Veronika Fischer lebt in Konstanz und ist freischaffende Journalistin.
Und alle so still läuft derzeit am Konstanzer Theater, ein Stück nach dem Roman der österreichischen Autorin Mareike Fallwickl. Über zweieinhalb Stunden werden Care-Krise, Erschöpfungszustände und die Schattenseiten des Patriarchats in all ihren Facetten ausgeleuchtet. Es ist kein erbauliches, aber ein wichtiges Stück in Vorbereitung auf den Frauenstreik am 9. März.
Das Stück Vater (Le Père) am Theater Konstanz zeigt das Thema Demenz aus der Innenperspektive. Wie ist es, wenn sich die eigene Wahrnehmung verschiebt und Erinnerungen nicht mehr verlässlich sind? Ein Theaterabend, der sehr ans Herz geht und zum Reflektieren einlädt.
Mit Hinter verzauberten Fenstern von Cornelia Funke bringt das Theater Konstanz einen Klassiker auf die Bühne, der sehr unterhaltsam und witzig inszeniert wird. Gleichzeitig lädt er zu ernsten Gesprächen mit den Kids ein – etwa über Geheimnisse und den Medienkonsum.
Bücherherbst
Andrea Berlinger veröffentlicht einen Gedichtband, der so facettenreich ist wie das Leben. Ihre Gedichte laden ein, das eigene Dasein in Stille zu durchdenken und zu beleuchten.
Mit ihrem literarischen Debüt Das kleine Lied der Freiheit gelingt Ursula Trunz ein kleines Gesamtkunstwerk von einzelnen Geschichten, die geschickt miteinander verwoben sind. Sie erzählen ungemein intelligent, feministisch und warmherzig über unterschiedliche Generationen sowie das Leben im Allgemeinen.
Mit Die ersten hundert Tage präsentiert das Theater Konstanz ein eindringliches Kammerspiel über die Veränderungen einer Gesellschaft unter einer rechtsradikalen Regierung. Das Stück ist ein dystopischer Ausblick mit Aktualitätsbezug und eine hochemotionale Geschichte über Freundschaft.