Notruf KNZ – Herr Calatrava bitte – #kurzverbloggt, 20. September 2019 um 09:09 Uhr … ist schon ein Weilchen (rund 4 Jahre) her als ich für das Magazin Saiten den Text „Nicht noch ein Calatrava bitte“ verfasst habe. Damals durfte ich einige Kritik …
Marcel Baur, 19. Dezember 2017 um 09:22 Uhr Da ja der Name bereits wieder für den Ideenwettbewerb zum Marktplatz in den Mund genommen wird, wärem ich meinen Gastbeitrag wieder auf. Seit dem Erscheinen des Beitrags wurde der Eingang zum Pfalzkeller übrigens saniert. Für 870'000 CHF! Ein Genie von Architekt, aber auch ein Genie in Sachen Alltagsuntauglichkeit!
Ohne Stadtheilige gehts nicht – #kurzverbloggt, 19. Dezember 2017 um 09:18 Uhr … Nicht noch ein Calatrava bitte oder 870’000 CHF damit sich der Pfalzkeller wieder schliessen lässt… …
Nicht noch ein Calatrava bitte – #kurzverbloggt, 3. Oktober 2016 um 21:43 Uhr … Blogbeitrag hat es auch auf die Webseite von Saiten geschafft …
Hansueli Baumgartner, 1. Mai 2015 um 14:41 Uhr Das 1.Mal, dass ich einen differenzierten Kommentar zum Thema Marktplatz lese, mit dem ich in allen Punkten einverstanden bin. Danke, Jürg.
Josef Felix Müller, 26. April 2015 um 12:33 Uhr Ein weiteres Meisterwerk hast du vergessen. In St. Fiden stehen schon seit den 90er Jahren zwei Wartehäuschen des Architekten, in fröhlichem Jugendstil gehalten. Bis vor einiger Zeit wurde das Dach des rechten Häuschens durchbohrt von einem riesigen Stahlmast für die Aufhängung der Strom - Oberleitung der Busse und im linken Häuschen nimmt immer noch eine grosse, hässliche Transdformationsstation den grössten Raum ein.
Marcel Baur, 23. April 2015 um 08:31 Uhr Lieber @hrbeck - Sie haben natürlich nicht unrecht, es geht auch nicht wirklich um das Schaffen von Herrn Calatrave. Es geht mir darum, dass sich die Stadt einen Weg des geringsten Widerstand als Hintertürchen offen hält. Deshal der provokative Umweg via Calatrva @Jürg Diggelmann Ich wünsche mir beim besten Willen keinen leeren Platz. Da haben sie mich falsch interpretiert. Ich wünsche mir einen ständigen Markt mit flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten für Anlässe von der Fasnacht bis zum St.Gallerfäscht. Mir liegt das versprochene partizipative Vorgehen sehr am Herzen. Leider ist da von Seiten der Stadt nichts bis sehr wenig erkennbar. Das zeigt sich auch beim Bahnhof Nord, der im Gegensatz zum Marktplatz noch ganz am Anfang steht.
Jürg Diggelmann, 22. April 2015 um 22:50 Uhr Der Gastbeitrag beschränkt sich, wie bereits hrbeck festgestellt hat, leider auf ein eher simples Calatrava-Bashing. Dass eine Buswartehalle in den vorderen zwei Metern je nach Windlage keinen Schutz vor der Witterung bietet, ist – unabhängig von der Bauweise – wohl allgemeingültig. Ich zweifle auch, ob die 1985 erstellte Wartehalle in St. Fiden wirklich eine Million gekostet hat. Die ungleich grössere Wartehalle am Bohl wurde nämlich für "nur" 860'000 Franken realisiert. Gar nicht teilen mag ich die Auffassung von Marcel Baur, wenn er den Marktplatz offenbar am liebsten als grosse leere Platzfläche hätte. Die Erfahrung in unserer Stadt zeigt leider, dass solche Flächen bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit grässlichen Holzhüttchen und anderem überstellt werden. Von einer Stadtraumgestaltung kann dabei keine Rede sein. Richtig ist sicher, dass wir keinen Studienauftrag an Calatrava vergeben müssen, um herauszufinden, wie es jetzt weitergehen soll. Falsch ist auch, wenn der Stadtrat und andere Politikexponenten meinen, man müsse bei Markplatz und Bohl nun völlig von vorne beginnen. Die Ausgangslage nach der zweiten Abstimmung ist doch ziemlich klar, und die Kritikpunkte, die bereinigt werden müssen, sind nur noch wenige: 1) Offensichtlich ist, dass die Befreiung des Markplatzes und der angrenzenden Gassen vom motorisierten Individualverkehr im Grunde unbestritten ist. Problematisch ist ausschliesslich, dass der Stadtrat in einem Moment geistiger Verwirrung entschieden hat, dass eine Aufhebung der Strassenparkplätze nur möglich sei, wenn neben