, 10. Oktober 2013
3 Kommentare

Missverstandene Frauenversteher

Anpirschen, um den Finger wickeln und «einlochen» – erotische Verführung ist das Hobby der Pickup-Artists. Und um dabei noch erfolgreicher zu werden, lassen sie schon mal einige hundert Franken für Seminare und Workshops liegen. Ist das sexistisch? Und vielleicht wichtiger: Funktioniert es?

«Es geht nicht darum, die Frauen schon in der ersten Nacht flachzulegen», sagt Ray und spielt mit den Ringen an seiner Hand. Wir sitzen in einer Bar in Zürich und trinken Mineralwasser für sechs Franken. Um uns sitzen Frauen. Ray hat längst alle abgecheckt. «Aber du willst sie ja schon ins Bett kriegen, oder etwa nicht?»
«Klar. Aber ich bevorzuge Affären, keine One- Night-Stands. Der Sex ist besser.»
«Du gehst das Risiko ein, dich zu verlieben?»
«Das kann natürlich immer passieren. Irgendwann will ich ja auch eine feste Beziehung. So richtig mit Haus und Kindern.»
«Aber zurzeit verbringst du deine Tage und Nächte damit, irgendwelche Frauen anzumachen.»
«Ja. Ich will mich austoben, dazulernen, mich entwickeln. »
«Und wühlst dich so lange durchs Angebot, bis die Richtige dabei ist?»
«So würde ich das nicht sagen. Ich will keine, die am ersten Abend mit jemandem in die Kiste steigt.»
«Wieso? Findest du das schlampig?»
«Nicht direkt, aber ich mag das traditionelle Familienmodell. So wurde ich auch erzogen. Meine Traumfrau ist häuslich, ähnlich wie meine Mutter. Keine Partymaus.»
«Also doch alles Schlampen ausser Mutti?»
«Quatsch. Diese Frauen leben ihre Sexualität aus. Das ist okay, das mache ich auch. Sie sind eine Mischung aus Bitch und cooler Draufgängerin. Aber für mich sind sie kein Girlfriend-Material. Ich will keiner von vielen sein.»

Er verstummt, wähnt sich auf dünnem Eis, weil er gerade einer Frau gegenüber zugab, dass er bei sich selber andere Massstäbe anlegt als bei seiner Zukünftigen. «Aber man weiss ja nie…», murmelt er und wechselt das Thema.

Ray ist 24 Jahre alt und eine Art Shooting-Star der Zürcher Pickup-Szene, einer überwiegend männlichen Community, die ihre Wurzeln in den Vereinigten Staaten hat. Pickup- Artists (PUA) jagen Frauen im Grossstadtdschungel und versuchen, sie durch systematische Manipulation zu verführen – mithilfe von einstudierten Tricks, Verhaltensmustern, mehrstufigen Plänen, Hypnose oder neurolinguistischem Programmieren (NLP). Das Zürich-Lair, so heisst Rays Clique, hat zurzeit über 200 Mitglieder auf der Online-Plattform, etwa 30 davon sind aktiv im Nachtleben unterwegs und verabreden sich einmal pro Woche zum «Stammtisch» oder zum «Afterwork-Game». Dann geht es auf in die Bars und Clubs, immer auf der Suche nach verführungswilligen Frauen.

«Schreibst du das etwa so auf?» fragt Ray. «Das tönt irgendwie böse.»
«Ist es nicht das, was ihr macht?»
«Verführen ist schon richtig, ja. Aber es geht auch darum, an sich selber zu arbeiten. Pickup hat viel mit Selbstwahrnehmung und sozialen Skills zu tun. Als ich vor zwei Jahren eingestiegen bin, war ich ein völlig anderer Mensch.»
«Auf jeden Fall einsamer.»
«Vor allem bin ich heute dominanter, direkter und extravertierter. Früher war ich verschlossen, fast asozial, hatte kaum Freunde. Ich war ein AFC, ein average frustrated chump. So nennen wir introvertierte Männer mit wenig Selbstvertrauen.»
«Und jetzt reisst du eine nach der anderen auf. Wie kam das?»
«Ich war verzweifelt und bekam durch Zufall ein Buch über Pickup in meine Hände. Anfangs habe ich dem Ganzen nicht getraut, aber dann bin ich im Internet auf das Zürich-Lair gestossen und habe mich spontan angeschlossen. Ein weiser Entscheid, denn ich habe dort gute Freunde und Lehrer gefunden.»
«Quasi ein Studiengang in Verführungskunst. Oder eher eine Selbsthilfegruppe?»
«Irgendwie beides. Einerseits sind wir Gleichgesinnte, Männer mit ähnlichen Sorgen, die den Austausch schätzen. Andererseits lernen wir von den Erfahrenen aus dem Lair.»
«Eure Mentoren.»
«Genau. Durch sie habe ich meinen Look verändert, an meiner Körpersprache gearbeitet und mir neue Verhaltensmuster antrainiert. Sie lehrten mich auch, wie man euch Frauen ansprechen muss, was ihr wollt, wie ihr tickt.»

