kausch, Eliane Blumer, Anja Weiss-Gehrer, Rahel Werner, Sascha Garzetti, Rhea Seleger Live-Musik: Willi Häne
Bühne, Vorstellungen von 26.04. bis 27.04.2018, FigurenTheater St. Gallen, St. Gallen
Ich gehe!
Sich (freiwillig) aus dem Staub machen und das Weite suchen. Wohin führt die Reise wenn wir gehen und Ausschau halten nach neuen beruflichen, geographischen und gesellschaftlichen Begegnungen und Erfahrungen. Das Playback-Theater St. Gallen spielt deine Erlebnisse und Geschichten spontan zurück. (play back) www.playbacktheater-sg.ch Reservation und Info: 071 277 87 23 / info@playbacktheater-sg.ch
Bühne, 27.04.2018, 20 Uhr, Theater 111, St. Gallen
Who's Johnny Cash?
Der 3.Streich der Comiclesung «Who′s Johnny Cash?» ist ein spektakulärer, multimedialer, musikalischer Abend über Johnny Cash frei nach der Graphic Novel «Cash – I see a darkness» von Reinhard Kleist. Unterstützt durch die Projektion der Comic-Strips auf eine Grossleinwand wird die Geschichte von Johnny Cash – wie man sie auch aus dem Film «Walk the Line» kennt – erzählt, gespielt und musikalisch umgesetzt.Manuel Kühne (Johnny Cash), Miss Tigre (June Carter Cash) und Florian Steiner (Bob Dylan & Elvis Presley) bringen die stimmigen Ohrwürmer von und um Johnny Cash überzeugend auf die Bühne, schwungvoll unterstützt durch die hochkarätige Band mit Tefvik Kuyas (Bass), Urs Müller (Gitarre) und Arno Troxler (Schlagzeug).
Bühne, 28.04.2018, 20 Uhr, Buchensaal, Speicher
Brooksie
‚Brooksie’ lässt die 1920er Jahre aufleben. Ort des Geschehens sind Bühne und Garderobe des angesagten Zig Zag Clubs. Die Mischung ist heiss: Swing, Komik, Tanz und ein Prise knisternder Erotik. Der Conferencier Joe, die Club-Sängerin Nanette, ein Komik-Duo und die Musiker präsentieren ihren Gästen stets ein unterhaltsames Programm. Und gerade heute hat sich eine junge Tänzerin angemeldet: Louise ‚Brooksie’ Brooks, eine Frau, die die Leidenschaften zum Kochen bringt.
Bühne, 28.04.2018, 20:30 Uhr, Kulturtreff Rotfarb, Uznach
Frühlingskonzert Klang und Sinnlichkeit
In den Werken von Maurice Duruflé (1902-986) und John Rutter (*1945) begegnen wir einer Musik, die schönste Klangsinnlichkeit verströmt. Als Organist in Paris war Maurice Duruflé mit den unendlichen Klangfarben der Orgel, den grossen akustischen Kirchenräumen und insbesondere auch mit dem gregorianischen Choral vertraut. Sie sind die Inspirationsquelle seiner Werke. Auch in der Messe "Cum jubilo" hören wir die Schola gregorianische Weisen singen. Duruflé umkleidet sie dann ganz mit dem Mantel seiner eigenen, sehr differenzierten musikalischen Sprache. John Rutter ist ein Meister äusserst brillanter Klangkunst und ein sinnlicher Melodienerfinder. Geprägt von französischen und englischen Musiktraditionen des 20. Jahrhunderts fliessen in seine Musik auch Jazzelemente ein. Inspiriert von den ausgeprägten Marienfesten in den südamerikanischen Ländern vertonte er den biblischen Lobgesang Marias mit südländischem Flair. In der Rezession der Uraufführung von 1990 heisst es: "Die Instrumentierung ist strahlend und farbenreich mit vielen Trompetenfanfaren, die den festlichen Geist der Musik vermitteln." Mitwirkende Sopran Sibylle Diethelm Bariton Chasper Curó Mani Orgel Simon Menges Chor Konzertchor Ostschweiz Orchester Thurgauer Kammerorchester Leitung David Bertschinger Abendkasse 1 Std. vor Konzertbeginn; Tickets 30 / 10 Franken
Konzert, 29.04.2018, 18 Uhr, Evang. Kirche, Heiden
Ökomarkt 2018
Ökomarkt 2018: natürlich - vielfältig – regional Am Donnerstag 3. Mai 2018 findet von 9 bis 20 Uhr erneut der bereits traditionelle Ökomarkt in St.Gallen statt. Rund um das Vadiandenkmal bietet der Markt eine bunte Palette an ökologischen Produkten, Dienstleistungen und kulinarischen Angeboten sowie ein musikalisches Rahmenprogramm. Ob Setzlinge, Kleidung, Accessoires, Lebensmittel, Möbel oder Informationen zum Umwelt- und Klimaschutz – der St.Galler Ökomarkt bietet ein vielfältiges Angebot in den verschiedensten Bereichen. Weitere Auskünfte: IG Ökomarkt, c/o Umwelt und Energie Stadt St.Gallen, Vadianstrasse 6, 9001 St.Gallen. Lena Horstmeyer: oekomarkt@stadt.sg.ch, Telefon: 071 224 68 85 Weitere Informationen zum Ökomarkt: www.oekomarkt.ch
Diverses, 03.05.2018, 09 Uhr, beim Vadiandenkmal, St. Gallen
Nichts – Sehnsucht nach Etwas
Contrapunkt New Art Music präsentiert Nichts. Nicht das nichtige Nichts, sondern das Nichts, welches die Sehnsucht nach Etwas ausdrückt. Der Komponist Alfons Karl Zwicker füllt dieses Nichts mit neuen Liederzyklen – feinste Kammermusik nach Texten von Nelly Sachs und Mauricio Rosenkof. Das Ensemble besteht aus Jürg Henneberger (Dirigent), Andreas Scheibner (Bariton), Ivana Pristasova (Violine), Martina Brodbeck (Violoncello), Philipp Meier (Klavier), Luca Piovernsan (Akkordeon), Maximilian Dazas (Schlagzeug).
