Suisse Culture, die Kulturlobby auf Bundesebene, hats während Corona vorgerechnet: Die Kultur ist auch ein enorme volkswirtschaftliche Wertschöpfungsmaschinerie, natürlich. Aber welchen gesellschaftlichen «Nutzen» hat Kultur darüber hinaus? Dieser Frage geht Eric Facon mit den drei Gästen der ersten Ausgabe des diesjährigen Kulturstammtisches nach. Und gibt in der Ankündigung auch gleich eine Antwort: «Kultur ist der Schlüssel zum Glück.»
Denn: Kultur bewegt im besten Fall bis tief in die Seele, mit grossen Emotionen, mit sperrigen Herausforderungen und vielfältiger Inspiration. Das ist nicht immer direkt sicht- oder messbar. Und darum umso schwieriger, in konkrete politische Forderungen (also beispielsweise mehr Fördergelder) umzumünzen.
Darüber, über die Wirkmechanismen von Kultur und vieles mehr werden diesen Sonntag im Living Museum in Lichtensteig Museumsleiterin und Künstlerin Nico Lazúla, Stefan Wagner, Geschäftsleiter der Thurgauer Kulturstiftung, und der Toggenburger Komponist und Chorleiter Philipp Kamm diskutieren.
Kulturstammtisch: Der Schlüssel zum Glück. Sonntag, 17. März, 11 Uhr, Livin Museum Lichtensteig
ig-kultur-ost.ch
Das Gespräch leitet Audiojournalist Eric Facon. Zehn Jahre lang war der Kulturstammtisch eine Sendung von Radio SRF. Jetzt ist es Facons Podcast, der live vor Publikum stattfindet. Der Kulturstammtisch in der Ostschweiz wird 2024 in Kooperation mit Saiten und der IG Kultur Ost präsentiert. Der Kulturstammtisch findet an Kulturorten in der ganzen Ostschweiz statt.
Debatten um Machismus, Deepfake-Pornos, häusliche Gewalt und Femizide sind beinahe alltäglich. Was können Männer gerade tun, wenn sie unter Generalverdacht geraten? Frauenhausleiterin Katja Hämmerli Keller, Florance Hildebrand vom feministischen Streikkollektiv Thurgau und Manuel Benjamin Lehmann vom Forum Mann diskutieren Lösungsansätze.
Kommentar zur SVP-Chaosinitiative
Das AFO, das Architektur Forum Ostschweiz, diskutiert und vermittelt seit 30 Jahren Baukultur. Am kommenden Freitag wird das Jubiläum gefeiert und die neuste Artikelserie der guten Bauten als Buch präsentiert.
Minasa bekommt also doch Geld aus dem Lotteriefonds: Der Kantonsrat hat dem von Saiten und Thurgaukultur.ch aufgebauten Projekt, das den grössten Veranstaltungskalender der Ostschweiz ermöglicht, die Finanzierung für drei weitere Jahre gesichert.
Inna Shevchenko fragt im Dokumentarfilm Girls and Gods, ob die monotheistischen Weltreligionen mit Feminismus vereinbar sind. Auf der Suche nach Antworten begegnet sie widersprüchlichen Theorien und mutigen Frauen. Und bleibt nicht nur stille Beobachterin.
In eigener Sache
Abstimmungskommentar zur SVP-Chaosinitiative
Theateraufführung
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Ein paar Federn, ein angeknabberter Tannenzapfen, ein Stück Plastik: Tiere und Menschen hinterlassen Spuren. Diesen widmet das Naturmuseum St.Gallen seine aktuelle Sonderausstellung «Spuren – Fährten, Frass und Federn».
In einer neuen Ausstellung wagt sich das Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen an eine Neuvermessung des Verhältnisses von Kunst und Religion.
Hinter dem St.Galler Hauptbahnhof soll ein Konsumraum für Menschen mit schweren Suchterkrankungen entstehen. Diese Woche haben die Stadt und die Stiftung Suchthilfe Anwohner:innen eingeladen, um einen ersten Dialog zu starten.
Es ist seine letzte Session nach zehn Jahren im St.Galler Kantonsrat. SP-Kulturpolitiker Martin Sailer setzt künftig ganz auf den Zeltainer. Das Geld für den Neubau in Wildhaus ist fast zusammen, 2027 soll es losgehen.
Die Ansiedlung des Internet Archive Switzerland in St.Gallen ist Piero Stinelli zu verdanken. Er kontaktierte vor zehn Jahren die Verantwortlichen von archive.org aus eigenem Antrieb. In den 90er-Jahren war der Mitgründer von Vadian.net und Klang und Kleid ein Internetpionier.
Ohm41 stellen wieder aus
Das Thurgauer Pop-Phänomen Noemi Beza veröffentlicht Anfang Juni ihre neue EP. You’ll Find Me There vereint Country-Vibes mit astreinem Pop – was man ein wenig vermisst, sind Ecken und Kanten.
Kolumne: Stimmrecht im Juni
Ausstellung in Herisau
Nach 22 Jahren gibt Matthias Peter die Leitung der St.Galler Kellerbühne ab. Vom Raum ist er nach wie vor begeistert. Aber dem Kabarett ging es auch schon besser, erzählt er im Gespräch.
Die Thurgauer Künstlerin Micha Stuhlmann befasst sich in ihrem neuen Projekt mit dem Dasein im Moment. Am 7. Juni findet dazu ein Workshop in St.Gallen statt und am 26. Juni zeigt sie mit ihrem Ensemble die finale Performance in Kreuzlingen.