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Die Hintergründe: Klick zum Vergrössern

Austoben, Styling, Ego-Kick und Affären. Das kommt mir bekannt vor. Es erinnert mich an die Momente, in denen ich mit Freundinnen vor dem Spiegel stand, Prosecco schlürfte und über Accessoires diskutierte. Ray erinnert mich an eigene Liebschaften, an Nächte, in denen ich nicht alleine nach Hause wollte und ein ähnliches Spiel trieb. Und wieder daran, dass ich niemals jemandem sagen sollte, mit wie vielen ich tatsächlich im Bett war – was bei Licht betrachtet auch keine Leistung ist, weil Frauen tendenziell nur in der Ecke warten müssen und sich dann für einen Interessenten entscheiden können. Zugegeben, Männer haben es da schwerer. Verständlich, dass sie sich Hilfe holen – Casanova war früher, Pickup ist heute.

Trotz meines eigenen Lebenswandels schrillten bei mir die feministischen Alarmglocken, als ich zum ersten Mal etwas über Pickup las. Machismo! Chauvinistischer Zeitvertreib! Das war mein erster Gedanke. Genau wegen solchen Möchtegern-Casanovas spachteln manche Frauen becherweise Glace, schauen Rosamunde Pilcher und heulen sich bei ihren Freundinnen die Augen aus. Zweiter Gedanke: Was treibt Männer dazu, sich bei einem Lehrgang in Verführungskunst anzumelden? Könnte ja sein, dass Frauen einfach schwerer zu knacken sind. Oder dass wir den Männern Angst machen. Oder dass sie die «goldenen Zeiten» vermissen, in denen Mann Frau noch an den Haaren in seine Höhle schleifte… Der blosse Geschlechtsakt kann ja kaum der Grund sein, da der Gang ins Puff vermutlich günstiger wäre als ein zweitägiger Pickup-Workshop, der gut und gerne 600 Franken kosten kann.

Diese Fragen führten dazu, dass ich mich auf gut Glück bei Rays Online-Communitiy meldete und vorsichtig anfragte, ob jemand bereit wäre, mit einer Journalistin zu sprechen. Trotz Skepsis (von beiden Seiten) beschlossen Alex, Ray und Hank nach einigen E-Mails, mir einen Einblick zu gewähren. Wir trafen uns also erst einmal zu viert, um uns gegenseitig zu beschnuppern. Nach vier Stunden hatte ich ihren Test bestanden und sie luden mich zu einem Workshop ein, den sie einige Wochen später veranstalten würden. Als mir Alex dann auch noch eröffnete, dass er mit diesem Text aus dem Game aussteigen will, wusste ich: Das wird meine Geschichte. Doch zurück zu Ray:

«Erzähl, wie läuft so ein Aufriss?»
«Wir gehen in einen Club. Nicht zum Stammladen, das fällt auf. Dann suche ich mir eine Frau, tanze sie an oder verwickle sie in ein Gespräch. Läuft es nach Plan, habe ich geringstenfalls ihre Telefonnummer. Weist sie mich ab, ziehen wir Bilanz und ich versuche mein Game zu optimieren.»
«Ich wills konkreter. Gib mir die ultimative Strategie. »
«Pass auf: Einer schüchternen, eher unattraktiven Frau musst du Komplimente machen, damit sie auftaut. Ist eine selbstsicher und attraktiv, also ein HB, ein Hot Babe, dann irritiere sie. Sie ist sich Komplimente gewohnt, erwartet, dass Mann sie im Fünfminutentakt anmacht. Weise sie ab, ignoriere sie. Solange, bis sie die Welt nicht mehr versteht. Oder bringe einen Neg, ein negatives Kompliment. Frag sie zum Beispiel, ob sie so viel Schminke wirklich nötig hat, und sie wird dich den ganzen Abend nicht mehr aus den Augen lassen.»
«So einfach sind wir nicht gestrickt. Das funktioniert niemals.»
«Oh doch. Mit Garantie. Auch bei einer Skeptikerin wie dir, wetten?»
«Das ist mein Job.» Ich überlege kurz. «Ray, versuchst du mich gerade abzuschleppen?»