Konzert, 03.05.2018, 20 Uhr, Pfalzkeller, St. Gallen
Sebass
"Balkan Beats & Melodies" nennen SEBASS ihre Musik. Die junge Winterthurer Band gibt es schon seit zehn Jahren, damals waren die Jungs 16 Jahre alt. Sie haben auf die richtige Karte gesetzt, denn mit ihrer Musik und mit ihrer vielseitigen und virtuosen Spielart sind sie auf Erfolgskurs. Sie haben schon drei Studioalben herausgegeben, Konzerte mit der "Amsterdam Klezmer Band" gespielt und bei Karl's kühne Gassenschau mitgewirkt. Fragt sich nur, ob das Publikum es schafft, ruhig auf den Stühlen sitzen zu bleiben, wenn Sebass zu Gast sind. Denn zu ihrer Musik mit den schweisstreibenden Beats und den virtuosen, bezaubernden Melodien hüpft nicht nur das Herz.
Konzert, 04.05.2018, 20 Uhr, tobias wein.gut, Berneck
Jazz:now - Stimmsaiten featuring Balthasar Streiff
«Moment x Musik» mit zwei Stimmen, Cello, Kontrabass sowie allerlei Büchel und Horn zwischen Alp und Grossstadt. /// Sie kommen alle aus der Ostschweiz und gleichzeitig aus den unterschiedlichsten Ecken, die die Musikwelt zu bieten hat. Sonja Morgenegg kombiniert Stimmimprovisation mit Naturjodel und Marcello Wick erforscht den archaischen Ober- und Untertongesang. Lorena Dorizzi spielt mit ihrem Cello zeitgenössische Klassik und Kontrabassist Marc Jenny pendelt zwischen Punk und Jazz. Ihnen gemeinsam ist die Liebe für Musik, die in und aus dem Moment entsteht. Sie zelebrieren eine Alpine Worldmusic und bauen ihre Improvisationen auf gegenseitiges Vertrauen, das sie sich in den letzten Jahren zusammen erarbeitet haben. Stimmsaiten bewegen sich jenseits von Konventionen, balancieren lustvoll zwischen ungewohnten Tönen und versöhnlichen Harmonien, lehnen sich an beim Folksong, tanzen durch mitreissende Rhythmen und provozieren mit gewagten Brüchen unvorhersehbare Entwicklungen. Dazu passt auch, dass sie oft mit Gästen auftreten, denen sie auf der Bühne selber zum ersten Mal begegnen. Im Eisenwerk bläst Balthasar Streiff mit seinem Sammelsurium von Büchel und Alphörnern frischen Wind aus der fünften Himmelsrichtung und wirbelt nochmals alles durcheinander. Gemeinsam gestalten sie Musik in der die Improvisation eine sinnliche Hauptrolle spielt. Sie malt Bilder in den Köpfen der Zuhörenden, ist schwer einzuordnen – aber leicht aufzunehmen.
Konzert, 04.05.2018, 20:15 Uhr, Eisenwerk, Frauenfeld
SUFO – Sozial- und Umweltforum Ostschweiz – St.Gallen
Seit 14 Jahren bietet das Sufo Ostschweiz eine einzigartige Möglichkeit verschiedene Visionen einer besseren Welt kennen zu lernen und zu debattieren. Diesmal mit dem Podium: «Fair profitieren? Ökonomische, ökologische und soziale Dimensionen von unternehmerischem Handeln». Dazu gibt es vielfältige Workshops, Verpflegung aus aller Welt und Strassenfest mit der Accapella Band „Tuningforks“, am Sonntag dann ein Foodwastebrunch, Workshops und kulturelle Darbietungen des Solidaritätshaus St. Gallen.
