Viel war die Rede von Neo-Ökologie. Darauf sei man bei der Vorbereitung des Forums gestossen, sagt Simone May, Geschäftsführerin der Forums-Mitveranstalterin Agro Marketing Thurgau AG. «Dannzumal waren die Klimastreiks Fridays for Future der Schuljugend hochaktuell. Viele Jugendliche sind aber auch heute noch stark am Thema Klimawandel interessiert. Die Wirtschaft muss umdenken. Das sagt auch die Trendforschung. Gefordert sind jetzt Pragmatismus, Effizienz und Faktenorientierung.»
Frank Burose, Geschäftsführer beim Forums-Mitveranstalter Kompetenznetzwerk Ernährungswirtschaft, meint: «Wir sind alle gefordert, uns der Klimasituation zu stellen und alles zu tun, um damit fertig zu werden.»
Drei Frühlingsmessen frass das Coronavirus
Den dramatischen Auftakt für das Forum lieferte der Winzling SARS-CoV-2, der nicht aufhört, die Welt durchzuschütteln, und just im Thurgau angekommen ist. Gregor Wegmüller, Geschäftsführer bei den Messen Weinfelden, musste verkünden, dass wegen des Veranstaltungsverbots des Bundesrats alle drei Thurgauer Frühlingsmessen – die Inhaus, die 50plus und die Schlaraffia – abgesagt werden mussten. Laut Wegmüller beziffert sich bis jetzt der Schaden auf mindestens eine Viertelmillion Franken.
«Wir sind sehr stark betroffen und mussten ad hoc Notlösungen treffen und ein Krisenmanagement einrichten», sagt der Messe-Direktor. «Unser geschäftlicher Tagesablauf ändert sich im Stundentakt. Die Messe für Wohnen, Haus und Garten, die Inhaus, und die Messe für die zweite Lebenshälfte, die 50plus, waren von den Ausstellern bereits vollumfänglich eingerichtet und mit den Waren versorgt gewesen. Sie mussten praktisch vor der Eröffnung abgesagt werden. Bei der dreitägigen Wein- und Genussmesse Schlaraffia hatten wir eine knappe Woche Vorlaufzeit.»
Die Aussteller reagierten grösstenteils mit Verständnis. Das Hauptproblem ist nun die Kostendeckung der Ausfälle. Die «Messen Weinfelden» sind gegen pandemische Ereignisse nicht versichert, auch die meisten Aussteller nicht. Einige haben zwar generell Versicherungen für Ausfälle. Ob sie in diesem speziellen Fall aber auch Schadensvergütung leisten, ist fraglich.
Die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus und der Massnahmen gegen die weitere Ausbreitung seien enorm. Die Schlaraffia sei in ihrer Weiterexistenz gefährdet, ebenso eine Reihe von Ausstellern, die bis zu einem Drittel ihres Jahresumsatzes an der Messe generieren.
Was wird die Generation Greta verändern?
Über die Erwartungen an die Ernährungsindustrie referiert Babette Sigg, Präsidentin des Schweizerischen Konsumentenforums kf. Sie skizziert das gespaltene Verhältnis der Öffentlichkeit zur Klima-Aktivistin Greta Thunberg. Für die einen sei sie eine wütende Göre, die zum Schulschwänzen animiere, von Egomanie getrieben und von ein paar Leuten im Hintergrund für ihre Zwecke missbraucht. Für andere wiederum sei Greta ein Mädchen, dass sich echt Sorgen mache über den Klimazustand und mit ihrem konsequenten Engagement sehr viel erreicht habe.
«Sie fliegt nicht, lebt vegan und kauft keine Kleider», sagt Sigg. «Greta ist einfach grossartig. Sie hat den zivilen Ungehorsam wiederbelebt. Dank ihr wächst die Vegi- und Vegan-Welle. Der Klimawandel ist zum Topthema geworden. Junge Menschen engagieren sich für die Reduktion des CO2-Ausstosses. Sie rütteln die Politikerinnen und Politiker wach.»
Trotz ihres schwärmerischen Lobes erwartet Sigg nicht, dass alle in Gretas Fussstapfen treten, um die Welt zu retten. Es brauche bei den Menschen aber ein breites Problembewusstsein, sagt die Konsumentenschützerin. Auch müsse die Frage gestellt werden, wo die Schuld am desolaten Klimazustand liege. Greta und ihre Unterstützerinnen und Unterstützer hätten keine handfesten Problemlösungen. Diese müssten andere finden, die Leute in der Politik und in den Führungsetagen der Unternehmen.