Wir lachen, mustern die Asiatin hinter der Bar und plaudern weiter. Über das Alphamann-Sein, über anhängliche Verabredungen, bevorzugte Verhütungsmethoden und die LTR, long term relationships. Schwer vorstellbar, dass dieser 24-jährige Physikstudent Nachhilfe in Sachen Verführung braucht: knapp einsneunzig gross, athletischer Körper im eleganten Jackett, dunkelbraunes Haar und wache, blaue Augen. Ein angenehmes Parfüm, keine schiefe Nase, keine krummen Zähne – nichts, das nicht ins gängige Schönheitsideal passen würde. «Eine schmeichelhafte Beschreibung», findet er. Wichtiger als das Aussehen sei allerdings das Inner Game, also die Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbstbewusstsein – eines der häufigsten Themen der Pickup-Seminare. So auch an jenem, das wir gleich besuchen.

Als wir dort ankommen, verschwindet Ray mit den anderen Organisatoren in einem Nebenraum des unscheinbaren Hotels nahe der Sihlcity. Unsicher gehe ich die Treppe hoch. Oben warten gut 50 Männer, die allesamt lernen wollen, wie man Frauen verführt. «Hi, ich bin Andi», sagt ein knapp Volljähriger etwas gar selbstbewusst. Forsch streckt er mir seine Hand entgegen. Wenig später bin ich von weiteren Pickup- Lehrlingen umringt, die mich mit klassischen Opener-Fragen löchern. Wobei die Bezeichnung Lehrlinge irreführend ist, weil einige die 40 bereits überschritten haben. Sowieso – einen Stereotyp gibt es nicht. Die Männer erinnern an eine zusammengewürfelte Gruppe von Fussballfans, nur dass sie gepflegter daher kommen.

Stille. Anerkennende Blicke wandern zum Eingang. Dort steht Coin, ein Pionier der Zürcher Szene – links und rechts eine attraktive, spärlich bekleidete Dame im Arm. «Aber hallo! Wer bist du denn?», fragt er und baut sich vor mir auf.
«Eine, die sich dafür interessiert, was ihr so tut», erwidere ich. Coin mustert mich lange, runzelt die Stirn. «Hm… Du hast verdammt kurze Haare. Stehst du auf Männer oder auf Frauen?»
«Je nach dem», sage ich, überrumpelt von seiner Direktheit.
«Cool. Gefällt mir. Kannst dich während dem Seminar gerne zu uns setzen.»
«Du hast doch bereits zwei Frauen im Schlepptau.»
«Ich teile gerne.» Coin gibt der Brünetten einen Klaps auf den Hintern. Sie lacht.
«Stört dich das nicht, wenn du eine von vielen bist?», frage ich sie, als Coin mit der Blondine im Seminarraum verschwindet.
«Wieso sollte mich das stören? Ich sehe das nicht so eng wie andere Frauen.»
«Es wirkt schon recht protzig, wie er euch so trophäenmässig herumzeigt.»
«Mich kann man auch zeigen, im Gegensatz zu anderen Frauen. Bist du Feministin?»
«Wieso? Sehe ich so aus?»
«Weiss nicht. Irgendwie schon. Und du fragst so Emanzen-Zeug.»
«Ich frage, weil andere Frauen vielleicht eifersüchtig wären, wenn sie nicht die Einzige sind.»
«Alles verklemmte Weiber.»

Coins Begleitung ist nicht die Erste, die mir den Feministinnen- Stempel aufdrückt. Schon zu Beginn der Recherche wurde ich von Ray, Alex und Hank gefragt, welche Stossrichtung mein Artikel haben wird. Bei unserem ersten Treffen wurde ich mit der Feststellung begrüsst, dass ich offenbar doch – wie befürchtet – ein «Femi-Nazi» sei. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich den Jungs glaubhaft versichern konnte, dass ich ihren Lebensstil nicht anprangern will und einfach schreibe, was ich sehe, wenn möglich das Ganze in einen gesellschaftlichen Kontext stelle.

ch sitze immer noch neben Coins Brünetter und höre mir ihre sexuellen Abenteuer an, als ein grosser Dandy mit Hut und tiefer Stimme uns unterbricht und sie in ein Nebenzimmer entführt. «Für eine kurze Besprechung», sagt er und zwinkert uns zu. Die Entführte soll ihm später assistieren. Der Dandy heisst Orlando Owen, ist Deutsch-Amerikaner und ein Urgestein der Szene. Er lebt von Pickup-Seminaren, die er weltweit veranstaltet, ist also ein professioneller Womanizer, ein Superstar unter den Verführungskünstlern. Viele sind wegen Owen hier. Die meisten kommen aus Zürich oder den umliegenden Kantonen, einige sind aus Deutschland angereist.

Mit Pickup gewinnt Mann offenbar nicht nur Frauenherzen, sondern auch jede Menge Geld und Macht. Auch Coin ist einer dieser Gurus, die Seminare abhalten, etwa über Körpersprache oder das «Inner Game» – die eigene Persönlichkeitsentwicklung. Man munkelt, dass die Frauen an seiner Seite jeweils nur zu Werbezwecken dienen. Die Seminar-Preise sind jeweils unterschiedlich und ein rotes Tuch in der Szene, da man sich nicht einig wird, ob es legitim ist, sich an den Sorgen anderer zu bereichern. Die Teilnehmer heute haben jedenfalls einen Unkostenbeitrag bezahlt. 40 Franken pro Person, dafür gibt es anschliessend die Owen-DVD günstiger.