Diverses, 04.05.2018, 19 Uhr, St. Gallen Zentrum, St. Gallen
Frühlingskonzert Klang und Sinnlichkeit
In den Werken von Maurice Duruflé (1902-986) und John Rutter (*1945) begegnen wir einer Musik, die schönste Klangsinnlichkeit verströmt. Als Organist in Paris war Maurice Duruflé mit den unendlichen Klangfarben der Orgel, den grossen akustischen Kirchenräumen und insbesondere auch mit dem gregorianischen Choral vertraut. Sie sind die Inspirationsquelle seiner Werke. Auch in der Messe "Cum jubilo" hören wir die Schola gregorianische Weisen singen. Duruflé umkleidet sie dann ganz mit dem Mantel seiner eigenen, sehr differenzierten musikalischen Sprache. John Rutter ist ein Meister äusserst brillanter Klangkunst und ein sinnlicher Melodienerfinder. Geprägt von französischen und englischen Musiktraditionen des 20. Jahrhunderts fliessen in seine Musik auch Jazzelemente ein. Inspiriert von den ausgeprägten Marienfesten in den südamerikanischen Ländern vertonte er den biblischen Lobgesang Marias mit südländischem Flair. In der Rezession der Uraufführung von 1990 heisst es: "Die Instrumentierung ist strahlend und farbenreich mit vielen Trompetenfanfaren, die den festlichen Geist der Musik vermitteln." Mitwirkende Sopran Sibylle Diethelm Bariton Chasper Curó Mani Orgel Simon Menges Chor Konzertchor Ostschweiz Orchester Thurgauer Kammerorchester Leitung David Bertschinger Abendkasse 1 Std. vor Konzertbeginn; Tickets 30 / 10 Franken
Konzert, 05.05.2018, 19:30 Uhr, Evang. Kirche, Trogen
Einweihung der neu kuratierten Jukebox von Dorit Chrysler
Die Alpenhof-Jukebox ist neu bestück. Für die Auswahl der Singles wurde die zwischen New York und Graz pendelnde Musikerin Dorit Chrysler eingeladen, die sich mit dem ersten aller elektronischen Instrumente, dem Theremin, einen Namen gemacht hat. Dorit Chrysler gibt bei der Jukebox-Eröffnung im Alpenhof ein kurzes Konzert, als ihre musikalischen Gäste hat sie Norbert Möslang (geknackte Alltagselektronik) und Frank Heer (Cello) eingeladen. Vor dem Konzert findet ein Künstergespräch statt.
Konzert, 05.05.2018, 20 Uhr, Alpenhof, Oberegg
Pippin
Im Musical "Pippin" geht es um Pippin, den ältesten Sohn König Karls des Grossen. Pippin steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Ihn beschäftigen die Fragen nach dem Sinn des Lebens, und sein Bestreben ist es, in seinem Leben die maximale Erfüllung zu finden. Eine Erzählerfigur und die anderen Protagonisten wollen Pippin auf der Suche nach dem ultimativen Kick behilflich sein. So handelt das Musical von den Abenteuern eines jungen Menschen an der Schwelle zum Leben. Witzig und verspielt zeigt es die Sehnsüchte und Ängste, die Nöte und Zweifel eines jungen Erwachsenen. Ernste Themen wie Krieg und Tyrannei oder der Widerspruch zwischen Ideal und Realität klingen an und machen nachdenklich.
Ausstellung vom 29.04. bis 05.05.2018, Gymnasium Friedberg, Turnhalle, Gossau SG
Frühlingskonzert Klang und Sinnlichkeit
In den Werken von Maurice Duruflé (1902-986) und John Rutter (*1945) begegnen wir einer Musik, die schönste Klangsinnlichkeit verströmt. Als Organist in Paris war Maurice Duruflé mit den unendlichen Klangfarben der Orgel, den grossen akustischen Kirchenräumen und insbesondere auch mit dem gregorianischen Choral vertraut. Sie sind die Inspirationsquelle seiner Werke. Auch in der Messe "Cum jubilo" hören wir die Schola gregorianische Weisen singen. Duruflé umkleidet sie dann ganz mit dem Mantel seiner eigenen, sehr differenzierten musikalischen Sprache. John Rutter ist ein Meister äusserst brillanter Klangkunst und ein sinnlicher Melodienerfinder. Geprägt von französischen und englischen Musiktraditionen des 20. Jahrhunderts fliessen in seine Musik auch Jazzelemente ein. Inspiriert von den ausgeprägten Marienfesten in den südamerikanischen Ländern vertonte er den biblischen Lobgesang Marias mit südländischem Flair. In der Rezession der Uraufführung von 1990 heisst es: "Die Instrumentierung ist strahlend und farbenreich mit vielen Trompetenfanfaren, die den festlichen Geist der Musik vermitteln." Mitwirkende Sopran Sibylle Diethelm Bariton Chasper Curó Mani Orgel Simon Menges Chor Konzertchor Ostschweiz Orchester Thurgauer Kammerorchester Leitung David Bertschinger Abendkasse 1 Std. vor Konzertbeginn; Tickets 30 / 10 Franken
Konzert, 06.05.2018, 17 Uhr, Evang. Kirche, Arbon
Stimmsaiten auf Velo-Thurnee
Das Ostschweizer Improvisationsensemble Stimmsaiten ist auf Velo-Thurnee in der Ostschweiz. Während einer Woche pedalen die vier Musiker*innen von den Appenzeller Hügeln bis ins Toggenburg, der Thur entlang mitten hinein in das Geschehen der Kulturbühne 2018. Dabei spielen sie Konzerte – gänzlich frei improvisierte Musik die im Moment entsteht. Es ist ein permanentes Zulassen von Neuem, eine Gratwanderung zwischen Harmoniesucht und Aufbruch sowie ein Schöpfen aus den vollen Töpfen ihrer Erfahrungen.
