Der «Chiosco» nach sizilianischem Vorbild hatte es der grossen Jury angetan, die die Planungen für das St.Galler Areal Bahnhof Nord beurteilte. Entschieden hatte sie sich zwar für einen eher konventionellen und investorenfreundlichen Vorschlag eines Teams aus Zürich, doch aus dem Vorschlag des St.Galler Architekturbüros Barão Hutter hatte sie den allseits offenen Verpflegungskiosk übernommen, wie man ihn in Sizilien antrifft. Er solle als Zeichen des Aufbruchs möglichst rasch realisiert werden, hiess es auch am abschliessenden World Café Ende letzten Jahres.
Barão Hutter haben sich deshalb ans Planen und Rechnen gemacht und viele Gespräche geführt: mit dem Kanton als Grundeigentümer, mit der Stadt, die als Bauherrin in Frage kommt, mit Kaffeeröster und Bierbrauer, mit der Lebensmittelhygiene und mit verschiedenen Bauunternehmen. «Inzwischen ist klar, dass wir den Chiosco in Italien bauen lassen würden, denn eine Schweizer Kopie kostet drei bis fünfmal mehr», so die Zwischenbilanz von Architekt Peter Hutter. Man werde das sizilianische Modell aber «aufpimpen», an hiesige Vorschriften und ans hiesige Klima anpassen. Als Trägerschaft soll eine Genossenschaft gegründet werden.
Falls die Stadt auf eigene Kosten die nötigen Leitungen legt (Strom, Wasser und Abwasser) und ein Fundament bereitstellen würde, lasse sich ein solcher «Chiosco» relativ günstig aufstellen. Mehr als 100’000 Franken sollen dabei via Crowdfunding zusammen kommen. Das sei dann der Lackmustest für die Frage, ob Partizipation nur darin besteht, Wünsche einzubringen und Forderungen aufzustellen, oder ob die vielen Leute, die mitredeten, auch bereit sind, ins Portemonnaie zu greifen.
Diese Frage will Peter Hutter ausdrücklich stellen, denn er frage sich manchmal, was diese gross angelegten und ziemlich teuren partizipativen Verfahren wirklich brächten. Wenn sie nämlich zu keinem Resultat führen, habe immer die Behörde, die alles aufgegleist hat, den schwarzen Peter in der Hand. Am Beispiel des «Chiosco» solle einmal getestet werden, ob sich das Lob für eine Idee auch in finanzieller Unterstützung zeige. Konkret: ob auch eine partizipative Finanzierung klappt.
Ende August soll es so weit sein. Bis dann seien alle wichtigen Informationen zusammen, um die Sammelaktion zu starten.
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Kunstausstellung
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Alles deutet drauf hin, dass die Uni St.Gallen demnächst in den bisherigen Hauptsitz der Helvetia-Versicherung, geplant vom Basler Architekturbüro Herzog und de Meuron, als zweiten grossen Standort auf dem Rosenberg einziehen kann. Zusätzlich ist ein Holzbau mit Seminarräumen in Planung.
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Jubiläum
Durch bunte Galaxien bis in ein Meer aus Katzenstreu. Die Ausstellung «Hinter’m Mond» vom Künstler:innenkollektiv U5 und Monika Stalder im Stellwerk in Heerbrugg lädt zu einer intergalaktischen Reise ein.
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Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 7: Rathausoper Konstanz, Charles Uzors The Great Wall. A Labyrinth, Clanx-Festival und Rundgänge zu Wiboradas Schwestern.
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