Kurz bevor es losgeht, werde ich von Alex an meinen Platz geführt. Hinterste Reihe links. «Damit die Seminar-Teilnehmer sich nicht unwohl fühlen », sagt er. «Sie denken, du bist eine Kollegin von mir.» Alex war mein erster Kontakt zum Lair und eröffnet das Seminar mit einem Referat. Endlich werde ich erfahren, wie Mann uns Frauen erfolgreich aufreisst.
«Warum seid ihr hier?», fragt Alex in die noch etwas schüchterne Runde. «Was bedeutet es, ein Mann zu sein? Was ist Männlichkeit überhaupt?» Die Männer murmeln irgendwas von Stärke, Ernähren und Beschützen. Als Alex fragt, warum sie sich für Pickup interessieren, kommen endlich Reaktionen.
«Weil ich mehr Erfolg haben will bei den Frauen.»
«Ich möchte einfach mehr Sex.»
«Dann seid ihr hier genau richtig. Pickup funktioniert. Garantiert. Ihr werdet unzählige Frauen haben und sie werden euch zu Füssen liegen, wenn ihr das wollt. Aber ich sage euch etwas. Ihr hinterlasst verbrannte Erde. Ihr werdet andere damit verletzen, werdet euch selbst verletzen. Ihr werdet abstumpfen und in ein Loch fallen.»

Nur das Kichern von Coin und seinen Begleiterinnen ist zu hören. Sie machen sich über Alex lustig. Bis er sie zurechtweist und fortfährt: «Einige von euch kennen mich. Ihr wisst, ich hatte viele, hatte wunderschöne Frauen. Aber ich bin aus dem Game ausgestiegen.»
«Wieso?», fragt es aus dem Publikum.
«Also… Wir senken unsere Hemmschwelle, indem wir in kurzer Zeit extrem viele Frauen ansprechen. Ihr kennt alle die 3-Sekunden-Regel; innerhalb dieser Zeit müsst ihr eine Frau ansprechen. Das nennen wir Konditionierung. Sie soll uns die Angst vor einer Abfuhr nehmen. Doch damit machen wir nichts anderes, als uns abzustumpfen. Wir werden gefühlskalt und emotionslos. Irgendwann leben wir nur noch nach antrainierten Verhaltensmustern und vergessen, wer wir wirklich sind.»
«Und was sollen wir stattdessen tun?»
Alex, knapp Dreissig, charmant und eloquent, hat mittlerweile Feuer gefangen. «Ihr sollt euch selber sein, ehrlich zu euch und den anderen. Es geht nicht darum, irgendeinem Idol nachzurennen und sich zu verstellen. Ihr seid nicht Hank Moody oder James Bond oder Will Smith und wie sie alle heissen. Vergesst Don Juan und erforscht endlich eure Gefühle!»
«Du sprichst vom Natural Game?», fragt einer.
«Nein, ich spreche nicht davon, den Scheiss so lange zu verinnerlichen, bis er so locker von der Hand geht, als wärst du so zur Welt gekommen. Ich spreche davon, dass Authentizität und Ehrlichkeit die effektivsten Türöffner sind.»

Alex’ Referat dauert satte 90 Minuten. Verglichen mit seinen Schilderungen verkommen erotische Klassiker wie Fanny Hill, Lolita oder Shades of Grey zu farblosen Disneyversionen. Er berichtet von sexuellen Exzessen, vom Verliebtsein, von Scham und schlechtem Gewissen, aber auch von seinem Ausstieg und davon, was er sich in Zukunft wünscht: eine Seelenverwandte, mit der er vielleicht irgendwann eine Familie gründen kann. Das ist nicht wirklich das, was die angehenden Weiberhelden von jemandem hören wollen, der seit bald 10 Jahren im Game ist. Was sie auch nicht unbedingt hören wollen, sind die Gründe, wieso sie in diesem Seminarraum des Hotels Engimatt gelandet sind. Alex erklärt diese Sehnsucht nach Anleitung und Idolen mit fehlender Identität – unangenehme Worte, die mit wenig Applaus abgetan werden. Das ändert sich, als Orlando Owen nach der Pause die Bühne betritt. Da nach der kurzen Einführung «extra-geheime Spezial- Workshops» folgen, sprich: solche, zu denen ich keinen Zutritt erhalte, nutze ich die Gelegenheit und setze mich mit Hank, dem Gründer der Zürcher Online-Plattform, an die Hotelbar.