Konzert, Vorstellungen von 29.04. bis 06.05.2018, Ostschweiz, St. Gallen
Wir tanzen Vielfalt - das Tanzfest St. Gallen
29 Städte in 15 Kantonen bewegen die Schweiz beim Tanzfest 2018. Raus aus dem digitalen glasfaserverbundenen Leben und rein ins gemeinsame Tanzvergnügen - in der 13. Ausgabe dreht sich alles um die Vielfalt! Das Programm bietet 20 Schnupperkurse, Tanzrundgänge mit der Human Beat Box, Tanzrauschen, Breakdance-Battle und natürlich Tanzvorstellungen unterschiedlicher Kompanien. In der Offenen Kirche ist zudem mal wieder richtig abtanzen angesagt. Ein Tanzfest-Wochenende in all seiner Vielfalt!
Diverses, Vorstellungen von 04.05. bis 06.05.2018, Stadt St.Gallen, St. Gallen
Von kleinen und von grossen Häusern
Die beiden Künstlerfiguren Simone Zaugg und Pfelder haben seit den 1990er-Jahren je eigenständige künstlerische Œuvres entwickelt, die sich mit den Tendenzen der modernen Gesellschaft auseinandersetzen. Jetzt realisieren sie ein gemeinsames Projekt für das sie in der städtebaulichen Situation von Arbon impulsgebenden Widerhall gefunden haben. Sie werfen am Exempel der ehemaligen Industriestadt hoch aktuelle Fragen rund um die Themen Raumplanung und Wohnkultur, privaten und öffentlichen Raum auf.
Ausstellung vom 07.04. bis 12.05.2018, Kunsthalle Arbon, Arbon
Aufgetischt St.Gallen
Das Internationale Buskers-Festival (Busker = Strassenkünstler) Aufgetischt St.Gallen verwandelt die Gallusstadt alljährlich im Mai zum lebhaften Schauplatz zeitgenössischer Strassenkunst. Zahlreiche Strassenkünstler aus aller Welt präsentieren während zwei Tagen an wechselnden Standorten im und ums historische St.Galler Klosterviertel ihre hochkarätigen Shows. Direkt auf der Strasse, zum Greifen nah. Vielfältige Darbietungen in den Sparten Musik, Comedy, Tanz, Artistik, Theater und Magie verzaubern Gross und Klein und machen den Event zu einem erlebnisreichen Begegnungsfest für die ganze Familie — mit freiem Zugang.
