Steve McQueen. Viel spricht er nicht als Polizei-Lieutenant in Bullit von Peter Yates aus dem Jahr 1968. Dafür weiss er immer, was zu tun ist. Auch in der berühmten Autoverfolgungsjagd auf den abschüssigen Strassen San Franciscos. Was für schöne Autos da zu Bruch gehen! McQueen steuert einen dunkelgrünen Ford Mustang.
Richard Gere, Marlon Brando, James Dean, George Clooney, Colin Firth: Das diesjährige Kinok-Openair Programm heisst «Männer, die ins Auge gehen». Das Motto ist vor allem ein Vorwand, gute Filme ausserhalb des aktuellen Programms zeigen zu können. Präsentiert wird im Rund der Lokremise ein Mix aus Klassikern wie Rebel without a Cause oder The Wild One und neueren Streifen wie A Single Man oder Burn After Reading von den Coen Brothers.
Kinok-Openair 2017: 13. Juli bis 12. August, Lokremise St.Gallen kinok.ch
Dabei ist auch Vicky Cristina Barcelona aus dem Spätwerk Woody Allens. Auf der falschen Fährte ist, wer sich wegen des Filmtitels auf eine Geschichte über Barcelona freut. Allen zeigt Hochglanzbilder, die Stadt dient ihm bloss als Kulisse für einen Beziehungsreigen rund um den sanften Latin Lover Javier Bardem. Den Ton gibt die Erzählstimme vor, nicht die Kamera. Alles ist voller Ironie. Die Schauspieler sind grossartig. Overacting ist Programm. Das gilt vor allem für Penelope Cruz, die als wahre Dramaqueen Scarlett Johansson aussticht.
Zu den vielleicht besten Filmen mit Jean-Paul Belmondo gehört L’Homme de Rio aus dem Jahr 1964. Regisseur Philippe de Broca schickt seinen Helden durch Szenerien, die an Zeichnungen von Hergé (Tim und Struppi) erinnern und lässt ihn ein haar sträubendes Abenteuer nach dem anderen überstehen.
Dieser mit leichter Hand inszenierte frühe Vorläufer der Indiana Jones-Filme bietet neben den Anspielungen auf den klaren Stil des belgischen Comiczeichners noch eine weitere Besonderheit: Auf seiner Jagd nach einem Schatz landet Belmondo im sich in Bau befindenden Brasilia und schlägt sich in den Gebäuden von Oscar Niemeyer mit seinen Gegnern herum.
Dieser Beitrag erschien im Sommerheft von Saiten.
Nach dem sensationellen Hinspiel-Erfolg gegen Benfica kann der FCSG im Auswärtsspiel das für unmöglich Gehaltene wahr werden lassen. Ob das gelingt? SENF tickert ab 21 Uhr Schweizer Zeit live aus Lissabon.
Notizen zu Christopher Nolans The Odyssey
Anja Braun lebte bereits 18 Jahre in der Schweiz, als sie sich gemeinsam mit ihrer Familie entschied, sich einzubürgern. Es war ein logischer Schritt. Das Verfahren war es nicht immer.
Neues Buch
Bereits 1971 eröffnete Ursula Krinzinger ihre erste Galerie in Bregenz. Bis heute prägt sie die Kunstszene weit über die Bodenseeregion hinaus. Nun befasst sich die Bregenzer Sommerausstellung im Palais Thurn und Taxis mit der Galeristin.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 5: Emil Brunner – «Berg Kind Welt», Rapid Openair und Kulturufer.
Der Spagat zwischen europäischen Nächten und biederem Superleague Alltag ist oft schwer. So auch heute. Eine Leistungssteigerung und die richtigen Wechsel in der zweiten Halbzeit reichen aber für die ersten drei Punkte der Saison.
In leichten Pastelltönen und dunklen Ölfarben setzt sich der deutsche Künstler Marcel Hüppauff mit dem Profiradsport auseinander. Dabei treten in seiner Schau im Chambre Directe-Schubiger in St.Gallen nicht nur Menschen, sondern auch Katzen in die Pedale.
Mit Hildegard Fässler (1951–2026) verstarb kurz vor ihrem 75. Geburtstag eine der profiliertesten Ostschweizer Politikerinnen an den Folgen einer schweren Erkrankung. Nachruf einer langjährigen Weggefährtin.
Versteckt im Sittertal produziert die Kunstgiesserei Werke renommierter Künstler:innen. Dabei gilt es oft, Neues auszuprobieren und Lösungen zu finden – mit Zucker, Wachs und natürlich Metall. Saiten erhält einen Einblick in das verrückte Schaffen am Rande St.Gallens.
Der FC St.Gallen gewinnt gegen den haushohen Favoriten aus Lissabon mit 2:1. Die grösste Sensation, die dieses Stadion je gesehen hat. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 4: Cyprien Gaillard – «When you expect flutes, it whistles», «Komm Glüückck» und Jeremy Reeds Buch Du stirbst nur zweimal – Ein Sylvia Plath-/Victoria Lucas-Roman.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Die Baupläne sind gezeichnet, das Baugesuch liegt zur Vorprüfung bei der Stadt – doch noch ist einiges rund um den Wiederaufbau der Rorschacher Badhütte zu klären. Was passiert zum Beispiel mit all den angerosteten und teils verbogenen Scharnieren, Schlössern und anderen Eisenteilen, die die Taucher aus dem See heraufgebracht haben?
Mohsen Masoudi ist 2022 aus dem Iran in die Schweiz geflohen. Heute lebt er in Stein AR und ist Teil der Exil-Opposition. Er erzählt, warum es die Schliessung der iranischen Botschaft braucht und was sich mit den Protesten Anfang Jahr verändert hat.
Das See-Burgtheater macht aus seiner Piratinnengeschichte Die Legende von Anne Bonny ein akrobatisches Spektakel vom Feinsten. Bei aller Sommertheater-Leichtigkeit hätte man aber doch ein bisschen mehr Emanzipationsgeschichte erwartet.
Zu seinem 20. Geburtstag hat das Kulturfestival am Wochenende Bands aus St.Gallen und der Region zu einem zweitägigen Konzertfest eingeladen. Dieses war so vielfältig wie gelungen – auch wegen der Idee, Covers aus der Gründungszeit des Festivals in die Sets einzubauen.
Bregenzer Festspiele
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 3: «Was der Kaiser noch sah», Olaf Breuning – «Humans» und Oriana Bruseghini – Das verlassene Rettungsboot.
Wie setzt Fotografie Mode in Szene? Und wer fotografiert dabei eigentlich wen? Das Textilmuseum St.Gallen gibt mit «Mise en Scène» Einblicke in 120 Jahre Modegeschichte. Es ist die letzte Schau vor dem Museumsumbau.