«Natürlich glaube ich an die Liebe», sagt er. «Aber nicht unbedingt im konventionellen Sinn, also mit nur einer Frau. Ich bezeichne mich als polyamourös. Ich habe also Gefühle für mehrere Frauen. Zurzeit treffe ich mich mit dreien.»
«Monogamie ist nichts für dich?»
«Ich gebe zu, dass ich gerne den Fünfer und das Weggli habe.»
«Das stelle ich mir stressig vor.»
«Es ist eine Frage der Organisation. Abgesehen davon, wissen alle voneinander und sind damit einverstanden. Ich muss also kein Versteckspiel spielen.»
«Ich meinte stressig für deine Libido.»
«Reine Mutmassung. Ausserdem muss es nicht immer Sex geben. Mich verbindet auch eine Freundschaft mit diesen Frauen.»
«Und als nächstes sagst du mir, dass du am liebsten einen Harem hättest.»
«Das nicht, aber ich könnte mir sehr gut vorstellen, in einer Kommune zu leben. In einem grossen Haus mit Menschen, die ähnlich denken und fühlen wie ich.»
«Dort müsstest du dich mit deinen Mitbewohnerinnen auch dann auseinandersetzen, wenn sie angezogen sind.»
«Genau das will ich. Mein Ziel ist es immer, eine Frau in besserem Zustand zurückzulassen als ich sie angetroffen habe. Pickup hat nicht nur mit Aufreiss-Strategien zu tun, es geht immer auch um den richtigen Umgang, jemandem ein gutes Gefühl zu geben, einfach eine gute Zeit miteinander zu haben. Das ist wichtiger als Sex.»
«Du verehrst die Frauen?»
«Absolut. Es gibt keine schöneren Geschöpfe.»
«Alex sagte vorhin, dass Pickup ausbrennt und abstumpft, dass man andere verletzt.»
«Unrecht hat er nicht. Alles hängt aber davon ab, nach welcher Philosophie man lebt. Darin sind Alex und ich uns einig. Nur sehe ich es nicht ganz so streng wie er. Wie gesagt, wenn es für alle okay ist, kann es nicht falsch sein, wenn ich mein Leben so führe. Das ist für alle eine Bereicherung.»
«Hank, erzählst du wieder von deiner Kommune?», fragt Alex, als er sich zu uns setzt.
«Und ich versuche ihr gerade zu erklären, dass es verschiedene Arten von Pickup gibt.»
«Hast du ihr gesagt, dass es bloss eine Art Spiegel unserer Gesellschaft ist? Ein Ersatz für die fehlende Gemeinschaft?»
«Alex, unser Mann für Gesellschaftsfragen. Ich bin da einfacher gestrickt. Ich will einfach mein Leben so leben, wie es mir Spass macht. Mich selber verwirklichen, ohne dass jemand verletzt wird. Und Pickup hilft mir dabei.»

Hank wirkt glaubwürdig, wenn er das sagt. Der 28-jährige Informatiker mit den schwarz gefärbten Haaren und dem unkonventionellen Look hat offensichtlich Spass an seinem Leben. Ein Topmodell ist er zwar nicht, doch wie ich von anderen höre, muss er ziemlich erfolgreich sein. Wie viele Frauen er in seinem Leben schon ins Bett gekriegt hat, will er nicht verraten, das Grinsen der anderen am Tisch spricht aber Bände. Ich denke an Keith Richards. Kurz zuvor gab Hank mir eine Kostprobe seiner Künste: Ich sollte mir einen Würfel, eine Leiter und eine Rose in einem Raum vorstellen und ihm anschliessend beschreiben. Anhand dessen schloss Hank auf meinen Charakter. Das sei ein beliebtes Spiel, um mit einer Frau ins Gespräch zu kommen, sagt er. Ich weiss, dass das Imaginationsspiel «der magische Kubus» wesentlich älter als Pickup ist und der Legende nach ein Lehrrätsel der Sufi-Tradition sein soll. Verfehlt hat es seine Wirkung jedoch nicht. Hanks Einschätzung ist erstaunlich präzis.

Er, Alex und ich sitzen noch lange in den Sofas an der Hotelbar, philosophieren über das Verhältnis von Mann und Frau, wie es ist, eine langfristige Beziehung zu führen und darüber, was 30 Jahre Gleichstellung mit der Gesellschaft gemacht haben. Insbesondere Alex hat dazu eine sehr pointierte Meinung und verwickelt uns in eine hitzige Diskussion, die mit jedem Schluck Wein persönlicher wird. Mein Bild der schwanzgesteuerten, machoiden Aufreisser beginnt zu bröckeln. Nicht gut. Obwohl ich mir vorgenommen hatte, nur das Nötigste über mich zu erzählen, lasse ich plötzlich tief blicken. Ich beschreibe meine eigene Unsicherheit im Frau-Sein und wie es ist, den Mannsweiber-Stempel aufgedrückt zu bekommen. Ich erzähle von meiner eigenen Suche nach einer Rolle und von den Gewissensbissen, die ich einst hatte, wenn ich an meine eigenen wilden Zeiten dachte.