Bühne, Vorstellungen von 11.05. bis 12.05.2018, Aufgetischt St.Gallen, St. Gallen
Ein Stück weit Pionier – Walter Steiner
Walter Steiner ist eine Legende. Als Skispringer hat er in den 1970er-Jahren mehrfach Gold- und Silbermedaillen gewonnen. Parallel dazu und über seine Karriere als Skispringer und -flieger hinaus engagierte er sich für die Entwicklungen im Schanzenbau, und bis heute setzt er sich für Verbesserungen im Spitzensport ein, die dem Menschen statt dem Spektakel dienen. Von Beruf Holzschnitzer – ausgebildet im Bildhaueratelier von Johann Ulrich Steiger in Flawil –, interessiert er sich immer auch für ästhetische und meditative Prozesse sowie unsere Beziehungen zur Natur und Technik. Mit dem Film "Die Ekstase des Bildschnitzers Steiner" (1974) von Regisseur Werner Herzog hat sich der 1951 geborene Wildhauser definitiv in die kollektive Erinnerung eingeschrieben und ist zur Kultfigur weit über die Sparte Sport hinaus geworden. Seit 1990 lebt Walter Steiner nach Jahren in Deutschland und den USA im schwedischen Falun, wo er bis vor kurzem als Restaurator gearbeitet hat. Nun ist er für acht Wochen zurück im Toggenburg: mit einer Ausstellung im ehemaligen Wartsaal in Lichtensteig, zwischen den Gleisen, die hier auseinanderdriften oder sich zur vorübergehenden gemeinsamen Weiterfahrt treffen – je nach Blickrichtung. Im Zentrum von "Ein Stück weit Pionier – Walter Steiner" stehen Fragen nach dem Traum vom Fliegen, dem Zwang zu Siegen und dem, was uns weiter bringen könnte. Künstlerische Beiträge von Elisabeth Nembrini, Yves Mettler, Roman Signer, Giorgia Vian, Birgit Widmer, Rolf Graf, Lutz/Guggisberg
Ausstellung vom 22.03. bis 13.05.2018, Kulturraum S4 im Wartsaal, Lichtensteig
Artmann-Zyklus
Enrico Lavarini hat nach Gedichten aus der unter dem Titel «Aus meiner Botanisiertrommel» erschienenen Sammlung des österreichischen Dichters H. C. Artmann einen Zyklus für Singstimme und Kammerensemble geschaffen. Diesen präsentiert er mit seinem Klangkörper, dem Concentus rivensis. Artmann gehört zu den bedeutendsten Lyrikern des deutschen Sprachraums. Seine Romane, Lyrik und Erzählungen sind geprägt vom Spiel im Bereich des Surrealismus und einer vom Dadaismus beeinflussten Sprache. Vorverkauf im Kulturbüro St. Gallen (Blumenbergplatz 3) und unter www.concentus.ch (Link zu Ticketino)
Konzert, 17.05.2018, 19:30 Uhr, Lokremise, St. Gallen
BIG BIRD
Die Wohlfühlblase hat Risse bekommen und implodiert. Die Tanzperformance «Big Bird» sucht nach den Abgründen unter der Oberfläche, die einen einzulullen drohen und stellt sich dem Schrecken. Vier Tänzer testen Extreme aus und versuchen Balance zu finden in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. Ein physischer, bilderreicher Tanzabend, der alles auf eine Karte setzt und intuitives Wissen der Körper nutzt, wo gewöhnliche Klugheit versagt oder es einem schlicht die Sprache verschlägt.
Bühne, 22.05.2018, 20 Uhr, Grabenhalle, St. Gallen
Ja sagen zum bin ich geworden so sein
Variationen sind für die Tänzerinnen Nelly Bütikofer und Karin Minger ein Synonym für Spiel und Kreativität. Ausgangslage bilden das titelgebende Gedicht für Pina Bausch sowie Beethovens Eroica-Variation op. 35 für Klavier (Stefi Spinas). Auf der Bühne treten sie in einen Dialog, vergleichen choreografisches Material, behaupten, wetteifern, kopieren, ufern aus. Die Lust am Verändern, Zerlegen und immer wieder neu zusammenzusetzen treibt sie weiter und tiefer in einen tänzerischen Kosmos hinein.
Bühne, Vorstellungen von 24.05. bis 26.05.2018, Lokremise, St. Gallen
Gasterei & Handwerk vor 500 Jahren
An diesem Erlebnistag für Jung und Alt verwandelt sich die St. Galler Marktgasse in die Zeit der Reformation. Einheimisches Handwerk in historischen Ständen, Musik und ein buntes Rahmenprogramm vermitteln das Lebensgefühl der damaligen Zeit. Dazu gehören auch Speisen und Getränke im Sinne der «Gasterei» sowie die Herstellung von Produkten, die die damalige Zeit prägten: Papierschöpfen, Buchdruck oder Kalligraie. Diese «Reformations-Erlebniswelt» bietet eine einmalige Gelegenheit für eine spannende Zeitreise.
Diverses, 26.05.2018, 09 Uhr, Marktgasse, St. Gallen
Compagnie Buffpapier – The New Show
The New Show ist eine Weiterentwicklung der früheren Arbeiten des Trios mit dem Stück «Le Petit Cabaret Grotesque». Das Programm schliesst an die Tradition der Revue an und zeigt Figuren, wie sie an Skurrilität kaum zu überbieten sind. Sie sind die Antwort auf das moderne Showbiz mit seiner Rastlosigkeit und seiner Schnelllebigkeit. Das Groteske im Zusammenspiel der Figuren eröffnet eine fantastische Welt, in der sich Dummheit, Misserfolge und die eigenen Ängste widerspiegeln.
Bühne, Vorstellungen von 23.05. bis 27.05.2018, Gallusplatz, St. Gallen
Meral Kureyshi
«Elefanten im Garten» hiess Meral Kureyshis vielgelobtes Romandebüt, welches 2015 für den Schweizer Buchpreis nominiert war. Seither gilt sie als grosse Nachwuchshoffnung der Schweizer Literatur. Zu Gast in der Hauptpost liest Meral Kureyshi neue Texte. Vielleicht auch einige ältere. Und mit etwas Glück liest sie aus dem neusten Manuskript, welches im kommenden Herbst in Buchform in den Regalen stehen wird. Ein literarischer Überraschungsabend mit Meral Kureyshi, eine Lesung mit Texten aus der Wundertüte.
