, 29. August 2012
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Oberstadtrat Elmar Jud

Ein gewisser Elmar Jud erteilte kürzlich dem St.Galler Stadrat schlechte Zensuren. Es ging um die Tiefgarage Unterer Graben, die der Stadtrat als Ersatz für die rund 50 Parkplätze rund um den Marktplatz vorgeschlagen hat. Für Elmar Jud ist das Vorhaben «ein Luftschloss», das Projekt sei weder bewilligungsfähig noch finanzierbar, eine Bewilligung für die Zug- und […]

Ein gewisser Elmar Jud erteilte kürzlich dem St.Galler Stadrat schlechte Zensuren. Es ging um die Tiefgarage Unterer Graben, die der Stadtrat als Ersatz für die rund 50 Parkplätze rund um den Marktplatz vorgeschlagen hat. Für Elmar Jud ist das Vorhaben «ein Luftschloss», das Projekt sei weder bewilligungsfähig noch finanzierbar, eine Bewilligung für die Zug- und Wegfahrten durch den Kanton sei «sehr unwahrscheinlich».

Als ob es nicht bereits 1999 ein bewilligungsfähiges Bauprojekt für eine Tiefgarage samt Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) genau an dem Ort gegeben hätte.  Dazu kommt, dass die Strasse 2012 nicht mehr befahren wird als 1999. Es sind sogar etwas weniger Autos.

Man könnte annehmen, dass diese Tatsachen in der Tiefgaragen-Branche bekannt sein müssten.

Aber darum geht es nicht. Elmar Jud verteilt dem Stadtrat schlecht Noten in seiner Eigenschaft als Verwaltungsratspräsident der City Parking AG.

Das ist etwas anderes, als wenn er solche Aussagen im Namen von Pro-Stadt machen würde. Oder im Namen des TCS.

Die Ausgangslage ist komplett anders: Die City Parking AG gehört zu 40 Prozent der Stadt St.Gallen.

Im Verwaltungsrat – dem Gremium dem Elmar Jud vorsteht – sitzen zwei Stadträte. Sie müssen sich von ihm abkanzeln lassen, wie Schüler, die ihre Aufgaben nicht gemacht haben. Als wäre Elmar Jud eine Art Oberstadtrat.

Man könnte nun einfach feststellen, dass Elmar Jud das nötige Fingerspitzengefühl fehlt.

Die Lösung ist eine andere: Die Stadt muss sich aus der City Parkgaragen AG verabschieden. Wieso soll die Stadt sich an einer Firma beteiligen, die ein paar Tiefgaragen verwaltet, als wäre dies etwas Wichtiges?

Die Stadt sollte ihre Aktien verkaufen und das Geld einstreichen. Gleichzeitig könnten sich Stadtrat und Stadtverwaltung von allen Filzvorwürfen befreien. Es würden endlich klare Verhältnisse herrschen.

Eine Win-Win-Situation sozusagen.

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