Damals beschwichtigte ich mich, indem ich dieses «sich nehmen, was frau will» als zutiefst emanzipatorischen Akt einstufte. Heute frage ich mich: Ist es weniger sexistisch, wenn ich als Frau ausgehe, mit dem Ziel, jemanden abzuschleppen? Ist es nur dann sexistisch, wenn sich die andere Person nach dem One-Night-Stand mehr erhofft? Ist das überhaupt Sexismus oder schlicht mangelnde Transparenz? «Ehrlichkeit ist eine Frage des Charakters», sagt Hank und Alex ergänzt: «Typen, die Frauen benutzen, gibt es überall, auch unter Pickup-Artists.»

«Trotz Aufrichtigkeit – wir Frauen gelten als Schlampen, ihr Männer werdet gefeiert.»
«Wundert dich das? Viele Männer sind mit Frauen wie dir überfordert.»
«Was willst du damit sagen, Alex?»
«Dass du das bist, was wir als Natural bezeichnen. Dir muss man das Flirten nicht beibringen. Und du spielst mit verschiedenen Rollenbildern, was dich interessant macht.»
«Ein grosses Kompliment von einem alten Fuchs.»
«Dir ist schon klar, wieso du dich für das Thema Pickup interessierst, oder?»

Darauf kann ich Alex in diesem Moment keine Antwort geben. Zu Beginn war es pure Neugier, danach journalistisches Interesse. Mittlerweile ist mir bewusst, dass es mehr mit mir zu tun hat, als ich mir eingestehen wollte. Sicher kriechen längst vergessene Eskapaden hervor, die ich nun begraben kann, doch der wirkliche Grund ist wohl mein Frauenbild, mit dem ich schon länger hadere.

Ich ertappe mich dabei, dass ich wenig Verständnis habe für manche Geschlechtsgenossinnen. Einerseits, weil es darunter solche gibt, die sich ohnehin ständig feilbieten auf dem Paarungsmarkt – und das nicht selbstbestimmt, sondern weil sie auf ihren Körper und nicht auf ihr ebenso schönes Inneres vertrauen. Andererseits weil ich das Gefühl nicht loswerde, dass wir Frauen uns gerne selber in den gedanklichen Patriarchats-Käfig sperren. Soll in diesem Fall heissen: Wir predigen Gleichstellung, aber schreien Sexismus, wenn wir von Pickup hören. «Böse Männer nutzen unschuldige Frauen aus», heisst es dann. Wir zementieren damit die bestehenden Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern, anstatt sie endlich neu zu denken und uns einzugestehen, dass wir selbst auf sehr raffinierte Mechanismen zurückgreifen, um die Männer um unsere Finger zu wickeln. Frauen haben sexuelle Macht. Und auch wir haben Verführungs-Strategien und Kniffe, die ziehen. Inzwischen glaube ich sowieso, dass Pickup auf die eine oder andere Weise funktioniert. Sonst sässe ich nämlich immer noch als Journalistin in der Hotelbar und würde nicht aus dem Nähkästchen plaudern. Ich ziehe die Notbremse, bevor ich selbst als Trophäe ende.

Unterwegs nach Hause frage ich mich, ob diese Jungs nicht einfach nur clever sind. In einer Welt, in der alle ihre eigene Facebook-Statistik haben, es zu jeder Lebenslage zehn passende Ratgeber gibt und auch Mysterien wie Kreativität oder Liebe längst «verwissenschaftlicht» sind, ist es doch eigentlich nur konsequent, dass wir auch unser Balzverhalten mittels «Wissenschaft» optimieren wollen. Und dass einige Profit daraus schlagen. Wir konsultieren Studien oder vergleichbare Erfahrungswerte und meinen, die perfekte Masche gefunden zu haben – ähnlich wie manche glauben, dass eine 93-prozentige Übereinstimmung des Parship-Profils die Garantie für eine erfüllte Partnerschaft sei. Angesichts unserer Unterschiede sind solche statistischen Werte jedoch in etwa so verlässlich wie die Grössenangabe «eine Handvoll» beim Unterwäschekauf. Immerhin gaukeln sie Sicherheit vor – ähnlich wie Pickup. Gut möglich, dass Pickup nur die boulevardeske Antwort auf eine florierende Kupplerindustrie ist.

Einige Wochen später will ich Genaueres über Alex’ Ansichten und die Gründe für seinen Ausstieg erfahren. Und natürlich will ich wissen, wieso dieser blonde Typ, der so gar nicht in mein Beuteschema passt, es beinahe geschafft hat, mich zu verführen. Er holt mich mit einem breiten Grinsen am Bahnhof ab. Ich lege meine professionellste Mine auf und wir setzen uns in dieselbe Bar wie bei unserem ersten Treffen.