Literatur, 29.05.2018, 19 Uhr, Hauptpost, St. Gallen
Vadian Lectures
Die Menschenrechte sind universell gültig sowie unveräusserlich und unteilbar. Ebenso steht ausser Zweifel, dass die Würde eines Menschen unantastbar ist. Doch wie lassen sich die Menschenrechte absichern? Wie kann der Begriff der Menschenwürde begründet werden? Welche Rolle kommt dem Staat im Bezug auf die Menschenrechte zu? Und wie sollen wir mit humanitären Interventionen umgehen? Peter Schaber spricht am 31. Mai 2018 zum Thema "Menschenwürde – mehr als eine Worthülse?". Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Eine Anmeldung an zen@fhsg.ch ist erwünscht.
Vortrag, 31.05.2018, 18 Uhr, Kantonsratssaal, St. Gallen
Traktorkestar
Auch gängige Etiketten wie Balkan Brass oder Gypsy Brass sind nur unzulängliche Bezeichnungen für die energiegeladenen Soundgewitter, die die zwölf Blechbläser entfachen. Hochgeschwindigkeits-Discogrooves, fanfariger Sirenenturbo, blutunterlaufene Herzschmerzballaden, himmelhochjauchzende Heimwehmelodien, stets rumplig und brandgefährlich! Für die einen gipfelt die Darbietung im Tanzrausch, für die andern auch. "Traktorkestar" verbindet nicht nur eigene Musik mit jener des Balkans, sondern schlägt auch Brücken zwischen Stadt und Land, zwischen Tradition und Moderne, sprich: zwischen Traktor und Orchester!
Konzert, 01.06.2018, 20 Uhr, Rathaus, Berneck
Dechen & Zürcher Kammerorchester
THE CALL FOR PEACE Die klangvolle Stimme der schweizerisch-tibetischen Künstlerin DECHEN SHAK-DAGSAY trägt die Botschaft des Friedens direkt in die Herzen der Zuhörer. Beim kraftvollen Projekt THE CALL FOR PEACE wird sie in ihrem Anliegen unterstützt durch das renommierte Zürcher Kammerorchester (ZKO), das JEWEL ENSEMBLE und Gastmusiker aus aller Welt. Es erwarten und drei einzigartige Konzerte in St. Gallen, Zürich und Bern. Ob in New York mit Philip Glass, in Istanbul mit Bob Wilson und Isabella Rosselini, auf der Bühne mit Andreas Vollenweider oder beim Singen für Seine Heiligkeit den Dalai Lama, DECHEN zieht mit ihren Liedern und den jahrtausendealten tibetischen Mantras ihr Publikum in den Bann. Ihre Stimme ist Medizin für die Seele. Auf den drei grossen Konzerten der Schweizer Tour 2018 wird ihre einfühlsame Stimme wieder begleitet von der Energie des Zürcher Kammerorchesters, von ihrem hochkarätigen JEWEL ENSEMBLE, sowie von Gastmusikern wie dem Shakuhachi Meister Jürg Fuyûzui Zurmühle und vom marokkanischen Perkussionisten Rhani Krija, der sich bei Sting einen Namen machte. KONZERTE 2018: St. Gallen, 1. Juni 2018 Zürich, 9. Juni 2018 Bern, 1. Juli 2018
Konzert, 01.06.2018, 20 Uhr, Tonhalle St. Gallen, St. Gallen
Grimms Tierleben – Tiere in Märchen und Forschung
Ob schlau, hinterlistig, tollpatschig oder gutmütig – in Märchen verkörpern Tiere menschliche Eigenschaften und prägen damit unser Tierbild. Dabei ergänzen sich Märchen und Realität manchmal perfekt, aber oftmals könnten sie auch gegensätzlicher kaum sein. Das Naturmuseum Thurgau widmet zehn Tierarten aus den Märchen der Brüder Grimm eine ganze Ausstellung und garniert diese mit einem vielseitigen Rahmenprogramm – für Familien und Schulen, aber auch für Erwachsene Märchen- und Tierfreund*innen.