Konstanz: Klimanotstand konkret
Konstanz, der Thurgauer Nachbar, hat als erste Stadt den Klimanotstand ausgerufen. «Das war nicht meine Idee», sagt CDU-Oberbürgermeister (OB) Uli Burchardt. «Aber ich ging mit diesem Vorschlag der Klima-Aktivisten in den Gemeinderat. Im Mai 2019 haben wir die Handlungsfelder für den Klimanotstand dann festgelegt, eine Task Force gegründet und einen Plan für sinnvolles Handeln erarbeitet. Es sind dabei rund 70 Ideen zusammengekommen. Ich für meinen Teil habe schon mal auf den Dienstwagen verzichtet .»
Die Stadt arbeite derzeit an der Verbesserung der Mobilität und der Energieproduktion, sagt der OB weiter. So sei ein Innenstadt-Shuttle zum Nulltarif geplant. Die Stadt strebe auch an, 30 Prozent der Energie künftig selber zu produzieren. Zur Zeit seien es rund 15 Prozent.
Im Konstanzer Stadtverkehr hat heute das Radfahren einen Anteil von 45 Prozent. In den übrigen Städten in Deutschland sind es durchschnittlich 35 Prozent. Konstanz hat eine Station eingerichtet, wo Lastenfahrräder gemietet werden können. Die Fahrzeuge seien sehr beliebt, sagt der OB. Für die Leute sei es eben ein Aufsteller, Lasten mit eigener Kraft zu bewegen.
Burchardt outet in seinem Referat auch sein geläutertes Verhältnis zum Fleischkonsum. «Die Produktion kann so nicht mehr funktionieren. Unter den Billigpreisen leiden die Qualität des Fleisches und auch das Tierwohl extrem.» Halb so viel Fleisch zu essen und das Doppelte dafür zu bezahlen: Das helfe.
«Das Umdenken ist seit der Ausrufung des Klimanotstandes in den Herzen der Bewohnerinnen und Bewohner angekommen», ist der Politiker überzeugt. «Viele Leute sind sich einig, dass die Prioritäten gedreht werden müssen. Damit sind auch faire Preise für viele Waren gemeint, die jetzt noch sehr billig erworben werden können. Es braucht künftig CO2-kompatible Preise.»
Der Konstanzer OB ist auch überzeugt, dass die Ausrufung des Klimanotstandes und die damit zusammenhängenden Massnahmen nicht als wirtschaftsfeindlich wahrgenommen werden. «Aus der Wirtschaft kommen Reaktionen, die besagen, das man das Problem durchaus verstanden hat», meint er.
Regional produzieren: Was bringts?
Agrarbiologin Maria Bystriky von der Agroscope Zürich sprach über die Ökobilanz in der Landwirtschaft auf dem Hintergrund von zwei Studien, die ihre Forschungsstelle gemacht hat. Dabei geht es um verschiedene Lebensmittel auf dem Schweizer Markt, die im In- und Ausland produziert werden. Untersucht wurden die vielen Umwelteinwirkungen, denen die Lebensmittel und ihre Produktion ausgesetzt sind. Darunter fallen unter anderem Energie, Bodenfläche, Bodenqualität, Treibhauspotenzial, Ozonbildung, Versauerung, Biodiversität, Eutrophierung (Überangebot von Nährstoffen) und Ökotoxizität (Wirkung von Stoffen auf die belebte Umwelt).
Im Vergleich zwischen in- und ausländischen Produkten kommen die Agroscope-Studien zum Fazit, dass Ursachen und Auswirkungen bezüglich Umweltfreundlichkeit oder -feindlichkeit individuell sind und nicht nach dem Giesskannen-Prinzip betrachtet werden können. «Im Vergleich von Schweizer Produkten mit Importen lässt sich festhalten, dass systematische Unterschiede vor allem beim Transport entstehen, beispielsweise bei Flugtransporten von Massengütern wie Kartoffeln, Früchten und Gemüse», sagt Bystriky. «Sonst aber ist die Produktion entscheidender als die Herkunft eines Lebensmittels. Inländische Produktion ist auch nicht zwingend ein Vorteil. Geltende Rahmenbedingungen sind nicht per se ausreichend. Bedeutend ist, wie diese Bedingungen umgesetzt werden.»
