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Kunst öffnet Türen

Der Kunstnomade «Arthur» dient auch dieses Jahr als Werbebotschafter für das Projekt «Stobete» (Bild: pd)

Der Kunstnomade «Arthur» dient auch dieses Jahr als Werbebotschafter für das Projekt «Stobete» (Bild: pd)

Zwei Nachmittage, vier Stuben. Im Rahmen ihres diesjährigen Kunstprojekts arthur#19 «Stobete» laden die Kunsthallen Toggenburg ein, künstlerische Interventionen in privaten Stuben zu betrachten. An der Finissage folgt eine Podiumsdiskussion zum Verhältnis von Privatem und Öffentlichem.

Kunst in frem­den Stu­ben be­stau­nen. Das kann man im Rah­men des Kunst­pro­jekts Ar­thur, das die Kunst­hal­len Tog­gen­burg all­jähr­lich im Herbst or­ga­ni­sie­ren. Der Pro­jekt­na­me sei ein Kunst­wort, schrei­ben die Kunst­hal­len im Pro­jekt­dos­sier: «Ge­bil­det aus Art und Thur. Al­so Kunst im Thur­tal. Oder Kunst auf Tour». Und Ar­thur sei auch die Per­so­ni­fi­zie­rung des be­sag­ten Kunst­pro­jekts: Ar­thur, der Kunst­no­ma­de.

Und die­ser Ar­thur «no­ma­di­siert» am Sams­tag, 29. Au­gust, und am Sams­tag, 5. Sep­tem­ber, er­neut durch die Re­gi­on, und zwar in die tog­gen­bur­gi­schen Stu­ben. Ar­thur#19 «Sto­be­te» heisst das dies­jäh­ri­ge Pro­jekt, mit dem man ei­nen al­ten Brauch auf­neh­me. Die Sto­be­te be­zeich­ne ein ge­sel­li­ges Zu­sam­men­sein von Freund:in­nen und Nach­bar:in­nen in der Stu­be, er­fährt man von den Kunst­hal­len. Be­le­ge für das Wort ge­be es be­reits aus dem 15. Jahr­hun­dert. 

Ein ge­sel­li­ges Zu­sam­men­sein kann durch­aus auch bei ar­thur#19 «Sto­be­te» ent­ste­hen. Al­ler­dings nicht un­be­dingt mit be­kann­ten Ge­sich­tern. Denn die vier Gast­ge­ber:in­nen, die am dies­jäh­ri­gen Kunst­pro­jekt teil­neh­men, la­den ins­be­son­de­re Frem­de in ih­re pri­va­ten Räu­me ein.

Kunst im Pri­va­ten

Das Gan­ze funk­tio­niert so: Die Gast­ge­ber:in­nen öff­nen ih­re Tü­ren und ver­trau­en ih­re Stu­ben aus­ge­wähl­ten Kunst­schaf­fen­den an. Die­se er­wei­tern die vor­han­de­nen Räum­lich­kei­ten mit ih­rer Kunst. Ei­ne sol­che Be­spie­lung pri­va­ter Räu­me er­for­de­re von den Künst­ler:in­nen viel Fein­ge­fühl, in­ter­agie­ren sie doch mit dem Zu­hau­se von je­man­dem, heisst es von­sei­ten der Kunst­hal­len Tog­gen­burg. 

Die Stu­ben und die in ih­nen ent­stan­de­nen Kunst­in­stal­la­tio­nen sind je­weils ei­nen Nach­mit­tag lang für die Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich. Den An­fang ma­chen am 29. Au­gust ei­ne Stu­be in Lich­ten­steig und ei­ne in Mo­gels­berg. In Lich­ten­steig zeigt der Bas­ler Mu­sik­künst­ler Lu­kas Hu­ber ei­ne «So­lo-(An­ti-)Oper». In Mo­gels­berg set­zen sich der Ost­schwei­zer Fo­to­graf Ma­rio Ba­ron­chel­li und die He­ri­sau­er Künst­le­rin Ga­brie­la Falk­ner in ei­ner Raum­in­ter­ven­ti­on mit dem «Ver­hält­nis von Sein und Schein» aus­ein­an­der.

Gren­zen und Über­schrei­tun­gen

Ei­ne Wo­che spä­ter, am 5. Sep­tem­ber, geht es wei­ter. Phil­ip Dick­mann, selbst aus dem Tog­gen­burg, nä­hert sich in Eb­nat-Kap­pel zeich­ne­risch dem Wohn­zim­mer an, wäh­rend der Zür­cher Künst­ler Oli­ver Zen­klu­sen in ei­ner Watt­wi­ler Stu­be «hör­ba­re In­ti­mi­tät aus dem nach­bar­schaft­li­chen All­tag» mit Fo­to­gra­fien vom Him­mel ver­bin­det.