der geplanten Erweiterung der Parkgarage am Unteren Graben auch das unselige Parkhausprojekt Union wieder aufgenommen wird. Ich habe es nie begriffen, weshalb für dieses Projekt über das Gebiet der Altstadt hinaus noch zahlreiche weitere Strassenparkplätze aufgehoben werden müssen (zur "Saldierung"), um den Eigentümern von Liegenschaften an bester und teuerster Innenstadtlage exklusiv eine Erhöhung ihrer Renditen zu ermöglichen. Die Parkhausfrage hängt aber ohnehin nur indirekt mit der Neugestaltung von Markplatz und Bohl zusammen. Sie war auch bei der letzten Abstimmungsvorlage nicht damit verknüpft. 2) Die bürgerliche Gegnerschaft der letzten Abstimmungsvorlage hat nicht zu Unrecht kritisiert, dass den hohen Kosten kaum ein Mehrwert gegenübersteht. Ich glaube nicht, dass eine WC-Anlage für zwei Millionen Franken die Leute (nach meiner fast täglichen Beobachtung sind es ausschliesslich Männer) davon abhalten wird, weiterhin an jede Altstadtmauer zu pinkeln. Auch die Aufwendungen für eine von der Nutzung her völlig unbestimmte "Event-Location" im Taubenloch sind nicht vermittelbar, wenn man sich vergegenwärtigt, wie eng die finanziellen Möglichkeiten für andere Projekte in dieser Stadt sind. 3) Das Killerargument bei der letzten Abstimmung war aber sicher für viele die Aufhebung des ständigen Marktes. Was soll die Neugestaltung des "Markt"-Platzes, wenn ein richtiger Markt gar nicht mehr stattfindet? Den Bauernmarkt in Ehren, aber er findet gerade mal an einem Vormittag statt, und auch der Wochenmarkt kann das reiche Angebot des ständigen Marktes nicht ersetzen. Vielleicht sollten die Markthändler und ihre Kunden die Initiative ergreifen. Wie wär's mit der Gründung einer Genossenschaft für die Erstellung von zweckmässigen und finanziell tragbaren Marktgebäuden, welche der Stadt hier das Heft aus der Hand nimmt? 4) Unsinnig war aber auch die Spreizung der ÖV-Haltestelle Marktplatz-Bohl. Die Verlegung der Haltestelle für Bahn und Busse in Fahrtrichtung Bahnhof in den Bereich des Cafés "Pfund" ist nicht nur für die Fahrgäste unattraktiv. Der öffentliche Verkehr würde damit auch den Platz auf seiner ganzen Länge dominieren. Die VBSG haben vor einigen Jahren bei der Haltestelle vor dem "Hecht" versuchsweise die Spuren für Bus und Bahn zusammengelegt. Dadurch ist ein grosszügiger Warteraum für die Passagiere entstanden, der durch den Vorbau des "Hechts" auch teilweise gedeckt war. Es ist nicht einzusehen, weshalb nicht diese Lösung realisiert wird, denn sie hat, wie der Versuch zeigte, durchaus funktioniert. Für anfahrende Busse und Bahnen von Osten her bestehen vor der Einfahrt beim Waaghaus ausreichende Warteräume. Eine solche Lösung mag aus Sicht der VBSG zwar nicht die beste aller Lösungen sein. Die Ausgangslage ist jedoch nicht die gleiche wie beim Bahnhofplatz, der in erster Linie ein Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs ist. Beim Marktplatz und Bohl geht es um das Herz der Stadt, das nicht einseitig nach den Bedürfnissen der öffentlichen Verkehrsbetriebe optimiert werden kann. Ich wundere mich aber auch, weshalb die Stadt bisher kaum das Gespräch mit den direkt betroffenen Kreisen geführt hat. Der Quartierverein St. Mangen, den ich präsidiere und der unmittelbar an Marktplatz und Bohl angrenzt, wurde weder bei der Vorbereitung der ersten noch der zweiten Abstimmungsvorlage je um seine Meinung angefragt. Verschiedene Einwendungen hätten sonst wohl frühzeitig eingebracht werden können.
Nicht noch ein Calatrava bitte | Marcel Baur, 22. April 2015 um 11:06 Uhr … Der Blogbeitrag hat es auch auf die Webseite von Saiten geschafft …
hrbeck, 22. April 2015 um 08:45 Uhr Leider ziemlich unreflektiert, dieser Gastbeitrag. Statt die Bauten mit einbeinigen Tauben zu bewerfen vielleicht mal ein Buch über Calatrava durchblättern oder gar ein paar Orte besuchen an welchen sein Büro größere Projekte verwirklichen durfte. Oder sich fragen wer Herrn Calatrava wieder ins Spiel gebracht hat. Grüsse aus einem Zug der gerade durch einen Calatrava Bahnhof rollt.