Durch eine umwelt- und klima-optimierte Ernährung lässt sich die Umweltbelastung um 50 bis 60 Prozent senken, sagen die Studien. Optimierte Ernährung bedeutet: weniger Fleisch, Alkohol, tierische Öle und Fette, dafür mehr Getreide, Kartoffeln, Früchte und Nüsse. Damit diese Art von Ernährung aber auch einen wirklich umweltfreundlichen Effekt hat, sind Stellschrauben nötig. Dazu gehören pflanzliche Alternativen zu tierischen Produkten, das Meiden von Produzenten mit hoher Umweltwirkung und die Verhinderung von Nahrungsmittelverlusten.
Die umweltschädliche Wirkung der Ernährung der Schweizer Bevölkerung könnte um über 50 Prozent reduziert werden, sagen die Studien. Dazu müsste sich aber die durchschnittliche Ernährung deutlich ändern: 70 Prozent weniger Fleischverzehr, dafür 35 Prozent mehr Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchte. Auch die Ausrichtung der Landwirtschaft kann zu einer umweltfreundlicheren Ernährung der Bevölkerung beitragen, indem sie sich mehr auf die Produktion von Pflanzen- und Milchprodukten konzentriert. Zudem wäre ein höherer Selbstversorgungsgrad in unserem Land möglich.
Myblueplanet: Kinder und Klima
Im Unternehmertalk unterhielt sich Stefan Nägeli von Tele Top mit Sabrina Herold, Geschäftsführerin der NGO Myblueplanet. Die Klimaschutzbewegung wolle vor allem Gleichgesinnte vernetzen und arbeite an einer Reihe von Projekten zur CO2-Reduktion, sagt Herold. Sie stellte das Projekt Klimaschule vor. «Dabei geht es darum, Kinder und Jugendliche für den Klimaschutz zu sensibilisieren», erklärt Herold. Die NGO vermittelt bei Schulbesuchen unter anderem Ernährungsthemen und Energiebewusstsein.
Herold war früher Bankerin und stieg über ein Praktikum bei «Myblueplanet» bis zur CEO auf. «Die Tätigkeit hat mein Leben verändert», sagt die Winterthurerin. Sie hat sich von ihrem Auto getrennt und benützt nur noch in dringenden Fällen einen gemieteten Kleinwagen. Persönlich will sie vor allem beim Essen CO2 einsparen, durch weitgehenden Verzicht auf Fleisch.
Plastik – was macht die Migros?
Worauf fokussiert sich die Migros im Bereich Plastikverpackung? Darüber gab Hanna Krayer, Projektleiterin Nachhaltigkeit beim Migros Genossenschaftsbund Auskunft.
Ihre Devise: «Sinnvolle und wirksame Massnahmen!» Die Produktion von Plastikverpackungsmaterial erfolge zu 100 Prozent in der Migros-Industrie. «Das ist sehr wesentlich für das Recyceln bei uns», sagt Krayer. «Mit dem geschlossenen Materialkreislauf werden pro Jahr 222 Tonnen Plastik gespart.» Die Fachfrau für Nachhaltigkeit verweist auch auf das Pionierprojekt realCYCLE. Dabei geht es um die sogenannte «graue Flasche». Sie soll das Kunststoff-Recycling entlang der Wertschöpfungskette weiter verbessert. In den Filialen ist die «graue Flasche» aber noch nicht.
Gewissermassem als «Umweltglaubensbekenntnis» hat die Migros das beliebte Party-Plastik-Einweggeschirr aus dem Sortiment genommen. Jährlich werden damit 566 Tonnen Plastik gespart.
Wegzukommen vom Plastik bei der Verpackung ist aber nicht so einfach. So wird es bei der Migros auch in Zukunft keine nackten Gurken geben. Mit der Plastik-Umhüllung bleiben sie eben frisch, ohne werden sie schnell matschig, und das wiederum führt zu Foodwaste. Anders bei Äpfeln. Die bleiben auch ohne Plastikverpackung frisch und lassen sich zudem unverpackt gut lagern. So will es die Verpackungsideologie beim Detailhandelskonzern.
