, 13. April 2011
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Marktplatz: Die wahre Kampagne

Unermüdlich und unverdrossen auch angesichts der jüngsten Plakatflut im FDP-gelb macht das Komitee für einen vernünftigen Markplatz weiter in seinem Widerstand gegen das Parkgaragen-Projekt. Sehr schön auch das Bild mit der Einfahrt in die leere Tiefgarage… Hier die Medienmitteilung der heutigen Pressekonferenz: Das unabhängige «Komitee vernünftiger Marktplatz St. Gallen» verteilt eigene Abstimmungsbroschüre in alle St. […]

Unermüdlich und unverdrossen auch angesichts der jüngsten Plakatflut im FDP-gelb macht das Komitee für einen vernünftigen Markplatz weiter in seinem Widerstand gegen das Parkgaragen-Projekt. Sehr schön auch das Bild mit der Einfahrt in die leere Tiefgarage…

Hier die Medienmitteilung der heutigen Pressekonferenz:

Das unabhängige «Komitee vernünftiger Marktplatz St. Gallen» verteilt eigene Abstimmungsbroschüre in alle St. Galler Haushalte

Das «Komitee vernünftiger Marktplatz St. Gallen» mit seinen inzwischen mehr als 650 Mitgliedern verteilt per Post in den nächsten Tagen seine Abstimmungsbroschüre in alle St. Galler Haushalte, in der Stimmberechtigte zu einem Nein zur Marktplatzvorlage aufgerufen werden. Die Broschüre wurde durch zahlreiche private Spenden und mit Unterstützung des NVS SG ermöglicht.

Das Komitee kritisiert das Projekt mit mehreren Argumenten:

– Bei der Neugestaltung des Marktplatzes geht es zuerst um den, mehrere Jahre lang dauernden, Bau der unterirdischen Parkgarage. Da jetzt schon genug Parkplätze in Parkgaragen im Zentrum vorhanden sind, braucht es im Stadtzentrum keine weitere Tiefgarage. Zudem blockiert der Bau der Parkgarage für mehrere Jahre Fussgänger und ÖV. Der Marktplatz kann auch ohne diese 30-Millionen-Parkgarage autofrei gemacht werden.

– Für diese Garage müssen die prächtigen Platanen auf dem Platz gefällt werden und der Baumbestand im Mittelstreifen des Oberen Graben vor dem Seeger und der Migros Union wird ebenfalls abgeholzt. Bis die neu gepflanzten Bäume wieder gross sind, wird es Jahre dauern.

– Die Wartehalle von Santiago Calatrava ist zu einem Wahrzeichen geworden. Sie soll auf dem Bohl stehen bleiben. Die Haltestellen vom Bohl auf den Marktplatz zu verlegen, bringt den Passagieren keinen konkreten Nutzen. Im Gegenteil, die Haltestellen Schibenertor in Ost-West-Richtung werden aufgehoben. Ausserdem wird aus dem leergeräumten Bohl im St. Galler Klima nie eine italienische Piazza.

– Ein verbesserter Busfahrplan lässt sich auch ohne Umbau von Bahnhof- und Marktplatz erreichen. Eine gestaffelte Abfahrt am Bahnhof bringt eine kostenlose Verkehrsoptimierung für die ganze Stadt.

– Die Rondelle auf dem Marktplatz ist ein schützenswerter Bau aus den 1950er-Jahren. Sie soll – zusammen mit neuen Markständen – auf dem Platz stehen bleiben. Die geplante Markthalle wird so gross, dass der Marktplatz fast völlig verbaut sein wird. Ausserdem bleibt unsicher, ob darin die Händler in Zukunft einen Stand rentabel betreiben können. Heute stehen viele Markthäuschen leer.

– Das Gesamtprojekt kostet die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler 40 Millionen Franken – zu viel für den Deckel einer Parkagarage.

Komitee vernünftiger Marktplatz St. Gallen

Marcus D. Waltenberg, Hansueli Stettler, Tek Berhe, Elsbeth Fischer, Alfons Weisser, Simone Hefti, Gabi Cavegn.

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