, 25. Mai 2020
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Neue Queer-Organisation im Rheintal

Im Rheintal ist der neue Verein «Sozialwerk.LGBT+» entstanden. Er lobbyiert bereits kräftig für Regenbogenfahnen an öffentlichen Gebäuden und bearbeitet Ostschweizer Politikerinnen und Politiker, am 3. Juni im Nationalrat für die Ehe für Alle zu stimmen.

«Sozialwerk.LGBT+» ist – kaum gegründet – aktiv am Vernetzen und Lobbyieren. Vor wenigen Tagen hat der Verein die Stadtpräsidenten von Chur und Buchs SG angefragt, ob sie zum IDAHOBIT-Tag – dem Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie – Regenbogenfahnen an städtischen Gebäuden hissen könnten. In beiden Fällen, so Vereinsvorstand Björn Niggemann, sei dies mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt worden.

Daraufhin hat sich der Verein an Nationalrätin Franziska Ryser (Grüne, St.Gallen) gewandt und diese fragte zurück, ob nicht auch in der Stadt St.Gallen ein entsprechender Vorstoss unternommen worden sei. Offensichtlich nicht – queer-lake.net weiss jedenfalls nichts davon.

Franziska Ryser, die vor ihrer Wahl in den Nationalrat Mitglied des St.Galler Stadtparlaments war, zeigte sich bereit, sich für die Sache einzusetzen. Nächstes Jahr sollte auch in St.Gallen ein entsprechender Vorstoss lanciert werden, forderte sie. Sie betonte auch, dass sie sich am 3. Juni in der Diskussion um die Ehe für Alle im Nationalrat für ein Ja engagieren werde.

Auch der Bündner SP-Nationalrat Jon Pult hat sich gegenüber dem «Netzwerk.LGBT+» klar für ein Ja zur Ehe für Alle ausgesprochen. Er hätte sowieso dafür gestimmt, betont Jon Pult in einem Email, aber der Aufruf des Vereins habe ihn zusätzlich motiviert.

Wie wichtig das Engagement für die LGBTIQ+-Community ist, betont Vereinsvorstand Björn Niggemann am Beispiel der Raumsuche für die Bündner Gruppe «whatever». Sogar ein Jugendarbeiter habe mit Vorurteilen reagiert und gefragt, wieso es immer «extra Sachen» für LGBTIQ+-Menschen brauche. Für Niggemann ist es «traurig, enttäuschend und verletzend», dass sogar in Fachkreisen noch immer nicht gesehen wird, wie oft Betroffene bis heute diskriminiert, ausgegrenzt und gemobbt werden nur weil sie homosexuell sind.

Dieser Beitrag erschien auch auf qeer-lake.net.

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