Nach einer Auskunft der Direktion Sicherheit und Soziales gingen gegen die Aufhebung von 51 Parkplätzen auf und um den Marktplatz 28 Einsprachen ein.
28 Einsprachen?
Wir sind in St.Gallen.
Bevor im Januar die Verordnung für Aufhebung aufgelegt wurde, rief der Hauseigentümer-Verband in Inseraten «die Hauseigentümer, Geschäftsinhaber und Bewohner in der nördlichen und mittleren Altstadt» dazu auf, Rekurse einzureichen.
28 Privatpersonen oder Unternehmen folgten dem Aufruf.
Wahrscheinlich spielt die Dauer der Einspracheverfahren aber keine Rolle. Denn Stadtrat Nino Cozzio will die Parkplätze wohl erst dann aufheben, wenn Ersatz bereit steht.
Laut der «St.Gallischen Gewerbezeitung» erklärte er an der Mitgliederversammlung von Pro City St.Gallen: Der Stadtrat versuche den Zeitpunkt der Aufhebung so «gewerbeverträglich» wie möglich zu regeln. Und: «Möglichst erst, wenn Alternativen zur Verfügung stehen.»
Zur Erinnerung: Die Aufhebung der Parkplätze ist ein Auftrag aus der SP-Initiative, der das Stadtparlament zugestimmt hat.
An der gleichen Veranstaltung informierte Markus Morant von der City Parking AG über den Stand der Dinge. Er zeigte fertige Pläne der Tiefgarage Schibenertor. Sie soll aus vier unterirdischen Etagen bestehen und 210 Parkplätze anbieten, die Hälfte davon öffentliche. Noch scheint das Projekt nicht spruchreif: Der Kostenvoranschlag werde überarbeitet und anschliessend über die Finanzierung entschieden.
Als Baubeginn gab Morant Herbst 2015 an.
Es gibt noch eine Jahreszahl:
Der Stadtrat will mit der Umgestaltung des Marktplatzes erst dann anfangen, wenn diejenige des Bahnhofplatzes abgeschlossen ist.
Das soll 2018 der Fall sein.
Noch eine Jahreszahl:
Es war 2004, als das Stadtparlament einen Kredit von 1,9 Mio. Franken für die Neugestaltung des Marktplatzes gesprochen hat. Danach wurde als Prototyp für einen neuen Marktstand der Klipp-Klapp aufgestellt und die Auseinandersetzungen um die Tiefgarage begannen.
Zehn Jahre lang veränderte sich nichts mehr.
Bis zum Spatenstich für die Tiefgarage?
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