«Erklär mir nochmals, wieso du ausgestiegen bist.»
«Hast du inzwischen herausgefunden, wieso dich das Thema Pickup interessiert.»
«Zuerst du. Wieso hast du das Ganze satt?»
«Du verrohst. Ausserdem kommt mit dem Erfolg auch sein Fluch: Wenn du nämlich alles haben kannst, hat nichts mehr echten Wert. Ich fühlte mich zeitweise wie ein Sünden-Spezialist, habe Fehler gemacht, Menschen verletzt und Dinge erlebt, die mir Angst machten.»
«Abtreibungen? Tränen? Anonyme Liebesbriefe?»
«Ich wurde gestalkt. Eine ehemalige Affäre lauerte mir auf und drohte mir. Als sie bei meinem Arbeitsplatz angerufen hat, erkannte ich, dass ich aussteigen muss. Erst im Nachhinein wurde mir bewusst, wie taub meine Gefühlswelt damals war. Unglaublich fad. Wie Toastbrot.»
«Seither bist du raus aus dem Game. Wie beurteilst du Pickup heute?»
«Als eine Form der Prostitution. Nichts ist echt – weder die Eroberung noch der Eroberer selbst. Die Frauen dienen nur als Projektionsfläche für Fantasien. Und der Mann bedient durch sein Verhalten auch nur die gängigen Klischees. Zudem sind sich viele nicht bewusst, dass es bei Pickup eigentlich darum geht, einer Gemeinschaft anzugehören. Den jungen Männern fehlen nämlich die Initiationsriten.»
«Eine Woche in den Bergen überleben und dann als Mann zurückkommen?»
«Pickup-Communitys haben eine ähnliche Funktion, ja.»
«Das brauchen nur Männer?»
«Als Mädchen hattest du Vorbilder, konntest dich an deine Mutter wenden bei deiner ersten Periode oder dem ersten Liebeskummer. Jungs haben diesen Luxus nicht. Ihnen mangelt es an Gesprächspartnern.»
«Du hättest dir also gewünscht, dass dir jemand erklärt, wieso du mit einem Steifen erwachst?»
«Ich hätte mir damals gewünscht, dass mir einer erklärt, was es heisst, ein Mann zu sein. Vielen fehlen Vaterfiguren und Vorbilder, zu denen sie aufschauen können. Wir leben heute in einer vaterlosen Gesellschaft.»
«Womit wir wieder beim Thema Emanzipation wären.»
«Ich finde, die Gleichstellung ist absolut wichtig und war längst überfällig. Weil ich in einem emanzipierten Haushalt gross geworden bin. Mein Vater ist früh abgehauen, das hat mich geprägt.»
«Trotzdem schmeisst du mit Begriffen wie ‹Femi- Nazi› um dich.»
«Nur wenn eine Frau Emanzipation mit weiblichen Bedürfnissen gleichsetzt. Gib es zu, ihr habt vergessen, uns Männer auf eure Reise mitzunehmen. Dabei wäre das die Voraussetzung, wenn sich an der Rollenverteilung etwas ändern soll.»
«Du fühlst dich benachteiligt?»
«Vieles in unserer Gesellschaft ist auf Frauen ausgelegt. Männer sind verunsichert in ihrer Rolle, wissen beispielsweise nicht, ob sie ihrer Begleitung die Türe noch aufhalten dürfen oder nicht.»
«Mann könnte einfach fragen, was übrigens ein guter Einstieg in eine Gender-Debatte wäre.»
«Dazu müssten die Männer erst Manns genug sein, sich mit ihrer Unsicherheit auseinanderzusetzen. Das wäre definitiv nachhaltiger als irgendwelche Pickup-Regeln zu pauken und hunderte von Franken für ein Don-Juan-Bootcamp zu verbraten.»

Harte Worte für die eigene Vergangenheit, doch Alex will abrechnen – am Seminar mit seinem Vortrag, heute mit diesem Text. Das sei sein offizieller Ausstieg aus der Szene, sagt er. Damit sei diese Lebensphase abgeschlossen. Er will die Frauen nicht mehr in Skalen einteilen. Die einzige Skala, die Alex künftig akzeptiert, sind Schulnoten. Der Kaufmann will demnächst ein Wirtschaftspsychologie-Studium in Angriff nehmen – was irgendwie noch passt, immerhin hat er sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der menschlichen Psyche auseinandergesetzt. Und ein Flirt ist schliesslich auch nichts anderes als ein Verkaufsgespräch. Gute Voraussetzungen also für den belesenen Verführer, der gerne de Beauvoir oder Kant zitiert.