Wie aber gelangen offene Früchte und Gemüse zum Kunden nach Hause? In Einweg-Plastiksäckli. Alternativen dazu werden bei der Migros laut Krayer laufend geprüft. Dazu gehören Bio-, Papier- und Jutesäckli. Die Schweizer Bevölkerung habe eine hohe Bereitschaft, auf Plastik zu verzichten, attestiert die Migros-Frau. Aber bei der Nachhaltigkeit im Allgemeinen werde stark selektiert. Das Thema komme auch nur selten in die Medien, obwohl damit jährlich rund 90’000 Tonnen Verpackungsabfall jährlich gespart würden.
Mit Madame Frigo und Too Good To Go gegen Foodwaste
Frank Burose führt in die Problematik Foodwaste ein und was aktuell in der Schweiz dagegen getan wird. «Ein Drittel der Lebensmittel landet im Abfall», sagt der Geschäftsführer des Kompetenznetzwerks Ernährungswirtschaft. «Das sind zwei Millionen Tonnen oder 300 Gramm pro Kopf und Tag.»
Zu den Sündern gehören wir alle, 28 Prozent der weggeschmissenen Lebensmitteln stammen aus privaten Haushalten. Nur bei der Lebensmittelverarbeitung sind es noch etwas mehr, nämlich 35 Prozent. 20 Prozent der Abfälle produziert die Landwirtschaft, zehn Prozent der Gross- und Detailhandel und sieben Prozent die Gastronomie.
Gammeln war früher, jetzt wird gehandelt. Diesem Motto hat sich die Austauschplattform Madame Frigo verschrieben. Sie betreibt Gemeinschaftskühlschränke in Stadtquartieren und Dörfern. Zweck der Frischhalte-Möbel: Man kann jederzeit noch geniessbare Lebensmittel darin versorgen, die im eigenen, überfüllten Kühlschrank vergammeln würden, und im Austausch aus den öffentlichen Kühlschränken auch selbst Produkte mit nach Hause nehmen.
Durchschnittlich bleiben die Lebensmittel gerade mal eine Stunde im öffentlichen Kühlschrank, bevor sie von Verwertern abgeholt werden. Das sind die Erfahrungen der Betreiberinnen und Betreiber. Eine einfache, aber effiziente Idee, um den immensen Foodwaste in der Schweiz nachhaltig zu reduzieren.
Madame Frigo basiert auf der Zusammenarbeit mit Einzelpersonen, dem Förderfonds Engagement Migros, Organisationen und Betrieben aller Art. Nur dank den Partnern können jeden Tag geniessbare Lebensmittel vor dem Abfall gerettet werden. Madame Frigo will die Schweiz erobern und sucht dafür weitere Lebensmittelretterinnen und -retter, die einen Gemeinschaftskühlschrank aufstellen und betreuen wollen. Mit diesem Formular kann man sich bewerben.
Standorte mit inzwischen 30 Gemeinschaftskühlschränken gibt es in Bern, Thun, Zürich, Freiburg, Spiez, Uri, Lenzburg, Luzern, Interlaken, Aarau, Zermatt, Dierikon und Wiesendangen.
In die Wundertüte statt in den Kübel
Aktivistin Anja Good von der Bewegung Too Good To Go stellt sich im Gespräch mit Nägeli als «Lebensmittelretterin» vor. Die Bewegung hat die Mission, Essen in noch geniessbarem Zustand vor der Einsargung im Abfallkübel zu bewahren. Denn überall entlang der Wertschöpfungskette – vom Acker bis zur Gabel – passiere das, sagt Good. Dabei gingen auch viele Ressourcen, die bei der Produktion des Essens verbraucht worden seien, verloren.
Die Bewegung kämpft nicht nur gegen die Verschwendung von Essen, sondern auch gegen den Schaden, der dadurch in der Umwelt angerichtet wird. Mit jedem Kilo nicht verzehrten Brotes würden 1’000 Liter Wasser verschwendet, heisst es bei Too Good To Go. Und die globale Lebensmittelverschwendung sei für acht Prozent der Treibhausemissionen verantwortlich.
Too Good To Go arbeitet mit der Gastronomie, mit Bäckereien und Supermärkten zusammen. Diese Betriebe produzieren regelmässig überschüssiges Essen. Die Überproduktionen lassen sich oft nicht vermeiden. In sogenannten «Wundertüten» wird das qualitativ gute und schmackhafte Essen verpackt und zu ermässigten Preisen von den Betrieben abgegeben. «Eine Win-Win-Win-Lösung», sagt Good. «Leckeres Essen zum reduzierten Preis, weniger Verschwendung für die Betriebe und Ressourcenschonung für die Umwelt!»