Ausstellung vom 09.03. bis 19.08.2018, Naturmuseum Thurgau, Frauenfeld
Jazz:now - Aurora Trio
Das Aurora Trio gehört ohne Zweifel zu den faszinierendsten und berührendsten Ensembles der musikalischen Gegenwart. Das Jazzpodium schreibt über sie: «Dieses Trio ist mehr oder weniger die Inkarnation des Geistes der freien Improvisation in der aktuellen Musik. Staunen und Sprachlosigkeit sind angezeigt nach so viel Poesie voller Bilder und wechselnden Emotionen, ebenso frei wie an bestimmte Melodien gebunden, voller unsterblich scheinender Schönheit.» Der Pianist Agusti Fernandez ist einer der führenden Klangforscher der vibrierenden Jazzszene Barcelonas. Der britische Bassist Barry Guy prägte massgeblich die Entwicklung einer neuen freien Musik, die sich vom amerikanischen Freejazz emanzipierte und von der Auseinandersetzung mit Cage, Boulez und der Zwölftonmusik genährt wurde. Der meisterhaften Perkussionisten Ramon Lopez ist ebenfalls ein Aushängeschild von Barcelonas Musikszene. Durch die Gründung des Aurora Trios liessen sie ihre Wurzeln im Jazz und in der Klassik weit hinter sich und machten sich auf, die Stille zu erkunden. Mit diesem Ansatz erarbeiten sie sich fortan eine neue, in der Reduktion auf minimale Strukturen sehr suggestive Jazzsprache. Das mehrfach preisgekrönte Trio praktiziert eine in sich ruhende, poetische Musik – die Medizin der Zukunft! Bezaubernde Kompositionen lassen Raum für Pausen und eruptive Improvisationen auf absolutem Spitzenniveau. Diese Musiker überzeugen durch ihre Virtuosität, die sich nicht in höher-schneller-weiter manifestiert, sondern in berührender musikalischer Reife und Tiefe.
Konzert, 28.09.2018, 20:15 Uhr, Eisenwerk, Frauenfeld
Sonderausstellung "Fossilien im Alpstein"
Die Ausstellung "Fossilien im Alpstein – versteinertes Leben aus der Kreidezeit" ist eine Produktion des Naturmuseums St. Gallen. Sie zeigt Fossilien aus der Museumssammlung und aus den Privatsammlungen von Thomas Bolliger, Peter Kürsteiner, Urs Oberli und Karl Tschanz. Ergänzt ist sie mit Landschafts-Aufnahmen aus dem Alpstein von Marcel Steiner, Schwellbrunn. Alpstein-Fossilien werden schon seit mehr als 200 Jahren gesammelt und untersucht. Bisher fehlte eine aktuelle Zusammenstellung der hier vorkommenden Versteinerungen. Diese liegt nun vor mit dem Werk "Fossilien im Alpstein – Kreide und Eozän der Nordostschweiz", herausgegeben von Peter Kürsteiner und Christian Klug. Das Buch bildet die Basis für die gleichnamige Sonderausstellung. Zu sehen sind ausgewählte Objekte und Fotografien von im Alpstein vorkommenden Fossilien der Kreidezeit und der frühen Erdneuzeit. Ein fünf Meter breites Panorama der Alpstein-Nordseite und zwölf grossformatige Aufnahmen aus dem Alpstein, fotografiert von Marcel Steiner, zeigen eindrückliche Aspekte dieses gemäss dem Zürcher Geologen Albert Heim (1849 – 1939) "vermutlich schönsten Gebirges der Welt".
Ausstellung, Vorstellungen von 04.05. bis 10.10.2018, Naturmuseum St.Gallen, St. Gallen
Jazz:Now - MJ & the holy breath
Mit dem Projekt «the holy breath» vertieft sich der Kontrabassist Marc Jenny vermehrt in die Komponistenrolle und erarbeitet Stücke und Spielkonzepte, die sich mit freier Improvisation verweben und in ihren Verläufen eine grosse Dynamik zulassen. Klanglich lässt er sich dabei beeinflussen von der Weite skandinavischer Jazzmusik und der vielfarbigen Emotionalität der Musik aus dem Osten. Mit dem Berner Trompeter Werner Hasler und dem syrischen Oud-Spieler Bahur Ghazi hat er zwei Musiker gefunden, die sich in diesen Welten bestens heimisch fühlen. Bahur Ghazi verbindet die traditionelle arabische Musik mit der Harmonik des Westens und entwickelt dazu auch neue Spieltechniken auf der Oud. Werner Hasler lotet mit seinem fragilen und emotionalen Ton die Grenzen zwischen Elektronik und Improvisation aus und erweitert sein Klangspektrum mit Sampler und Effektgeräten. Marc Jenny arbeitet ebenfalls an der Verbindung von akustischem Klangbild, Präparationen und elektronischen Hallräumen. Im Projekt «the holy breath» suchen sie die musikalische Ruhe als kraftvollen Ausgangspunkt für gemeinsame Höhenflüge und dichte Klangfelder. Immer wieder findet die Musik zurück in die hohe Energie der Reduktion und berührt mit expressiver Melodik, spärlichen Arrangements und einem feinen Gespür für den Moment und die Zeitlosigkeit darüber hinaus.
Konzert, 31.10.2018, 20:15 Uhr, Eisenwerk, Frauenfeld
Öffentliche Führung "Visionen. Henry Dunant. Und wir?"