Am Seminar sprach mich Alex auf meinen Eulen- Ring an. Er sah darin Lilith, Evas Antipodin und spätere Symbolfigur vieler Feministinnen. Irgendwie ging mir das nicht mehr aus dem Kopf. EinAlpha- Aufreiss-Mann, der mit sumerischer Mythologie und feministischer Geschichte um sich wirft – ernsthaft?! «Angenommen ich wäre Pickup- Artist und würde eine wie mich abschleppen wollen; ich würde auch auf feministische Themen setzen», sage ich. «Eine letzte Masche?» – «Immerhin triffst du dich heute bereits zum dritten Mal mit mir. Offenbar funktioniert sie», scherzt Alex und dreht den Spiess um: Wieso mich Pickup fasziniere, fragt er erneut. Und wie ich zum Thema Männerarbeit stehe, was ich von dieser oder jener Beziehungsform halte oder wie mein Verhältnis zu meinem Vater war – ungewöhnlich, dieser Rollentausch. Doch das war von Anfang an die stillschweigende Übereinkunft: Ich erfahre nichts, wenn ich nicht auch etwas von mir preisgebe.

Es ist längst Nacht und der berufliche Teil wäre eigentlich abgehakt. Trotzdem bleibe ich. Während wir weiter diskutieren, frage ich mich wiederholt, ob Alex schon immer so war oder ob er gerade seine Aufreiss-Skills zum Besten gibt. Man kann von Pickup halten, was man will, aber eines muss man Alex lassen: Er ist ein hervorragender Zuhörer, belesen, reflektiert und in einer sympathischen Weise herausfordernd – ob nun von Natur aus oder jahrelang antrainiert, ist mir in diesem Moment wurst. Wir sind uns einig: Wenn es Pickup gelänge, dass sich jemand Gedanken über Rollenbilder macht, statt etwas vorzugaukeln, wenn jemand seine Verhaltensmuster hinterfragt, wenn das Pickup-Ding zum Geschlechterdialog beiträgt – dann sei diesem Jemand auch der sexuelle Erfolg gegönnt. Und ausserdem ist es ja nicht so, dass Frauen alles scheisse finden, was nicht mit Haus, Hund und Kind endet. Dieses gesellschaftliche Potenzial ihrer Subkultur haben «meine drei Jungs» erkannt, am meisten Alex. Darauf haben wir in dieser Nacht angestossen.

 

Dieser Text erschien im November 2013 in der Printausgabe von Saiten.

3 Kommentare zu Missverstandene Frauenversteher

  • Yukoolia sagt:

    Frauenheld ist ebenfalls wie Schlampe ein negativ besetztes Wort. Leider wird es viel zu selten benutzt um jemanden der Polygamie zu denunzieren. Deshalb denken die Leute hierzulande, das Wort fühle sich positiv an. Wenn damit aber das gleiche gemeint wird, fühlt es sich genauso schlecht an. In Kiev wo ich mehrere Frauen hatte wurde mir das Wort immer wieder gesagt, und es fühlt sich genauso an, als wuerde mir jemand “Schlampe“ sagen. Also: Frauenheld===Schlampe
    Und: Sex ist nichts Schlechtes wie manche immer wieder behaupten. Die Autorin soll aufhören zu denken es war negativ, dass sie sich von vielen Männern flachlegen liess. Verführen würde sie lieber hören. Ich schreib flachlegen. Weil’s nichts negatives ist. Ich darf so sprechen wie mir der Mund gewachsen ist.

  • Die „erstaunliche Präzision“, die Hank beim Rose-Würfel-Leiterlispiel „bewiesen“, ist wohl lediglich ein wunderbares Bespiel für den Barnum-Effekt: Gemeinplätze werden in eine hübsche Story verpackt und als etwas höchstpersönliches dargestellt. Die oder der „Analysierte“ ist in der Regel perplex, wie genau alles passt, obschon das Gegenüber dies doch gar nicht wissen konnte. So funktioniert auch Astrologie. Derren Brown zeigt das eindrucksvoll in einem kurzen Video. Wird von angeblichen Medien und anderen Con-Artists gerne zusammen mit Cold Reading angewandt.

  • Ein durch und durch spannender sowie auch weniger irreführende Artikel.

    PU ist perse nichts negatives. Das Traurige viel mehr: Flirten und Verführung ist etwas natürliches. Wir haben es verlernt, sozial zu sein und die Emanzipation macht es uns Männern nicht einfacher.

    Zum Glück gibt es gute Gegenbewegungen wie eben PU, womit sich Männer eben auch mit sich selbst auseinandersetzen dürfen. Schade ist nur, dass seit THE GAME vieles total Mainstream geworden ist und viele unfähige Coaches sich leider viel zu gut vermarkten und Nutzen aus den Sorgen anderer ziehen.

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