Im Gras liegen, die Welt um sich vergessen und sinnieren – Winterthur bietet allerlei grüne Oasen, an denen man dies im Sommer tun kann. Zum Beispiel im Rosengarten auf dem Heiligberg, im Sonnenbad Wolfensberg oder in einem der zahlreichen Parks. Vergessen geht die Welt um einen herum auch mit einem Buch oder Song im Ohr. Die Literatur- und Spoken-Word-Reihe «lauschig» kombiniert beides.
«lauschig – wOrte im Freien» geht diesen Sommer bereits in die zweite Runde. Bei den sieben Literaturabenden mit Musik im Freien ist für jeden Geschmack etwas dabei. Nach dem Lyrik-Spaziergang auf dem Friedhof Rosenberg im Juni brachte am 5. Juli der Autor Catalin Dorian Florescu zusammen mit der österreichischen Schriftstellerin Vea Kaiser und dem Duo Sybe die Themen Glück, Vertreibung und Flucht in den Rosengarten auf dem Heiligberg.
«lauschig und glückselig» am 5. Juli im Rosengarten (Bild: Christian Bechtiger)
Am 30. Juli treten im Park der Villa Jakobsbrunnen die Spoken-Word-Poeten Gabriel Vetter und Timo Brunke auf. Petra Ivanov und Eva Ashinze lesen am 12. August im Park des Alterszentrums Adlergarten aus ihren Krimis. Und am 1. September bestreitet Lukas Bärfuss zusammen mit der Nachwuchsautorin Michelle Steinbeck und der Band «Europa. Neue Leichtigkeit» das Saisonfinale.
Unter dem Titel «lauschig und szenisch» präsentiert die Winterthurer Theaterautorin Daniela Janjic am 21. Juli im ehemaligen Sonnenbad oberhalb des Schwimmbads Wolfensberg ein besonderes Highlight. Schauspielerinnen und Schauspieler lesen Auszüge aus ihrem Stück Ertränktes Land.
Der Text handelt von einem vom Untergang bedrohten Inselstaat, dessen besorgte Insulaner, hin und hergerissen zwischen Mitleid, Toleranz und Angst bis hin zu Fremdenhass, darüber verhandeln, was die Ursache für das Sinken ihrer Insel ist. Die szenische Lesung wird von der Zürcher Rockmusikerin Verena von Horsten umrahmt.
lauschig 2016: noch am 21., 22. und 30. Juli, 12. August, 1. September, verschiedene Orte in Winterthur, lauschig.ch
Zudem gibt es diesen Sommer erstmals Workshops für Kinder und Jugendliche: Der erste führt am 22. Juli im ehemaligen Sonnenbad Wolfensberg unter der Leitung von Kinderbuchautorin Brigitte Schär ins Schreiben von Detektiv-Geschichten ein. Beim zweiten Workshop am Nachmittag erklärt Lars Ruppel, wie Slam-Poetry geht. Am Abend spielt die Winterthurer Band Dallan als Duo und umrahmt die Lesung der Workshop-Leiter zu unheilvollen Geschichten.
Wer sich die Literatur an lauschigen Orten nicht entgehen lassen will, sichert sich am besten ein Ticket. Denn letzten Sommer waren alle Lesungen bereits im voraus ausverkauft.
Bild: Christian Bechtiger
Mit Internet Archive Switzerland entsteht in St.Gallen ein Ableger des grössten Archivs für Websiten und Künstliche Intelligenz weltweit. Ausserdem im Juniheft: Männer unter Generalverdacht, das grosse St.Galler 80er-Buch, das Abschiedsinterview mit dem langjährigen Kellerbühnenchef und die Flaschenpost aus Venedig.
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«Urs Frei. A – Z» im Kunstmuseum St. Gallen ist die erste Retrospektive zum ausserordentlichen Schaffen von Urs Frei (1958 – 2023). Rund 140 Arbeiten geben Einblick in ein Werk, das kaum zu fassen ist. Das gehört zu seiner Qualität.
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«Das Kind zurücklassen? Wie kann man so dumm und herzlos sein», schreibt der Schweizer Autor Lukas Bärfuss über seine Mutter, die keine Mutter für ihn sein konnte. In seinem neuen Buch schaut er in die Vergangenheit und hat Verständnis, nicht für die Mutter, aber doch für diese Frau, die nie Glück und immer zu wenig Geld hatte.
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Die diesjährige Kulturlandsgemeinde findet entlang der Bahnlinie zwischen Gossau und Wasserauen statt. Es ist ein interdisziplinäres Experimentzwischen Kunst, Gesellschaft und Aktivismus. Ausserdem stellt die Kulturlandsgemeinde künstlerisch und organisatorisch die Weichen für die Zukunft.
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Das St.Galler Theater Trouvaille entdeckt den Musiker und Juristen Mani Matter neu. «’S isch einisch eine gsy»– 90 Jahre Mani Matter verbindet zahlreiche Lieder und literarische Texte des Berners zu einem abendfüllenden Programm. Saiten hat mit dem Theaterleiter Matthias Flückiger gesprochen.
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Caline Aoun interessieren die Momente der Veränderung, die Übergänge und Zustände. Ihre Ausstellung in Kunstmuseum und Kunsthalle Appenzell wird zum Ende der sechsmonatigen Laufzeit eine andere sein als zu Beginn.
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