, 4. Dezember 2018
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Preise für Pärke und Mode

Am alljährlichen Anlass der Architektur- und Designzeitschrift «Hochparterre» sind am Dienstag abend die Trophäen in Form von stilisierten «Hasen» vergeben worden. Ein silberner Hase und zwei Auszeichnungen gingen in die Ostschweiz.

Der Naturmuseumsgarten. (Bild: Studio Vulkan)

Mit dem silbernen Hasen in der Kategorie Landschaft wurde der Garten des neuen St.Galler Naturmuseums ausgezeichnet. Das Zürcher Studio Vulkan hat unter der Federführung der Landschaftsarchitektin Robin Winogrond dort eine abwechslungsreiche Steinlandschaft geschaffen, die zwischen Künstlichkeit und Natürlichkeit oszilliert und zwischen Natur und Wissenschaft vermittelt.

Diese Gestaltung nimmt damit das Typische des Ortes auf: ein Garten auf dem Deckel der Autobahn. Zwischen Brocken aus Rorschacher Sandstein und grossen Findlingen wachsen einheimische Pflanzen und Bäume, aber auch Hortensien. Bearbeitete Betonblöcke erinnern an Nagelfluh, das häufigste Gestein der Region, und eingegossene Pflanzen- und Tierspuren spielen auf Fossilien aus der Urzeit an, wie sie im Innern des Museum zu sehen sind. Die Jury lobte diesen inszenierten Widerspruch.

(Bild: pd)

Zwei Anerkennungen gehen ebenfalls in die Ostschweiz. Zum einen an ein weiteres Landschaftsprojekt: an den Saurer-Park in Arbon. Krebs und Herde, Landschaftsarchitekten aus Winterthur, haben am Rand des Neubaugebiets auf dem ehemaligen Saurer-Werk ein bogenförmiges Freiraumband gestaltet. Nach Vollendung einer zweiten Etappe wird dieses den Bahnhof mit dem Flussraum der Aach verbinden. Neue Fuss- und Velowege wurden gelegt, Eisenbahnschienen erinnern an die frühere Nutzung. Weiden und Pappeln sind bewusst schräg gesetzt und zu mehrstämmigen Baumgruppen zusammengefasst.

(Bild: Georg Aerni)

Die zweite Anerkennung geht an Akris-Designer Albert Kriemler. Er hat sich von der Farbigkeit des amerikanischen Designers Alexander Girard inspirieren lassen, die er in einer Ausstellung im Vitra Design Museum entdeckte. Kriemler hat nach Absprache mit den Nachkommen Girards die Werke in eine eigene Modekollektion übersetzt. Die Nähe zu Architektur, Kunst und Design ist in den Akris-Kollektionen immer zu finden. Doch diese leicht wirkenden und farbenfrohen Modelle verjüngten die Marke und verleihen ihr eine neue Note, lobte die Jury.

(Bild: Akris)

Drei weiteren nominierte Ostschweizer Projekte gingen dieses Jahr leer aus: das Schulhaus St.Leonhard in St.Gallen von Clauss Merz Architekten, Basel, der Hochwasserschutz am Stadtbach in Bischofszell von Oeplan Balgach und Wälli Ingenieuren, Arbon, sowie der Baumwipfelpfad Neckertal, gestaltet vom Kollektiv Nordost aus St.Gallen.

 

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