Musiktheater
Zum 36-jährigen Bestehen seiner Galerie Macelleria d'arte transformiert Francesco Bonanno ein leerstehendes Gebäude am Roten Platz in St.Gallen in ein buntes Haus voller Kunst. Was als kleines Projekt begann, wuchs zu einem Gemeinschaftswerk von fast 100 Kunstschaffenden.
St.Gallen und Luzern haben mehr gemeinsam, als man zunächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Saiten-Redaktion in St.Gallen unterwegs.
Von St.Gallen bis nach Südafrika. Ein Ostschweizer Ehepaar reist im Landrover Defender um die Welt. Ihre Erlebnisse halten die Baumelers mit einer Kamera fest. Nun erscheint ihr Film Immer weiter in Ostschweizer Kinos – eine ehrliche Dokumentation, der eine Einordnung gut getan hätte.
«Open House St.Gallen»
Museum Herisau
Das Küefer-Martis-Huus in Ruggell widmet sich in einer Retrospektive der Wiederentdeckung einer völlig übersehenen Künstlerin: Maggy Mauritz war eine Pionierin der Graffitikunst und des Lettrismus.
Jakob Lütschg kehrte nie nach Balgach zurück. 82 Jahre nach seinem Tod im Konzentrationslager Buchenwald kehrt wenigstens sein Name heim. Der erste Stolperstein im St. Galler Rheintal erinnert an ein Leben, das beinahe vergessen ging.
Musik am See
Torreich, spannend und doch enttäuschend - nur eine Viertelstunde guter Fussball reicht halt nicht zum Punkt gegen Thun.
Nach Jahrzehnten treffen sich Eva und Franz wieder. Beide im fortgeschrittenen Alter. Viel ist passiert und doch ist da noch Zuneigung. Schwindlig heisst der neue Roman der Ostschweizer Autorin Christine Fischer, in dem vielschichtige Charaktere auf feines Sprachgefühl treffen.
Dieses Wochenende eröffnet die offene Werkstatt Meter den neuen Standort an der Burgstrasse. Und im November zügelt Offcut nach St.Fiden. Das ist der Anfang vom Ende der Gemeinschaft «Ulmen5» – zumindest in ihrer bisherigen Form. Denn 2027 könnte es zur teilweisen Wiedervereinigung kommen.
Eine neue SRF-Serie porträtiert eine elfköpfige WG aus St.Gallen. Endlich wieder mal eine sehenswerte SRF-Produktion, findet Saiten-Autor Andi Giger.
St. Gallen schlägt sich am Ende auch selbst und muss den Traum von Europa begraben. Entscheidend war er Platzverweise gegen Mihailo Stevanovic vor der Pause.
Drei Kulturmagazine tun sich zusammen, vergleichen ihre Städte und die Herausforderungen, denen die Kultur gegenübersteht. Saiten hat die Kolleg:innen vom «Coucou» in Winterthur besucht und das «Null41» war in St.Gallen zu Besuch. Ausserdem im Septemberheft: lauter Jubiläen – von Anita Zimmermann über das Figurentheater bis zur Museumsnacht –, ein Pfarrer auf braunen Abwegen, eine Flaschenpost aus Afghanistan und ein Interview zum Hitzesommer und dem Klimawandel.
An seiner ersten Pressekonferenz als Leiter der St.Galler Kellerbühne schildert Hüseyin Cirpici seine Eindrücke der Stadt und verrät, was das Publikum unter seiner Regie erwartet.
Der St.Galler Komponist Charles Uzor hat eine Art politisches Oratorium geschrieben. Am Sonntag wurde es in der Kirche Trogen aufgeführt: The Great Wall. A Labyrinth mit dem grandiosen New Yorker Vokalensemble Ekmeles.
An den Appenzeller Bachtagen erklärte die Medienwissenschaftlerin Mercedes Bunz, weshalb die künstliche Intelligenz kreativ sein kann – und warum sie dennoch grundlegend anders arbeitet als der Mensch.
Kunstausstellung
Gesellschaftskritik, Wirbelsäulen und Gelenke, die keine sind. Im Rahmen einer Zwischennutzung zeigen vier Kunstschaffende noch bis zum 29. August ihre Arbeiten im Kubik-Areal in St. Gallen.