Zen­tra­les The­ma bei ar­thur#19 «Sto­be­te» ist laut den Kunst­hal­len Tog­gen­burg das «Auf­lö­sen von Gren­zen zwi­schen Pri­va­tem und Öf­fent­li­chem». Ei­ne ein­ver­nehm­li­che Grenz­über­schrei­tung, in der «ei­ne be­son­de­re Form von Nä­he, ge­tra­gen von Ver­trau­en, Neu­gier und Re­spekt» ent­ste­he. 

An der Fi­nis­sa­ge am Sams­tag, 12. Sep­tem­ber, im Rat­haus für Kul­tur in Lich­ten­steig fin­det ei­ne Po­di­ums­dis­kus­si­on statt, die sich ver­tie­fend mit die­sem The­ma aus­ein­an­der­setzt. Aus­ser­dem wird dort der Film Sto­be­te des Lich­ten­stei­ger Kul­tur­schaf­fen­den Ha­nes Stur­zen­eg­ger ge­zeigt, und der Hack­brett­spie­ler Eli­as Men­zi sorgt für die mu­si­ka­li­sche Be­glei­tung. 

Kunst­hal­len Tog­gen­burg – ar­thur#19 «Sto­be­te»:
Lu­kas Hu­ber – «, auf dass sie ei­nes Ta­ges zu uns spre­chen mö­gen.»: Sams­tag, 29. Au­gust, 12 bis 18 Uhr, Obe­rer Flooz 4248, Lich­ten­steig.
Ma­rio Ba­ron­chel­li und Ga­brie­la Falk­ner – «Sto­be­teD­J­Sti­cke­rei­ABB...und­Kunst­über­all»: Sams­tag, 29. Au­gust, 12 bis 18 Uhr, Dorf­stras­se 4, Mo­gels­berg. 
Phil­ip Dick­mann – «Ein frag­men­tier­tes Wohn­zim­mer Por­trät»: 5. Sep­tem­ber, 12 bis 18 Uhr, Eb­na­ter­stras­se 22, Eb­nat-Kap­pel.
Oli­ver Zen­klu­sen – «le ciel quand les voi­sins font l’amour»: 5. Sep­tem­ber, 12 bis 18 Uhr, Uelis­bach, Wai­sen­hausstras­se 15, Watt­wil.
Fi­nis­sa­ge: Sams­tag, 12. Sep­tem­ber, 16 bis 20 Uhr, Rat­haus für Kul­tur, Lich­ten­steig.

Eman­zi­pa­ti­on in geo­me­tri­scher Form

Das Kunst­haus Bre­genz zeigt in der neu­en Aus­stel­lung Ar­bei­ten der US-ame­ri­ka­ni­schen Künst­le­rin Tork­wa­se Dys­on. Aus­gangs­punkt ih­rer gross­for­ma­ti­gen geo­me­tri­schen Skulp­tu­ren und poe­ti­schen Ma­le­rei­en bil­det das Le­ben und die Be­frei­ung Schwar­zer Men­schen.

Von Sieglinde Wöhrer,
Torkwase Dyson EG Y3 A3594 Foto Markus Tretter

Vom Ges­tern in die Zu­kunft tau­chen

Wie stehts heu­te um die Gleich­stel­lung? Und wie war das frü­her? Die Pop-up-Aus­stel­lung «Frau­en­spu­ren im Hal­len­bad» in Gos­sau ar­bei­tet ein Stück Ge­sell­schafts­ge­schich­te auf. Zeigt, wo es heu­te noch hakt, und dass es nicht blei­ben muss, wie es ist.

Von Vera Zatti,
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Kolumne: 24/7 Traumacore

Ich bin Bra­ve­he­art (Mel Gib­son ty­pe shit)

Von Mia Nägeli,

Theater

Kein Kom­pli­ment

Von Vera Zatti,
Unreif Presse 05

Von Trans­sil­va­ni­en in den Thur­gau

Jo­han­na und Szi­lamer ar­bei­ten seit vier Jah­ren als Ern­te­hel­fer:in­nen in Fru­thwi­len. In ih­rer Hei­mat Ru­mä­ni­en ist die wirt­schaft­li­che La­ge an­ge­spannt und die kör­per­li­che Ar­beit auf dem Feld sind sie ge­wohnt.

Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
2610 Erntehelferei 260044 us 0505 max

Er­satz­wahl in den Stadt­rat: Vor­ent­scheid fällt an SP-No­mi­na­ti­ons­ver­samm­lung

Am 29. Ok­to­ber ent­schei­det die SP der Stadt St.Gal­len, wen sie in die Er­satz­wahl um den Stadt­rats­sitz von Pe­ter Jans schickt. Was ur­sprüng­lich wie ei­ne For­ma­li­tät aus­sah, hat sich zu ei­nem span­nen­den Ren­nen ent­wi­ckelt. Mit of­fe­nem Aus­gang.