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung "Visionen. Henry Dunant. Und wir?" Henry Dunant befasste sich zeitlebens mit humanitären Ideen und deren Verbreitung und Etablierung in der Gesellschaft: humanitäre Hilfe, Menschenrechte, gleicher Lohn für gleiche Arbeit u.a. Einzelne Visionen wurden Wirklichkeit, andere blieben Utopie. Und heute? Sind Visionen noch Gegenstand unserer Gesellschaft?
Diverses, Vorstellungen von 25.02. bis 18.11.2018, Henry-Dunant-Museum, Heiden
Jazz:now - Trio Heinz Herbert
Das Trio Heinz Herbert ist selbst für NowJazz-Verhältnisse far out. Die Musik ist urban und extrem frisch, zuweilen hektisch, und doch gibt es Luft zum Atmen. Musik aus der Schweiz, die nicht nach Postkarten-Idyll klingt, sich dennoch an ein internationales Publikum wendet. Stromgitarre, elektronische Klangerzeugung, Piano, Samples und Schlagzeug sind Instrumente zur Steigerung der Gegenwart. Der augenzwinkernde Name verweist weder auf ein betuliches Mainstream-Jazz-Trio noch auf ein fesches Tanztrüppchen, sondern steht für eine junge Band, die sich ständig transformiert. Vielleicht das aufregendste, was die Schweizer Jazzszene momentan zu bieten hat. Die beiden Brüder Ramon und Dominic Landolt sowie Mario Hänni kennen ihre Stärken und Schwächen, ihre Vorlieben und Fähigkeiten. Sie sagen: „Wir müssen einander nichts mehr beweisen. Das erleichtert es ungemein, in der Musik vorwärts zu kommen.“ Und vorwärts kommen sie erstaunlich schnell. Fortlaufend begeben sie sich in neue Klanggebiete. Folgerichtig für drei Musiker, die mit ihren Inputs aus eigenen musikalischen Hörerfahrungen und andern Band-Projekten laufend neue Synapsen legen und sich in diesem Trio explizit als Band-Organismus verstehen. Die Musik des Trios Heinz Herbert ist zuallererst ein klangliches Ereignis. Längere Bögen und raffinierte Groove-Geometrien geben ihr Gestalt. Räume entstehen, Angelpunkte werden gesetzt, Texturen gewoben. In diesen offenen Markierungen beginnt die Klangchemie ihre Wirkung zu entfalten. Manchmal schwebt ein Space-Shuttle durch einen Unterwassergarten, manchmal funkeln die Klänge wie eine Zelle unter dem Mikroskop. Und diese frische kreative Energie spürt man gerade an ihren Live-Konzerten, wo man jedes Mal das Gefühl hat, eine Band zu erleben, die sich soeben neu erfindet. 
Konzert, 23.11.2018, 20:15 Uhr, Eisenwerk, Frauenfeld
Jazz:now - Peter Madsen & CIA play silent movies
Auch wenn CIA ziemlich geheimnisvoll klingt, es steht hier kurz und bündig für Collective of Improvising Artists. Das CIA erforscht die verschiedenen Aspekte von kreativer Improvisation und Komposition. Gegründet wurde die Plattform improvisierender Musiker aus dem Vorarlberg vor 10 Jahren durch den amerikanischen Jazzpianisten Peter Madsen. Ein wichtiger Fixpunkt sind seither die monatlichen «CIA silent movie nights» im Spielboden Dornbirn. Denn Madsen ist nicht nur ein mit ziemlich vielen Wassern gewaschenen international tourenden Musiker – die Liste seiner Kollaborationen ist ellenlang und beinhaltet Namen wie Stan Getz, Michael Musillami oder Fred Wesley – er ist auch begeisterter Sammler von Stummfilmen. Eine weitere Leidenschaft die etwas mit langen Listen zu tun hat. Seine Filmauswahl für die «silent movie nights Reihe» spannt denn auch den Bogen vom Monumentalfilm über frivole Gesellschaftskomödien bis zum avantgardistischen Kunstfilm. Dabei bietet die Verknüpfung von Bild und Klang einen sehr offenen Assoziationsspielraum. Man kann in den Sound eintauchen oder mit der Filmhandlung mäandern… Auf jeden Fall überzeugen nebst Peter Madsen auch die weiteren Agenten dieses Abends: der aus Kuba stammende Trompeter Amik Guerra, der vielseitige Trommeltausendsassa Alfred Vogel und Kontrabassist Marc Jenny. Mit unbändiger Spielfreude und einer Mischung aus Verspieltheit, Können und Respekt vor der Musik und voreinander verpassen sie den gut 100-jährigen Stummfilmen einen 2018er Soundtrack und katapultieren dabei das Erbe des Cinematheque Orchestra ins Jetzt.
Konzert, 21.12.2018, 20:15 Uhr, Eisenwerk, Frauenfeld
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