Von Reto Voneschen,
2026 Stadtrat Collage farbig

Jock Kobels zweiter Fall

Die Welt ist im­mer He­ris­au

Von Andrej Millius,
Bildschirmfoto 2026 10 14 um 18 12 43

Musik

Der Hai­fisch beisst wie­der zu

Von David Gadze,
Bildschirmfoto 2026 10 14 um 18 07 57

Heppelers Bestiarium

100 Jah­re Ein­sam­keit

Von Jeremias Heppeler,

FC St. Gal­len vs. Lau­sanne-Sport – Die Es­pen er­kämp­fen sich die 3 Punk­te

Nach ei­ner ganz pas­sa­blen ers­ten Halb­zeit der Es­pen so­wie Füh­rung durch ei­nen Elf­me­ter von Gört­ler vor der Pau­se, spie­len die St. Gal­ler die­ses Re­sul­tat an­schlies­send her­un­ter und ho­len sich die 3 Punk­te.

Von SENF Kollektiv,
Senf

Die Ge­walt hat ei­nen Schlüs­sel

Mehr als vier­ein­halb Stun­den dau­er­te Der Pro­zess Pe­li­cot im Thea­ter St.Gal­len. Mi­lo Rau und Ser­va­ne Dè­cle in­sze­nier­ten ei­nen Abend über se­xua­li­sier­te Ge­walt und che­mi­sche Un­ter­wer­fung – und über ei­ne Ge­sell­schaft, die von Män­nern mehr Ver­ant­wor­tung ver­langt.

Von Philipp Bürkler,
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Men­schen­rech­te sind kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit

Die Men­schen­rech­te ste­hen welt­weit un­ter Druck. Doch wie kon­se­quent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neu­es Buch nimmt die Schwei­zer Men­schen­rechts­po­li­tik kri­tisch un­ter die Lu­pe. An der Buch­vor­stel­lung im Squa­re wur­de über Wi­der­sprü­che, Ver­säum­nis­se und mög­li­che Lö­sun­gen dis­ku­tiert.

Von Marion Loher,
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Die Po­li­zei woll­te nichts se­hen und nichts hö­ren

In ei­ner Ten­nis­hal­le im tog­gen­bur­gi­schen Un­ter­was­ser tra­fen sich vor zehn Jah­ren 5000 Neo­na­zis zum gröss­ten Rechts­rock-Kon­zert, das je im deutsch­spra­chi­gen Raum statt­ge­fun­den hat. Lin­ke Po­li­ti­ker:in­nen re­agier­ten schnell, doch das Er­geb­nis ist er­nüch­ternd.

Von Hans Stutz,
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Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater

Ver­schwun­de­ne Na­men im Fa­mi­li­en­stamm­baum

Von Sieglinde Wöhrer,
Leopoldstadt R anjakoehler 260217 1

Stimmrecht

Im Re­gen tan­zen

Von Liliia Matviiv,

Ern­ten in der Grau­zo­ne

Ern­te­hel­fer:in­nen sind in der Schweiz schlecht ge­schützt. Ih­re Ar­beits­be­din­gun­gen lie­gen oft in Grau­be­rei­chen, Kon­trol­len sind schwie­rig. Ei­ne Ver­än­de­rung wür­de je­doch be­deu­ten, ein gan­zes Sys­tem auf den Kopf zu stel­len.

Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
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Bücherherbst: Die Geschichte der Schweizer Uhrmacherkunst von Gion Mathias Cavelty

Gran­dio­se Gro­tes­ke

Von Florian Vetsch,

Ein En­de mit Aus­ru­fe­zei­chen

Die St.Gal­ler Re­stau­rants Tos­ca­na und The Pinch mach­ten ver­gan­ge­ne Wo­che über Nacht dicht. 15 Per­so­nen stan­den un­vor­be­rei­tet auf der Stras­se. Das ver­ant­wort­li­che In­ves­to­ren-Duo schliesst nicht zum ers­ten Mal ein Re­stau­rant in der Stadt. Das ab­rup­te En­de wirft Fra­gen auf.

Von Andi Giger,
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Volks­bad­sa­nie­rung: Trau­er­spiel seit über 40 Jah­ren

Die Stadt St.Gal­len muss spa­ren und will das his­to­ri­sche Volks­bad nach der Wie­der­eröff­nung des Hal­len­bads Blu­men­wies schlies­sen. Da­bei ver­spricht die Stadt seit über 40 Jah­ren die Sa­nie­rung.

Von René Hornung,
Volksbad rene hornung 1

Der St.Gal­ler Kul­tur gehts an den Kra­gen

Die St.Gal­ler Re­gie­rung spart ge­gen ih­ren Wil­len wei­te­re 60 Mil­lio­nen Fran­ken ein und rech­net für 2027 mit ei­nem Plus von 55 Mil­lio­nen Fran­ken. Kul­tu­rel­le Ar­beit wird da­bei wei­ter pre­ka­ri­siert – mit ei­ner gros­sen Aus­nah­me.

Von Roman Hertler,
Kanton sparmassnahme